SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 26.11.2018


Fischers Dank nach oben

Vilsen gleicht nach Slapstick-Gegentor in Twistringen noch aus

Twistringen. Eigentlich war das 2:2 (1:1) beim SC Twistringen zu wenig für den SV Bruchhausen-Vilsen im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga. Und trotzdem war Trainer Frank Fischer stolz auf sein Team. „Die Jungs haben eine riesige Moral. Deshalb fühlt sich der Punkt gut an“, lobte er seine Elf, die nach einem Slapstick-Gegentor schon wie der sichere Verlierer aussah, dann aber doch noch einmal zurückkam. „Der Fußballgott hat endlich mal ein Einsehen mit uns gehabt“, atmete Fischer auf.

Besagtes Slapstick-Tor fiel in der 85. Minute: Eine Ecke von Christoph Harms flog an Freund und Feind vorbei, klatschte gegen den Pfosten, von dort gegen das Bein Florian Wackers und trudelte über die Linie. „So ein Tor kassierst du nur, wenn du unten stehst“, wusste Fischer. „Aber eigentlich verlierst du so ein Spiel dann auch.“ Doch das taten die Vilser nicht. Sie schlugen nach einem Freistoß noch einmal zurück: Mathis Wohlers fand mit seiner Hereingabe Justus Wicke, der zum Endstand einköpfte (87.).

Für Fischer war der Ausgleich der verdiente Lohn für eine gute erste Hälfte seines Teams, für Twistringens Coach Walter Brinkmann dagegen ein kleiner Schlag in die Magengrube. „Wir müssen das Spiel eigentlich gewinnen“, sagte er. 60 Minuten lang hatte er seine Mannschaft in dem intensiven Duell zweier junger Teams stärker gesehen. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten die Twistringer ein Chancenplus, hatten durch Christoph Harms und Christoph Hainke gute Möglichkeiten und wurden teilweise durch den eigenen Rasen ausgebremst: Als Lennart Bors sich stark durchsetzte und flach auf Hainke zurücklegte, der sechs Meter vor dem Tor nur noch einschieben musste, sprang der Ball wegen eines Platzfehlers so unglücklich auf, dass der Angreifer ihn nicht verarbeiten konnte (76.). In dieser Phase standen die Vilser gehörig unter Druck.

Der SCT hatte den Schwung vom Ausgleichstreffer durch Bors kurz vor der Pause mit in den zweiten Durchgang genommen. Mit seinem Tor nach Vorarbeit von Danny Lange und Hainke holte der junge Stürmer sein Team endgültig ins Spiel. Zuvor war Vilsen die bessere Mannschaft gewesen, „die nicht wie ein Tabellenletzter aufgetreten ist“, wie auch Brinkmann feststellte. Nico Schröders Führungstor war verdient (15.). Zuvor hatte Mathis Wohlers mit einer spektakulären Volleyabnahme aus der Drehung die Latte getroffen. In dieser Szene fehlte dem SVBV das Glück – doch es hatte ihn nicht komplett verlassen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.11.2018