SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 18.11.2020


Pinzer hat sich seine Chance erarbeitet

Glatt lief es nach seiner Rückkehr nach Vilsen für Benjamin Pinzer zunächst nicht. Er verletzte sich, stand dann etwas in der zweiten Reihe. Dann aber erkämpfte er sich seine Chance im Training.

Bruchhausen-Vilsen. Benjamin Pinzer war in der vergangenen Saison bereits dort, wo seine jetzigen Mitspieler vom SV Bruchhausen-Vilsen unbedingt hinwollten: in der Bezirksliga. Mit dem TSV Okel zeigte er, wie ein Aufsteiger in der siebthöchsten Spielklasse bestehen kann. Nun ist Pinzer wieder ein Brokser – und spielt mit seiner Mannschaft erfolgreicher als noch im Vorjahr mit dem TSV. Nur der eigene Beitrag könnte größer sein.

Nein, eine wirklich tragende Rolle nimmt Pinzer bei den Vilsern noch nicht ein. Vier von neun Spielen hat er bestritten, zweimal stand er in der Startelf, zweimal kam er von der Bank. „Am Anfang hat mich eine Zerrung zurückgeworfen“, hatte der Rückkehrer Verletzungspech, als es darum ging, sich für die Stammplätze zu positionieren. Und später hatte Trainer Patrick Tolle wenig Gründe, seine Startformation zu verändern. Es lief rund beim Aufsteiger und Tabellenzweiten. „Das muss man dann auch so respektieren“, sagt Pinzer, der um die Konkurrenz in der Offensive, die er am besten über die linke Außenbahn verstärkt, weiß: „Wir sind da eben auch sehr gut besetzt.“ Ein Gespräch mit Tolle suchte er dennoch. Der Trainer gab ihm einen Tipp: Er solle sich im Training anbieten, sich dort zerreißen, auf sich aufmerksam machen. Und das tat Pinzer. „Benni hat sich nie hängen lassen“, lobt der Coach den 20-Jährigen, der bissig blieb und auf seine Chance lauerte. Die verdiente er sich und stand – ausgerechnet – beim Auswärtsspiel in Okel das erste Mal von Beginn auf dem Platz. Und traf gegen den Ex-Klub, dem er im Vorjahr wegen diverser Verletzungen so oft gefehlt hatte, nach wenigen Minuten zur Führung. „Richtig gefreut habe ich mich nicht“, verrät Pinzer.

Gegen Twistringen in der Startelf

Für ihn selbst war das Tor dennoch ganz wichtig. „Dadurch bin ich wieder so richtig angekommen in Vilsen“, findet er. Gegen Bassum kam er danach noch einmal von der Bank, zum Abschluss beim 3:3 gegen Twistringen stand er von Beginn an auf dem Platz und war Teil der verrückten Aufholjagd nach dem 0:3-Rückstand. „Ich denke, wir alle haben bislang keinen schlechten Eindruck hinterlassen“, sagt er mit Blick auf die derzeit unterbrochene Serie.

So soll es weitergehen, wenn der Ball wieder rollt. Dann will auch Pinzer wieder in der Startelf stehen. Deshalb hält er sich mit Ausdauerläufen und täglichen Workouts fit. „Ich will noch mehr Spielzeit bekommen“, nennt er sein persönliches Ziel. „Und mit der Mannschaft noch mehr Spiele gewinnen.“ Tolle stellt dem 20-Jährigen jedenfalls weitere Einsätze in Aussicht: „Benni hat den nötigen Ehrgeiz. Er hat sich immer mehr rangearbeitet ans Team.“ Weiterhin gilt: Pinzer muss da sein, wenn sich die Chance bietet.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 18.11.2020