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Herren 14.07.2020 von Thomas Warnke

Testspiel am 26.07. geplant. Wir öffnen die MPA für euch!

Testspiel des neuen Bezirksligisten gegen den neuen Kreisligisten

Nach langer Zeit haben wir endlich die Möglichkeit Zuschauer im begrenzten Rahmen in der Marktplatzarena zu begrüßen. Darüber freuen wir uns sehr.
Daher werden wir am 26.07. um 15.00 Uhr ein Testspiel unserer 1. Herren gegen die 2. Herren durchführen. Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass unseren Ausschank zu öffnen und unseren neuen Imbiss einzuweihen. Außerdem wollen wir unsere treuen Fans unbedingt wiedersehen!

Wir hoffen, dass das auch für euch ein tolles Ereignis ist und freuen uns auf euren Besuch.

Hierzu bereits im Vorfeld wichtige Hinweise die für den Besuch auf der Sportanlage gelten:

  • Bitte haltet die Abstandsregelungen ein!
  • 50 Zuschauer dürfen das Spiel stehend verfolgen.
  • Ab dem 51 Zuschauer müssen Sitzplätze bereitgehalten werden. Diese werden wir vorbereiten.
  • Für Ausschank und Imbiss gelten die Regelungen des Hygienekonzeptes. Informationen dazu werden am Spieltag zur Verfügung stehen.
  • Die Besucher müssen von uns im Dokumentationsbogen erfasst werden.
  • Für Ausschank und beim Betreten des Imbiss gilt Maskenpflicht.

Bitte unterstützt uns bei der Einhaltung der Regeln. Wir sind alle gemeinsam für die Einhaltung der Regeln verantwortlich!

Herren 04.07.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Neuzugänge bei der ersten Herren

3 Neuzugänge verstärken unsere erste Herren in der kommenden Saison. Alle 3 Spieler sind keine Unbekannten beim SVBV.

Von der SG Hoya wechselt Torhüter Hauke Schröder zu den "LIlahemden". Hauke hat bereits in der Jugend und in der erfolgreichen Bezirksliga-A-Jugend des SVBV gespielt. Seine Herrenjahre verbrachte er dann in Hoya, wo er zu den wichtigsten Spielern zählte. Mit Hauke kommt ein erfahrener Keeper mit Bezirksligaerfahrung zu uns.

Auch Benjamin Pinzer ist kein Unbekannter. In der Jugend des TSV Schwarme groß geworden, spielte er zunächst in der Bezirksliga A-Jugend des SVBV, um dann zum Bezirksligisten TSV Okel zu wechseln. 

Hauke Wortmann hat ebenfalls innerhalb der JSG in der Bezirksliga-A-Jugend gespielt. Er kommt vom TSV Schwarme zu uns. 

Gibt es weitere Neuzugänge? "Schaun wir mal" antwortet Patrick Tolle.

Allen Neuzugängen ein herzliches willkommen!!

Herren 01.07.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Der kleinste aller Vorsprünge

Der SV Bruchhausen-Vilsen II steigt auf, weil er im Schnitt 0,01 Punkte mehr geholt hat als Barenburg

Bruchhausen-Vilsen. Die einen konnten sich gedanklich lange auf ihren Aufstieg einstimmen, die anderen hatten ihn dagegen schon abgeschrieben. Am Ende aber jubelten beide – sowohl die erste als auch die zweite Fußball-Herrenmannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen. Beide sind aufgestiegen, die Erste erwartungsgemäß, die Zweite etwas überraschender und mit einem so minimalen Vorsprung, wie ihn der Fußball eigentlich gar nicht kennt.

Der erste Blick auf die Tabelle der 1. Kreisklasse Diepholz zeigt mit dem TSV Barrien und dem TSV Brockum zwei äußerst souveräne Aufsteiger. Das hat sich bis zum vergangenen Sonnabend in Punkten ausgedrückt, seit dem Saisonabbruch nun auch im Quotienten: Barrien holt pro Spiel im Schnitt 2,50 Zähler, Brockum 2,44. „Für uns war eigentlich klar, dass wir nicht aufsteigen“, hatte sich Fabian Schlechter, der die Vilser Zweite gemeinsam mit Ben Weber trainiert, eigentlich bereits vor Monaten auf einen neuen Anlauf in Richtung Kreisliga in der kommenden Serie eingestellt. „Wir hatten es uns in den letzten Spielen auch nicht verdient“, sagt er ehrlich nach nur einem Sieg aus fünf Partien vor und kurz nach der Winterpause.

Doch dann kamen die ersten Gerüchte auf, der TuS Varrel werde sich aus der höchsten Spielklasse des Fußballkreises zurückziehen. Der Aufstieg war nun doch möglich, wurde aber erst spät richtig konkret. „Es kam erst mal lange nichts. Zwischenzeitlich hieß es auch einmal, dass es keinen Nachrücker geben wird“, erinnert sich Schlechter. Ohnehin war die Frage: Ist Vilsen überhaupt dieser Nachrücker? Oder doch der TuS Barenburg? Die Lilahemden sammelten in 19 Spielen 36 Punkte, Barenburg häufte in 17 Partien 32 Punkte an. Wie eng das wirklich ist, zeigen die Quotienten: Vilsen kommt auf einen Wert von 1,89, Barenburg auf 1,88. 0,01 Zähler machen die Brokser zum Aufsteiger. Ein Vorsprung, den es nur wegen der Corona-Pandemie gibt. „Das ist Wahnsinn und einfach auch ein bisschen Glück,“ weiß Schlechter, der aber auch mit dem TuS mitfühlt: „Für Barenburg ist das natürlich bitter.“

Wie ein verdienter Aufstieg fühle es sich nach den schwierigen letzten Spielen der Saison nicht an, gibt Schlechter zu, der momentan mit Weber die Rollen getauscht hat: Sein Partner ist in vorderster Front, er selbst ist momentan mehr in unterstützender Funktion tätig. Die Dienstwege sind kurz in Vilsen. Das ist ein Erfolgsrezept. Schließlich feiern Weber und Schlechter bereits den zweiten Aufstieg mit ihrem Team, das in der Saison 17/18 noch in der 2. Kreisklasse kickte. Wobei das Feiern während der Corona-Pandemie natürlich ausfällt. Die Mannschaft freute sich dennoch: „Wir haben es den Jungs letzte Woche beim Training mitgeteilt und um Rückmeldung gebeten.“ Aber sagen mussten die Spieler eigentlich nichts: „Sobald wir es ausgesprochen hatten, hatten die meisten schon ein ziemliches Grinsen im Gesicht“, sagt Schlechter.

Generell hätten die Brokser den Aufstieg lieber sportlich geschafft. Das betont auch der Vereinsvorsitzende Thomas Warnke: „Das wäre unser Wunsch gewesen.“ Einen Grund, den Aufstieg abzulehnen, sieht er aber genauso wenig wie Schlechter. Die Kreisliga war ohnehin das Ziel. Nun zählt der SVBV zu einem illustren Kreis: Eine erste Mannschaft in der Bezirks- und eine zweite in der Kreisliga – darauf können im Fußballkreis nur wenige Vereine verweisen. Beim TuS Sudweyhe ist die Konstellation genauso wie in Vilsen. Beim TuS Sulingen sieht es sogar noch ein bisschen besser aus mit den Spielklassen Landes- und Bezirksliga. Doch selbst Regionalligist BSV Rehden kann in dieser Hinsicht nicht mit dem SVBV mithalten: Seine Reserve spielte in der 2. Kreisklasse. Die Brokser, mit rund 550 Mitgliedern kein kleiner, aber eben auch kein richtig großer Verein, werden in Zukunft mit noch mehr Respekt wahrgenommen werden.

Für Vilsens Herrenfußball öffnen sich neue Möglichkeiten durch den Doppelaufstieg, der passenderweise ins Jahr des 100. Vereinsgeburtstags fällt. „Das ist für alle Fußballer attraktiv, auch für die Jungs in der Ersten, die dann in der Kreisliga spielen und nicht in der 1. Kreisklasse, wenn sie bei uns aushelfen“, weiß Schlechter, dass eine starke Reserve auch für das Aushängeschild des Vereins Vorteile mit sich bringt. Sein und Webers Team freut sich auf einige Veränderungen, so unter anderem auf Partien mit Linienrichtern. „Für uns ist das ein Riesending. Wir haben oft darüber gesprochen, weil wir uns oft geärgert haben, auch wenn klar ist, dass ein Schiedsrichter allein nicht alles sehen kann. Für uns ist es mit Linienrichtern eine weitere Aufwertung.“ Aufwertung: Dieser Begriff passt gut ins Bild des Fußballs bei den Broksern. Warnke sieht ein neues, ein größeres Selbstbewusstsein. Viele Spieler haben ihren Zenit noch nicht erreicht. „Wir profitieren natürlich von den guten Jugendjahrgängen“, sagt er mit Blick auf zahlreiche Talente, die zuletzt den Sprung in den Herrenbereich geschafft und sich direkt als Verstärkung erwiesen haben. Vilsen hat aussichtsreiche Zukunftsperspektiven. „Es kann noch besser werden“, glaubt der Vorsitzende, der seit 2008 im Amt ist.

Wobei er mit dieser Aussage nicht meint, dass die Lilahemden alsbald mit der Ersten in der Landes- und der Zweiten in der Bezirksliga spielen werden. „Wir spielen das, was wir mit unseren Leuten können“, lautet weiterhin die Maxime. Viel wichtiger sei, „dass alle weiterhin Lila-Weiß denken“. Die Vilser wollen ihre Erfolge aus eigener Kraft feiern und eine hohe Identifikation mit ihrem Klub schaffen. Ehrlicher Spaß und ehrlicher Fußball, dafür wollen sie laut Warnke stehen. Und für ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit. „Das ist in den letzten Jahren noch besser geworden“, freut er sich. Zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft ist die Nähe sogar noch größer als zuvor: Schließlich kann die Reserve nur in der Kreisliga bleiben, wenn das Tolle-Team den Klassenerhalt in der Bezirksliga schafft. Auf der anderen Seite weiß die Erste, dass die Spieler, die nicht zum Zug kommen, in der Kreisliga richtig gefordert werden und sich die nötige Praxis für die Bezirksliga holen können. „Es wird eine spannende Saison“, blickt Schlechter voraus.

Sein Team muss sich neu beweisen. Es wird personell kaum Veränderungen geben, das steht fest. „Dass wir auch kreisligatauglich sind, müssen wir beweisen. Ich sehe uns durchaus mit einigen Mannschaften auf Augenhöhe, gegen andere sind wir Außenseiter. Aber das kann auch motivieren“, glaubt er an eine reelle Chance auf den Ligaverbleib.

Darauf hofft auch Warnke. Vor seinem Klub liegt eine Serie mit neuen Perspektiven. Spielten die Brokser mit der Ersten stets oben mit in der Kreisliga, sind sie mit der Zweiten nun eher der Underdog. Auch in der Bezirksliga geht es in erster Linie um den Klassenerhalt. Angst kennen die Lilahemden allerdings nicht. Selbst wenn beide Teams absteigen sollten, „macht hier keiner die Welle“, wie der Vorsitzende sagt. Erst einmal aber freuen sich die Vilser über einen außergewöhnlichen Erfolg am Ende einer außergewöhnlichen Saison in einem außergewöhnlichen Jahr für den Klub. Dass auch ein bisschen Glück vonnöten war? Geschenkt. „Manchmal muss man das schließlich auch mitnehmen“, sagt Schlechter.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.07.2020

Herren 27.06.2020 von Thomas Warnke

Die Entscheidung ist gefallen. NFV beschließt Abbruch der Saison mit Aufsteiger und ohne Absteiger!

Beim außerordentlichen NFV-Verbandstag haben 292 Delegierte am Samstagvormittag im virtuellen Raum über den Umgang mit der Saison 2019/2020 entschieden: Die Saison wird offiziell abgebrochen. Absteiger gibt es keine, Aufsteiger dagegen schon.

Für den SV Bruchhausen-Vilsen bedeutet das den Aufstieg der ersten Herren in die Bezirksliga und den Aufstieg der 2. Herren in die Kreisliga. 

Außerordentlicher Verbandstag: NFV-Delegierte stimmen für Saisonabbruch - Ergänzungs- und Abänderungsanträge finden keine Mehrheit – Distelrath zeigte sich zuversichtlich, dass bald wieder Fußball unter Wettkampfbedingungen gespielt werden kann.
Nach nur 82 Minuten war alles entschieden: Auf einem virtuell durchgeführten außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) haben sich die 324 stimmberechtigten Delegierten heute Vormittag mit deutlicher Mehrheit für einen Abbruch der Saison 2019/2020 ausgesprochen. Von 291 abgegebenen Stimmen entfielen 265 (91,1 Prozent) auf den Antrag, den der NFV-Verbandsvorstand zum außerordentlichen Verbandstag eingereicht hatte. 3 Delegierte enthielten sich, 23 stimmten dagegen. Der NFV-Antrag sieht einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf- (Regelaufsteiger und Relegationsplatz) aber ohne Abstieg vor. Gewertet werden die Tabellenstände vom 12. März 2020; dem Tag, als die Saison 2019/20 vom NFV-Verbandsvorstand zunächst bis zum 23. März, dann bis zum 19. April und schließlich bis auf Weiteres unterbrochen wurde.
In Kurzform dargestellt bedeutet die Annahme des NFV-Antrages für den Umgang mit dem Spieljahr 19/20, dass die Saison 19/20 nicht zu Ende gespielt und alle ausstehenden Pflichtspiele – mit Ausnahme der Pokalspiele – abgesetzt werden.
Die zu dem NFV-Antrag gestellten Ergänzungs- oder Abänderungsanträge fanden indes nicht die erforderliche Mehrheit.
Zum 51. Mal seit der Geburtsstunde des Niedersächsischen Fußballverbandes am 16. August 1946 waren die Delegierten heute gefordert, eine wichtige Weichenstellung für den Fußball in Niedersachsen vorzunehmen. Nach zuvor 45 ordentlichen und fünf außerordentlichen Hauptversammlungen zwang die Corona-Pandemie den NFV jetzt dazu, auf einem außerordentlichen Verbandstag mit seinen Delegierten über einen Umgang mit der unterbrochenen Spielzeit 2019/20 zu entscheiden. Die Premiere: Erstmals versammelte sich der Verbandstag im virtuellen Raum. Während das Präsidium und die Direktoren des NFV unter Wahrung des Mindestabstandes im Peppermint Pavillon des hannoverschen Expo Parks zusammengekommen waren, versammelten sich alle übrigen Teilnehmer der Videokonferenz auf der Plattform Webex. Die Stimmabgabe der Delegierten erfolgte über das Online-Voting Tool teambits. Durch den virtuellen Verbandstag führte gekonnt und mit viel sprachlicher Finesse Moderator Andreas Wurm.

NFV-Präsident Günter Distelrath stellte in seiner Begrüßung noch einmal heraus, „dass wir in einer noch nie dagewesenen Ausnahmesituation alle gemeinsam überlegen mussten, wie wir zu belastbaren und nach Möglichkeit nicht angreifbaren Ergebnissen im Umgang mit der Saison 2019/20 kommen, die den Vereinen zugleich eine gewisse Planungssicherheit bietet. Und dies vor dem Hintergrund, dass natürlich die politischen und behördlichen Anordnungen jederzeit zu beachten sind.“ Dass es keine allumfassende Patenlösung gebe, die alle Vereine jubeln lässt, sei allen klar gewesen. Die zurückliegende Zeit bezeichnete er als „einen Weg, der mit unzähligen Herausforderungen gepflastert war und allen, die sich im und für den Fußball engagieren, viel abverlangt hat.“
NFV-Justiziar Steffen Heyerhorst erläuterte die Reihenfolge der insgesamt elf Anträge (Inter Celle 07 hatte seinen Antrag am 23. Juni zurückgezogen) zum Umgang mit dem unterbrochenen Spieljahr 2019/20. „Gemäß Paragraph 4 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes ist für den Fall, dass mehrere Anträge zu einem Tagungsordnungspunkt vorliegen, zunächst über den weitestgehendsten Antrag zu entscheiden. Der weitestgehendste Antrag ist der Antrag, bei dessen Annahme im Vergleich zu den weiteren gestellten Anträgen die größte Veränderung vom bisherigen Ist-Zustand eintritt, also die größte Abweichung vom geltenden Satzungs-, Ordnungs- und Ausschreibungsrecht.“
Unter den eingereichten Anträgen traf dies auf den Antrag des FC Dynamo Lüneburg zu, der eine Annullierung des Spieljahres 2019/20 beinhaltete. Mit 275 Stimmen (94,8 Prozent) sprachen sich die Delegierten eindeutig gegen eine Annullierung aus.
Als nächstes folgte der NFV-Antrag. Nach dessen Annahme standen insgesamt fünf Ergänzungs- bzw. Änderungsanträge nebst Hilfsantrag zur Abstimmung. Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen:
- Neben dem jeweiligen Regelaufsteiger steigt in den jeweiligen Klassen auch der aktuelle Tabellenzweite auf. Antragsteller: VfB Rot-Weiß 04 Braunschweig, SV Wilhelmshaven. Abstimmung: 227 Nein-Stimmen, 34 Ja-Stimmen, 29 Enthaltungen.
- Sollte der nach der Quotientenregelung ermittelte Aufsteiger nicht identisch mit dem Tabellenersten nach der Hinrunde sein, so steigt auch der Tabellenerste der Hinrunde mit auf. Dieser wird ebenfalls nach der Quotientenregelung ermittelt. Antragsteller: MTV Treubund Lüneburg. Abstimmung: 247 Nein-Stimmen, 30 Ja-Stimmen, 13 Enthaltungen.

- Hinrundentabelle soll per Quotientenregelung über Auf- und Abstiege entscheiden. Antragsteller: SSV Kästorf. Abstimmung: 234 Nein-Stimmen, 20 Ja-Stimmen, 38 Enthaltungen.
- Der Zweitplatzierte der Bezirksliga Weser-Ems 2 nach Quotientenregelung steigt auf. Hilfsantrag des SV Wilhelmshaven. Abstimmung: 250 Nein-Stimmen, 17 Ja-Stimmen, 24 Enthaltungen.


Als abschließender Antrag wurde über einen Ermächtigungsantrag abgestimmt, der vom NFV-Vorstand eingereicht worden war und für dessen Annahme eine Dreiviertel-Mehrheit erforderlich war. Gemäß Antrag wird der NFV-Vorstand ermächtigt, erforderliche Änderungen der Satzung und Ordnung im Zusammenhang mit oder aus Anlass der Covid-19-Pandemie soweit erforderlich endgültig zu beschließen. Der grundsätzlich bestehende Genehmigungsvorbehalt durch den Verbandstag entfällt in diesem Zusammenhang und in diesem Zeitraum. 248 Delegierte und somit 85,5 Prozent befürworteten diesen Antrag bei 24 Enthaltungen und 18 Gegenstimmen.
Vor den Abstimmungen hatte Heyerhorst darauf hingewiesen, dass bei Annahme eines der vier Grundanträge (Annullierung; Abbruch des Spieljahres mit Auf-, aber ohne Abstieg; Abbruch des Spieljahres mit Auf- und Abstieg; Fortsetzung des Spieljahres), die Abstimmung zu den weiteren Grundanträgen entfallen. Deshalb wurden die Anträge von Germania Parsau (die ersten und die letzten vier Teams ermitteln mit Final-Four-Turnieren auf neutralem Platz Auf- und Absteiger), TuS Berge (Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf- und Abstieg) sowie Nienstädt 09, TuS Sulingen und Kickers Vahrenheide (alle Fortsetzung des Spieljahres) nicht mehr behandelt.


Nach der nunmehr erzielten Klarheit zur Saison 2019/20 richtet sich der Blick nach vorne. Die Fragen aller Fragen, wann wieder unter normalen Bedingungen Fußball gespielt werden kann, konnte beim außerordentlichen Verbandstag natürlich noch niemand beantworten. Günter Distelrath verbreitete verhaltenen Optimismus: „Ich bin wirklich guten Mutes, dass die Monate der Ungewissheit bald enden werden und wir Fußball nicht nur im Training, sondern auch wieder unter Wettkampfbedingungen spielen können.“ Zudem sprach er sich für eine neue Bewertung der Situation aus: „Im Interesse des Gesundheitsschutzes war es zur Hochphase der Pandemie absolut richtig, den Trainings- und Spielbetrieb zu untersagen. Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sollte die Situation aber jetzt für den Amateur- und Jugendfußball sowie den Breitensport insgesamt neuerlich geprüft werden.“

Herren 11.06.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Gleiches Bild bei den Bezirksliga-Aufsteigern

Freude, aber auch Entspannung – und vor allem keine Meisterfeiern in Seckenhausen sowie Bruchhausen-Vilsen

Diepholz – Es ist schon eine komische Zeit für die Amateurfußballer, das gilt im Landkreis Diepholz genauso wie im Rest der Republik. Jetzt, wo normalerweise die letzten Spieltage gespielt wären oder anstehen würden, wo Gänsehautsituationen wegen bevorstehender Auf- und Abstiege, Pokalsiege oder Meisterfeiern die Regel wären, herrscht – Ruhe! Natürlich wegen des C-Wortes, das aber kaum noch jemand mehr hören will.

Am vergangenen Sonntag sollten die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und der SV Bruchhausen-Vilsen eigentlich ihre letzten Spiele in der Fußball-Kreisliga gegen den TuS Varrel und den TuS Sudweyhe II bestreiten, um anschließend die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga gebührend und zweifelsfrei feucht-fröhlich feiern zu können. „Wir haben uns bis zum Abbruch ja unsere Spitzenplätze durch unsere Leistungen verdient“, sind sich die beiden Trainer Andre Schmitz (TSG) und Patrick Tolle (SVBV) einig. Doch das jetzige Szenario hat so gar nichts mit Feierlichkeiten zu tun. Und das nicht nur,weil diese Form von Party unter Corona noch verboten ist, sondern weil es andere Schwerpunkte gibt.

„Hier herrscht absolute Ruhe, denn auch wenn Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, so sind wir alle froh, wieder in unseren Jobs zu sein, denn damit sind ja auch Existenzen verbunden, und die sind definitiv wichtiger“, unterstreicht Tolle. Und auch der Seckenhauser Meistertrainer ist tiefenentspannt. „Es wird weder eine abgespeckte, eine virtuelle, noch sonst eine Feier geben, vielleicht werden wir das Ganze nach der Sommerpause mit einer Saisoneröffnungsfeier nachholen – wann auch immer das dann sein mag“, betont Schmitz.

Beide Übungsleiter haben den Vorteil, dass die Bezirksliga nun nicht wie die Jungfrau zum Kinde unerwartet kam, denn es hatte sich bis zum Abbruch ja schon abgezeichnet, dass die beiden Clubs angesichts ihrer Dominanz nach dem letztjährigen Abstieg wohl wieder zurückkehren würden. Und daher haben beide auch entsprechende Planungen schon vor dem unfreiwilligen Saisonende in die Wege geleitet.

So wird Schmitz in Seckenhausen zukünftig mehr in den Hintergrund treten und sich um die organisatorischen Dinge kümmern, das sportliche Sagen hat dann Iman Saghey Bi-Ria. „Eigentlich ist er jetzt viel zu fit, um nicht mehr zu kicken“, meint Schmitz schelmisch, macht sich aber gleichzeitig keine Sorgen, wer den Torjäger ersetzen soll. Denn Zugänge wird’s in Seckenhausen definitiv geben: So kommt Andre Kiesewetter aus Etelsen zurück, sein Cousin Luca rückt aus der A-Jugend nach, aus Varrel wechselt Pardes Khil zur TSG, und aus der eigenen Fünften wollen Tim Plander und Yannick Leushuis noch einmal den Sprung in den Leistungsbereich wagen.

In Bruchhausen-Vilsen bleibt im Führungsteam alles beim Alten. Patrick Tolle und Jörn Meyer haben ebenfalls schon diverse Zugänge, aber die Namen wollen sie noch nicht verraten. „Da warten wir erst den Verbandstag ab, bis endgültig feststeht, dass wir in der Bezirksliga spielen“, erklärt Tolle. Das Ziel in der neuen „alten“ Spielklasse soll dann natürlich der Klassenverbleib sein. „Alles andere wäre vermessen, zumal wir ja gar nicht wissen, in welchem Modus und mit wie vielen Mannschaften wir spielen werden“, sagt der Übungsleiter.

In Seckenhausen zeigen sich die Verantwortlichen da schon etwas forscher. „Wir schauen auf einen einstelligen Tabellenplatz“, sagt Schmitz, der sich momentan mit einem ganz anderen Problem herumschlagen muss: „Eigentlich sollte vom 19. bis 22. Juni unsere Abschlussfahrt nach Mallorca stattfinden, aber obwohl die Reisewarnung aufgehoben wurde, ist nicht sicher, dass wir fahren können, weil Spanien erst später die Grenzen öffnen will. Dass der Reiseunternehmer allerdings bei 550 Euro Kosten pro Person 400 Euro Stornogebühren verlangt, ist eine absolute Frechheit und derzeit sicherlich die viel größere Sorge als die geplatzte Meisterfeier.“

In einer weiteren Sache sind sich beide Coaches einig: Vor Anfang September wird im Amateurbereich wohl kein Fußball gespielt werden. „Wir wollen uns in Etappen vorbereiten und hoffentlich, sofern erlaubt, ab August wieder ins echte Mannschaftstraining einsteigen“, meint Vilsens Trainer. Dann soll es auch endlich die Feiern geben, auf die beide Mannschaften am vergangenen Sonntag verzichten mussten.

© Mit freundlicher Genehmigung der Kreiszeitung, Datum: 11.06.2020

Herren 07.06.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Das Comeback der Grätsche

Während im Kreis mancherorts der Fußballbetrieb noch ruht, ist in NRW Vollkontaktsport wieder erlaubt

Landkreis Diepholz. Wann geht es weiter? Also so richtig? Denn der wirkliche Fußball ist das, was die Vereine im Kreisgebiet derzeit spielen dürfen, wahrlich nicht: Abstandsregeln, Hygienebeauftragte, geschlossene Umkleiden und Duschräume, kein Abklatschen und keine Umarmungen. Vieles, was den Sport ausmacht, fehlt. Im Fußball vor allem auch das Wesentliche: Zweikämpfe und Körperkontakt, das Duell Mann-gegen-Mann oder Frau-gegen-Frau. Zumindest im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes ist das so – noch. Denn ein Blick Richtung Nordrhein-Westfalen lässt hoffen. Im tiefen Westen Deutschlands ist seit dem vergangenen Wochenende nämlich wieder Kontaktsport erlaubt.

Armin Laschet hat sich einen Ruf erarbeitet als vorpreschender Ministerpräsident. In keinem der 16 Bundesländer werden die Corona-Einschränkungen so schnell gelockert wie in dem vom CDU-Politiker angeführten NRW. Das gilt auch für den Sport. So waren unter anderem im Tennis früher als in Niedersachsen Doppel erlaubt. Und auch der Fußball ist einen Schritt weiter als zum Beispiel in Niedersachsen: Seit Pfingstsamstag ist Kicken im Amateurbereich wieder als Kontaktsport möglich. Natürlich gibt es weiterhin Einschränkungen: Höchstens zehn Personen dürfen im Freien zusammenkommen, es muss darüber hinaus zurückverfolgbar sein, wer dabei war. Eine Teilnehmerliste muss also weiterhin geführt werden. Doch ansonsten ist in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Fußball möglich als zuvor. Das Trikotzupfen und die Grätsche feiern ihr Comeback.

Henze wundert sich

Die Entwicklung verfolgt unter anderem Andreas Henze genau. Der Bassumer ist der Vorsitzende des Fußballkreises Diepholz. Ihm ist nicht verborgen geblieben, dass das Nachbar-Bundesland, das auch an seinen Fußballkreis grenzt, nicht das erste Mal vorprescht. Die Geschwindigkeit wundere ihn, denn man höre „weiterhin Einschläge rechts und links“, wie er mit Blick etwa auf einen Corona-Ausbruch in einem Restaurant im Landkreis Leer feststellt. „Vorbei ist die Pandemie nicht“, bekräftigt er. Generell klinge es erst einmal komisch, dass Fünf-gegen-Fünf erlaubt sei, aber kein Elf-gegen-Elf wie in einem normalen Fußballspiel über 90 Minuten. „Da frage ich mich schon, was das bringen soll“, wundert sich Henze. Viel fehle schließlich nicht mehr zum regulären Betrieb.

Auch wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht nur niedersachsen-, sondern bundesweit seit einiger Zeit auf niedrigem Niveau ist, weiß Henze, dass die Vereine im Diepholzer Kreisgebiet weiterhin Vorsicht walten lassen. „Viele scheuen noch das Risiko. Das gilt sowohl für den Jugend- als auch den Herrenbereich. Wir haben viele Mannschaften, die noch gar nicht trainieren. Man macht viel Technik oder Kondition. Aber richtig Fußball ist das nicht. Viele möchten das auch noch gar nicht“, erklärt der Kreisvorsitzende. Ein Beispiel dafür ist die erste Herrenmannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen: Beim Kreisligisten, der Ende Juni auf dem außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Aufstieg in die Bezirksliga feiern darf, rollt der Ball noch nicht wieder. „Wir werden im Juni noch ein paar Mal trainieren, aber jetzt gehen erst einmal andere Dinge vor“, sagt Trainer Patrick Tolle. Der Fahrlehrer bringt etwa das Geschäft, das wochenlang ruhen musste, wieder ans Laufen, Co-Trainer Jörn Meyer ist im Altenheim tätig. Da gibt es momentan größere Sorgen als Fußball. „Das verstehen die Jungs auch. Natürlich würden sie sich gern wieder auf dem Platz sehen, aber es ist auch schwer, alle Vorgaben einzuhalten. Außerdem will niemand von uns die Sicherheit der Spieler gefährden“, erklärt Tolle.

Der Fußball auf Abstand schmeckt auch den Kickern des SV Mörsen-Scharrendorf nicht wirklich. „Es geht mehr um das Zusammengehörigkeitsgefühl, aber leistungsorientiert arbeiten können wir nicht“, sagt SVMS-Coach Friedhelm Famulla zu den Einheiten, die seine Spieler bislang absolviert haben. Er würde es begrüßen, wieder Training mit Zweikämpfen anbieten zu können. „Dann würden wir sofort wieder einsteigen. Darauf hätten auch die Jungs richtig Lust“, erklärt er. Momentan aber haben die Mörsener eine Pause von Fußballtennis und Co. eingelegt.

Das passt: In den niedersächsischen Fußball ist ohnehin zuletzt Ruhe eingekehrt. Auch abseits der Plätze. Seit der NFV den außerordentlichen Verbandstag für den 27. Juni einberufen und erklärt hat, einen Saisonabbruch mit Auf-, aber ohne Absteigern zur Abstimmung zu stellen, haben sich die Wogen geglättet. Auch im Kreis Diepholz. „Nachdem bekannt wurde, wie der Vorschlag des NFV aussehen wird, gab es zwei Tage lang noch einige Anrufe. Dann wurde alles ruhig. Die Vereine sind momentan zufrieden“, sagt Henze. Die Klubs haben zumindest kurzfristig die erhoffte Planungssicherheit. Daher steht keine Seite, weder Verband noch Landesregierung oder Vereine, unter großem Zeitdruck.

Offen ist dagegen weiterhin, wann die Spielzeit 2020/21 starten kann und in welcher Form sie stattfinden wird. Dass ein Fünf-gegen-Fünf in Nordrhein-Westfalen möglich ist, könnte laut Henze allerdings ein Indiz dafür sein, „dass die neue Saison recht pünktlich beginnen kann“. Während der Corona-Pandemie bleibe jegliche Einschätzung allerdings vage. Aus planerischer Sicht wäre ein pünktlicher Saisonstart freilich umso wichtiger. „Schon allein wegen der Anzahl der Spiele, die wir vor uns haben“, wie Henze betont. Schließlich werden einige Spielklassen deutlich anwachsen, wenn der Verbandstag für den Abbruch mit Auf-, aber ohne Absteigern stimmt. Viele Ligen werden mit Überhang spielen.

Über das Knie brechen will Henze freilich nichts. „Das normale Leben sehe ich im Moment noch nicht.“ Er kenne mittlerweile jemanden, der am Virus gelitten habe. Das sei alles andere als eine Lappalie. Klar ist aber auch, dass unter anderem der Deutsche Fußballbund fleißig Pläne schmiedet für das bundesweite Comeback des Fußballs in seiner ursprünglichen Form. Mit Grätschen und Trikotzupfen wie in NRW, aber dann mit voller Mannstärke auf dem Platz.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.06.2020

Herren 21.05.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Erste Herren aufgestiegen?

Der NFV hat sich auf eine der vier vorgestellten Varianten festgelegt. Dieser Vorschlag muss allerdings noch auf dem Verbandstag final beschlossen werden. Sollte es dazu kommen, wäre unsere erste Herren in die Bezirksliga aufgestiegen. Siehe dazu auch folgender Artikel (bitte klicken).

Herren 09.03.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Verrückte Schlussphase

TuS Sudweyhe II gewinnt in Bruchhausen-Vilsen mit 2:1

Bruchhausen-Vilsen. Das war nichts für schwache Nerven. Bis zur 87. Minute führte der SV Bruchhausen-Vilsen im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga gegen den TuS Sudweyhe II mit 1:0, um dann in einer turbulenten Schlussphase den Sieg doch noch aus der Hand zu geben. Durch zwei Treffer von Daniel Koch und Fabian Tinzmann triumphierte der Tabellendritte beim Ligazweiten mit 2:1 (0:0). Die Vilser verloren zudem noch Defensivspieler Marcel Schröder durch Platzverweis.

"Auf dem tiefen Geläuf  hat es ein wenig gedauert, bis wir uns auf die Vilser, die statt des erwarteten 4:4:2 in einem 3-4-3-System anfingen, eingestellt hatten. Guter Kombinationsfußball war eher seltener zu sehen", beobachtete Sudweyhes Coach Eduard Scharf. Die erste Vilser Torchance vergab Mathis Wohlers, der knapp vorbeizielte (4.). Auf der Gegenseite schoss Jonas Lüdeke ebenfalls knapp daneben (13.). Ein Kopfball von Fabian Tinzmann wurde vom Vilser Keeper Bennet Knake mit einer tollen Reaktion von der Linie gekratzt (27.). Doch auch Sudweyhes Schlussmann Kevin Rajes verstand sein Handwerk, reagierte zweimal prächtig gegen Moritz Warnke (43.) und eine Minute später bei einem Kopfball von Justus Wicke (44.). "Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir zunächst Schwierigkeiten", sagte Scharf. Vilsen übte viel Druck aus. So scheiterte Wohlers mit einem Volleyschuss aus 20 Metern am Pfosten (48.). Ein Schuss von Nick Brockmann zischte knapp links vorbei (53.).

Doch die Gäste fingen sich wieder. Knake parierte bravourös gegen den freistehenden Hannes Lüdeke (64.). Dennoch gelang den Platzherren nach einer gelungenen Konteraktion der Führungstreffer durch Nick Brockmann (67.). Marvin Brüggemann, dem die Kugel in den Lauf gespielt worden war, schoss das Leder weit am Vilser Tor vorbei (77.). Ein Torschuss von Angreifer Nick Brockmann fand ebenfalls nicht ins Ziel (81.) Nach einer weiteren Chance der Vilser durch Dennis Böschen (85.) überschlugen sich in den Schlussminuten die Ereignisse. Nach einem Foul von Marcel Schröder an Hannes Lüdeke zeigte der Unparteiische Fabien-Pascal Kunze auf den Elfmeterpunkt. Daniel Koch ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen. Zu allem Überfluss sah Schröder auch noch die Rote Karte (86.). Doch es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Mit einer guten Einzelaktion legte Hannes Lüdeke den Grundstein zum Sudweyher Auswärtssieg. Nach erfolgreichem Solo legte er quer auf Fabian Tinzmann, der nur noch einzuschieben brauchte (90.). "Über ein Remis hätten wir uns nicht beschweren können. Doch wir haben nach dem Ausgleich mutig weiter nach vorne gespielt und mit dem Sieg wieder mehr Tuchfühlung zu den in der Tabelle vor uns liegenden Team aufgebaut", analysierte Scharf.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.03.2020

Herren 02.03.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: TuS Sulingen holt Winter-Cup

Der TSV Bassum spielt ein starkes Finale, muss sich dem Landesligisten allerdings beugen. Der SV Bruchhausen-Vilsen belegt Rang vier, agiert mit Bezirksligist FC Sulingen allerdings auf Augenhöhe.

Sulingen. Der Landesligist TuS Sulingen ist seiner Favoritenrolle beim eigenen Turnier um den Winter-Cup gerecht geworden. Gegen den eine Liga tiefer angesiedelten TSV Bassum sprang ein knapper 2:1-Erfolg heraus. Turnierdritter wurde die Elf des Bezirksligisten FC Sulingen, die den Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen am Ende knapp mit 3:2 in die Schranken wies.

TSV Bassum - TuS Sulingen 1:2 (1:2). Die Sulinger starteten besser ins Endspiel. Die frühe Führung erzielte Maurice Krüger, der per Nachschuss unter die Latte traf (11.). Eine Linksflanke von Tim Rieckhof beförderte Jegerchwin Tero per Direktschuss ins Tor (30.). Doch die Bassumer gaben sich keineswegs geschlagen. Wilke Kluge sorgte mit einem Flachschuss aus 18 Metern für den Anschluss (39.). „Wir hätten in der zweiten Halbzeit durchaus noch zum Ausgleich kommen können. Die Chancen waren da. Das Turnier ist gut für uns gelaufen. Jetzt hoffen wir, dass wir unsere gute Form auch in den Ligabetrieb mitnehmen können“, sagte Bassums Coach Torsten Klein. Mit zwei klaren Erfolgen waren beide Teams zuvor ins Finale eingezogen. Während sich die Sulinger durch drei Treffer von Jegerchwin Tero glatt mit 3:0 gegen Außenseiter Vilsen behaupteten, besiegten die Bassumer den Ligakonkurrenten FC Sulingen mit dem gleichen Ergebnis. Nach einem Foul von FC-Torhüter Tobias Plümer an Florian Fröhlich verwandelte Ole Scharf den fälligen Strafstoß zur Führung. Fröhlich nach Alleingang (42.) sowie Manka Madun, der einen Freistoß von Patrik Remmert an Plümer vorbeispitzelte (73.), sorgten für den klaren Erfolg. 

FC Sulingen - SV Bruchhausen-Vilsen 3:2 (1:0): Das Spiel um den dritten Platz hielten die Vilser bis zur Schlussphase spannend. Zwar brachte Niklas Hoffmann den FC bereits nach fünf Minuten in Führung, doch Nick Brockmann glich für den Underdog in der zweiten Hälfte aus (56.). Kurze Zeit später drehte Justus Wicke die Partie sogar komplett (67.). Dann machte Hoffmann seinen zweiten Treffer und sorgte für das zwischenzeitliche 2:2 (76.). Vilsens Gerrit-Finn Jüttner scheiterte zudem noch am Innenpfosten (82.), ehe FC-Akteur Lars Mesloh das Siegtor gelang (88.). „Wir haben ein super Turnier gespielt und uns gut verkauft“, sagte Vilsens Trainer Patrick Tolle.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.03.2020

 

Herren 25.02.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Bassum und Vilsen erreichen das Semifinale

Der TSV Bassum und SV Bruchhausen-Vilsen erreichen beim Fußball-Wintercup des TuS Sulingen das Halbfinale.

Sulingen. Mit einem glatten 6:0-Erfolg über den Ligarivalen SC Twistringen sicherte sich der TSV Bassum ganz souverän den Sieg in der Vorrundengruppe A beim Wintercup des TuS Sulingen und zog somit ins Halbfinale ein. Dort trifft die Elf von Trainer Torsten Klein auf den Ligakonkurrenten FC Sulingen. Zweiter Semifinalist ist überraschenderweise der Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen, der sich gegen die Reserve des TuS Sulingen durchsetzte und jetzt gegen die Sulinger Ertsvertretung, die in der Landesliga beheimatet ist, vor einer hohen Hürde steht.

TuS Sulingen II - SV Bruchhausen-Vilsen 1:3 (1:0): Eine starke zweite Halbzeit bescherte dem Kreisligisten den Einzug ins Semifinale. „Schon in der ersten Hälfte waren wir klar besser“, beobachtete Vilsens Trainer Patrick Tolle. So vergaben Chedli Belkhir und Nick Brockmann zwei hundertprozentige Torchancen, als sie alleine aufs Tor der Sulinger zusteuerten, jedoch jeweils an Torhüter Yanik-Luca Klenke scheiterten. Besser machte es TuS-Offensivakteur Maurice Krüger, der sein Team mit einem Distanzschuss aus 20 Metern in Führung brachte (27.). Doch in den zweiten 45 Minuten wendete der SVBV das Blatt gegen die in der Bezirksliga angesiedelten Gastgeber. Belkhir spielte zunächst zwei Gegenspieler aus und bediente dann aus spitzem Winkel den besser postierten Mathis Wohlers, der zum Ausgleich traf (48.). Beim Führungstreffer überlief Belkhir Schlussmann Klenke und netzte dann erfolgreich ein (83.). „Wie aus einem Guss“, beschrieb Tolle den dritten Treffer seiner Mannschaft. Belkhir setzte Gerrit-Finn Jüttner in Szene, der daraufhin nach innen zog und weiter auf Niklas Schröder passte, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte (89.). „Ich bin super zufrieden. Die Jungs sind gut drauf und bereichern das Turnier. Dass unser neues System, mit dem meine Mannschaft schwerer auszurechnen ist, bereits so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht“, freute sich Tolle. 

SC Twistringen - TSV Bassum 0:6 (0:5): „Wir haben richtig gut gespielt und noch einige Chancen liegen gelassen“, bilanzierte Bassums Coach Torsten Klein nach dem dritten Turniersieg, der wiederum sehr deutlich ausfiel. Damit erzielten die Lindenstädter in den drei Vorrunden-Begegnungen stolze 17 Treffer. „Insgesamt hat unsere Offensive gut funktioniert. Auch gegen Twistringen war es wieder eine tolle Offensivleistung“, ergänzte Klein. Den Torreigen eröffnete bereits nach fünf Minuten Ole Scharf. SCT-Torhüter Mark Schultalbers konnte zuvor einen Schuss von Florian Fröhlich abwehren, Scharf traf dann per Abstauber. Nach einer Ecke von Alexander Pestkowski legte Jannik Hahnel nach (24.). Einen Twistringer Fehlpass ergatterte vier Minuten später Fröhlich, der seinen anschließenden Alleingang erfolgreich veredelte. Für Treffer Nummer vier zeichnete anschließend Pestkowski verantwortlich (33.). Kurz vor dem Seitenwechsel entschied Schiedsrichter Tanju Hollwedel nach einem Foul an Fröhlich auf Strafstoß, den Bassums Angreifer Manka Madun sicher verwandelte (44.). Mit einem Flachschuss machte Madun noch seinen zweiten Treffer perfekt (86.). Twistringens Torhüter Jannik Blome, der nach der Pause ins Spiel kam, verhinderte noch Schlimmeres.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 25.02.2020

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