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Herren 17.09.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Nicht zu bändigen

SV Bruchhausen-Vilsen II rückt durch das 2:1 in Sudweyhe an die Kreisligaspitze

Sudweyhe. Der SV Bruchhausen-Vilsen II ist weiterhin nicht zu stoppen. Der Aufsteiger hat seinen Positivlauf fortgesetzt, bleibt durch den knappen 2:1 (2:0)-Erfolg beim TuS Sudweyhe II in der Fußball-Kreisliga noch ungeschlagen. Und hat somit auch die Tabellenführung erobert.

Beim Tabellennachbarn setzten die Gäste auf ihre gewohnte Taktik: Hinten sicher stehen und dann auf Konter lauern. Der Plan von Trainer Ben Weber ging auf. Zwar ließen die Hausherren den Ball in den eigenen Reihen laufen, doch wirklich gefährlich wurden sie dabei nicht. Lediglich gleich einmal zu Beginn, als Eike Dziuba auf dem rechten Flügel durch war und nur noch den gegnerischen Keeper vor sich hatte. Doch der Schuss des Mittelfeldspielers war zu unplatziert, sodass nicht mehr als eine Ecke dabei herauskam. Danach erspielten sich die Gäste immer mehr ein Chancenplus. Insbesondere über die rechte Seite, wo Flügelflitzer Dorian Klinger sein Unwesen trieb, versuchte der SV Bruchhausen-Vilsen II, Dampf zu machen. Doch Klinger scheiterte zunächst am TuS-Keeper Kevin Rajes (5.) und später dann am Pfosten (17.). „Wir haben uns mit dem Ball richtig verhalten, den schnellen Pass in die Spitze gesucht und das Zentrum dicht gemacht. So konnte sich Sudweyhe nicht entfalten“, lobte Weber seine Schützlinge.

Mehr zur Entfaltung kamen dann aber die Gäste von Minute zu Minute. Immer wieder wurden die schnellen Außenspieler bedient, die dann in der Mitte Sturmtank Sören Schweers suchten. Das probate Mittel ging in der 25. Minute vollends auf. Kevin Ludwig war nach einem feinen Pass auf der linken Seite durch und sah dann im Zentrum den besser positionierten Schweers, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste. Sein zweiter Treffer sollte noch vor der Pause folgen. Diesmal setzte sich der bullige Stürmer im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Pascal Feldmann durch, um dann eiskalt in die linke untere Ecke zu treffen (39.). „Wir konnten mit dem Ballbesitz nur wenig anfangen, die letzte Konsequenz hat gefehlt. Außerdem hatten wir im Mittelfeld auch keinen Zugriff“, bemängelte Eduard Scharf, Coach des TuS Sudweyhe II.

Einige Nickeligkeiten

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde der Ton auf dem Platz rauer, viele ruppige Zweikämpfe wurden geführt. Das führte dazu, dass der Spielfluss der ersten Hälfte etwas verloren ging. Doch weiterhin hatten die Gastgeber viel mehr Ballbesitz, aber wussten damit nichts anzufangen. Die Gäste dagegen agierten in der Defensive weiter konsequent und schnörkellos. „Trotzdem haben wir etwas den Faden verloren und zu fahrig gespielt“, bedauerte SVBV-Coach Weber. Seine Truppe ruhte sich etwas auf der 2:0-Führung aus, jedoch konnten die Grün-Weißen daraus auch kein Kapital schlagen. Die beste Möglichkeit für die Brokser besaß noch Kapitän Philipp Knake. Sein Schussversuch aus 20 Metern verfehlte das Gehäuse aber dann doch recht deutlich.

SVBV nutzt Konter nicht

In der 75. Minute verpasste der SV Bruchhausen-Vilsen II es, den Deckel draufzumachen. Der TuS Sudweyhe II war sehr weit aufgerückt und die Gäste konnten in Überzahl kontern. Doch Schweers wartete zu lange und vertändelte das Spielgerät schließlich. „Daraus hätten wir mehr machen müssen“, ärgerte sich Weber. Denn seine Truppe kam noch mal ins Zittern, weil Rene Vogel im Strafraum mit der Hand an den Ball kam, den Gelb-Roten Karton sah und der Referee folgerichtig auf Strafstoß entschied. Diesen verwandelte Daniel Koch gekonnt zum 2:1-Anschlusstreffer (87.). Weil die absolute Schlussoffensive der Hausherren allerdings ausblieb, konnte der SV Bruchhausen-Vilsen II nur wenig später die Tabellenführung bejubeln. „Wir waren die galligere Mannschaft und deswegen geht das Ergebnis so wohl auch in Ordnung“, bekräftigte Weber.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.09.2020

Herren 16.09.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: SV Bruchhausen-Vilsen II setzt seinen Lauf fort

Der Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen II ist einfach nicht zu stoppen. Auch im Spitzenspiel beim TuS Sudweyhe II konnte der Liga-Neuling einen Sieg einfahren.

Der SV Bruchhausen-Vilsen II ist weiterhin nicht zu stoppen. Der Aufsteiger hat seinen Positivlauf fortgesetzt, bleibt durch den knappen 2:1 (2:0)-Erfolg beim TuS Sudweyhe II in der Fußball-Kreisliga noch ungeschlagen.

Beim Tabellennachbarn setzten die Gäste auf ihre gewohnte Taktik: Hinten sicher stehen und dann auf Konter lauern. Der Plan von Trainer Ben Weber ging auf. Nach 25 Minuten war es Kevin Ludwig, der Sören Schweers mustergültig bediente und der Stürmer nur noch seinen Fuß hinhalten musste. Nur 14 Minuten später stand der Angreifer wieder im Mittelpunkt. Diesmal setzte sich Schweers im Zweikampf mit Pascal Feldmann durch, um dann am Keeper vorbei ins lange Eck zu treffen. Zwar hatte der TuS Sudweyhe II mehr vom Spiel, wusste seine Chancen aber nicht in Tore umzumünzen.

Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste dann einen Gang runter, ruhten sich ein wenig auf ihrer Führung aus. Doch die Hausherren konnten aus dem vielen Ballbesitz kein Kapital schlagen. „Im letzten Drittel hat der entscheidende Pass gefehlt“, seufzte TuS-Trainer Eduard Scharf. Dennoch kamen die Grün-Weißen noch mal heran, weil Daniel Koch einen Foulelfmeter zum 2:1 verwandelte (87.). Allerdings sollte das die letzte gefährliche Aktion der Sudweyher gewesen sein, sodass die Gäste die Tabellenführung bejubeln konnten. „In der zweiten Hälfte müssen wir die Konter besser ausspielen, ansonsten bin ich mit der Leistung sehr zufrieden“, meinte Weber. Ein ausführlicher Bericht folgt in der Donnerstag-Ausgabe.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 16.09.2020

Herren 14.09.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Wortmanns Tor reicht Vilsen

Der Aufsteiger feiert beim 1:0 in Stuhr seinen zweiten Saisonsieg

Stuhr.Der TV Stuhr bleibt in der Fußball-Bezirksliga weiterhin sieglos und ohne eigenen Treffer. In einer umkämpften Partie setzte sich der SV Bruchhausen-Vilsen mit 1:0 (0:0) durch. Vilsens Trainer Patrick Tolle war mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Wir haben es zum zweiten Mal geschafft, ein 1:0 über die Zeit zu bringen und gleichzeitig eine gute Antwort auf das 3:8 unter der Woche geliefert“, war er stolz auf sein Team.

Vilsen presste die Stuhrer in der eigenen Hälfte und kam durch schnelle Umschaltaktionen nach Ballgewinnen immer wieder zu guten Torgelegenheiten. Zunächst versuchte sich Chedli Belkhir aus 16 Metern, verfehlte das Tor allerdings gleich zweimal. Auch Hauke Wortmann fehlte nicht viel, nachdem er zwei Verteidiger hatte stehen lassen (15.). Fünf Minuten später hielt Jenno Bülders seinen TV Stuhr im Spiel. Mit einer starken Rettungsaktion klärte er auf der Linie und verhinderte den Rückstand.

In der Offensive kam von den Gastgebern sehr wenig. Lediglich einmal wurde es vor dem Tor der Vilser gefährlich, allerdings konnte Torwart Maximilian Kues den Einschlag im Netz verhindern. „In der ersten Halbzeit haben wir viel zu wenig gemacht. Da war Vilsen griffiger und auch einfach wacher“, erklärte Trainer Christian Meyer, der den TV Stuhr zusammen mit Stephan Stindt trainiert.

Die Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts gestaltete sich etwas anders: Stuhr schob die eigenen Reihen etwas höher und störte Vilsen früher. Zu einer zwingenden Torchance kamen die Gastgeber trotzdem nicht. Genau in diese etwas kleinere Drangphase des TVS hinein traf der SV Bruchhausen-Vilsen zum 1:0. Einen weiten Einwurf von der rechten Seite verarbeitete Chedli Belkhir und legte auf Hauke Wortmann ab. Dieser zog aus 11 Metern ab und verwandelte unten links ins Eck. „Wir haben das Tor zu einem sehr guten Zeitpunkt erzielt, da Stuhr gerade besser zu werden schien“, freute sich Vilsens Tolle. Für Stuhrs Meyer war der Nachmittag weniger erfreulich: „Das ist natürlich sehr enttäuschend für uns. Wir müssen es endlich schaffen, selber Tore zu erzielen und Gefahr auszustrahlen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 14.09.2020

Herren 13.09.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: SV Bruchhausen-Vilsen II legt in Bramstedt nach

Am Anfang sind die Gastgeber stärker, doch mit der Gästeführung kippt die Partie.

Bramstedt. Verdient mit 2:0 (1:0) haben sich die Kreisligafußballer des SV Bruchhausen-Vilsen II beim TSV Bramstedt durchgesetzt. Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel hat der Aufsteiger einen starken Start hingelegt. Bei Bramstedt steht auf dem Punktekonto dagegen weiterhin die Null.

Dabei waren es die Gastgeber, die zunächst besser in die Partie fanden. Nach einem langen Einwurf von Sven Bösche setzte Iven Lehner den Ball jedoch nur ans Außennetz (2.). Den Gästen unterliefen zu Beginn einige Fehlpässe, doch genau zum richtigen Zeitpunkt trafen sie zur Führung und übernahmen dadurch die Spielkontrolle. Daniel Freund nutzte ein Durcheinander in der TSV-Defensive zum 0:1 (14.).

In der Folge spielte nur noch die Bezirksligareserve aus Bruchhausen-Vilsen. „In dieser Phase müssen wir uns vorwerfen lassen, zahlreiche Chancen ungenutzt zu lassen. Das Spiel hätte schon zur Pause entschieden sein müssen“, sagte SVBV-Trainer Ben Weber. Gleich zwei Mal verpasste Arsen Orzjan nach Standardsituationen nur hauchdünn das 0:2. Auch Florian Wacker und Daniel Freund brachten den Ball nicht im Tor unter. Höhepunkt war kurz vor dem Pausenpfiff ein von Sören Schweers verschossener Foulelfmeter (40.).

So blieb der TSV Bramstedt im Spiel und hatte sich für den zweiten Spielabschnitt einiges vorgenommen. „Ich hatte auch den Eindruck, dass wir besser in der Partie sind. Wir sind mit mehr Schwung aus der Kabine gekommen, aber am Ende fehlte uns definitiv die Durchschlagskraft“, bemängelte Bramstedts Trainer Eckhardt Kotrade.

Zu allem Überfluss half sein Team beim zweiten Gegentor nach. Joel Zöfelt wurde im Mittelfeld unter Druck gesetzt und spielte einen Rückpass genau zu Sören Schweers, der nicht lange zögerte und mit seinem schwächeren Fuß zum 0:2 abschloss (60.). „Die Situation haben wir gut erzwungen. Dadurch konnten wir in der Folge tiefer stehen und auf Konter lauern. Einige Überzahlsituationen haben wir dann aber schwach ausgespielt“, erklärte Ben Weber. Seine Mannschaft geriet bei den überwiegend lang geschlagenen Bällen des Kontrahenten jedoch kaum mehr in Gefahr.© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 11.09.2020

Herren 09.09.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Sudweyher Torspektakel

In der vorletzten Saison hatten der TuS und der SVBV 5:5 gespielt - dieses Mal fiel sogar noch ein Tor mehr. Sudweyhe erklomm die Tabellenspitze.

Sudweyhe. Was für ein Fußballspiel! Wer beim Bezirksliga-Duell zwischen dem TuS Sudweyhe und dem SV Bruchhausen-Vilsen auch nur blinzelte, drohte ernsthaft ein Tor zu verpassen. Elfmal klingelte es am Dienstagabend. Gleich achtmal schlugen die Sudweyher zu, die sich durch das 8:3 (4:1) an die Tabellenspitze setzten. Die Vilser Hoffnungen, an den Sieg gegen Twistringen anknüpfen zu können, zerschlugen sich nach einer guten Anfangsphase recht schnell. Am Ende wurde es bitter für den Aufsteiger.

Die Partie benötigte keinerlei Anlaufzeit: Erster Angriff Sudweyhe - 1:0. Robin Engelhardt war nach wenigen Sekunden erfolgreich (1.). Doch prompt die Antwort: Hauke Wortmann luchste Jannik Theiß den Ball ab und glich aus spitzem Winkel aus (2.). Ein Wahnsinns-Auftakt.

Und die Teams hielten die Schlagzahl hoch. Gerrit Jüttner verpasste die Vilser Führung (8.), Stephen Bohl kam auf der anderen Seite nicht ganz an Calvin Helms' Flanke heran (9.). Kurz darauf fischte Theiß einen Jüttner-Freistoß aus dem Eck (11.). Offener als die beiden Kontrahenten in der Anfangsphase kann man das Visier nicht tragen. „Wir hätten das zweite, vielleicht sogar das dritte Tor machen müssen“, ärgerte sich Vilsens Trainer Patrick Tolle nach der Partie. Dann wäre es wohl anders gelaufen für seine und Jörn Meyers Elf, die dem Druck der Gastgeber allerdings nur eine halbe Stunde lang standhielt. Dann traf Calvin Helms zum 2:1 für den TuS (31.).

„Wir hatten ab der 20., 25. Minute eine bessere Staffelung. Das hat es für uns einfacher gemacht“, fand Julian Heusmann, Sechser des TuS. Sein Team hatte nun ein deutliches Übergewicht, war auch körperlich stärker. Engelhardt, der ein ganz starkes Spiel machte, mit seinem zweiten Tor (41.) sowie Heusmann selbst - samt kleiner Tanzeinlage - (45.) schraubten das Ergebnis noch vor der Pause auf 4:1 in die Höhe. „Das war bereits die Vorentscheidung“, war sich Sudweyhes Trainer Benjamin Jacobeit sicher, dass seine Elf das Spiel nicht mehr aus der Hand geben würde.

Er behielt Recht. Spätestens mit Hannes Lüdekes 5:1 war die Partie endgültig gelaufen (58.). Jüttner verkürzte zwar (59.), doch wieder hatte Sudweyhe eine Antwort parat: Der eingewechselte Justin Pakleppa machte das halbe Dutzend voll. „Wir haben uns Sudweyhes Spiel aufzwingen lassen“, erkannte Jörn Meyer das Vilser Problem. „Und dann haben sie vorne einfach eine brutale Qualität“, zollte er den Gastgebern Respekt. Weitere Belege für die Richtigkeit seiner Aussage waren die Treffer von Jason Traemann (84.) und Marvin Zwiebler (85.). Zwischenzeitlich hatte Jüttner ein weiteres Mal für Vilsen getroffen (80.). „Die drei Gegentore ärgern mich, weil wir zweimal sehr unkonzentriert waren. Das müssen wir abstellen“, sagte Jacobeit. Allzu groß war der Ärger aber nicht. Dafür hatten die Grün-Weißen offensiv zu sehr geglänzt: „Wir haben acht Tore geschossen. Da kann man wirklich nicht meckern.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.09.2020

Herren 07.09.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Belkhir beschert Vilsen den Sieg

Liga-Neuling bezwingt SCT

Bruchhausen-Vilsen. Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen ist mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg über den SC Twistringen in die neue Saison der Bezirksliga Hannover gestartet. Entsprechend groß war die Erleichterung bei Trainer Patrick Tolle, der trotz Überzahl bis zum Ende zittern musste. „Wir haben gerade in der letzten halben Stunde zu viele Standards zugelassen, das wollten wir vermeiden“, so der Coach kritisch, aber doch zufrieden: „Am Ende haben wir es durchgeboxt, also alles gut.“

Im ersten Durchgang tasteten sich die Teams vorsichtig ab, ehe Saimir Dikollari nach verunglücktem Abschlag von Maximilian Kues zur ersten Chance der Partie kam. Doch der SVBV-Schlussmann korrigierte seinen einzigen Fehler und parierte den zu unplatzierten Schuss. Kurz darauf bewahrte Kues die Hausherren mit einer Glanztat gegen Lennart Bors vor dem Rückstand. Dann meldete sich Vilsen mit drei Torchancen im Spiel an. Hauke Wortmann scheiterte jedoch ebenso wie Dennis Böschen, der aus 20 Metern knapp verzog, und Gerrit Jüttner, der nach Schnittstellenpass Wortmanns an SC-Keeper Jannik Blome nicht vorbei kam.

Mit der letzten Aktion vor der Pause schwächten sich die Gäste selbst: Maurice Künning flog nach einer nicht unumstrittenen Notbremse gegen den schnellen Hauke Wortmann vom Platz. Der zur Pause eingewechselte Chedli Belkhir (53.) nutzte die Überzahl per Abstauber zum 1:0. Zuvor hatte Jannik Blome mit starkem Reflex einen Kopfball Hauke Wortmanns von der Linie gekratzt. Die Gäste versuchten noch einmal alles, doch mit Leidenschaft und einem starken Maximilian Kues hielt der SVBV die drei Punkte fest.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.09.2020

Herren 07.09.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Trainingsfleiß macht sich bezahlt

Vilsens Stürmer Sören Schweers trifft beim 2:0-Heimerfolg gegen den TSV Barrien doppelt

Bruchhausen-Vilsen. Nach dem Abpfiff bat Trainer Ben Weber vom Fußball-Kreisliga-Neuling SV Bruchhausen-Vilsen II seinen überragenden Akteur Sören Schweers in den Kreis seiner Teamkollegen. Den Applaus, den sich die Sturmspitze von denen abholte, war mehr als verdient. Immer wenn Schweers an Angriffsaktionen beteiligt war, wurde es im Strafraum des Gegners brandgefährlich. Kein Wunder, dass er mit seinem Doppelpack wesentlich zum 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den Mitaufsteiger TSV Barrien beitrug.

Dass der Angreifer auf den Punkt so gut drauf war, kam nicht von ungefähr. "Sören hat eine bombastische Vorbereitung hinter sich. Er hat einige Kilo abgespeckt und sich für die Kreisliga richtig fit gemacht", lobte Weber seinen zweifachen Torschützen. Und auch Schweers selbst war mit seiner Leistung zufrieden. "Neben den Trainingseinheiten habe ich auch privat noch sehr viele Laufeinheiten absolviert, konnte so rund 10 Kilogramm abspecken", verriet der 21-jährige, ohne dabei jedoch die gesamte Mannschaftsleistung zu vergessen. "Wir haben heute als Mannschaft extrem gut funktioniert und im direkten Duell der beiden Aufsteiger drei ganz wichtige Punkte eingefahren", kommentierte der robuste Angreifer, der sich in der vierten Minute gleich einmal den gelben Karton abholte, weil er gegen den Barrier Torhüter Finn Huntemann durch- und nicht zurückzog. Seine erste Gelegenheit zum Torerfolg erhielt Schweers in der elften Spielminute, als er von seinem Mitspieler Philipp Knake glänzend auf dem rechten Flügel in Szene gesetzt wurde, dann jedoch knapp links vorbei schoss. Auf der Gegenseite verhinderte Aaron Witte den Schussversuch von Barriens Nils Winter, der beim Abschluss jedoch auch viel zu lange zögerte (14.). Der Vilser Führungstreffer resultierte dann aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Innenverteidiger Luca-Ole Rother und eben Schweers, welches an diesem Tag verdammt gut funktionierte. Rother schlug seine Freistoßflanke genau auf den Kopf von Schweers, der dem Barrier Torhüter Huntemann mit seinem Kopfball nicht den Hauch einer Chance ließ (19.). "Luca ist schon ein extrem guter Freistoßschütze. Solch einen Spezialisten für Standardsituationen hat man gerne in der Mannschaft", adelte Schweers seinen Mitspieler. Auch die nächste Freistoßvorlage Rothers segelte in Richtung Schweers, der dieses Mal knapp verfehlte (33.). "Unser Gegner hat seine Chancen eiskalt genutzt, wir haben die Tore eben nicht gemacht", haderte Barriens Coach Daniele Guerra. Ein Beispiel für das Unvermögen der Gäste bot die 45. Minute, als Nils Winter nach einem Freistoß frei zum Schuss kam, das Leder aus fünf Metern jedoch über den Querbalken beförderte. Nach einer Stunde Spielzeit köpfte dann Ibrahim Ali Omar nach einem Eckball aus vier Metern über den Vilser Kasten. Es folgte erneut das Zusammenspiel zwischen Rother und Schweers, der den Ball nach Freistoßflanke nicht unter Kontrolle brachte (71.). "Bei unseren Standardsituationen wird es immer brenzlig für den Gegner. Damit werden in Zukunft auch noch andere Gegner Probleme mit haben", ahnt Weber.

Der Vilser Treffer zum entscheidenden 2:0 entstand dann ausnahmsweise mal nicht nach einem Standard. Daniel Freund leistete die Vorarbeit mit einem Pass auf Schweers, der anschließend Huntemann überwand (79.). Die letzte Barrier Chance, wenigstens noch den Anschlusstreffer zu erzielen, vergab dann der eingewechselte Rouven Laubmeyer. Dieser verfehlte nur haarscharf eine Freistoßvorlage von Ali Hassan (81.).

"Ich bin schon ein wenig enttäuscht, denn wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Beide Teams waren sehr nervös, doch Vilsen hat das clever gemacht. Ich habe bei uns große Schwächen bei der Verteidigung von hohen Bällen ausgemacht. Darüber werden wir beim Training sprechen und dran arbeiten müssen, bevor wir dann am nächsten Freitag mit dem TuS Sudweyhe II das nächste Brett vor der Brust haben", bilanzierte Guerra. Zufriedener wirkte logischerweise sein Gegenüber Ben Weber, der jetzt als Chefcoach die Nachfolge von dem beruflich sehr eingespannten Fabian Schlechter antrat und diesen zukünftig jedoch noch als Assistenzcoach an seiner Seite weiß. "Der Druck ist erstmal abgefallen. Unser Erfolg war schon wichtig. Spielerisch war natürlich noch Luft nach oben, doch aufgrund der besseren Chancen haben wir verdient gewonnen", resümierte Weber. 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.09.2020

Herren 05.09.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Ein zweites Aushängeschild

Der SV Bruchhausen-Vilsen II hat sich mit zwei Aufstiegen in drei Jahren in die Kreisliga hochgearbeitet

Bruchhausen-Vilsen. Vor wenigen Jahren spielten sie noch in der 2. Kreisklasse, jetzt rücken die Fußballer des SV Bruchhausen-Vilsen endgültig in den Fokus: In der neuen Saison, in die sie mit dem Heimspiel gegen den TSV Barrien (Sonntag, 15 Uhr) starten, sind sie Kreisligist. Für die Mannschaft von Ben Weber und Fabian Schlechter tun sich ungekannte Perspektiven auf.

Da ist zum einen die neue Liga. "Es wird total spannend für uns", blickt Weber voraus. Was die neuen Gegner drauf haben, konnte er mit seinem Team unter anderem beim Testspiel der ersten Brokser Mannschaft gegen den TSV Weyhe-Lahausen (2:2) beobachten. "Das ist nochmal ein anderes Niveau. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen", weiß Weber, dem aber auch klar ist, dass der TSV zu den besseren Teams der Liga gehört. An der grundsätzlichen Aussage des Trainers ändert das freilich nichts: "Ich glaube schon, dass wir mit vielen Teams auf Augenhöhe spielen können." Die Vorfreude auf das neue Kapitel ist groß. Dennoch kann Weber nicht verbergen: "Wir sind natürlich alle angespannt und aufgeregt."

Das ist verständlich, wie ein Blick auf die Geschichte der Mannschaft deutlich macht: Vor acht Jahren waren die Brokser noch eine graue Maus in der 2. Kreisklasse, tabellarisch ein ganzes Stück weit davon entfernt, Ambitionen auf die 1. Kreisklasse oder gar noch höher überhaupt entwickeln zu können. Im Jahr 2016 zählten sie als Vierter erstmals zur Spitzengruppe, in der folgenden Saison gelang dann der Aufstieg. Die Hoffnungen, die Weber und Schlechter ins Team setzten, erfüllten sich also prompt. Und der Höhenflug hielt an. Rang drei reichte für die Kreisliga. "Wir haben immer gesagt, dass wir so hoch spielen wollen, wie es geht", unterstreicht Weber. Weil die Erste die Rückkehr in die Bezirksliga geschafft hat, durften die Vilser nun zum 100-jährigen Vereinsbestehen den historischen Doppelaufstieg bejubeln, wenn auch wegen Corona nicht feiern.

Zu Festspielen werden die Kreisliga-Partien für Webers Team definitiv werden. Dieser Herausforderung stellen sich die Brokser durchaus selbstbewusst. Der Kader ist nahezu unverändert geblieben. Steffen Lange hat sich Richtung TSV Süstedt verabschiedet, Sören Gerdes zieht es beruflich nach Hamburg. Daniel Albers (erste Herren) und Lorenz Heyne (dritte Herren) wechseln innerhalb des Vereins, richtig weg sind sie also nicht. Jonas Wunder, der aus Süstedt zurückkehrt, ist ein guter Bekannter beim SVBV, Silas Yacoubou kommt vom SC Victoria Sachsenhagen. Außerdem neu im Kader sind die Talente Felix Lübkemann aus der eigenen sowie Kamil Harbi Sulaiman aus der Schwarmer Jugend.

Mit dieser Mannschaft müsse man sich nicht verstecken, findet Weber, zumal "wir nur Spieler haben, die Bock auf Vilsen haben", sieht er einen besonderen Zusammenhalt. Für viele Spieler werde es zwar die erste Kreisliga-Erfahrung, "aber fußballerisch sehe ich es so, dass wir in diese Klasse gehören". Mit Kai Schiffbach und René Vogel verfügt die Truppe auch über die nötige Erfahrung. Weber baut darauf, dass seine Elf keine Anpassungsschwierigkeiten haben wird. Wie das beim Spiel mit Linienrichtern, die es in der 1. Kreisklasse nicht gab, aussieht, vermag er noch nicht einzuschätzen. "Wir werden uns daran gewöhnen", ist er aber überzeugt.

Am wichtigsten sei ohnehin, sich treu zu bleiben, findet der Coach. Mit dieser Devise haben er und Schlechter ihre Mannschaft zu einem zweiten Aushängeschild des SVBV gemacht. Dass sie diesen Status verdienen, wollen die Brokser von nun an in der Kreisliga beweisen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.09.2020

Herren 02.09.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: In der Breite besser aufgestellt

Der Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen hat für die Bezirksliga-Saison auf dem Transfermarkt zugeschlagen

Vilsen. Am Ende war es vor allem die stabile Defensive, die den SV Bruchhausen-Vilsen beim virusbedingten Abbruch der Saison 2019/20 in der Kreisliga Diepholz auf den zweiten Aufstiegsplatz hinter der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst hievte. Keineswegs selbstverständlich, denn bei dem von Patrick Tolle trainierten Team galt der Bereich vor dem eigenen Tor in der vorherigen Spielzeit noch als Problemzone.

Beim damaligen Abstieg aus der Bezirksliga kassierte der SVBV 82 Gegentreffer, landete auf dem letzten Tabellenplatz und musste anerkennen, dass man zu diesem Zeitpunkt für die höhere Spielklasse schlicht noch zu grün hinter den Ohren gewesen war. Nach einer unvollständigen Spielzeit in der Kreisliga sind die Vilser nun also zurück im Bezirk und dabei gar nicht glücklich über den Abbruch und die damit einhergehende geringere Spielpraxis. „Wir haben das Grobziel, den Aufstieg, zwar erreicht“, bilanziert Patrick Tolle, „aber die ausgefallenen Spiele fehlen uns. Wir haben einige junge Leute. Da wäre mehr Zeit, um uns einzuspielen, hilfreich gewesen.“ Vor der Kreisligasaison beförderte Tolle sieben Spieler aus der A-Jugend in den Herrenbereich und brachte diese neue Mischung ordentlich zum Kochen. Unter anderem gegen Seckenhausen gewannen die Brokser.

Spätestens beim Wintercup im Februar 2020 war die Leistungsfähigkeit des Teams nicht mehr zu übersehen. Erst im Halbfinale war nach einem 0:3 gegen den Landesligisten TuS Sulingen Endstation. Doch wie alle anderen Mannschaften wurde im Frühjahr auch der SV Bruchhausen-Vilsen vom Corona-Lockdown ausgebremst. „Wir haben bis einschließlich Juni gar nicht trainiert“, blickt Tolle auf die allzu lange Ruhepause zurück. „Mit den ersten Lockerungen waren wir dann im Juli ein Mal die Woche auf dem Platz und haben in kleinen Gruppen am Passspiel und an Abschlüssen gearbeitet, bevor wir Ende des Monats wieder richtig einsteigen und normales Training anbieten konnten.“ Mit seinem Kader ist der Trainer zufrieden. „Wir sind in der Breite besser aufgestellt“, freut sich Tolle über die aktuellen Gegebenheiten, „und haben jetzt in der Regel fünfzehn bis zwanzig Leute bei den Trainingseinheiten, da lässt sich einiges ausprobieren.“

Den Kader weiter verstärkt

Auf drei Neuzugänge kann der Übungsleiter bislang schon bauen – und alle bringen Stallgeruch mit. Hauke Schröder hütete zuletzt das Tor der SG Hoya, spielte aber bereits in der Bezirksliga-A-Jugend des SVBV, genauso wie Mittelfeld-Akteur Benjamin Pinzer, der vom TSV Okel zurückkehrt. Auch Hauke Wortmann hat entsprechende Jugenderfahrungen und kommt nach seinem spielerischen Ausflug zum TSV Schwarme praktisch wieder nach Hause. Die Testspiele zeigen: Der SV Bruchhausen-Vilsen ist in prächtiger Form. So wurde unter anderem der SC Marklohe mit 7:0 sowie der SV Vorwärts Hülsen mit 7:1 locker und flockig vom Platz gefegt. Auch beim 5:2 gegen den MTV Riede hatte die Tolle-Truppe keinerlei Probleme. Nicht nur in den Trainingsspielen will der Trainer die Spielidee dabei zumindest teilweise am Gegner ausrichten. Kein Hurra-, aber auch kein Beton-Fußball: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, da werden wir kaum mit reiner Mauer-Taktik agieren“, ahnt Patrick Tolle, „und klar ist, dass wir als Aufsteiger gar nicht verlieren können.“ Den Abstieg immerhin haben die meisten seiner Spieler miterlebt und in Erinnerung, aber eben auch die Gewissheit, dass man damals zwar eine Menge Lehrgeld bezahlen musste, aber über weite Strecken durchaus mithalten konnte. Daran will man nun in dieser komplett neu gestrickten Bezirksliga anknüpfen, deren erste Hälfte tatsächlich in einer reinen Diepholzer Achterstaffel ausgespielt wird. Ab September herrscht im Bezirk also Derby-Alarm, wenn es in Hin- und Rückspielen gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, den SC Twistringen, den SV Heiligenfelde, den TSV Okel, den TuS Sudweyhe, den TV Stuhr und den TSV Bassum geht. Selbstverständlich unter den aktuell notwendigen Hygienebedingungen und mit Abstand – zumindest neben dem Platz.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.09.2020

Herren 25.08.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Musik-Chaos in der Kabine

START IN DIE SAISON Von Helene Fischer bis 2Pac ist in der Vilser Marktplatzarena alles dabei

Bruchhausen-Vilsen – Wenn das keine Vereinstreue ist: Mit Schal, Pullover und sogar einer Badehose kann sich Trainer Patrick Tolle vom SV Bruchhausen-Vilsen einkleiden. Nach dem Aufstieg will er seinen Club nun in der Fußball-Bezirksliga halten – und dabei auf eine starke Defensive setzen, „gerne jedes Spiel“ zu null spielen.

Mit welcher Stimmung gehen Sie nach monatelanger Corona-Zwangspause den Fußball-Neustart an?

Die Freude ist riesig, endlich wieder Fußball denken und umsetzen zu dürfen. Und der gesamte Verein freut sich über den doppelten Aufstieg von Erster und Zweiter! Alle sind heiß darauf, den Ball wieder rollen zu sehen.

Worauf oder auf wen freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich in der diesjährigen Bezirksliga auf viele junge, bekannte Trainerkollegen – und darauf, den einen oder anderen Spieler zu treffen, der bereits in unserer erfolgreichen A-Junioren-Zeit beim SVBV gespielt hat.

Welche war/ist die fieseste Übung in der Vorbereitung?

Die Jungs lieben nicht gerade die Treppen- und Waldläufe.

Wer aus Ihrem Team trifft zweistellig?

Für uns ist es egal, wer zweistellig trifft. Gerne dürfen es mehrere Spieler sein.

Wer schafft die meisten Kopfballtore?

Auch das wird eine Überraschung sein – solange wir viele Spiele positiv gestalten können, spielt die Torausführung keine Rolle.

Wer wird der Senkrechtstarter?

Wir haben viele junge Spieler, aber vielleicht wird es jemand sein, den niemand von uns auf dem Zettel hat. Warten wir mal die Vorbereitung und die ersten Spiele ab.

Wer muss am meisten in die Mannschaftskasse zahlen – und wofür?

Wir haben den einen oder anderen dabei, der sein Zeitmanagement nicht so ganz im Griff hat. Plötzliche Urlaubsfahrten von heute auf morgen ohne Absprache stehen an, und so weiter. Es bleibt bestimmt spannend, wer da das Rennen macht.

Wie oft spielt Ihr Torwart zu null?

Gerne jedes Spiel, aber bei der Hälfte der Spiele wäre das schon ein toller Erfolg als Aufsteiger.

Angenommen, Sie dürfen sich einen Spieler eines Liga-Konkurrenten aussuchen: Wen würden Sie nehmen? Und warum?

Es würde bestimmt den einen oder anderen Spieler geben, jedoch bin ich mit unserem Kader sehr zufrieden.

Wer wird Vorrundenmeister – und wie lautet Ihr Saisonziel?

Ich denke, oben werden es der SV Heiligenfelde und der TV Stuhr unter sich ausmachen, den TuS Sudweyhe sollte man jedoch auch nicht unterschätzen. Unser Saisonziel ist klar der Klassenerhalt, und alles andere nehmen wir gerne on top.

Die Mannschaft

Was darf an einem Spieltag auf keinen Fall bei euch fehlen?

Da gibt es wirklich nicht sehr viel. Inzwischen haben wir vor dem Spiel Müsli-Riegel und Traubenzucker, die hat die Torwart-Fraktion aber meistens schon vor der Besprechung eingeatmet. Ansonsten noch der übliche Mannschaftskreis.

Was ist in der Kabine verboten? Was passiert bei Verstößen?

Wir halten das sehr konservativ, die Jungs können sich benehmen. Natürlich gibt es die Klassiker wie Klamotten vergessen oder Handy klingeln, die dann Strafe kosten. Die häufigste Strafe resultiert wohl aus dem Duschen ohne Badelatschen, aber unser Kassenwart ist grundsätzlich sehr gnädig und daher äußerst beliebt.

Welche ist die Lieblingslocation für Team-Abende/Siegesfeiern?

Nach „normalen“ Spielen sind es eigentlich sämtliche Lokalitäten in unserem schönen Ortskern, da sind die Jungs flexibel: Eisdiele, Restaurants oder auch die Herbst- und Frühlingsmärkte – die finden was. Wenn der Blitz aber mal richtig einschlagen soll, geht es fast immer zu „Bensemann“ nach Affinghausen. Einige feiern den Sieg dort aber immer schon einen Abend, bevor es überhaupt einen Sieg gegeben hat . . .

Welches Vereinslied wird im Mannschaftskreis am häufigsten gesungen?

Gesungen wurde unser Vereinslied nur vor einigen Jahren mal von den Neuzugängen auf der Weihnachtsfeier, ansonsten läuft es ja immer vor den Heimspielen. Ich glaube, hören ist in dem Fall auch besser als singen.

Welches Lied darf vor/nach Spielen in der Kabine nicht fehlen? Und wer ist der Kabinen-DJ?

Da herrscht tatsächlich immer Chaos. Inzwischen kann ja jeder per Knopfdruck sein Handy mit der Musikanlage verbinden, deshalb geht das wild hin und her. Im einen Moment steht man noch mit Helene Fischer auf Mallorca, und drei Minuten später fordert 2Pac „Hit Em up“.

Der Trainer

Wer war das Vorbild als Spieler? Wer ist das Vorbild als Trainer?

Als Spieler waren eindeutig Roy Makaay und Claudio Pizarro meine Vorbilder, als Trainer ist für mich die Mischung aus Jürgen Klopp/Pep Guardiola und Jupp Heynckes das Nonplusultra.

Welche Fan-Artikel Ihres Vereins besitzen Sie? Gibt es ein Lieblingsstück?

Schal, Pullover und sogar eine Badehose.

Welche Marotte haben Sie als Trainer?

Nach Siegen war es eine Zeitlang, immer die gleichen Sportschuhe beim nächsten Spiel zu tragen, bis es zur ersten Niederlage kommt.

Was muss passieren, damit Ihnen die Hutschnur reißt?

Kurzfristige Absagen vor Spielen. Disziplinlosigkeit, was das Mannschaftgefüge betrifft.

Wenn wir unser Saisonziel erreichen, werde ich als Trainer . . .

. . . das Abschlussgrillen übernehmen.

Zur Info: Schlag auf Schlag: Welcher Vilser Spieler...?

. . . ist der Schnellste im Kader?

Dort haben wir vier bis fünf Raketen, Zeiten habe ich aber leider (noch) keine.

. . . hat den härtesten Schuss?

Hauke Wortmann und Alexander Kues sind weit vorne mit dabei.

. . . ist der Gute-Laune-Beauftragte?

Definitiv Bennet Knake, er kann eigentlich gar keine schlechte Laune haben. Beim Witzeerzählen ist er gleichzeitig der Beste und der Schlechteste, da er aller höchstens drei oder vier Wörter rauskriegt bevor er selbst fast vor Lachen das Bewusstsein verliert. Es lachen dann zwar alle mit, der Witz an sich ist aber meistens gar nicht so witzig.

. . . hat den außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er?

Nick Brockmann wurde „George“ (in Anlehnung an George Clooney) getauft, da er bereits jetzt das ein oder andere matt-silberne Haar durchblicken lässt. Den außergewöhnlichsten Namen hat aber Mathis Mann, er wird „Knauffi“ gerufen.

. . . braucht vor und nach Spielen am längsten in der Kabine?

Nach Spielen und gerade nach dem Training ist Niklas Schröder oft der Letzte. Das liegt daran, dass er den Schlüssel hat und vor dem Abschließen Sachen wegräumen muss.

. . . hat den ungewöhnlichsten Lieblingsclub? Und das skurrilste Idol?

Gerrit Jüttner ist Fan von Hannover 96 und fährt zu jedem Heimspiel. Wie man sich das jede Woche antun kann, ist wirklich rätselhaft. Sein Idol ist zu allem Überfluss dann auch noch Waldemar Anton, was dem Ganzen echt die Krone aufsetzt.

. . . ist die größte Sportskanone?

An Moritz Warnke ist definitiv ein Leichtathlet verloren gegangen. Er ist sehr drahtig und bringt eigentlich alles mit, deshalb wäre er bestimmt ein guter Zehnkämpfer. Aber auch die Art von Zehnkämpfer, die dann beim Kugelstoßen hinterherfliegt und bei 1,28 Metern zusammen mit der Kugel wieder runterkommt.

. . . hat den aufregendsten Job? Und das schrägste Hobby?

Jan-Christoph Kornau. Er reist fast jede Woche auf einen anderen Kontinent und hat daher schon Länder gesehen, die ich nicht mal buchstabieren kann. Schade ist natürlich, dass er deshalb so wenig trainieren kann und stattdessen lieber die Hotel-Buffets leerräumt. Bei den Hobbys ist der Trainer wohl vorn mit dabei. Ich glaube, viel schräger als Turnier-Hühner züchten und damit auch noch zu Ausstellungen zu fahren, geht kaum. Außerdem bastelt Christian Mewes in seiner Freizeit lustige Gips-Figuren.

. . . ist der musikalischste?

Ich glaube, wieder Bennet Knake. Zumindest, was das Singen angeht. Besonders, wenn auch mal eine Art „Ballade“ läuft, legt er alles rein. Dann springen beinahe die Fensterscheiben, entweder wegen seines hohen Gejauls oder aufgrund der zahlreichen Wurfgeschosse, die von den Mitspielern in seine Richtung fliegen.

. . . ist am aktivsten in den Sozialen Medien?

Bei Erik Helms kann man jedes Mittagessen bis Februar 2016 zurückverfolgen. Dennis Böschen informiert allerdings auch über etliche Alltags-Details.

 

Stenogramm:

SV Bruchhausen-Vilsen

Zugänge: Benjamin Pinzer (TSV Okel), Hauke Wortmann (A-Junioren JSG Schwarme), Hauke Schröder (SG Hoya), Daniel Albers (eigene zweite Herren).

Abgänge: Marcel Schröder (nicht mehr aktiv).

Restkader: Bennet Knake, Timo Brauer - Christian Mewes, Mathis Mann, Gerrit Jüttner, Marten Köhler, Mathis Wohlers, Nick Brockmann, Niklas Schröder, Florian Wacker, Erik Helms, Alexander Kues, Justus Wicke, Moritz Warnke, Jan-Christoph Kornau, Dennis Böschen, Jakob Warnke, Chedli Belkhir, Moritz Wohlers.

Trainer: Patrick Tolle (37), im 3. Jahr.

Co-Trainer: Jörn Meyer, im 2. Jahr.

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoriten: SV Heiligenfelde, TV Stuhr

Hintergrund:

Über die Kaderbreite zum Erfolg – Coach Tolle hat punktuell nachgebessert

Bruchhausen-Vilsen – Allzu viel musste Patrick Tolle am Kader seines SV Bruchhausen-Vilsen gar nicht verändern. Denn: In der vergangenen Saison hat das mit dem Fußballspielen ja mit dem gleichen Kader auch ganz gut geklappt, am Ende stand der Wiederaufstieg von der Kreis- in die Bezirksliga. Und bis auf Marcel Schröder (nicht mehr aktiv) hat kein Spieler den SVBV verlassen.

„Wir haben einen jungen, schnellen Kader“, sagt Vilsens Trainer Patrick Tolle, „und das müssen wir wieder versuchen einzusetzen.“

Nun weiß der 37-Jährige aber, dass das Niveau in der Bezirksliga ein anderes ist als in der Kreisliga. Und darum wollte er sein Team „in der Breite besser aufstellen“. Also werden Benjamin Pinzer, Hauke Wortmann, Hauke Schröder und Daniel Albers die Mannschaft verstärken.

Linksfuß Pinzer kehrt vom TSV Okel zurück und bringt ein Jahr Bezirksliga-Erfahrung mit, die „helfen wird“, hofft Tolle, der seinen Neuzugang auf der linken (offensiven) Außenbahn sieht. Auch Wortmann (A-Junioren JSG Schwarme) ist vorne eingeplant, und sein Trainer hält „große Stücke auf ihn. Er ist unbekümmert, schnell, hat einen guten Schuss und Chancen auf einen Stammplatz.“ Die besitzt auch Albers (2. Herren) auf der rechten Seite, für die Tolle „noch keine Optimallösung gefunden“ hat. Torwart Schröder (SG Hoya) soll „den Konkurrenzkampf ankurbeln“, hofft der SVBV-Coach. 

© Mit freundlicher Genehmigung der Kreiszeitung, Datum: 25.08.2020

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