SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 11.10.2020


Kampfansage des TSV Weyhe-Lahausen

Die Mannen von Trainer Thorsten Eppler erobern durch einen 5:1-Sieg gegen den SVBV II Platz eins

Lahausen. Es war eine ereignisreiche erste Halbzeit unter Flutlicht auf dem Kunstrasen der Weyher Zentralsportanlage. Es gab ein Uwe-Seeler-Gedächnistor, einen satten Torschuss unter die Latte nach einem an Arjen Robben erinnernden Lauf und zwei Auswechslungen wegen Kopfverletzungen. Diese Verletzungsunterbrechung teilte die 45 Minuten hinsichtlich ihrer Spielanteile und sorgte somit für die Wende in der Partie. 1:1 stand es in der Fußball-Kreisliga zur Pause zwischen dem TSV Weyhe-Lahausen und dem SV Bruchhausen-Vilsen II, 45 Minuten später hatte Lahausen das Spitzenspiel mit 5:1 (1:1) für sich entschieden.

Am wichtigsten war aber, dass Lahausens Trainer Torsten Eppler und sein Vilser Kollege Ben Weger Entwarnung wegen der Verletzungen ihrer Akteure geben konnten. Es war ein langer Ball in den Strafraum gewesen, den Lahausens Dominik Mahn per Kopf erreichen wollte, dabei aber mit Vilsens Keeper Hauke Schröder zusammenprallte. Beide waren noch selbstständig vom Platz gegangen, mussten aber in Krankenhäusern behandelt werden. Mahn zog sich eine Gehirnerschütterung und Platzwunde zu, bei Schröder musste die aufgeplatzte Lippe genäht werden. Kurios war, dass auf der anderen Seite eine ähnliche Szene zum 0:1 geführt hatte. TSV-Keeper Felix Eichhorn bekam einen hohen Ball nicht richtig zu fassen. Lukas Rothers Versuch wurde noch geklärt, ehe das Spielgerät Ball bei Philip Knake landete. Der saß am Fünfmeterraum mit dem Rücken zum Tor auf dem Boden und bugsierte den Ball zum 0:1 ins Tor (17.). Uwe Seeler oder Gerd Müller hätten es nicht besser gekonnt. Später schnappte sich Lahausens Tarek Azeldin den Ball und lief von links vom Mittelkreis quer übers Feld in Richtung Strafraum und hämmerte mit dem rechten Fuß das Leder unter die Latte – 1:1 (45.+3), ein spiegelverkehrtes Robben-Tor. „Die Unterbrechung hat uns wachgerüttelt“, so Eppler, denn nach starken ersten 20 Minuten der Vilser hatte Lahausen das Zepter in die Hand genommen. Der eingewechselte Keeper Tobias Stuwe rettete gegen Moritz Drescher und Kevin Gibek. „Wir haben die Ordnung verloren“, meinte Weber, „wobei wir bis zur Pause noch ordentlich gespielt hatten."

TSV verballert noch viele Chancen

Gleichwohl war Lahausen ab Minute 25 feldüberlegen, vor allem Azeldin war auf der linken Seite sehr aktiv. Auch der eingewechselte Hussein Zabab fiel positiv auf. Zweimal traf er nach der Pause (50., 66.). Beim 2:1 staubte er einen Eckball ab, den Stuwe nur unglücklich an die Latte hatte lenken können. Später verhinderte der zweite Torwart weitere Lahauser Treffer. Aljoscha Klatte (62.) und Dominik Lindenborn trafen noch (90.+2). „Wir haben richtig gut gespielt, aber noch viele Chancen verballert“, so Eppler. Weber stimmte ihm zu: „Wir mussten mit dem 1:5 zufrieden sein.“ Die Zuschauer hatten ein gutes Spiel gesehen. Vilsen war nach der bis dato erfolgreichen Saison selbstbewusst in die Partie gestartet und hatte Lahausen ordentlich beschäftigt. Während Eppler sich von dem gedrehten Spiel eine Signalwirkung für die Saison erhofft, sah Weber die Pleite als letzte Warnung: „Wir müssen weiter konzentriert spielen, es geht nicht von selbst.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.10.2020