SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 16.04.2018


Glanzloser Auftritt

Der SV Bruchhausen-Vilsen schlägt die TSG Osterholz-Gödestorf trotz mauer Leistung mit 3:1

Bruchhausen-Vilsen. Der aktuelle zweite Tabellenplatz scheint Frank Fischer, Trainer des Fußball-Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen, derzeit mehr Unbehagen als Euphorie zu bereiten. Mit ihren aktuell 47 Punkten sind die Vilser in der Theorie ein ernst zu nehmender Kandidat für die Aufstiegsplätze, auch bei mehr absolvierten Spielen als die Konkurrenz. Platz drei ist sicher. In der Rückrundentabelle belegen die Lila-Hemden nach dem 3:1 (1:1)-Sieg gegen Abstiegskandidat TSG Osterholz-Gödestorf bei einem Spiel mehr den ersten Platz. In acht Partien blieben sie ungeschlagen, das 1:2 beim TSV Holzhausen-Bahrenborstel war ein Nachholspiel aus der Herbstserie.

Den Auftritt gegen die Osterholzer wertete Fischer allerdings als zu schwach, um im Verlauf der weiteren Partien diesen Platz zu halten. „Mit der Leistung klopfen wir nicht oben an. Da sehe ich auch für das nächste Spiel gegen Eydelstedt schwarz“, sprach er offen aus. Immerhin seien dem Gegner mit Frank Weseloh und Jan Lorenz zwei absolute Leistungsträger ausgefallen. „Das können wir nicht kompensieren“, bestätigte auch TSG-Coach Andre Hanke, der die Osterholzer gemeinsam mit Karsten Köitsch trainiert. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die beiden den Hausherren noch einmal deutlich mehr Probleme bereitet hätten. Gerade deshalb hatte Fischer, der auch mehrere Ausfälle zu beklagen hatte, ein stärkeres Spiel seines Teams erwartet. „Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Bei Osterholz war es verständlich. Wir haben aber einen großen Kader und müssen das kompensieren können. Das ist uns nicht gelungen“, bemängelte er. Grundlegende technische Aspekte, etwa der Abschluss mit dem zweiten Ballkontakt, hätten nicht funktioniert. „Drei Bälle sind am leeren Tor vorbeigegangen. Das geht nicht!“

Über die gesamte Partie lieferten die Hausherren nicht den erhofft souveränen Auftritt ab. Dennoch behielten sie fast durchweg die Oberhand. Bereits in der Startphase ließ Niklas Schröder mit zwei Schüssen aufhorchen, bereitete TSG-Keeper Jan-Thore Kühl allerdings nur wenig Probleme. Von den Gästen waren derweil kaum Offensiv-Bemühungen zu beobachten, oft ging der Ball schon in der eigenen Hälfte wieder verloren. „Da kam wenig kontrolliert nach vorne“, bilanzierte daher TSG-Trainer Hanke, der nach einer knappen Viertelstunde sein Team deshalb neu ausrichtete: Yannick Christian Riewesell beorderte er in die Offensive als hängende Spitze, dafür musste sich Adrian Pielmeier etwas zurückfallen lassen.

Mit dieser Umstellung gelang es den Gödestorfern, den Ball etwas weiter vor dem eigenen Tor zu halten. Offensive Akzente setzten sie allerdings noch nicht. Viel mehr schockten die Hausherren die TSG mit dem 1:0-Führungstreffer. Torhüter Kühl klärte den Ball in die Beine Florian Wackers, der dann nur noch ins leer Tor einschieben brauchte (26.). „Den hauen wir uns fast selber ein“, bemängelte Andre Hanke.

Die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte gefielen ihm dann besser. Wohl auch, weil sein Team durch das Zusammenspiel von Omar Atris und Adrian Pielmeier erstarkte. Dennoch war es ein Freistoß Oliver Gehrts, den Riewesell aus dem Gewühl zum Ausgleich verwertete (37.).

In Durchgang zwei erarbeiteten sich die Vilser abermals ein Chancenplus und kamen durch Mathis Wohlers verdient zum 2:1-Treffer (59.). Den Sack machten sie jedoch erst durch Dennis Böschen kurz vor Abpfiff zu (90.+2). „Wir hatten wieder keinen Zugriff“, so Hanke.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 16.04.2018