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Herren 24.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Hoffen auf den zweiten Punkt

Bezirksliga Hannover: Dass die Bezirksliga-Saison für die Elf von Frank Fischer keine einfache wird, war im Vorfeld klar. „Für uns ist jedes Team ein starkes Brett“, sagt der Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen. Nun empfangen die Lila-Hemden am Wochenende den SC Twistringen. „Das wird ein schweres Spiel, über einen Punkt würden wir uns freuen“, schätzt Fischer die Chancen im Duell mit den Blaumeisen realistisch ein. Doch nur auf einen Punkt spielen, das wird Vilsen ohnehin nicht machen. „Wir müssen zwanghaft auch nach vorne spielen, sonst rächt sich das.“ So hofft Fischer, dass auch dank des Brokser Heiratsmarkts die Zuschauer ein paar zusätzliche Prozentpunkte aus seinen Spielern herauskitzeln können: „Es ist sehr schade, dass wir Tabellenletzter sind, aber wir wollen den zweiten Punkt im vierten Spiel und den letzten Platz schnell verlassen“, sagt Fischer. Trotz der Tatsache, dass der SCT als Favorit in die Partie geht, will Co-Trainer Thomas Thiede nicht von einer klaren Angelegenheit sprechen. „Gerade weil Brokser Markt ist, wird Vilsen alles reinwerfen und uns das Leben schwermachen.“ Doch die Twistringer wollen sich ihrerseits die Punkte, die sie beim 1:3 gegen den TuS Sudweyhe liegen gelassen haben, wiederholen.

Anpfiff: Sonnabend um 18 Uhr in Br.-Vilsen

 

Herren 24.08.2018 von Thomas Warnke

Ü50 Oldies SG Bruchhausen-Vilsen I: Vilsen/Süstedt löst Ticket für die Endrunde

Bruchhausen-Vilsen/Süstedt. Die Ü50-Fußballer der SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt können sich schon jetzt auf den 25. Mai kommenden Jahres freuen: Dann werden sie an der Endrunde der Ü50-Niedersachsenmeisterschaft auf der Anlage des VfL Löningen aus dem Kreis Cloppenburg teilnehmen. Durch einen deutlichen 6:0-Sieg über die SG Belsen/Bergen/Eversen lösten sie das Ticket für die Finalrunde. Mit dabei sein wird auch der SV Mörsen-Scharrendorf, der als Dritter der vergangenen Titelkämpfe automatisch qualifiziert ist. Insgesamt werden 32 Mannschaften um den Turniersieg spielen. Titelverteidiger ist die SG Heidetal-Ilmenau.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.08.2018

Herren 20.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Bassum trifft und siegt wieder

Der TSV feiert dank Manka Maduns Tor einen 1:0-Erfolg beim SV Bruchhausen-Vilsen

Bruchhausen-Vilsen. Der TSV Bassum hat den Befreiungsschlag in der Fußball-Bezirksliga gelandet und nach zwei Spielen ohne Tor und mit nur einem Punkt den ersten Sieg gefeiert. Beim SV Bruchhausen-Vilsen setzte sich die Mannschaft von Trainer Torsten Klein am Sonntagnachmittag mit 1:0 (1:0) durch. Manka Madun erzielte das Tor des Tages. Die Gastgeber erlebten vom Ergebnis her keine schöne Heimspiel-Rückkehr auf Bezirksebene. Insgesamt war Trainer Frank Fischer dennoch nicht unzufrieden. "Uns fehlt der eine Punkt, das stimmt, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat besonders in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt."

Freilich sah Torsten Klein das ein bisschen anders: "In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen und auch spielerisch besser. In der zweiten Halbzeit hätten wir auch ein Gegentor kassieren können, aber insgesamt hatten wir mehr Chancen", argumentierte der Coach für einen durchaus verdienten Erfolg seiner Elf. Allzu lange mit dieser Frage aufhalten wollte er sich allerdings nicht: "Eigentlich ist es mir egal, ob der Sieg verdient ist oder nicht. Für uns ist wichtig, dass wir gewonnen haben." Bei einer Niederlage wäre der TSV erst einmal im Keller hängen geblieben. Nun hat er sich trotz großer personeller Sorgen erst einmal etwas Luft verschafft und kletterte auf Rang zehn. Vilsen dagegen rutschte auf den vorletzten Rang ab. Ein Beinbruch ist das nicht, schließlich sind die Lila-Hemden auf eine gesamte Saison Abstiegskampf eingestellt. Deshalb zählte für Fischer auch die Steigerung seiner Elf nach der Pause mehr als der derzeitige Tabellenstand. "Fußballerisch war es mit Sicherheit kein Rückschritt. Wir haben den Ball ganz gut laufen lassen. Man darf auch nicht vergessen, dass Bassum kein Fallobst ist."

Dass diese Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist, wurde vor allem im ersten Durchgang deutlich, in dem die Gäste Vorteile hatten. Sie agierten ballsicherer als die Gastgeber, die nur selten klare Aktionen im Ballbesitz hatten. Auch die Bassumer brauchten eine gewisse Anlaufzeit, waren insgesamt aber zielstrebiger. Besonders Manka Madun bekamen die Vilser nicht in den Griff. Um den jungen Angreifer herum machten Tobias Cordes, Wilke Kluge und auch Marco Baier recht ordentlich Betrieb. Eine wichtige Rolle spielte auch Benjamin Bauer. Der Sechser, der am Spieltag seinen 31. Geburtstag feierte, gab ein gutes Startelfdebüt und half mit, die Balance im Bassumer Spiel zu wahren. "Seine Erfahrung hat uns geholfen", war Klein mit der Premiere Bauers zufrieden. Herausheben wollte er keinen Akteur: "Alle Jungs wussten, wie wichtig das Spiel ist und haben alles dafür getan, dass wir gewinnen." Im guten Kollektiv wussten neben Madun und Kluge auch Patrik Remmert und Nils Schäffer zu gefallen.

Dass Manka Madun mit seinem Tor den Unterschied machte, war letztlich folgerichtig. Er zeigte sich quirlig, sehr beweglich und startete immer wieder Läufe in die Tiefe. Einen davon auch in der entscheidenden Szene. Alexander Pestkowskis Zuspiel kam punktgenau und der Stürmer traf flach ins Eck (22.). Nach 202 Minuten platzte der Bassumer Knoten in der neuen Bezirksliga-Saison. Vilsen hielt vor allem kämpferisch dagegen und hatte seinen ersten durchdachten Angriff nach etwas mehr als einer halben Stunde, Nico Schröder verfehlte an dessen Ende jedoch per Kopf das Ziel (33.). Insgesamt hinterließ Bassum jedoch den besseren und vor allem den reiferen Eindruck und verbuchte auch die Mehrzahl der Abschlüsse für sich.

Im zweiten Durchgang agierten die Gastgeber offensiver und druckvoller, während die Bassumer mit Wilke Kluge und später auch Mathis Hoffmann zwei Stützen mit Verletzungen verloren und nicht mehr die Sicherheit der ersten Hälfte ausstrahlten. Meist wurden die Gastgeber dann gefährlich, wenn Jan-Christoph Kornau das Spiel mit seinen Diagonalbällen verlagerte. Längst nicht alle dieser langen Pässe fanden den Mitspieler, doch wenn sie ankamen, schafften sie Freiräume. So leitete er die Chancen von Niklas Schröder und Florian Wacker ein (54., 70.). Beide konnten Torhüter Dominik Overmeyer jedoch nicht überwinden. Auch Nico Schröder fand im Bassumer Schlussmann seinen Meister (80.). Vilsen zeigte Leidenschaft, war im Abschluss jedoch glücklos. "Wir haben den Ball phasenweise gut laufen lassen", fand auch Fischer. Er schränkte allerdings ein: "Am Ende des Tages haben wir etwas zu wenig Druck aufgebaut und waren im letzten Pass etwas zu ungenau." Dann, das zeigte sich erneut, wird es in der Bezirksliga schwer. "Wir lernen noch", wusste Fischer, dass seine Elf zwar schon vieles gut macht, aber noch ein paar Nuancen zu den etablierten Siebtligisten fehlen. Zu diesen zählt auch der TSV Bassum, der sicherlich nicht glänzte, aber den Sieg recht abgezockt nach Hause brachte. Er hätte es sich auch durchaus einfacher machen können, hätte er nur eine seiner Möglichkeiten genutzt. Besonders in der Schlussphase boten sich die Räume zum Kontern, die Gäste nutzten sie aber nicht. Doch darüber konnte Klein hinwegsehen angesichts des ersten Pflichtspielsieges in der jungen Saison.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 20.08.2018

Herren 17.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Acht Jahre des Wartens enden

Bezirksliga Hannover: Am Sonntag liegt das 2:4 gegen den SC Marklohe, das bislang letzte Bezirksliga-Heimspiel des SV Bruchhausen-Vilsen,genau 3002 Tage zurück. Im Mai 2010 war das. Trainer Frank Fischer weiß das noch genau, stand er doch damals beim TSV Bassum an der Seitenlinie. Während der sich rettete, stieg der SVBV ab. Nun ist er zurück, und Fischer trifft nach dem SV Heiligenfelde erneut auf einen Ex-Verein. Er und sein Team freuen sich auf die Begegnung. „Wir sind motiviert. Unter der Woche haben alle für uns gespielt“, sagt er. Seine Elf kann mit einem Sieg einen Satz machen bis auf Platz zehn. Die Bassumer stehen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen unter Zugzwang. Vor allem offensiv drückt der Schuh: Noch wartet die Elf von Torsten Klein auf das erste Saisontor.

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Br.-Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.08.2018

Herren 13.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Erster Dämpfer für Lila-Hemden

Wetschen/Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat in der Bezirksliga Hannover beim TSV Wetschen mit 0:4 (0:0) verloren und als Liganeuling erstmals Lehrgeld bezahlen müssen. Am zweiten Spieltag kassierte Vilsen nach ordentlicher ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte gleich vier Gegentreffer, deren Zustandekommen den Trainerstab betrübte: „Das war nicht so schön“, kommentierte Betreuer Norbert Schmusch knapp, „zwei Dinger haben wir uns praktisch selber reingemacht, danach ging die Ordnung verloren.“

Im ersten Durchgang agierten die Gäste durchaus noch auf Augenhöhe mit dem Favoriten, erarbeiteten sich gar ein kleines Chancenplus. Nach zehn Minuten testete Mathis Wohlers TSV-Keeper Jan Rösler mit einem Distanzschuss, der den Ball prallen ließ. Florian Wackers Nachschuss stand auf der Linie ein Wetschener Abwehrbein im Wege. Kurz darauf versuchte es Wohlers erneut, diesmal mit einem raffinierten Heber aus 32 Metern, die Kugel segelte knapp am Tor vorbei. Die Gastgeber bekamen kurz vor der Pause ihre große Chance zur Führung. Steffen Winkler nahm einen langen Ball gekonnt mit und zog aus zehn Metern ab, doch SVBV-Schlussmann Bennet Knake war zur Stelle. Im Gegensatz zur 52. Minute, als der Keeper bei einer Flanke unentschlossen auf der Linie verharrte und die Innenverteidigung ebenfalls keine gute Figur machte: Hinnerk Mittendorf nahm das Geschenk an und schob die Kugel über die Linie. Mit dem Eigentor von Mathis Wohlers vier Minuten später, der das Leder nach einem Eckball so gar nicht traf, dass es schließlich im kurzen Eck einschlug, brach jeder Widerstand zusammen.

Die Hausherren ließen Ball und Gegner nun laufen und erhöhten in der 77. Minute sehenswert auf 3:0. Nach feinem Doppelpass zirkelte Nils Unger den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar ins lange Eck. Und es sollte noch schlimmer kommen. In den Schlussminuten verletzte sich der eingewechselte Mathis Mann und konnte nicht weiterspielen. Sein Gegenspieler Hendrik Rahe hingegen schon. Er drosch das Spielgerät zum 4:0-Endstand in die Maschen (83.).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 13.08.2018

Herren 10.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Eine Schippe drauflegen

Bezirksliga Hannover: Sicher, für den Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen ging die Bezirksliga-Saison gut los. Gegen den SV Heiligenfelde holten die Lila-Hemden einen Punkt. Das freut auch Vilsens Trainer Frank Fischer: „Wir haben taktisch und technisch gut gearbeitet. Das war ein sehr guter Beginn.“ Jetzt geht es gegen den TSV Wetschen, der mit einer Niederlage in die Spielzeit gestartet ist. Doch für Fischer kein Grund, den Gegner zu unterschätzen: „Wetschen ist ein wirklicher Brocken, da müssen wir eine Schippe drauflegen“, weiß auch der Vilser Übungsleiter. Schließlich schloss der TSV die vergangene Saison auf Platz drei ab. Dennoch geht Fischer optimistisch in die zweite Auswärtspartie: „Wir haben keine Ausfälle und eine gute Bank. Das kommt einem als Trainer auch entgegen, da können wir flexibel spielen.“

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Wetschen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 10.08.2018

Herren 06.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Verdiente Punkteteilung

Beim Bezirksliga-Auftakt trennen sich der SV Heiligenfelde und der SV Bruchhausen-Vilsen mit 2:2

Heiligenfelde. "Wir können mit dem Unentschieden leben, Heiligenfelde muss damit leben", sagte Frank Fischer bei seiner Rückkehr zum SV Heiligenfelde. Zuvor hatten seine Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen als Aufsteiger dem SVH einen Punkt abgetrotzt. Zum Auftakt in der Bezirksliga gab es ein 2:2-Unentschieden (1:2). "Es ist ein verdienter Punkt", freute sich Fischer. Heiligenfeldes Torben Budelmann wollte dagegen das Ergebnis nicht zu hoch hängen: "Wir haben noch 29 Spiele vor uns."

Dabei starteten die Hausherren zu Beginn offensiv in die Partie. Die Heiligenfelder attackierten früh und zwangen so den Liganeuling aus Bruchhausen-Vilsen zu Fehlern. Ertragreich war die gewählte Taktik allerdings nicht, da die Lila-Hemden hinten sicher standen und die Angriffe gut verteidigten. "Wir haben gut dagegen gehalten", zollte Frank Fischer seiner Mannschaft Respekt. So kam der SVH in der ersten Viertelstunde selten gefährlich vor das Vilser Tor.

Erst eine kuriose Standardsituation sorgte für die Führung der Gastgeber nach 15 Minuten. Torschütze: Alexander Matissek. Der Heiligenfelder schlug eine Ecke von der rechten Angriffsseite in Richtung Tor. Sein Schuss landete überraschend im Kasten der Vilser, ohne dass ein weiterer Spieler an den Ball kam. Er flog zwischen Pfosten und Torwart Bennet Knake ins Netz. Doch trotz des 0:1 ließ sich die Elf von Vilsens Frank Fischer nicht entmutigen und kam immer besser ins Spiel. "Wir hatten Teile der ersten Hälfte gut im Griff", sagte er. Tatsächlich entwickelte sich im Laufe der ersten 45 Minuten ein ausgeglichenes Spiel zwischen den beiden Teams.

Drei Tore durch Standards

So passte es zum Spielverlauf, dass der Aufsteiger kurz nach der hitzebedingten Trinkpause zum 1:1 ausglich. Und wieder war es ein Standard, der zum Erfolg führte. Nach einer Ecke von Mathis Wohlers brauchte Niklas Schröder nur noch hochspringen und den Kopf hinhalten. Der Ball landete unhaltbar im Netz (28.). Auch der 2:1-Führungstreffer für die Lila-Hemden entstand durch eine Ecke, die Jan-Christoph Kornau verwertete (34.). "Wir haben zwei Tore nach Standards bekommen. Das kann passieren, aber wir haben es auch nicht gut verteidigt", analysierte Torben Budelmann. Fischer freute sich darüber, dass seine Mannschaft die trainierten Standards in Tore ummünzen konnte.

In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Besonders die Gastgeber kamen nur noch selten gefährlich vor das Tor von Knake, was unter anderem an der taktischen Ausrichtung des Aufsteigers lag. So spielten die Vilser mit Dreierkette und nahmen Heiligenfeldes Björn Isensee in Manndeckung, sodass dieser kaum Akzente im Offensivspiel setzen konnte. Dieser Schachzug Fischers ging auf – bis zum 2:2.

Nach dem Ausgleich läuft wenig

Isensee wurde mit einem Pass in die Schnittstelle vor das Tor geschickt und schoss aus kürzester Distanz Vilsens Knake an, der aus dem Kasten herausgelaufen war. Der Offensivspezialist war schneller mit seinem Fuß am Leder als Schlussmann Knake und schob zum nicht unverdienten Ausgleich ein (64.). "Das zweite Gegentor war ein wenig unglücklich und dusselig", sagte Fischer. Danach funktionierte auf beiden Seiten nur noch wenig, lediglich die Lila-Hemden hatten mit Wohlers noch die Möglichkeit zum Führungstreffer. Dieser startete auf der rechten Außenbahn durch und zog auf Höhe des Strafraums nach innen. Sein Schuss aus 13 Metern war allerdings zu schwach geschossen, sodass Heiligenfeldes Torwart Jörn Wachtendorf keine Mühe hatte, den Ball festzuhalten (82.).

Beide Trainer waren der Ansicht, dass das Unentschieden durchaus verdient war. "Wir haben Situationen in der zweiten Halbzeit vor allem spielerisch gut gelöst", meinte Budelmann, der selbstredend auch noch Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft sieht. "Es sind nicht alle zufrieden und es geht natürlich besser, wir waren ein bisschen langsam", fand er. Fischer dagegen freute sich bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte über den "hervorragenden Kampf" seiner Mannschaft und den ersten Punkt in der neuen Saison. "Das Unentschieden ist in Ordnung. Ein Sieg wäre zu viel gewesen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 06.08.2018

Herren 03.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Zurück an alter Wirkungsstätte

Mit Bruchhausen-Vilsen trifft Frank Fischer auf seinen Ex-Klub Heiligenfelde

Bruchhausen-Vilsen. Frank Fischer kehrt zurück nach Heiligenfelde. „Es ist schon eine witzige Situation zum Auftakt der neuen Saison“, sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen. Denn seine Elf wird an diesem Sonntag als Liganeuling gegen den etablierten SV Heiligenfelde antreten. Just jenes Team also, das Fischer in eben dieser Liga jahrelang betreut hat. Realistisch betrachtet, das sieht auch Fischer so, ist der SVH der deutliche Favorit. Doch Geschenke will der erfahrene Trainer nicht verteilen, schließlich dürfte die kommende Spielzeit für die Lila-Hemden keine einfache werden. Als Aufsteiger aus der Kreisliga geht der Blick standesgemäß nach unten. Richtung Abstiegsplätze. „Wir wollen die Saison über keine Abstiegssorgen haben. Ein anderes Ziel kann es für uns nicht geben“, genießt für Fischer der Klassenerhalt absolute Priorität. Daher zählt jeder Punkt, auch gegen einen Herzensverein, bei dem der 53-Jährige sogar noch Mitglied ist und in der Oldie-Mannschaft spielt.

Die Vorbereitung verlief angesichts der Ergebnisse zwar weniger optimal, was Fischer allerdings nicht aus der Ruhe bringt, denn „wir haben auch viel Positives festgestellt.“ Generell sagt er von sich, dass in erster Linie die Leistung des Teams stimmen müsse. Diesbezüglich sei mit den vergangenen Wochen zufrieden. „Wir haben gemerkt, dass wir auch gegen Mannschaften, die mehr Bezirksliga-Erfahrung haben, mithalten können“, freut sich Fischer nicht nur über eine verbesserte Konstanz bei seiner Elf, sondern auch über die Begeisterung, die sie versprüht. Und wenn man dann noch erfolgreich ist, sei der Spaß natürlich umso größer. Daher hat Fischer an der Trainingsintensität auch nichts verändert, denn es sei letztlich egal, wenn er dreimal die Woche trainieren lassen wolle. „Die Jungs kommen dann auch nur zweimal. Man darf es natürlich nicht übertreiben, sonst macht man den Spaß kaputt“, weiß Fischer.

Die Freude des 53-Jährigen an der Aufgabe in Vilsen ist ungebrochen. „Ich bin hier in meinem dritten Jahr wirklich zufrieden. Das Umfeld stimmt“, sagt der Trainer. Dennoch weiß er, dass sowohl seine Spieler als auch er selbst in der Bezirksliga extrem gefordert sein werden. Als Trainer müsse man mit der Zeit gehen, sich neuen Trends stellen und offen für Veränderungen sein. So haben die Lila-Hemden in der Vorbereitung neben anderen Spielsystemen auch taktische Wechsel einstudiert. Das erfordert laut Fischer Respekt vonseiten der Spieler. Diesen gebe er im Training und in den Spielen entsprechend zurück: „Man muss mit den Menschen ordentlich umgehen.“

Dass Fischer genau das umsetzt, was er propagiert, zeigt sich auch an seinem Verhältnis zum SV Heiligenfelde, den er 2015 verließ. Anschließend wechselte er zum TVE Nordwohlde. Der Aufstiegstrainer freut sich auf seine Rückkehr zum SVH, trotz der Tatsache, dass es gegen einen „sehr geschätzten Verein“ geht. Zwar habe sich die Mannschaft seit seinem Abschied personell stark verändert („Es gibt viele neue Gesichter“), dennoch werde er vor dem Anstoß wohl jedem zweiten Besucher die Hand geben können. Für die folgenden 90 Minuten rücken die Sympathien jedoch in den Hintergrund. „Wir werden uns nett begrüßen und nach dem Spiel ist wieder alles gut“, kündigt der Trainer der Vilser an.

Einfach wird das Duell gewiss nicht, schließlich trifft Fischer nicht nur auf eine starke Bezirksliga-Mannschaft, sondern muss auch einige Spieler ersetzen. „Wir haben einen kleinen Kader, aber aus unserer A-Jugend und der zweiten Mannschaft kommen gute Leute hoch“, ist der 53-Jährige erleichtert. Mit Marten Köhler kehrt ein Langzeitverletzter zurück und ist „quasi ein Neuzugang für uns“. Daher sieht er den Abgang Malte Löfflers, der übrigens für den SVH das Trikot überstreift, gelassen: „Wir müssen die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen, aber da bin ich sehr zuversichtlich.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.08.2018

Herren 03.08.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Eine wichtige Erkenntnis

Starke Vilser scheiden aus, aber können mithalten

Bruchhausen-Vilsen. Die zweite Runde im Bezirkspokal hat Fußball-Bezirksligist SV Bruchhausen-Vilsen durch die 5:6 (2:2/1:2)-Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Sulingen zwar verpasst, aber dennoch eine wichtige Erkenntnis gewonnen: "Wir können gegen Bezirksligisten mithalten", stellte Betreuer Norbert Schmusch fest. Eine Woche vor dem Punktspielstart beim SV Heiligenfelde zeigte sich der SVBV bereit für die siebte Liga.

Gegen den Klassengefährten Sulingen zeigten die Vilser eine starke Leistung und holten dank der Treffer von Florian Wacker und Niklas Schröder zweimal einen Rückstand auf. Die Elf von Frank Fischer ließ sich nicht unterkriegen und hatte sogar die besseren Möglichkeiten, um die Partie in 90 Minuten zu entscheiden. Der FCS war im Abschluss dagegen cleverer als die junge Elf der Gastgeber. Im Elfmeterschießen trafen dann Wacker, Schröder und Kai Schiffbach für die Gastgeber, während Simon Röper und Mathis Wohlers mit ihren Versuchen scheiterten. Das reichten den Gästen, die ihre vier Versuche allesamt verwandelten. "Trotzdem müssen wir uns nicht schämen. Wir haben ein wirklich gutes Spiel gemacht. Die Jungs haben sich super gewehrt. Das muss man ihnen hoch anrechnen. Wir können viel mitnehmen für den Punktspielstart", sagte Schmusch.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 30.07.2018

Herren 26.07.2018 von Thomas Warnke

1. Herren: Der Triumphzug der Wikinger

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga setzt der SV Bruchhausen-Vilsen auf seine junge Garde

Bruchhausen-Vilsen. Auf dem Aufstiegsfoto ist Lutz Wiederhold mittendrin. Er hat die Fäuste geballt, schaut ein bisschen grimmig und sieht mit seinem mächtigen roten Vollbart aus wie ein Wikinger. Das Foto ist ein Déjà-vu. Denn als der SV Bruchhausen-Vilsen 1999 schon einmal aufstieg, feierten die Spieler im Wikinger-Outfit. Anders als in der abgelaufenen Saison war Wiederhold damals nicht nur Teilzeit-, sondern Stammspieler. Während er seine Stiefel nun endgültig an den Nagel hängt, wird Trainer Frank Fischer wie 1999 erneut mit den Vilsern in die Fußball-Bezirksliga gehen.

„Es wird eine schwere Saison“, meint er nach der in ziemlich letzter Sekunde gesicherten Vizemeisterschaft in der Kreisliga. Personell gehen die Vilser mit vielen neuen jungen Spielern aus den eigenen Reihen, aber ohne vermeintlich renommierten Zugang von extern ins Rennen. Doch Fischer scheut das Abenteuer keineswegs, ist lang genug im Geschäft und war auch schon mit dem TSV Bassum und SV Heiligenfelde aufgestiegen. Er weiß, dass ein Aufstieg immer schwieriger ist als der Klassenerhalt. „Man muss ja auch erst mal aufsteigen“, so seine Worte nach einer in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Rückrunde.

Denn Vilsen und Fischer hatten den Aufstieg im Februar noch nicht auf dem Zettel. Zum einen, weil Fischer zumindest nach außen hin immer eher defensiv argumentiert. Zum anderen war da der deutliche Rückstand auf den SV Mörsen-Scharrendorf und den TuS Lemförde. Doch Vilsen spielte nach dem Winter konstant und holte Punkt für Punkt auf – vor allem auf die Mörsener, die am Ende wieder den Aufstieg verpassten und zu einer Art Leverkusen auf Kreisebene zu werden scheinen.

Das Wunder von Mörsen

Vilsen war spätestens nach dem 3:0 beim SV Jura Eydelstedt auch nach eigener Sichtweise im Aufstiegsrennen. Und dann patzten die so starken Vilser – und selten war das Wort „ausgerechnet“ passender – in Mörsen. Zumindest schien es so, denn zehn Minuten vor dem Ende lagen die Fischer-Mannen mit 1:4 zurück. „Unser schlechtestes Spiel“, so Fischer über die ersten 80 Minuten. Doch in den letzten Minuten änderte sich alles. Jan-Christoph Kornau, Mathis Wohlers und Kai Schiffbach sorgten noch für das 4:4.

Das war mehr als ein Punktgewinn gegen den direkten Konkurrenten, das war so etwas wie der mentale Knock-out für Mörsen. Denn Vilsen ließ sich den Aufstieg nicht mehr nehmen, auch dank einer Mörsener Pleite gegen Okel und trotz eines eigenen Remis gegen den TuS Sudweyhe II. Das 3:0 am letzten Spieltag gegen den TuS Wagenfeld, laut Fischer das beste Saisonspiel, ließ keine Zweifel mehr. „Wir haben durchgängig gepunktet, haben gegen jeden Gegner mindestens einen Zähler geholt, mindestens ein Tor pro Spiel erzielt“, zählt der statistik-affine Coach auf.

Die gewachsene Konstanz mit einer Rückrunde ohne Niederlage schreibt er der Tatsache zu, dass sein Team erwachsener und erfahrener geworden sei. „Aus den 19-Jährigen sind 21-Jährige geworden“, so Fischer, der vor zwei Jahren erneut nach Vilsen kam und jetzt in seine insgesamt zehnte Saison bei den Lilahemden beziehungsweise Wikingern geht. „Vilsen wird immer ein besonderer Verein für mich bleiben“, erklärt der Bassumer Fischer.

Den Aufstieg hatten die Vilser quasi als Diskussionsgrundlage vor einem Jahr auf dem Zettel. Niederlagen gegen Sudweyhe II, Wagenfeld und Holzhausen waren Symptome einer unrunden Leistung. Mit zwei Zählern aus den ersten drei Partien war der SVBV gestartet, zwei 5:1-Siege sorgten dann für etwas Beruhigung. Es folgte ein bemerkenswertes Spiel in Dickel. Mit Niklas Schröder musste ein Feldspieler ins Tor und Topscorer Dennis Böschen sah schon nach zehn Minuten die Rote Karte. Vilsen drehte ein 0:1 und gewann durch jeweils zwei Tore von Feizal Alkozei und Malte Löffler mit 4:2. Als Fünfter mit dennoch deutlichen zehn Punkten Rückstand auf Mörsen lief das Team im Winter ein.

Mit dem Frühjahr kam das Erwachen und alle Spieler steigerten sich und stabilisierten sich auf hohem Niveau. Konstanz ist das Wort, das Fischer immer wieder verwendet. Exemplarisch nennt er Torwart Bennet Knake, der „zu einem richtigen Kerl geworden ist“. Moritz Warnke sei auch ohne regelmäßiges Training eine wichtige Stütze geworden, habe sich auf der neuen Position als Sechser gemeinsam mit Kornau bestens entwickelt. Ein Beispiel für die junge Garde ist Mathis Mann, Sohn der Torwartlegende Andreas Mann. „Mathis denkt schon sehr strategisch und ist zudem als Bufdi im Verein.“

Mit Timo Brauer, Tjark Czernek, Eric Helms und Walid Garaf rücken ehemalige A-Junioren auf, Dorian Klinger und Nico Schröder kommen aus der Zweiten und Marius Nedeliczi ergänzt den Kader. Mit etwas Sorge schaut Fischer auf die Offensive. Denn mit Dennis Böschen (nach Hoya) und Marek Löffler (nach Heiligenfelde) verlassen zwei Torgaranten den Verein. Ersatz ist nicht in Sicht. „Wer gern bei uns Fußball spielen möchte, ist herzlich willkommen“, schmunzelt Fischer angesichts dessen, dass es beim Aufsteiger keinerlei finanzielle Anreize gibt. „Aber wir werden 2020 hundert Jahre alt und da wird es sicher einen hochkarätigen Gegner als Highlight geben.“

Wie schon vor 20 Jahren, als Fischer Trainer und Wiederhold Abwehrchef war. „Lutz können wir als Typen nicht ersetzen“, sagt Fischer über seinen ehemaligen Co-Trainer. Doch Fischer wäre nicht Fischer, wenn er nicht längst einen Nachfolger gefunden hätte. Kai Schiffbach wird Teile des Trainings übernehmen, vor allem im Koordinationsbereich. „Aber er wird deutlich mehr spielen als Lutz.“ Kein Wunder, schließlich ist Schiffbach mit seinen 30 Jahren mehr als ein Jahrzehnt jünger als der alte Wikinger.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.07.2018

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