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Verein 05.04.2020 von Thomas Warnke

Fußballer im Kreisgebiet wünschen sich Klarheit

Die Fußballer müssen bis auf Weiteres ausharren nach der Entscheidung des Verbandes. Dabei haben sie vor allem einen Wunsch.

In dieser Woche hätte er sich spätestens äußern wollen, doch bereits am Freitag hat der Niedersächsische Fußballverband bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Zumindest ein bisschen. Der Spielbetrieb ruht bis auf Weiteres. Was das genau heißt, ließ der Verband offen. Er hat sich Zeit erkauft. Zerschlagen haben sich jedenfalls erst einmal die Hoffnungen der Fußballer, alsbald ihrem Hobby wieder nachgehen zu können. Wesentlich wahrscheinlicher scheint nun, dass die Saison gar nicht erst beendet wird.

So sieht es zum Beispiel Michael Steen. Der Asendorfer ist Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Diepholz und damit unter anderem zuständig für die Nachholspiele. „Bei 500 sind wir schon“, sagt er. Ihn treibt nun die Frage um, wie und wann das alles noch über die Bühne gehen kann? „Wenn wir bis Ende April nicht spielen können, sehe ich schwarz“, sagt er. Das erscheint derzeit unrealistisch. Zwei Wochen vor dem Neustart will der Verband sich melden. Dass das bis Mitte des Monats, also bereits in zwei Wochen, der Fall ist, glaubt Steen nicht. Mit der Verbandsankündigung, über den 19. April hinaus den Spielbetrieb auszusetzen, gingen seine Hoffnungen, die Saison noch beenden zu können, „gegen Null“. Bis auf Weiteres könne schließlich auch Juni, Juli oder gar August bedeuten. Und dann? Was bedeutet das? Was ist mit Auf- und Abstiegen? Was mit Relegationsteilnehmern? Oder passiert einfach gar nichts? „Das muss in Ruhe beschlossen werden. So kurz nach der Entscheidung kann man das noch nicht sagen“, sagt Steen.

Gedanken machen sich derweil zahlreiche Aktive in der Fußballszene. Auch Friedhelm Famulla, Trainer des Kreisligisten SV Mörsen-Scharrendorf. Ihn stört, dass der Verband noch kein klares Votum abgegeben hat. „Man sollte Fakten schaffen“, findet er. Klarheit wäre für die Mörsener durchaus vonnöten, denn sie zählen als Viertletzter der Kreisliga zum Kreis der Gefährdeten. Sie könnten bei einem Saisonabbruch je nach Wertung sogar absteigen. Als Zwölfter wären sie sicher. Diesen Rang belegt der SV Friesen Lembruch, der zwei Punkte Vorsprung, aber auch vier Spiele mehr ausgetragen hat als der SVMS. Für Famulla wäre es ein Unding, so absteigen zu müssen. „So kann man nicht entscheiden, das wäre einfach unfair.“ Er könne sich vorstellen, dass die Spielzeit komplett auf Null gestellt werde. So läuft es etwa in den Niederlanden, wo die Amateur-Saison wegen des Coronavirus bereits abgebrochen worden ist. „Aber das ist für die Mannschaften, die oben stehen, auch keine schöne Lösung“, weiß Famulla.

Denn diese Regelung würde die Aufstiegsanwärter hart treffen. Ihre erfolgreiche Saison wäre auf einen Schlag nichts mehr wert. Eine Vorstellung, mit der sich etwa der SV Bruchhausen-Vilsen und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in der Kreisliga, aber auch der SV Heiligenfelde in der Bezirksliga auseinandersetzen müssen. Der SVH ist nur aufgrund des um vier Treffern schwächeren Torverhältnisses Zweiter hinter dem TSV Wetschen. Für Trainer Torben Budelmann steht fest, dass er nicht in der Haut der Verbandsvertreter stecken will: „Du kannst es nicht richtig machen.“ Ein vorzeitiges Saisonende „täte meinen Jungs und mir natürlich auch weh, weil wir eine tolle Saison hergeben müssten“. Dennoch grenze jede Entscheidung jetzt, wo noch ein Drittel der Spielzeit zu absolvieren ist, an eine Art Wettbewerbsverzerrung. Also doch die ganze Serie auf Null stellen? „Egal, was entschieden wird: Ich werde alles akzeptieren, was kommt. Wir sind nicht der Nabel der Welt, wir sind Amateurfußballer. Es gibt gerade Wichtigeres.“ Eine Sache wünscht sich Budelmann allerdings: Klarheit. „Das Schlimmste ist nicht zu wissen, worauf man gerade hintrainiert.“

Auf den Tag X, an dem es weitergehen wird, arbeiten auch die Fußballer in Seckenhausen hin. Sie haben von André Schmitz und Iman Bi-Ria Trainingspläne erhalten. „Und die Jungs halten sich dran. Das finde ich klasse“, sagt Schmitz. Ob dieser Fleiß mit dem Aufstieg belohnt wird? Schmitz hat seine Zweifel: „Ich glaube, dass die Saison abgebrochen und auf Null gestellt wird.“ Er ist ehrlich: „Für uns wäre das richtig bitter. Es wäre schade, wenn Mannschaften, die gut gearbeitet haben wie Vilsen oder wir, nicht dafür belohnt werden.“ Die TSG führt die Kreisliga souverän an, der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz beträgt 14 Punkte. Die Rückkehr in die Bezirksliga war bis zum 13. März nur Formsache. Nun ist sie ein Stück in die Ferne gerückt. Resthoffnungen aber hat Schmitz noch. Eines seiner Gedankenspiele: bei Saisonabbruch den Punkteschnitt heranziehen. Das würde zumindest das Problem umgehen, dass die Teams nicht alle dieselbe Anzahl an Spielen ausgetragen haben. Eine Fortsetzung der Spielzeit kann er sich nur vorstellen, wenn es Anfang Mai weitergehen kann. „Sonst ist auch die Verletzungsgefahr zu groß“, weiß er. Auch er wünscht sich alsbald ein Ende der Ungewissheit: Die Spieler seien in ein Loch gefallen, als sie gehört hätten, dass die Pause verlängert werde. Schmitz und Bi-Ria leisten nun Aufbauarbeit. Aber was sollen sie ihren Spielern beim nächsten Mal sagen. Da wäre eine klare Linie von Verbandsseite aus sicher hilfreich.

DFB ändert seine Spielordnung

Öffnet sich für die Amateurfußballer doch noch eine Hintertür, um die Saison zu beenden? Der Deutsche Fußballbund (DFB) jedenfalls hat seine Spielordnung wegen der Corona-Krise umfassend angepasst. Wichtigste Änderungen: Die Saison kann über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Der DFB gibt seinen Regional- und Landesverbänden aber auch die Möglichkeit, die Saison vorzeitig zu beenden oder zu annullieren. Bei einem Abbruch seien Sonderregelungen bezüglich Auf- und Abstieg möglich. Die folgende Serie darf später beginnen, teilweise oder gar ganz entfallen.
Auch die Wechselbestimmungen können sich, wenn der Weltverband Fifa zustimmt, ändern: Die Perioden, in denen sich Spieler einem neuen Klub anschließen (1. Juli bis 31. August sowie 1. bis 31. Januar) können nach DFB-Informationen angepasst werden.
Das gilt auch für die Wartefristen beim Vereinswechsel: Normalerweise können Amateure, die sechs Monate kein Spiel mehr bestritten haben, den Verein ohne Zustimmung des abgebenden Klubs wechseln. Um die Vereine zu schützen, könnten Landes- und Regionalverbände nun festlegen, dass die Corona-Zwangspause in diese Zeit nicht mit einberechnet wird. Laut DFB-Vizepräsident Rainer Koch soll mit diesen Regelungen vor allem den fünf Regional- und 21 Landesverbänden die Möglichkeit gegeben werden, so flexibel wie möglich zu agieren. Die Änderungen gelten ab sofort und sind bis zum 30. Juni 2021 gültig. Ab der Saison 2021/22 gelten wieder die alten Bestimmungen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.04.2020

Verein 03.04.2020 von Thomas Warnke

Verlängerung der Aussetzung des NFV-Spielbetriebs - bis auf Weiteres -

Liebe Fußballfamilie,
seit unserer letzten Mitteilung vom 17.03.2020 zur Verlängerung der Aussetzung des NFV-Spielbetriebes sind zwei Wochen vergangen, jedoch hat sich die Situation um die sog. „Coronavirus-Pandemie“ leider nicht entspannt.
Aufgrund der „Coronavirus-Pandemie“ wird der vom NFV organisierte Fußballspielbetrieb in Niedersachsen daher bis auf Weiteres ausgesetzt. Das Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat beschlossen, die ursprünglich bis zum 19. April vorgesehene Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes aufgrund der jeweiligen staatlichen bzw. behördlichen Verfügungslage auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Eine Fortsetzung des Spielbetriebes wird der NFV mindestens zwei Wochen vorher kommunizieren. Dies soll Ihnen als Vereinen und dem NFV selbst die Planung, soweit diese möglich ist, erleichtern.

Wir orientieren uns mit unserer Entscheidung an der behördlichen und staatlichen Verfügungslage und reagieren mit ihr auf eine nie dagewesene Krise. Die gegenwärtige Situation lässt uns leider keinen anderen Handlungsspielraum. Oberste Priorität hat weiterhin die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die Gesundheit unserer Mitglieder.Das NFV-Präsidium hat darüber hinaus entschieden, dass weiterhin alle zentralen und dezentralen Maßnahmen der Lehrarbeit (Aus-, Fort-, Weiterbildung) und Talentförderung ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ruht parallel auch weiterhin der Betrieb in der NFV-Sportschule in Barsinghausen.
Wir bitten Sie / euch weiterhin um Verständnis für diese Entscheidung, da wir zum derzeitigen Zeitpunkt aufgrund der o.g. staatlichen Vorgaben, aber natürlich auch aus eigener Fürsorgepflicht allen unseren Spielern, Trainern, ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Mitarbeitern gegenüber, keinerlei Spielraum für anderweitige Entscheidungen haben.

In der Hoffnung, diese Einschränkungen bald wieder aufheben zu können, verbleiben wir
mit sportlichen Grüßen aus Barsinghausen
NIEDERSÄCHSISCHER FUSSBALLVERBAND e. V.

 

Verein 02.04.2020 von Thomas Warnke

SV Bruchhausen-Vilsen und SC Twistringen: Gefeiert wird – aber wann?

Der SV Bruchhausen-Vilsen wird 100 Jahre alt, genauso wie die Fußballsparte in Twistringen. Die Feierpläne gibt es - doch das Coronavirus stört sie gewaltig. Wo Vorfreude sein sollte, herrscht Ungewissheit.

Wie einsam ein 90. Geburtstag sein kann, das haben Freddie Frinton und May Warden als Butler James und Miss Sophie im Klassiker Dinner for One gezeigt. Dabei sind es doch genau diese runden Geburtstage, die nach großen Feierlichkeiten, nach mehr als einem Festmahl für einen Einzelnen verlangen. Ganz besonders gilt das für die Jubiläen, die meist eine spezielle Aufmerksamkeit erfahren. Deshalb wollte der SV Bruchhausen-Vilsen seinen 100. Vereinsgeburtstag in diesem Jahr groß feiern. Aktionen im gesamten Jahr waren geplant. Und auch die Fußballer aus Twistringen hatten zu ihrem 100. so einiges vor. Doch die Verbreitung des Coronavirus erschwert die Planungen und hat sogar bereits einiges über den Haufen geworfen. Vielleicht können Brokser und Twuster in diesem Jahr überhaupt nicht in großer Runde auf ihren Geburtstag anstoßen. Was aber nicht heißt, dass die Feierlichkeiten damit aus der Welt wären.

Es war genau geplant: Im Rahmen einer sogenannten Kickoff-Party sollte das Stickeralbum des SV Bruchhausen-Vilsen am 5. April erhältlich sein. Die Kicker des Vereins zum Einkleben. Das wäre ein Höhepunkt im Jahr des 100. Geburtstags gewesen. Der Vorstand, aber auch die Mannschaften von der G-Jugend bis zu den Super Oldies der Ü60 finden im Album ihren Platz. Es wäre ein Renner geworden am kommenden Sonntag. Die Markplatzarena als Zentrum Vilsens, der Auftakt einer Sammel- und Tauschaktion, die alle Brokser begeistert hätte. Allerdings ist das nur noch ein Gedankenspiel. Die Party fällt aus. Große Menschenansammlungen sind in Corona-Tagen ein absolutes Tabu. Eines, an das sich die Vereine halten. Der SVBV-Vorsitzende Thomas Warnke ahnt aber auch, dass die große Begeisterung momentan vielleicht ohnehin nicht da wäre: „So eine Aktion lebt vom Sammeln und Tauschen. Wenn das eingeschränkt wäre, geht die Freude auch ein bisschen verloren.“ Dabei ist Freude doch genau das, was der Sportverein aus dem Luftkurort mit seiner Aktion wecken und verbreiten will.

Ungewissheit statt Vorfreude

Vieles, was die Vilser unter dem Banner SVBV2020 seit Langem planen, gerät derzeit ins Wanken. Die Kickoff-Party ist erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. „Von Tag zu Tag kommen andere Informationen“, verweist Warnke darauf, wie schnell sich die Situation rund um die Corona-Pandemie verändert. Was gestern noch galt, ist heute vielleicht schon Makulatur. Die gesamte Lage ist schwer zu fassen und noch schwieriger einzuordnen. Genaues weiß man nicht. Sicher ist dagegen, dass die Fußball-Europameisterschaft erst im kommenden Jahr stattfindet. Die wollte der SVBV eigentlich auf Großbildleinwand zeigen, doch auch hier heißt es jetzt: gestrichen. Dabei wäre das Finale am 12. Juli ein passender Abschluss der Sportjubiläumswoche mit Fußballturnieren Tag für Tag, einem Ehemaligenspiel, der Lila-Weißen Nacht und einem Quiz unter dem Titel 100 Jahre – 100 Fragen gewesen. Ob das alles so stattfinden kann, weiß momentan niemand. Am 22. April will der Vorstand entscheiden, wie es weitergeht.

Wo Vorfreude sein sollte, herrscht derzeit Ungewissheit. So sieht es auch bei der Fußballsparte des SC Twistringen aus. Noch in der vergangenen Woche wollte sich der Festausschuss treffen. Die Versammlung fiel jedoch aus. „Wir wissen noch gar nicht genau, ob überhaupt etwas stattfinden kann“, sagt Stefan Funke. Auch der Spartenleiter fühlt eine gewisse Machtlosigkeit. „Es ist eine schwierige Situation, weil wir überhaupt nichts beeinflussen können.“ Der Auftakt des Festjahres soll außerhalb Twistringens stattfinden. In Barsinghausen finden am 2. Mai die Niedersachsenmeisterschaften der Alten Herren. Mit Sack und Pack, also auch mit Fanbus, wollte der SCT dort aufschlagen und ein tolles Wochenende verbringen. „Aber es haben schon einige Mannschaften abgesagt“, weiß Funke. Die Titelkämpfe wackeln, andere Großveranstaltungen, die später im Jahr stattfinden sollten, sind bereits abgesagt worden.

Mit zum Beispiel dem Sparkassen-Cup für Jugendfußballer, den Bezirksmeisterschaften der Alten Herren und einem Funino-Turnier haben die Twistringer auch einige Veranstaltungen auf ihr Sportgelände geholt. Auch hinter diesen steht ein dickes Fragezeichen. Haupttag soll der 25. Juli werden. Ein Turnier der ersten Herrenmannschaft, ein offizieller Festakt und im Anschluss eine Sommerparty sind eigentlich geplant. Die Vorbereitungen müssten jetzt, kein Vierteljahr mehr vor dem angepeilten Termin, in die heiße Phase gehen. Festzelt, Equipment, Verpflegung, DJ – die Liste ließe sich noch weiter fortführen. „Aber wir haben die Planung erst einmal eingestampft“, verrät Funke. Pressewart Hans-Dieter Jurga ergänzt: „Die Termine fangen alle an zu bröckeln.“

Finanziell auf der sicheren Seite

Immerhin etwas Glück haben die Blaumeisen: „Wir sind noch keine großen finanziellen Verpflichtungen eingegangen“, erklärt Funke. Lediglich einige Flyer habe man drucken lassen. Das könne man aber verkraften. Ähnlich sieht es einige Kilometer weiter in Vilsen aus. „Wir haben genau die richtigen Sachen noch nicht fest gebucht“, atmet Warnke auf. Noch können sowohl Twistringer als auch Brokser auf die Zeit hoffen. Der Vilser Gründungstag etwa ist am 1. Dezember. Der Verein wollte also ohnehin reinfeiern. Ob das samt Veröffentlichung der Chronik, Festkommers und Ball, wie es geplant ist, möglich ist, ist momentan kaum absehbar. Allerdings ist Warnke noch recht entspannt. „Wenn es überhaupt nicht geht, feiern wir nächstes Jahr. Wir werden uns das sicher nicht nehmen lassen.“ Die Zeit des Feierns werde kommen. Auf Twistringer Seite wäre 2021 auch nicht das schlechteste Jahr: Schließlich wird dann der SCT 50 Jahre alt. Der Sportclub ging am 29. Oktober 1971 aus dem Zusammenschluss des Leichtathletikclubs Twistringen von 1954 und des Turn- und Sportvereins Twistringen von 1920 hervor. Im kommenden Jahr hätten die Blaumeisen, die ebenfalls eine Chronik veröffentlichen , also auch noch durchaus einen triftigen Grund zu feiern.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.04.2020

Verein 31.03.2020 von Thomas Warnke

Aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass

Die aktuelle Lage lässt eine wirkliche Planung der nächsten Wochen und Monate zur Zeit nicht zu. Davon ist nicht nur der aktuelle Trainings- und Spielbetrieb betroffen, auch unsere Jubiläum ist stark gefährdet. Der Vorstand hat daher am 30.03.2020 beschlossen, die Zeit bis zum 20.04. abzuwarten. Wir erwarten zu diesem Zeitpunkt sowohl von den politischen Ebenen als auch von unseren Verbänden eine Aussage zur weiteren Fortführung der Saison. Am 22.04. wird der SVBV-Vorstand dann eine Entscheidung bzgl. der weiteren Vereinsaktivitäten treffen.

Verein 26.03.2020 von Thomas Warnke

Wasser ist den Vereinen jeden Euro wert

Thomas Warnke ist kein Freund von Kunstrasen. „Mir fehlt schon der Geruch von Naturrasen“, sagt er. Auch deshalb dürfte sich der Vorsitzende des SV Bruchhausen-Vilsen auf der heimischen Sportanlage am Marktplatz besonders wohlfühlen. Zwei Plätze, beide Natur pur. Und beide in richtig gutem Zustand angesichts von zuletzt häufig verregneten Wochen. Als am 8. März mit Ausnahme von Kunstrasenplätzen fast alle Fußballspiele ausfielen, konnten die Brokser ihre Partien noch austragen. Nicht zuletzt ist das ein Verdienst der Beregnungsanlagen, die der Verein auf seinen beiden Plätzen installiert hat. Damit ist der SVBV zum Vorreiter geworden: Viele Klubs im Kreisgebiet wollen nun ebenfalls in die Bewässerung investieren oder haben das im vergangenen Jahr bereits getan.

Das ist ohne Frage eine Lehre der vergangenen Jahre mit den langen, extrem trockenen Sommermonaten. Steinhart wie Asphaltböden waren manche Plätze, zudem völlig verdorrt und verbrannt. Die Vereine auf der einen Seite mussten erhebliche Summen in die Hand nehmen, um ihre Spielfelder wieder auf Vordermann zu bringen, die Spieler auf der anderen Seite hatten kaum Spaß auf den Rumpelplätzen. Abhilfe erhoffen sie sich durch die Beregnungsanlagen, die sich fernsteuern lassen und dementsprechend immer zum richtigen Zeitpunkt bewässern können. Das tun sie dann auch gleichmäßiger und weniger zeitaufwendig für die Platzwarte. Eine Installation verspricht also Vorteil und Erleichterung gleichermaßen – ist allerdings auch kein günstiges Vergnügen. Zwischen etwa 13 700 Euro, die der TSV Martfeld für die Erweiterung seiner Anlage investiert, und 35 000 Euro, die der TSV Barrien für seine beiden Plätze in die Hand nehmen will, bewegen sich die Kosten. Auch der TSV Okel, der TSV Ristedt, der FC Sulingen und der TSV Jahn Ströhen investieren in Beregnungsanlagen. Wasser ist das Thema der Zukunft, auch für die Sportvereine. Ein weiteres Beispiel ist der TV Syke, der Fördergelder, dessen Bewilligungen der Kreissportbund Diepholz vor Kurzem verteilt hat, für den Bau einer Brunnenanlage mit Pumpe und Pumpensteuerung für acht Plätze beantragt hat.

Eine dichtere Grasnarbe

Thomas Warnke versteht nur zu gut, warum die Vereine auf-, aber auch nachrüsten. Und er verspricht: „Es lohnt sich.“ Der obere Sportplatz der Brokser ist bereits seit 2011 mit den versenkbaren Sprengern ausgestattet, der untere folgte drei Jahre später. „Man denkt, dass der Rasen immer gut und immer bespielbar ist. Das ist er auch. Aber es gibt noch einen weiteren Vorteil, der viel interessanter ist: Der Platz kommt viel besser durch den Winter“, erklärt der Chef der Lilahemden. Auffällig sei das insbesondere beim unteren Platz. „Der steht unter Dauerbelastung. Da wird das ganze Jahr über trainiert“, schildert Warnke die Ausgangssituation.

Entsprechend sah der Platz auch lange Zeit aus. „Früher hatten wir im November und Dezember immer eine riesengroße Fläche, auf der kein Rasen mehr war. Mittlerweile ist das anders“, sind die Plätze wesentlich widerstandsfähiger geworden, seit sie vernünftig beregnet werden. Auch die Grasnarbe sei wesentlich dichter. Bei den Broksern rollt der Ball das ganze Jahr über auf ordentlichem Untergrund.

Das hat sich natürlich herumgesprochen. Auch der TSV Martfeld setzt auf eine Beregnungsanlage. Er hat seine bestehende bereits erweitert und nun Fördergelder beantragt. Vorsitzender Dieter Hustedt erklärt einen weiteren Vorteil der Bewässerung per Knopfdruck. „Die Manpower fehlt mehr und mehr in den Vereinen“, weiß er, wie verzweifelt die Suche nach Ehrenamtlichen teilweise verläuft. Da geht es seinen Kollegen nicht anders: „Man findet ja die Freiwilligen am Wegesrand“, fügt Gerhard Mey, Vorsitzender des TSV Barrien, mit einer gehörigen Portion Ironie hinzu. Es ist allerdings auch schwierig, jemandem das Schleppen eines schweren, fünf Zentimeter dicken Schlauches schmackhaft zu machen. Eine automatische Anlage ist da eine gewaltige Entlastung. Die Barrier müssen „noch ein bisschen vorbereiten“, bis es losgehen kann. Weiter, nämlich fertig, ist der TSV Ristedt. Er verfügt als erster Verein im Syker Stadtgebiet über eine Beregnungsanlage für einen Fußballplatz. Vor allem für den Württemberg-Cup, das große Turnier mit acht Teams auf Bezirksebene und höher, erhoffen sich die Ristedter eine Erleichterung. „Wir haben früher teilweise sechs, sieben Wochen vorher mit der intensiven Bewässerung angefangen, weil dann die trockene Phase schon begonnen hat“, sagt Henry Stöver vom Fußballförderkreis Grün-Weiß ‘92 Ristedt. Ein Mammutprojekt für die Helfer. „Da steckt viel Arbeit hinter“, weiß er. Arbeit, die nun automatisch erledigt wird – und bessere Plätze verspricht. Und zwar von Okel bis Martfeld. Da Kunstrasenplätze wegen des häufig verwendeten Granulats als umweltschädlich gelten und vermehrt in die Kritik geraten sind, „muss jeder Verein seine Rasenplätze noch mehr hegen und pflegen“, betont Stöver.

Platzpflege ist nicht nur um Fußball, sondern auch im Tennis wichtig. Deshalb hat der TV Syke eine Brunnenanlage mit Pumpe und Pumpensteuerung für acht Plätze gebaut. Auch er bekommt dafür Fördergelder. „Wasser spielt eine ganz große Rolle und ist für die Pflege der Plätze im Sommer unabdingbar“, erklärt Lutz Frauenheim, der Vorsitzende des Tennisvereins. Ohne vernünftige Wasserzufuhr seien die Plätze bei langer Trockenheit „wie eine Sandkiste“. Der Untergrund sei nicht mehr fest genug, das Spielen quasi unmöglich. Der Verein hatte bereits eine Beregnungsanlage und einen entsprechenden Brunnen, diese war jedoch abgängig. „Wir haben die Chance genutzt, um den Komfort zu erhöhen“, verrät Frauenheim. Sprich: Den Gang zum Pumpenhaus, um die Bewässerung zu starten, können sich die Spieler nun sparen. Sie müssen direkt am Platz jetzt nur noch auf einen Knopf drücken. Darüber hinaus agiere man nun umweltfreundlicher, „denn wir haben die Möglichkeit, auch nachts zu sprengen. Das sorgt für eine geringere Verdunstung und eine höhere Grundfeuchte“, ergänzt der Vorsitzende. Diesen Luxus können alle Vereine mit Zeitschaltuhr für sich in Anspruch nehmen. „Wichtig ist nur, dass es nicht während des Spiels losgeht“, sagt Mey und lacht.

Mit einer Beregnungsanlage muss allerdings jeder Verein seine eigenen Erfahrungen machen. Diesen Tipp gibt Warnke seinen Vorstandskollegen mit auf den Weg. Man müsse zum einen richtig beregnen. „Wir haben am Anfang alle zwei Tage ein bisschen bewässert. Jetzt bewässern wir viel intensiver, bis Spatentiefe, aber nur zweimal pro Woche. Dadurch ist der Rasen sehr dicht und sehr fest geworden.“ Ein zweiter entscheidender Punkt: die richtige Menge an Jahreszeit-Dünger. „Seit wir das besser machen, hält der Platz viel mehr aus.“ Aber da müsse jeder Verein für seinen Boden die richtige Lösung finden. „Da muss man auch ein bisschen ausprobieren. Auf lange Sicht lohnt es sich auf jeden Fall“, sagt Warnke. Man müsse allerdings wie zuvor genau hinschauen und das richtige Augenmaß entwickeln: „Wenn der Rasen stumpf aussieht, ist es schon zu spät.“ Der richtige Zeitpunkt im Jahr, um mit der Beregnung zu starten, sei gekommen, wenn man das erste Mal auch zu Hause den Rasen mäht.

Einen Nachteil gebe es aber auch: den höheren Stromverbrauch. Doch auch da haben die Brokser bereits einen Lösungsansatz. Sie wollen selbst Strom produzieren, und zwar mit einer Photovoltaikanlage. Strom für die Beregnung speichern, das macht besonders im Sommer Sinn, wenn mehr gewässert werden muss, aber auch die Sonne intensiver scheint. „Da sind wir mit der Samtgemeinde im Gespräch“, sagt Warnke. Die Vereinsmitglieder hätten den Plan, die Lilahemden mit Blick auf die Umweltfreundlichkeit ein Stück weit grüner zu machen, bei der Jahreshauptversammlung befürwortet. Die Anlage will sich der Verein selbst zum 100. Geburtstag in diesem Jahr schenken. Mit ihr wäre er vielen Vereinen erneut einen Schritt voraus.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.03.2020

Verein 16.03.2020 von Thomas Warnke

Termin für Kickoff des Stickeralbum ist abgesagt!

+++ Der Termin für das Kickoff des Stickeralbum wurde abgesagt! Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.+++

Am 05.04.20 ist es soweit. Dann wird im Rahmen einer KickOff-Party das Stickeralbum erhältlich sein. Von 12.00 bis 16.00 wird es in der Marktplatzarena angeboten. Ab Montag ist es dann an diversen Verkaufsstellen erhältlich.

Verein 16.03.2020 von Thomas Warnke

Maßnahmen der niedersächsischen Landesregierung gegen Covid-19

Die niedersächsische Landesregierung hat umfangreiche Maßnahmen gegen Covid-19 festgelegt. In diesem Zusammenhang werden auch die Sportplätze sowie alle Vereinsveranstaltungen verboten. Die Maßnahmen betreffen auch die Osterfeuer. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 18.04.2020. Im beigefügten Link geht es zur Originalmeldung in voller Länge.

Hier geht es zur Originalmeldung

Verein 13.03.2020 von Thomas Warnke

Sämtliche Spiele und der gesamte Trainingsbetrieb bis 19.04.2020 eingestellt!

+++Corona Update+++Sämtliche Spiele und der gesamte Trainingsbetrieb bis 19.04.2020 eingestellt+++

Für den Fußballverband in ganz Niedersachsen hat das Präsidium daher folgendes beschlossen:
1. Die bereits mit Schreiben vom 13.03.2020 mitgeteilte Aussetzung des Spielbetriebs wird bis auf weiteres, mindestens jedoch bis einschließlich den 19.04.2020, verlängert.
2. Gleichzeitig wurde die Entscheidung getroffen, dass ab sofort alle zentralen und dezentralen Maßnahmen der Lehrarbeit (Aus-, Fort- u. Weiterbildung) und Talentförderung für den gleichen Zeitraum auszusetzen sind bzw. ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ruht parallel der Betrieb der Sportschule vor Ort in Barsinghausen.
3. Darüber hinaus ist zu beachten, dass sämtliche Sitzungen und Tagungen auf allen Gliederungsebenen des NFV (Informationsveranstaltungen, Organsitzungen, etc.) in diesem Zeitraum ebenfalls auszusetzen sind. Nur in zwingenden und nicht aufschiebbaren Fällen soll hiervon – unter Beachtung der aktuellen Vorgaben der maßgeblichen Behörden – abgewichen werden. Die gleiche Situation trifft die Mitgliedsvereine.

Liebe Mitgliederinnen, Mitglieder und Freunde des SVBV,
die sehr dynamische und kurzfristige Lageentwicklung bei der Verbreitung des Corona-Virus hat zu einer Neubewertung in Bezug auf die derzeitige Durchführung des Fußballspielbetriebes im Niedersächsischen Fußballverbandes e.V. (NFV) geführt. Um den bisher veröffentlichten behördlichen Anordnungen, der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und zur möglichen Risikominimierung sowie zum Schutz der Menschen in Niedersachsen beizutragen, hat das Präsidium des NFV am gestrigen Abend entschieden, den gesamten Spielbetrieb in Niedersachsen ab sofort und bis einschließlich Montag, den 23.03.2020, auszusetzen.

Der Vorstand des SVBV hat zudem beschlossen sämtlichen Trainingsbetrieb einzustellen, sowie alle weiteren Veranstaltungen abzusagen. Dieser Beschluss gilt vorerst bis 23.03.2020. Wir werden rechtzeitig die Situation neu bewerten und bitten alle um Verständnis!

Thomas Warnke, 1. Vorsitzender im Namen des Vorstands

Verein 09.02.2020 von Thomas Warnke

Heinke Pohl und Hendrik Brauer sind die SVBV-Kohlkönige 2020!

Am Samstag, den 08.02.2020 fand die diesjährige Kohltour statt. Unser Ziel war in diesem Jahr Uhlhorns Gasthof in Asendorf. Leider waren wir nur mit 50 Teilnehmern am Start. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Wir trafen uns um 14.45 Uhr bei Taxi Schweers in Bruchmühlen. In gewohnter Weise ging es dann mit dem gut gefüllten lila Bollerwagen Richtung Asendorf. Bei unsere Kaffeepause gab es Kaffee und von Cafe Kornau gespendeten Butterkuchen (Vielen Dank an Familie Kornau). Gegen 18:00 Uhr erreichten wir dann pünktlich das Gasthaus Uhlhorn. Nach dem leckeren Kohlessen wurden die neuen Könige Heinke Pohl und Hendrik Brauer ernannt.
Anschließend wurde bis spät in die Nacht bei bester Stimmung gefeiert.
Den "Altkönigen" danken wir für die tolle Vorbereitung und Organisation.

Verein 01.02.2020 von Thomas Warnke

Der SVBV trauert um Egon Langer

Am 24.01.20 ist mit Egon Langer unser langjähriges Vereinsmitglied und Trainer der ersten Herren verstorben. 

Egon war seit seiner Jugend Spieler beim SVBV. Lange Jahre war er Libero oder auch Ausputzer und Kapitän der 1.Mannschaft. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler war er mehrmals Trainer der 1.Mannschaft. Egon war seit 1955 Mitglied im SV Bruchhausen-Vilsen.

Wir werden Egon nicht vergessen und sind in Gedanken bei seiner Familie.

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