SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 09.12.2020


2010 - 2019

Der Verein ist schuldenfrei und gesund

„Der Verein ist schuldenfrei und finanziell gesund, wir sind erfolgreich und wir haben Potenzial nach oben. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat Fahrt aufgenommen.“

So berichtet der Präsident Thomas Warnke auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2011. Und damit hatte er recht. Die gegen Ende des Jahres 2009 definierten Ziele waren tatkräftig angegangen worden: in vielen Bereichen wurden die unterschiedlichsten  Aktivitäten innerhalb des Vereins unterstützt und gefördert. Der Verein wollte ebenso seine öffentliche Präsenz deutlich erweitern, auch sollten die „inneren Strukturen“ optimiert werden. Präzise hieß das, dass durch die Einrichtung der Position eines „Sportlichen Leiters“ eine engere Verbindung zwischen der A- und B-Jugend und der 1. und 2. Herren geschaffen werden sollte. Damit wurde nicht nur eine Aufwertung des Jugendbereichs erreicht, der gesamte Verein sollte davon profitieren. Und genau das trat auch ein: Eine unglaubliche Aktivität auf allen Ebenen setzte ein. Meisterschaften und Pokalsiege in einer noch nicht dagewesenen Fülle wurden erreicht, 31 Titel in diesem Jahrzehnt, nicht einbezogen Hallenmeisterschaften und Siege in Vorbereitungsturnieren. Die jahrelange Arbeit und das Engagement aller Vereinsmitglieder trug erkennbare Früchte. Der Altersdurchschnitt der 1. Herren betrug 20,9 Jahre und entsprach genau dem, was der 1. Vorsitzende Thomas Warnke in seinem „Fundament der lila-weißen Zukunft“ fixiert hatte: die nahezu professionelle Konzentration auf den Jugendbereich verbunden mit einer weiteren gesellschaftlichen Herausforderung. Angesichts der geöffneten Grenzen und des Zustroms an Flüchtlingen gewann der Aspekt der Integration von Aussiedlern, Emigranten und Flüchtlingen für den SV Bruchhausen-Vilsen eine übergeordnete Aufgabe.

„Visitenkarte SVBV – Mit allem, was wir als Mitglieder tun, wie wir uns verhalten und in der Öffentlichkeit auftreten, werden wir genau beobachtet. Daher ist die wichtigste Leitlinie für den gesamten Verein „Respekt“. Respektvoller Umgang innerhalb des Teams, mit dem Gegner und allen Nationalitäten, Geschlechtern und Generationen gehört selbstverständlich dazu. Es ist ein großer Unterschied, ob man sich Respekt verschafft oder Respekt verdient! Wenn aber die Gemeinsamkeit des SVBV verletzt wird, werden wir nicht davor zurückschrecken, Mitglieder aus dem Verein auszuschließen. Dies tun wir aus Respekt vor den anderen Mitgliedern!“

Und diese Haltung schwappte über. Die Alten Herren erreichten erneut das Finalturnier um die Niedersachsenmeisterschaft, diesmal dazu auch noch die Oldies (Ü 50). Eine Super-Oldie-Mannschaft (Ü 60) konnte gemeldet werden, als erste Mannschaft im Landkreis Diepholz überhaupt. Gerade im Jugendbereich präsentierte sich der SV Bruchhausen-Vilsen bei vielen Turnieren, u.a. nahmen die B-Juniorinnen in diesem Jahrzehnt mehrfach an einem internationalen Turnier in Barcelona teil und hinterließen auf dieser Ebene einen hervorragenden Eindruck.

Die Schilderung der vergangenen Jahrzehnte zeigte eine kontinuierliche Verbesserung auf allen Ebenen. Die sportlichen Erfolge im unteren Amateurbereich waren kaum mehr zu überbieten, durch die vielen weiteren Aktivitäten gewann der SV einen ungeheuren Zulauf. Das Identifikationspotential stieg damit auch in einer Weise, wie es einige Jahrzehnte zuvor kaum jemand hatte erahnen können. Homepage und Fanshop trugen natürlich ebenso dazu bei. Nur eines durfte darüber nicht vergessen werden:

Dieser Erfolg hatte seine Basis in einem unglaublich harten Einsatz aller Verantwortlichen, die als ehrenamtlich Tätige in ihrer Freizeit dafür sorgten, dass der „Betrieb SVBV ins Laufen“ kommen konnte. Auf der Jahreshauptversammlung 2012 hieß es denn auch folgerichtig vom Präsidenten:

„“... (..) ich (möchte) diesen Ehrenamtlichen danken. Ohne Euch (da gibt es keinen Zweifel) würde es den SV Bruchhausen-Vilsen nicht geben. Es würden nicht jeden Tag über 250 Jugendliche betreut werden. Es würde keinen Fußball und keinen Spaß geben. Die Integration von ausländischen und deutschen Kindern würde weniger stattfinden. Die Welt wäre insgesamt trauriger!“

Die Vorzeichen für das Jubiläumsjahr waren nahezu perfekt. Die Früchte der jahrelangen Arbeit brauchten eigentlich nur noch eingefahren zu werden – doch dann tauchte ein Gegner auf, den keiner auf dem Plan hatte.

Recherche und Text: Horst Delekat