SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 07.09.2020


Trainingsfleiß macht sich bezahlt

Vilsens Stürmer Sören Schweers trifft beim 2:0-Heimerfolg gegen den TSV Barrien doppelt

Bruchhausen-Vilsen. Nach dem Abpfiff bat Trainer Ben Weber vom Fußball-Kreisliga-Neuling SV Bruchhausen-Vilsen II seinen überragenden Akteur Sören Schweers in den Kreis seiner Teamkollegen. Den Applaus, den sich die Sturmspitze von denen abholte, war mehr als verdient. Immer wenn Schweers an Angriffsaktionen beteiligt war, wurde es im Strafraum des Gegners brandgefährlich. Kein Wunder, dass er mit seinem Doppelpack wesentlich zum 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den Mitaufsteiger TSV Barrien beitrug.

Dass der Angreifer auf den Punkt so gut drauf war, kam nicht von ungefähr. "Sören hat eine bombastische Vorbereitung hinter sich. Er hat einige Kilo abgespeckt und sich für die Kreisliga richtig fit gemacht", lobte Weber seinen zweifachen Torschützen. Und auch Schweers selbst war mit seiner Leistung zufrieden. "Neben den Trainingseinheiten habe ich auch privat noch sehr viele Laufeinheiten absolviert, konnte so rund 10 Kilogramm abspecken", verriet der 21-jährige, ohne dabei jedoch die gesamte Mannschaftsleistung zu vergessen. "Wir haben heute als Mannschaft extrem gut funktioniert und im direkten Duell der beiden Aufsteiger drei ganz wichtige Punkte eingefahren", kommentierte der robuste Angreifer, der sich in der vierten Minute gleich einmal den gelben Karton abholte, weil er gegen den Barrier Torhüter Finn Huntemann durch- und nicht zurückzog. Seine erste Gelegenheit zum Torerfolg erhielt Schweers in der elften Spielminute, als er von seinem Mitspieler Philipp Knake glänzend auf dem rechten Flügel in Szene gesetzt wurde, dann jedoch knapp links vorbei schoss. Auf der Gegenseite verhinderte Aaron Witte den Schussversuch von Barriens Nils Winter, der beim Abschluss jedoch auch viel zu lange zögerte (14.). Der Vilser Führungstreffer resultierte dann aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Innenverteidiger Luca-Ole Rother und eben Schweers, welches an diesem Tag verdammt gut funktionierte. Rother schlug seine Freistoßflanke genau auf den Kopf von Schweers, der dem Barrier Torhüter Huntemann mit seinem Kopfball nicht den Hauch einer Chance ließ (19.). "Luca ist schon ein extrem guter Freistoßschütze. Solch einen Spezialisten für Standardsituationen hat man gerne in der Mannschaft", adelte Schweers seinen Mitspieler. Auch die nächste Freistoßvorlage Rothers segelte in Richtung Schweers, der dieses Mal knapp verfehlte (33.). "Unser Gegner hat seine Chancen eiskalt genutzt, wir haben die Tore eben nicht gemacht", haderte Barriens Coach Daniele Guerra. Ein Beispiel für das Unvermögen der Gäste bot die 45. Minute, als Nils Winter nach einem Freistoß frei zum Schuss kam, das Leder aus fünf Metern jedoch über den Querbalken beförderte. Nach einer Stunde Spielzeit köpfte dann Ibrahim Ali Omar nach einem Eckball aus vier Metern über den Vilser Kasten. Es folgte erneut das Zusammenspiel zwischen Rother und Schweers, der den Ball nach Freistoßflanke nicht unter Kontrolle brachte (71.). "Bei unseren Standardsituationen wird es immer brenzlig für den Gegner. Damit werden in Zukunft auch noch andere Gegner Probleme mit haben", ahnt Weber.

Der Vilser Treffer zum entscheidenden 2:0 entstand dann ausnahmsweise mal nicht nach einem Standard. Daniel Freund leistete die Vorarbeit mit einem Pass auf Schweers, der anschließend Huntemann überwand (79.). Die letzte Barrier Chance, wenigstens noch den Anschlusstreffer zu erzielen, vergab dann der eingewechselte Rouven Laubmeyer. Dieser verfehlte nur haarscharf eine Freistoßvorlage von Ali Hassan (81.).

"Ich bin schon ein wenig enttäuscht, denn wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Beide Teams waren sehr nervös, doch Vilsen hat das clever gemacht. Ich habe bei uns große Schwächen bei der Verteidigung von hohen Bällen ausgemacht. Darüber werden wir beim Training sprechen und dran arbeiten müssen, bevor wir dann am nächsten Freitag mit dem TuS Sudweyhe II das nächste Brett vor der Brust haben", bilanzierte Guerra. Zufriedener wirkte logischerweise sein Gegenüber Ben Weber, der jetzt als Chefcoach die Nachfolge von dem beruflich sehr eingespannten Fabian Schlechter antrat und diesen zukünftig jedoch noch als Assistenzcoach an seiner Seite weiß. "Der Druck ist erstmal abgefallen. Unser Erfolg war schon wichtig. Spielerisch war natürlich noch Luft nach oben, doch aufgrund der besseren Chancen haben wir verdient gewonnen", resümierte Weber. 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.09.2020