SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 09.09.2020


Sudweyher Torspektakel

In der vorletzten Saison hatten der TuS und der SVBV 5:5 gespielt - dieses Mal fiel sogar noch ein Tor mehr. Sudweyhe erklomm die Tabellenspitze.

Sudweyhe. Was für ein Fußballspiel! Wer beim Bezirksliga-Duell zwischen dem TuS Sudweyhe und dem SV Bruchhausen-Vilsen auch nur blinzelte, drohte ernsthaft ein Tor zu verpassen. Elfmal klingelte es am Dienstagabend. Gleich achtmal schlugen die Sudweyher zu, die sich durch das 8:3 (4:1) an die Tabellenspitze setzten. Die Vilser Hoffnungen, an den Sieg gegen Twistringen anknüpfen zu können, zerschlugen sich nach einer guten Anfangsphase recht schnell. Am Ende wurde es bitter für den Aufsteiger.

Die Partie benötigte keinerlei Anlaufzeit: Erster Angriff Sudweyhe - 1:0. Robin Engelhardt war nach wenigen Sekunden erfolgreich (1.). Doch prompt die Antwort: Hauke Wortmann luchste Jannik Theiß den Ball ab und glich aus spitzem Winkel aus (2.). Ein Wahnsinns-Auftakt.

Und die Teams hielten die Schlagzahl hoch. Gerrit Jüttner verpasste die Vilser Führung (8.), Stephen Bohl kam auf der anderen Seite nicht ganz an Calvin Helms' Flanke heran (9.). Kurz darauf fischte Theiß einen Jüttner-Freistoß aus dem Eck (11.). Offener als die beiden Kontrahenten in der Anfangsphase kann man das Visier nicht tragen. „Wir hätten das zweite, vielleicht sogar das dritte Tor machen müssen“, ärgerte sich Vilsens Trainer Patrick Tolle nach der Partie. Dann wäre es wohl anders gelaufen für seine und Jörn Meyers Elf, die dem Druck der Gastgeber allerdings nur eine halbe Stunde lang standhielt. Dann traf Calvin Helms zum 2:1 für den TuS (31.).

„Wir hatten ab der 20., 25. Minute eine bessere Staffelung. Das hat es für uns einfacher gemacht“, fand Julian Heusmann, Sechser des TuS. Sein Team hatte nun ein deutliches Übergewicht, war auch körperlich stärker. Engelhardt, der ein ganz starkes Spiel machte, mit seinem zweiten Tor (41.) sowie Heusmann selbst - samt kleiner Tanzeinlage - (45.) schraubten das Ergebnis noch vor der Pause auf 4:1 in die Höhe. „Das war bereits die Vorentscheidung“, war sich Sudweyhes Trainer Benjamin Jacobeit sicher, dass seine Elf das Spiel nicht mehr aus der Hand geben würde.

Er behielt Recht. Spätestens mit Hannes Lüdekes 5:1 war die Partie endgültig gelaufen (58.). Jüttner verkürzte zwar (59.), doch wieder hatte Sudweyhe eine Antwort parat: Der eingewechselte Justin Pakleppa machte das halbe Dutzend voll. „Wir haben uns Sudweyhes Spiel aufzwingen lassen“, erkannte Jörn Meyer das Vilser Problem. „Und dann haben sie vorne einfach eine brutale Qualität“, zollte er den Gastgebern Respekt. Weitere Belege für die Richtigkeit seiner Aussage waren die Treffer von Jason Traemann (84.) und Marvin Zwiebler (85.). Zwischenzeitlich hatte Jüttner ein weiteres Mal für Vilsen getroffen (80.). „Die drei Gegentore ärgern mich, weil wir zweimal sehr unkonzentriert waren. Das müssen wir abstellen“, sagte Jacobeit. Allzu groß war der Ärger aber nicht. Dafür hatten die Grün-Weißen offensiv zu sehr geglänzt: „Wir haben acht Tore geschossen. Da kann man wirklich nicht meckern.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.09.2020