SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 06.08.2018


Verdiente Punkteteilung

Beim Bezirksliga-Auftakt trennen sich der SV Heiligenfelde und der SV Bruchhausen-Vilsen mit 2:2

Heiligenfelde. "Wir können mit dem Unentschieden leben, Heiligenfelde muss damit leben", sagte Frank Fischer bei seiner Rückkehr zum SV Heiligenfelde. Zuvor hatten seine Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen als Aufsteiger dem SVH einen Punkt abgetrotzt. Zum Auftakt in der Bezirksliga gab es ein 2:2-Unentschieden (1:2). "Es ist ein verdienter Punkt", freute sich Fischer. Heiligenfeldes Torben Budelmann wollte dagegen das Ergebnis nicht zu hoch hängen: "Wir haben noch 29 Spiele vor uns."

Dabei starteten die Hausherren zu Beginn offensiv in die Partie. Die Heiligenfelder attackierten früh und zwangen so den Liganeuling aus Bruchhausen-Vilsen zu Fehlern. Ertragreich war die gewählte Taktik allerdings nicht, da die Lila-Hemden hinten sicher standen und die Angriffe gut verteidigten. "Wir haben gut dagegen gehalten", zollte Frank Fischer seiner Mannschaft Respekt. So kam der SVH in der ersten Viertelstunde selten gefährlich vor das Vilser Tor.

Erst eine kuriose Standardsituation sorgte für die Führung der Gastgeber nach 15 Minuten. Torschütze: Alexander Matissek. Der Heiligenfelder schlug eine Ecke von der rechten Angriffsseite in Richtung Tor. Sein Schuss landete überraschend im Kasten der Vilser, ohne dass ein weiterer Spieler an den Ball kam. Er flog zwischen Pfosten und Torwart Bennet Knake ins Netz. Doch trotz des 0:1 ließ sich die Elf von Vilsens Frank Fischer nicht entmutigen und kam immer besser ins Spiel. "Wir hatten Teile der ersten Hälfte gut im Griff", sagte er. Tatsächlich entwickelte sich im Laufe der ersten 45 Minuten ein ausgeglichenes Spiel zwischen den beiden Teams.

Drei Tore durch Standards

So passte es zum Spielverlauf, dass der Aufsteiger kurz nach der hitzebedingten Trinkpause zum 1:1 ausglich. Und wieder war es ein Standard, der zum Erfolg führte. Nach einer Ecke von Mathis Wohlers brauchte Niklas Schröder nur noch hochspringen und den Kopf hinhalten. Der Ball landete unhaltbar im Netz (28.). Auch der 2:1-Führungstreffer für die Lila-Hemden entstand durch eine Ecke, die Jan-Christoph Kornau verwertete (34.). "Wir haben zwei Tore nach Standards bekommen. Das kann passieren, aber wir haben es auch nicht gut verteidigt", analysierte Torben Budelmann. Fischer freute sich darüber, dass seine Mannschaft die trainierten Standards in Tore ummünzen konnte.

In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Besonders die Gastgeber kamen nur noch selten gefährlich vor das Tor von Knake, was unter anderem an der taktischen Ausrichtung des Aufsteigers lag. So spielten die Vilser mit Dreierkette und nahmen Heiligenfeldes Björn Isensee in Manndeckung, sodass dieser kaum Akzente im Offensivspiel setzen konnte. Dieser Schachzug Fischers ging auf – bis zum 2:2.

Nach dem Ausgleich läuft wenig

Isensee wurde mit einem Pass in die Schnittstelle vor das Tor geschickt und schoss aus kürzester Distanz Vilsens Knake an, der aus dem Kasten herausgelaufen war. Der Offensivspezialist war schneller mit seinem Fuß am Leder als Schlussmann Knake und schob zum nicht unverdienten Ausgleich ein (64.). "Das zweite Gegentor war ein wenig unglücklich und dusselig", sagte Fischer. Danach funktionierte auf beiden Seiten nur noch wenig, lediglich die Lila-Hemden hatten mit Wohlers noch die Möglichkeit zum Führungstreffer. Dieser startete auf der rechten Außenbahn durch und zog auf Höhe des Strafraums nach innen. Sein Schuss aus 13 Metern war allerdings zu schwach geschossen, sodass Heiligenfeldes Torwart Jörn Wachtendorf keine Mühe hatte, den Ball festzuhalten (82.).

Beide Trainer waren der Ansicht, dass das Unentschieden durchaus verdient war. "Wir haben Situationen in der zweiten Halbzeit vor allem spielerisch gut gelöst", meinte Budelmann, der selbstredend auch noch Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft sieht. "Es sind nicht alle zufrieden und es geht natürlich besser, wir waren ein bisschen langsam", fand er. Fischer dagegen freute sich bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte über den "hervorragenden Kampf" seiner Mannschaft und den ersten Punkt in der neuen Saison. "Das Unentschieden ist in Ordnung. Ein Sieg wäre zu viel gewesen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 06.08.2018