SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 06.01.2022


Reichlich Trubel in Vilsen

Bezirksliga-Analyse: SVBV-Trainer Torsten Klein hat sich sportlich zwar mehr erhofft, ist insgesamt aber zufrieden

Bruchhausen-Vilsen. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde schien für die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen lange Zeit zum Greifen nah zu sein. Erst am vorletzten Spieltag – nach der 0:2-Niederlage gegen den SV Heiligenfelde – war das Thema Aufstieg für die Vilser vom Tisch. Die Rückrunde in der Bezirksliga Hannover verlief laut Torsten Klein, Trainer der Lila-Weißen, nicht zufriedenstellend. Sportlich habe er sich doch etwas mehr erhofft, sagt er, dennoch sei er mit der Saison insgesamt einverstanden. "Die Liga war sehr ausgeglichen. Es war von Anfang an ein enges Ding", erklärt Vilsens Coach.

Besonders die Partien gegen den SC Twistringen, die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem TV Stuhr sind Klein in Erinnerung geblieben. "Da stören mich die Ergebnisse. Wir hatten viele Möglichkeiten, das Spiel zu drehen. Leider waren Kleinigkeiten am Ende ausschlaggebend dafür, dass wir Punkte liegen gelassen haben", ärgert sich der SVBV-Coach immer noch. Gegen Twistringen und Seckenhausen holten die Vilser insgesamt vier Punkte. Gegen Stuhr kassierten sie dagegen zwei Niederlagen. Lange Zeit haben sich die Kicker aus dem Luftkurort auf Rang zwei halten können und dabei unter anderem das Hinspiel gegen den favorisierten TuS Sudweyhe ziemlich klar mit 5:0 gewonnen. In der Rückrunde ließ die Konstanz etwas nach. "Die Niederlage im letzten Spiel gegen Heiligenfelde war natürlich ärgerlich, aber wir mussten aufs Ganze gehen", sagt Klein, der am 30. Juni das Traineramt in Vilsen übernommen hatte. Wie sich das Team in dieser Zeit entwickelt hat, darüber möchte er sich noch nicht äußern. "Für eine Einschätzung ist es noch zu früh. Ich sehe, dass die Jungs Spaß haben und alles aufsaugen, was ich ihnen sage. Auch die Zusammenarbeit mit dem Vorstand klappt bisher super", kann der Vilser Coach in seiner kurzen Amtszeit nur Positives berichten.

Mit dem Weggang von Hauke Wortman, der sich dem Landesligisten TSV Etelsen angeschlossen hat, sowie Niklas Schröder, der in Hannover studiert und etwas kürzer treten will, gingen dem Team zu Beginn der Saison zwei wichtige Konstante verloren. Auch die schwere Verletzung von Stürmer Chedli Belkhir, die er im Spiel gegen den SC Twistringen erlitten hatte, sorgte für eine große Lücke. "Nach seiner Verletzung dachten wir, dass es für ihn nicht mehr weitergeht. Er befindet sich aber aktuell im Aufbautraining und geht regelmäßig zur Physio. Fußball spielen kann er noch nicht, aber er hat ein Ziel vor Augen", ist Torsten Klein zuversichtlich. Dazu kam noch der Ausfall von Gerrit-Finn Jüttner – er spielte in dieser Saison nur elf Minuten – wodurch insgesamt vier Offensivspieler wegbrachen. "Ich hoffe, dass Gerrit in der Rückrunde wieder einsteigen kann", sagt Klein, der einzelne Akteure nicht herausheben möchte. "Das ganze Team hat eine starke Leistung gezeigt. Vor allem unsere Defensive, die zwischenzeitlich zu den besten der Liga gehörte", betont der SVBV-Trainer.

Am 26. März starten die Vilser in die Abstiegsrunde. Sie treffen zunächst auswärts auf BW Salzhemmendorf. "Für uns sind es acht Endspiele, die wir vor der Brust haben. Einige Teams sind mir natürlich ein Begriff", sagt Klein. Die Mannschaften aus dem Kreis Nienburg sind dem in Wietzen lebenden Trainer bekannt. "Danach wird es schwierig. Dennoch gehen wir nicht ganz unvorbereitet in diese Abstiegsrunde", kündigt Klein an. Im Gegensatz zu den anderen hiesigen Teams müssen die Vilser nur dreimal auswärts ran. "Das werden dennoch alles Tagesausflüge sein. Lenne ist 150 Kilometer weit entfernt, Salzhemmendorf 127 Kilometer. Da sind wir locker zweieinhalb Stunden unterwegs", weiß Klein um die Strapazen, die auf seine Spieler zukommen werden.

© Mit freundlicher Genehmigung der Bremer Tageszeitungen, Datum: 06.01.2022