SV Bruchhausen-Vilsen - Newsartikel drucken


Autor: Thomas Warnke
Datum: 09.04.2018


Gl├╝cklicher Punkt

Später Elfmeter-Ausgleich für Bramstedt gegen Vilsen zum 2:2

Bramstedt. Bekanntermaßen gibt es den Videobeweis in der Fußball-Kreisliga noch nicht. Und selbst wenn, würde er bei Flutlichtspielen wie am Freitag zwischen dem TSV Bramstedt und dem SV Bruchhausen-Vilsen aufgrund des in diesen Ligen eher schwachen Flutlichtes an seine Grenzen kommen. Geholfen hätte er fraglos, denn das Foul an Bramstedts Alexander Matissek war zwar eindeutig eines. Ebenso eindeutig hatte Vilsens Kai Schiffbach kurz vor der Strafraumgrenze gefoult. Schiedsrichterin Svenja Exner pfiff trotzdem Strafstoß. Einen reflexartigen Schuldvorwurf verkniff sich Vilsens Trainer Frank Fischer schweren Herzens. Denn durch den Elfmeter gelang den Bramstedtern noch das 2:2 (0:1), was für Vilsen einen Rückschlag im Aufstiegsrennen bedeutete.

„Uns fehlt einfach die Konstanz für ganz oben“, konstatierte Fischer mit einer Mischung aus Fatalismus und Zweck-Pessimismus. Bramstedt dagegen setzte seinen Lauf fort und ist weiterhin aus dem gröbsten Abstiegskampf raus. „Wir hatten nichts zu verlieren und haben eine neue taktische Variante versucht“, meinte TSV-Trainer Sascha Feldt. Den Punktgewinn fand er verdient, „weil wir es immer wieder versucht haben“. Vilsen dagegen hatte gemessen an den fußballerischen Möglichkeiten über 90 Minuten einfach zu wenig versucht und war eben auch nicht clever genug, wie Fischer meinte. Mann des Tages war Bramstedts Tristan Godesberg, der nicht nur den Elfmeter in Minute 93 verwandelte, sondern auch das 1:1 erzielt hatte (66.).

Vilsen verbuchte zunächst mehr Spielanteile, Mathis Wohlers traf nur die Latte (38.). Der vom Bremen-Ligisten Brinkumer SV zurückgekehrte Jan-Christoph Kornau scheiterte am bravourös reagierenden TSV-Keeper Hendrik Neumann (44.), der das Geschoss an die Latte lenkte. Also versuchte es Kornau nun nicht so hart und mit Flachschuss, und dabei patzte Neumann nur eine Minute später bravourös: Der Schuss aus 33 Metern war haltbar, bedeutete aber das 0:1 (45.).

Die TSV-Defensive ließ nicht viel zu, Vilsen versuchte auch nicht viel, das Spiel plätscherte vor sich hin. Daher bezeichnete nicht nur Feldt den Ausgleich als völlig überraschend. Daniel Zimmermanns Ecke war abgewehrt worden, Sascha Timme hatte geflankt, und Godesberg stocherte den Ball mehr über die Linie, als dass es ein gezielter Versuch war – 1:1 (66.). So schien Wohlers‘ Freistoß in den Winkel nicht nur das 1:2, sondern auch den Siegtreffer zu bedeuten (79.). Doch die Mischung aus Bramstedter Beharrlichkeit, Vilser Leichtsinn, fehlendem Videobeweis und Godesbergscher Nervenstärke sorgte noch für das späte 2:2. „Das müssen wir uns selbst ankreiden“, bilanzierte Fischer.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.04.2018