SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 12.10.2021


Ein unspektakuläres Remis

Bruchhausen-Vilsen. Mit unterschiedlichen Erlebnissen und Ergebnissen im Gepäck traten die Kontrahenten an: Der TSV Bramstedt hatte in der Fußball-Kreisliga vor Wochenfrist gegen den Herbstmeister SV Mörsen-Scharrendorf mit 4:0 gewonnen. Der SV Bruchhausen-Vilsen II war zeitgleich beim TVE Nordwohlde mit 1:5 unter die Räder gekommen. Am Endergebnis waren die Vorgeschichten nicht wirklich zu erkennen, denn die SV-Reserve und der TSV trennten sich 1:1 (1:1). Vilsens Trainer Steffen Lange war mit dem Remis aufgrund des Spielverlaufs unzufrieden, konnte aber wegen der „verkorksten Vorwoche“ damit leben.

Bei Bramstedts Coach Eckhardt Kotrade war es umgekehrt. „Wir hatten nach der guten Leistung höhere Erwartungen, müssen aber nach den 90 Minuten zufrieden sein.“ Denn Vilsen – da waren sich beide einig – hatte vor allem in der zweiten Hälfte den besseren Eindruck hinterlassen. „Wir wissen, dass wir vieles nicht spielerisch lösen können. Daher müssen wir unseren Ehrgeiz hineinwerfen. Doch Vilsen hat wenig zugelassen.“ Vor allem die geringe Entlastung im Spiel nach vorne war Kotrade aufgefallen. Lange drückte es klarer aus. „Bramstedt hat nur zweimal aufs Tor geschossen."

Das stimmte weitestgehend, dafür war Bramstedt vor der Pause umso effektiver: Vilsen II vertendelte in der 17. Minute den Ball, sodass Joel Zöfelt geschickt per Hacke vorlegte und Lauritz Mühlenhardt zum 1:0 abschloss. „Der ist eben eiskalt vorm Tor“, staunte Lange. Die Bramstedter ließen jedoch in der Folge plötzlich nach und überließen Vilsen das Geschehen. „Wir haben nicht mehr dagegengehalten, unser Pressing war komplett weg“, monierte Kotrade. Mühlenhardt verpasste es dennoch, das 2:0 nachzulegen. Das war es dann aber auch schon mit den Bramstedter Offensivbemühungen.

Auf der Gegenseite verunglückte den Vilsern vor der Halbzeit eine Ecke komplett. Doch Daniel Freund schlug die Flanke erneut und erfolgreicher in den Strafraum: So köpfte Routinier Christian Mewes das 1:1 für die Hausherren (36.). „Christian musste noch einmal aushelfen, ebenso wie Kai Schiffbach“, verwies Lange auf einige Ausfälle. Kotrade musste aus der stabilen Abwehrreihe Birger Meyer auswechseln, allerdings standen die Kollegen Tobias Heinsen, Till Lambert und Alexander Matissek defensiv kompakt. Auch Lange hatte vor dem Spiel mit Aaron Witte und Sufi Kalantar zwei neue Stürmer aufgestellt. Arsen Orzjan fehlte wegen seiner eigenen Hochzeit und auch Routinier Heinrich Büntemeyer sowie Offensivmann Feizal Alkozei waren nicht dabei. Die beiden neuen Stürmer machten ihre Sache ordentlich, Kalantar traf später sogar die Latte. „Aufgrund der zweiten Hälfte haben wir Punkte verloren“, sagt Lange. „Man sieht ja, was alles möglich ist“, betont Kotrade mit Blick auf die enge Tabellensituation und verspricht: „Wir werden nicht nachlassen.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Weser Kurier, Datum: 12.10.2021