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Herren 31.07.2020 von Thomas Warnke

Wer spielt gegen wen? Die Staffeln auf Kreisebene

Es kann losgehen! Der Spielausschuss hat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend die Staffeln für die Ligen auf Kreisebene eingeteilt.

Landkreis Diepholz. Jetzt kann die Saison wirklich kommen: Der Spielausschuss des Fußballkreises Diepholz hat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend die Klassen für die kommende Saison eingeteilt - sowohl bei den Herren, bei den Frauen als auch den Alten Herren, Altligisten und den Oldies.

Dabei hat sich der Ausschuss, wie bereits von dessen Vorsitzenden Michael Steen angekündigt, an den oberen Instanzen orientiert und die Ligen geteilt. Die Kreisliga und die 1. Kreisklasse bei den Männern etwa werden in der kommenden Saison zunächst in einer Nord- und einer Südstaffel ausgetragen, bevor es in Meister- und Abstiegsrunden weitergeht. Der Spielplan wird also erst einmal ein Stück weit entlastet. Auch aufgrund des verspäteten Saisonstarts. Wie im Bezirk gilt übrigens auch auf Kreisebene: Am ersten Septemberwochenende soll es losgehen. In fünf Wochen soll also - wenn es grünes Licht auch von der Politik gibt - der Ball wieder im Duell um Punkte rollen.

Bei der Einteilung der Staffeln hat der Spielausschuss vor allem regionale Aspekte berücksichtigt. Die Fahrten werden erst einmal kürzer werden. So spielen in der Nordstaffel der Kreisliga Männer der SV Bruchhausen-Vilsen II, der SV Mörsen-Scharrendorf, der TSV Barrien, der TSV Bramstedt, der TSV Weyhe-Lahausen, der TuS Sudweyhe II, der TVE Nordwohlde und der TV Neuenkirchen. Weite Fahrten wie an den Dümmer zum SV Friesen Lembruch oder zum TSV Brockum oder zum TSV Holzhausen-Bahrenborstel fallen weg. Die große Vereinsdichte kommt den Nordkreis-Klubs hier durchaus entgegen. Sonderfälle gibt es in der 2. Kreisklasse, die in drei statt wie bisher zwei Staffeln spielt: Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ist mit insgesamt drei Teams vertreten. In jeder Staffel ist also ein TSG-Team dabei. Die Zweite muss dabei die Fahrten in den Süden antreten. Die Seckenhauser sind mit sechs Herrenteams (die Erste spielt Bezirksliga) so stark vertreten wie kein anderer Verein aus dem Kreis. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie sogar eine zusätzliche Mannschaft gemeldet.

Das größte Konstrukt ist die 3. Kreisklasse: 40 Mannschaften spielen hier, aufgeteilt in die Gebiete Nord, Süd, West und Ost. Verglichen mit der vergangenen Saison hat sich die Zahl Staffeln von 18 auf 23 vergrößert. Insgesamt mussten die Spielausschussmitglieder 206 Teams verteilen: 114 bei den Herren, 24 bei den Frauen und 68 bei den Alten Herren, der Altliga und den Oldies. Die Arbeit geht für Michael Steen und Co. nun direkt weiter: Die Spielpläne müssen erstellt werden.

Die Staffeleinteilung in der Übersicht

Männer

Kreisliga Nord: SV Bruchhausen-Vilsen II, SV Mörsen-Scharrendorf, TSV Barrien, TSV Bramstedt, TSV Weyhe-Lahausen, TuS Sudweyhe II, TVE Nordwohlde, TV Neuenkirchen

Kreisliga Süd: Barnstofer SV, SV Dickel, SV Jura Eydelstedt, SV Friesen Lembruch, TSV Brockum, TSV Holzhausen-Bahrenborstel, TuS Kirchdorf, TuS St. Hülfe-Heede

1. Kreisklasse Nord: A/S United, FC Gessel-Leerßen, SC AS Hachetal, TSV Bassum II, TSV Ristedt, TSV Schwarme, TSV Süstedt, TSV Weyhe-Lahausen II

1. Kreisklasse Süd: FC Sulingen II, SC Twistringen II, SG Diepholz II, TuS Barenburg, SV Barver, SV Marhorst, TSV Aschen, TSV Mellinghausen

2. Kreisklasse Nord: TSG Seckenhausen-Fahrenhorst IV, FC Gessel-Leerßen II, TuS Sudweyhe III, TSV Heiligenrode, TSG Osterholz-Gödestorf, TuS Syke, TV Stuhr II, TSV Okel II, TuS Varrel

2. Kreisklasse Mitte: SV Heiligenfelde II, SV Marhorst II, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst III, TSV Martfeld, FC Sulingen IV, SV Lessen, SV Mörsen-Scharrendorf II, TSV Asendorf, TSV Neubruchhausen

2. Kreisklasse Süd: FC Sulingen III, TSV Drentwede, TuS St. Hülfe-Heede II, TSV Wetschen II, SBS Kickers, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst II, TuS Wagenfeld II, SG Kirchdorf II, TSV Schwaförden

3. Kreisklasse Nord: Paradise City Fahrenhorst, TSG Osterholz-Gödestorf II, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst VI, TSV Weyhe-Lahausen III, TSV Barrien II, SV Dreye, FC Syke 01, TSV Heiligenrode II, TuS Varrel II, TVE Nordwohlde II

3. Kreisklasse Ost: TSG Seckenhausen-Fahrenhorst V, SV Heiligenfelde III, SG Staffhorst, SG Süstedt II, TSV Schwaförden II, FC AS Hachetal II, SV Osterbinde, TSV Asendorf II, TSV Neubruchhausen II, TuS Sulingen III

3. Kreisklasse West: Barnstorfer SV II, SFR Rathlosen, SV Jura Eydelstedt II, SV Mörsen-Scharrendorf III, TV Heiligenloh, SC Ehrenburg, SC Twistringen III, SV Marhost III, TSV Drentwede II, TSV Bassum III

3. Kreisklasse Süd: SV Dickel II, TSV Aschen II, TSV Jahn Ströhen, TSV Drebber, TuS Sulingen IV, SV Friesen Lembruch II, TSV Cornau, SG Lemförde/Brockum II, TSV Holzhausen-Bahrenborstel II, SG Wehrbleck

5. Kreisklasse 7er Nord: Paradise-City Fahrenhorst II, SV Bruchhausen-Vilsen III, SV Dreye II, TSV Bramstedt II, TSV Martfeld II, TSV Süstedt III, TuS Syke II

5. Kreisklasse 7er Süd: SG Ehrenburg II, TSV Bramstedt III, TSV Holzhausen-Bahrenborstel III, TSV Jahn Ströhen II, TV Heiligenloh II, SV Fortuna Einen II, SC Colnrade II, TSV Mellinghausen II

Frauen

Kreisliga Nord: SG Seckenhausen-Fahrenhorst, TSV Weyhe-Lahausen II, SG Bruchhausen-Vilsen/Martfeld, SG Asendorf/Süstedt, SV Mörsen-Scharrendorf, SG Barrien-Nordwohlde, TSV Bassum

Kreisliga Süd: SFR Rathlosen, SV Friesen Lembruch II, SG Barenburg, TSV Holzhausen-Bahrenborstel, SV Staffhorst, SG Drebber, SG Drentwede, SG Jahn Ströhen

2. Kreisklasse: SC AS Hachetal, TV Neuenkirchen, SC Ehrenburg, SG Heiligenfelde II, SG Bruchhausen-Vilsen/Martfeld II, SV Marhorst, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst II, TSV Holzhausen-Bahrenborstel II, TSV Weyhe-Lahausen III

Alte Herren, Altliga, Oldies

Alte Herren 1. Kreisklasse Nord: TV Stuhr, TuS Syke, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, SG Gessel/Ristedt, TSV Weyhe-Lahausen, TSV Heiligenrode, SG Dimhausen/Nordwohlde, SG Sudweyhe, SC Twistringen, TSV Asendorf, SG Süstedt, SG Heiligenfelde

Alte Herren 1. Kreisklasse Süd: SG Barnstorf, SG Dickel, SV Lembruch, SG Brockum, SG Varenesch, TuS Wagenfeld, SG Kirchdorf, FC Sulingen, SG Neuenkirchen/Ehrenburg, SG Kickers, SG Lessen, SV Mörsen-Scharrendorf

7er Altliga Nord: SG Barrien, TV Stuhr, TSV Weyhe-Lahausen, TSV Heiligenrode, SG Ristedt, SG Dreye/Sudweyhe, TSV Schwarme, SG Nordwohlde, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

7er Altliga Mitte: TuS Sulingen, FC Sulingen, TSV Asendorf, SG Bramstedt/Bassum, TSV Schwaförden, SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt, SG Ehrenburg, SG Mellinghausen, SFR Rathlosen

7er Altliga Süd: SG Barnstorf, SG Diepholz, TuS Frisia Goldenstedt, SG Mörsen-Scharrendorf, SC Twistringen, SG Wehrbleck, SG Rehden, SG Barenburg, SG Aschen

Oldie-Liga Nord: SG Dimhausen, SG Heiligenfelde, SG Bruchhausen-Vilsen/Süstedt, TSV Asendorf, SG Sudweyhe/Dreye, SG Ristedt, SG Barrien/Gessel, TV Stuhr, TSG Seckenhausen-Fahrenhorst

Oldie-Liga Süd: TuS Frisia Goldenstedt, SG Barnstorf, FC Sulingen, SG Lessen, SG Dickel/Wetschen, SG Staffhorst, SG Osterbinde, TuS Sulingen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 31.07.2020

Herren 28.07.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Kurze Anreisen, viele Derbys

Landkreis Diepholz. Es hatte sich bereits angekündigt, nun ist es offiziell: Am Wochenende trafen sich die Verantwortlichen des Fußballbezirks Hannover, um unter anderem die Staffeleinteilung für die Landes- und Bezirksligen vorzunehmen. Nun herrscht also Gewissheit, dass es eine reine Diepholzer Bezirksligastaffel geben wird. Das heißt, dass sich in der Staffel 1 die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, der SV Bruchhausen-Vilsen, SC Twistringen, SV Heiligenfelde, TSV Okel, TuS Sudweyhe, TV Stuhr und TSV Bassum gegenüber stehen werden. "Fast jedes Spiel ist dann ein Derby", betont Lutz Schröder, Trainer des TSV Okel.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 28.07.2020

Herren 24.07.2020 von Thomas Warnke

Wichtige Hinweise zum Besuch des Testspiels am 26.07. Bitte Sitzgelegenheit mitbringen!

LIebe Freunde und Fans des SV Bruchhausen-Vilsen,

am kommenden Sonntag, den 26.07. werden unsere erste und zweite Herren ein Testspiel gegeneinander bestreiten. Wir würden uns freuen, wenn ihr an dem Ereignis teilnehmen werdet. Hierzu ganz wichtige Hinweise:

Der SVBV hat ein Hygienekonzept erstellt. Für Freundschaftsspiele gelten insbesondere folgende Regelungen:

  • Bis zu 50 Zuschauer stehend unter Einhaltung der gesetzl. vorgeschriebenen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen ohne Dokumentation der Kontaktdaten sind erlaubt.
  • Über 50 Zuschauer (bis max. 500) nur sitzend unter Einhaltung der gesetzl. vorgeschriebenen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen mit Dokumentation der Kontaktdaten.

Das bedeutet, dass ab dem 51. Zuschauer alle Zuschauer unter Einhaltung der Abstandsregelungen sitzen müssen. Wir haben eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen. Damit ihr sicher das Spiel verfolgen könnt, bitten wir um Mitnahme einer Sitzgelegenheit (Klappstuhl oder ähnliches). 

 

 

Herren 20.07.2020 von Thomas Warnke

Neustart in 2 Landes- und 10 Bezirksligen

Zwei Landesliga-Staffeln statt bisher einer, zehn anstelle der gewohnten vier Bezirksligen: In dieser Formation wollen die Verantwortlichen des Fußballbezirks Hannover nach der abgebrochenen Saison in die neue Serie 2020/21 starten.

Als ersten Spieltag peilen sie den 5. September an, die letzten Partien sollen im Juni 2021 abgepfiffen sein. Über dies und weitere Details informierte der Bezirks-Spielausschuss-Vorsitzende Thorsten Schuschel am Sonntag insgesamt 92 Teilnehmer in einer Videokonferenz, die meisten von ihnen aus den betroffenen Vereinen, die auf Bezirksebene kicken.

Die größere Ligen-Landschaft war nötig geworden, weil es in der wegen der Coronakrise abgebrochenen Saison bekanntlich keine Absteiger, aber die gewohnte Zahl an Aufsteigern gab. „Das bedeutet 19 anstatt der bisher 16 Landesligisten und 80 Bezirksligisten – 16 mehr als sonst“, erläuterte der Bezirksvorsitzende August-Wilhelm Winsmann in seiner Begrüßung.

Schuschel stellte die Variante vor, die der Ausschuss zuvor in verschiedenen Sitzungen und Telefonkonferenzen mit den Kreisspielausschuss-Vorsitzenden und ausgewählten Bezirks-Clubs erarbeitet hatte. Die Namen jener 20 Vereine hatten die Kreise dem Bezirk genannt.

Die Landesliga soll sich demnach in eine Nord- und eine Südstaffel aufsplitten. Welche davon nun neun und welche zehn Teams umfasst, klärt sich voraussichtlich am kommenden Wochenende, wenn der Bezirksspielausschuss die Staffeleinteilung vornehmen und die Ausschreibung überarbeiten will.

Die beiden Staffeln bestreiten eine Vorrunde mit Hin- und Rückspielen. Sollte die Witterung bis dahin mitspielen und es keine Corona-bedingten Einschränkungen gibt, sind am 29. November die letzten Begegnungen vor der Winterpause. Vom 27. Februar bis 18. März läuft das Restprogramm der Vorrunde. Der jeweils Erste bis Dritte qualifiziert sich für die Meisterrunde (mit Hin- und Rückspielen, die übrigen spielen eine einfache Abstiegsrunde, schilderte Schuschel. Diese beiden Runden will Schuschel für die Zeit vom 10. April bis 20. Juni ansetzen. „Für eventuelle Nachholspiele haben wir Feiertage wie Himmelfahrt und Pfingsten eingeplant“, erklärte er. Zudem begründete er, warum sich sein Gremium gegen die Mitnahme von Punkten aus der Vorrunde für die Meister- und Abstiegsrunde ausgesprochen hat: „Mannschaften, die zunächst wenig bis gar keine Punkte geholt haben, stünden dann in der Abstiegsrunde schon mit dem Rücken zur Wand und würden nach einer weiteren Niederlage vielleicht auf ein weiteres Antreten verzichten. Und andere, die womöglich schon neun oder zehn Punkte hätten, wären bereits vorher gerettet.“ Insgesamt sechs Teams steigen ab, sodass die Landesliga der Saison 2021/22 –abzüglich des obligatorischen Oberliga-Aufsteigers und vier Aufsteigern aus den Bezirksligen - 18 Mannschaften umfassen könne.

Die Bezirksligen beginnen ebenfalls laut bisherigem Plan am 5. September – in zehn Achter-Staffeln. Schuschel sagte zu, auch hier regionale Zusammenstellungen vorzunehmen, die genaue Staffeleinteilung für diese Doppelrunden mit Hin- und-Rückspielen werden aber ebenfalls erst am kommenden Wochenende vorgenommen. Für den Kreis Diepholz könnte dies aber eine reine „Diepholzer“ Bezirksliga sowie eine weitere mit Konkurrenten aus den Kreisen Diepholz, Nienburg und Schaumburg bedeuten.

Für dieses Pensum hat der Ausschuss zwei Wochenspieltage vorgesehen, sodass die Vorrunde zum Start der Winterpause am 29. November beendet wäre. Alle zehn Staffelsieger und die Tabellenzweiten qualifizieren sich für die Meisterrunde (von 18. März bis 6. Juni in zwei Staffeln mit je zehn Teams), die Dritten bis Achten kämpfen in der einfachen Abstiegsrunde (ebenfalls ab 18. März ohne Rückspiel) in sechs Staffeln um den Klassenverbleib. Aus denen müssen die Siebt- bis Zehntpatzierten runter in die Kreisliga.

Auch der Bezirkspokal läuft in der neuen Serie deutlich anders. „Unser Plan sieht vor, diesen Wettbewerb erst nach der Winterpause und dann im Kleinen durchzuführen“, erklärte Schuschel. Demnach qualifizieren sich die zehn Staffelsieger der Bezirksliga-Vorrunden und die jeweils drei Besten der zwei Landesligen für den Cup, dessen Achtelfinale am Gründonnerstag, 1. April, steigt. Bereits für Ostermontag, 5. April, stehen die Viertelfinals an, die Halbfinals am Freitag vor Pfingsten (21. Mai). Das Endspiel steht für den 26. Juni im Termininplan. Schuschel bedauerte, dass einige der in der nun abgebrochenen Serie doch noch ermittelten Kreispokalsieger nicht am Bezirkspokal teilnehmen dürfen, „aber wir wollten den Wettbewerb wenigstens teilweise anbieten, um einigen Vereinen zu ermöglichen, sich als Sieger für den Verbandspokal zu qualifizieren.“

Die Nachfragen aus den zugeschalteten Vereinen hielten sich in Grenzen. Eine davon bezog sich darauf, warum die geholten Punkte aus den Vorrunden nicht mit in die Meister- und Abstiegsrunde mitgenommen werden dürften. Doch der Bezirksspielausschuss wertete einen Start bei „Null“ als die gerechtere Lösung. Zudem räumte Schuschel nach einem Hinweis ein, dass sein Gremium ebenfalls über eine einfache Vorrunde sowie stattdessen Hin- und Rückspiele in der Auf- und Abstiegsrunde nachgedacht habe. Angesichts der vielen Eventualitäten sei es aber besser, so früh wie möglich so viele Partien wie möglich über die Bühne zu bekommen.

Abschließend dankte Schuschel ausdrücklich allen Kreisspielausschuss-Vorsitzenden für den „engen Schulterschluss“ und die gute Zusammenarbeit. Am kommenden Wochenende wollen die Verantwortlichen die Ausschreibung aktualisieren, die auch möglich Szenarien wie die erneute Unterbrechung durch die Corona-Pandemie oder bloß die Witterung vorsieht. „Eine Zusammenstellung werden wir allen Vereinen rechtzeitig zukommen lassen“, sicherte er zu.

Herren 14.07.2020 von Thomas Warnke

Testspiel am 26.07. geplant. Wir öffnen die MPA für euch!

Testspiel des neuen Bezirksligisten gegen den neuen Kreisligisten

Nach langer Zeit haben wir endlich die Möglichkeit Zuschauer im begrenzten Rahmen in der Marktplatzarena zu begrüßen. Darüber freuen wir uns sehr.
Daher werden wir am 26.07. um 15.00 Uhr ein Testspiel unserer 1. Herren gegen die 2. Herren durchführen. Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass unseren Ausschank zu öffnen und unseren neuen Imbiss einzuweihen. Außerdem wollen wir unsere treuen Fans unbedingt wiedersehen!

Wir hoffen, dass das auch für euch ein tolles Ereignis ist und freuen uns auf euren Besuch.

Hierzu bereits im Vorfeld wichtige Hinweise die für den Besuch auf der Sportanlage gelten:

  • Bitte haltet die Abstandsregelungen ein!
  • 50 Zuschauer dürfen das Spiel stehend verfolgen.
  • Ab dem 51 Zuschauer müssen Sitzplätze bereitgehalten werden. Diese werden wir vorbereiten.
  • Für Ausschank und Imbiss gelten die Regelungen des Hygienekonzeptes. Informationen dazu werden am Spieltag zur Verfügung stehen.
  • Die Besucher müssen von uns im Dokumentationsbogen erfasst werden.
  • Für Ausschank und beim Betreten des Imbiss gilt Maskenpflicht.

Bitte unterstützt uns bei der Einhaltung der Regeln. Wir sind alle gemeinsam für die Einhaltung der Regeln verantwortlich!

Herren 04.07.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Neuzugänge bei der ersten Herren

3 Neuzugänge verstärken unsere erste Herren in der kommenden Saison. Alle 3 Spieler sind keine Unbekannten beim SVBV.

Von der SG Hoya wechselt Torhüter Hauke Schröder zu den "LIlahemden". Hauke hat bereits in der Jugend und in der erfolgreichen Bezirksliga-A-Jugend des SVBV gespielt. Seine Herrenjahre verbrachte er dann in Hoya, wo er zu den wichtigsten Spielern zählte. Mit Hauke kommt ein erfahrener Keeper mit Bezirksligaerfahrung zu uns.

Auch Benjamin Pinzer ist kein Unbekannter. In der Jugend des TSV Schwarme groß geworden, spielte er zunächst in der Bezirksliga A-Jugend des SVBV, um dann zum Bezirksligisten TSV Okel zu wechseln. 

Hauke Wortmann hat ebenfalls innerhalb der JSG in der Bezirksliga-A-Jugend gespielt. Er kommt vom TSV Schwarme zu uns. 

Gibt es weitere Neuzugänge? "Schaun wir mal" antwortet Patrick Tolle.

Allen Neuzugängen ein herzliches willkommen!!

Herren 01.07.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Der kleinste aller Vorsprünge

Der SV Bruchhausen-Vilsen II steigt auf, weil er im Schnitt 0,01 Punkte mehr geholt hat als Barenburg

Bruchhausen-Vilsen. Die einen konnten sich gedanklich lange auf ihren Aufstieg einstimmen, die anderen hatten ihn dagegen schon abgeschrieben. Am Ende aber jubelten beide – sowohl die erste als auch die zweite Fußball-Herrenmannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen. Beide sind aufgestiegen, die Erste erwartungsgemäß, die Zweite etwas überraschender und mit einem so minimalen Vorsprung, wie ihn der Fußball eigentlich gar nicht kennt.

Der erste Blick auf die Tabelle der 1. Kreisklasse Diepholz zeigt mit dem TSV Barrien und dem TSV Brockum zwei äußerst souveräne Aufsteiger. Das hat sich bis zum vergangenen Sonnabend in Punkten ausgedrückt, seit dem Saisonabbruch nun auch im Quotienten: Barrien holt pro Spiel im Schnitt 2,50 Zähler, Brockum 2,44. „Für uns war eigentlich klar, dass wir nicht aufsteigen“, hatte sich Fabian Schlechter, der die Vilser Zweite gemeinsam mit Ben Weber trainiert, eigentlich bereits vor Monaten auf einen neuen Anlauf in Richtung Kreisliga in der kommenden Serie eingestellt. „Wir hatten es uns in den letzten Spielen auch nicht verdient“, sagt er ehrlich nach nur einem Sieg aus fünf Partien vor und kurz nach der Winterpause.

Doch dann kamen die ersten Gerüchte auf, der TuS Varrel werde sich aus der höchsten Spielklasse des Fußballkreises zurückziehen. Der Aufstieg war nun doch möglich, wurde aber erst spät richtig konkret. „Es kam erst mal lange nichts. Zwischenzeitlich hieß es auch einmal, dass es keinen Nachrücker geben wird“, erinnert sich Schlechter. Ohnehin war die Frage: Ist Vilsen überhaupt dieser Nachrücker? Oder doch der TuS Barenburg? Die Lilahemden sammelten in 19 Spielen 36 Punkte, Barenburg häufte in 17 Partien 32 Punkte an. Wie eng das wirklich ist, zeigen die Quotienten: Vilsen kommt auf einen Wert von 1,89, Barenburg auf 1,88. 0,01 Zähler machen die Brokser zum Aufsteiger. Ein Vorsprung, den es nur wegen der Corona-Pandemie gibt. „Das ist Wahnsinn und einfach auch ein bisschen Glück,“ weiß Schlechter, der aber auch mit dem TuS mitfühlt: „Für Barenburg ist das natürlich bitter.“

Wie ein verdienter Aufstieg fühle es sich nach den schwierigen letzten Spielen der Saison nicht an, gibt Schlechter zu, der momentan mit Weber die Rollen getauscht hat: Sein Partner ist in vorderster Front, er selbst ist momentan mehr in unterstützender Funktion tätig. Die Dienstwege sind kurz in Vilsen. Das ist ein Erfolgsrezept. Schließlich feiern Weber und Schlechter bereits den zweiten Aufstieg mit ihrem Team, das in der Saison 17/18 noch in der 2. Kreisklasse kickte. Wobei das Feiern während der Corona-Pandemie natürlich ausfällt. Die Mannschaft freute sich dennoch: „Wir haben es den Jungs letzte Woche beim Training mitgeteilt und um Rückmeldung gebeten.“ Aber sagen mussten die Spieler eigentlich nichts: „Sobald wir es ausgesprochen hatten, hatten die meisten schon ein ziemliches Grinsen im Gesicht“, sagt Schlechter.

Generell hätten die Brokser den Aufstieg lieber sportlich geschafft. Das betont auch der Vereinsvorsitzende Thomas Warnke: „Das wäre unser Wunsch gewesen.“ Einen Grund, den Aufstieg abzulehnen, sieht er aber genauso wenig wie Schlechter. Die Kreisliga war ohnehin das Ziel. Nun zählt der SVBV zu einem illustren Kreis: Eine erste Mannschaft in der Bezirks- und eine zweite in der Kreisliga – darauf können im Fußballkreis nur wenige Vereine verweisen. Beim TuS Sudweyhe ist die Konstellation genauso wie in Vilsen. Beim TuS Sulingen sieht es sogar noch ein bisschen besser aus mit den Spielklassen Landes- und Bezirksliga. Doch selbst Regionalligist BSV Rehden kann in dieser Hinsicht nicht mit dem SVBV mithalten: Seine Reserve spielte in der 2. Kreisklasse. Die Brokser, mit rund 550 Mitgliedern kein kleiner, aber eben auch kein richtig großer Verein, werden in Zukunft mit noch mehr Respekt wahrgenommen werden.

Für Vilsens Herrenfußball öffnen sich neue Möglichkeiten durch den Doppelaufstieg, der passenderweise ins Jahr des 100. Vereinsgeburtstags fällt. „Das ist für alle Fußballer attraktiv, auch für die Jungs in der Ersten, die dann in der Kreisliga spielen und nicht in der 1. Kreisklasse, wenn sie bei uns aushelfen“, weiß Schlechter, dass eine starke Reserve auch für das Aushängeschild des Vereins Vorteile mit sich bringt. Sein und Webers Team freut sich auf einige Veränderungen, so unter anderem auf Partien mit Linienrichtern. „Für uns ist das ein Riesending. Wir haben oft darüber gesprochen, weil wir uns oft geärgert haben, auch wenn klar ist, dass ein Schiedsrichter allein nicht alles sehen kann. Für uns ist es mit Linienrichtern eine weitere Aufwertung.“ Aufwertung: Dieser Begriff passt gut ins Bild des Fußballs bei den Broksern. Warnke sieht ein neues, ein größeres Selbstbewusstsein. Viele Spieler haben ihren Zenit noch nicht erreicht. „Wir profitieren natürlich von den guten Jugendjahrgängen“, sagt er mit Blick auf zahlreiche Talente, die zuletzt den Sprung in den Herrenbereich geschafft und sich direkt als Verstärkung erwiesen haben. Vilsen hat aussichtsreiche Zukunftsperspektiven. „Es kann noch besser werden“, glaubt der Vorsitzende, der seit 2008 im Amt ist.

Wobei er mit dieser Aussage nicht meint, dass die Lilahemden alsbald mit der Ersten in der Landes- und der Zweiten in der Bezirksliga spielen werden. „Wir spielen das, was wir mit unseren Leuten können“, lautet weiterhin die Maxime. Viel wichtiger sei, „dass alle weiterhin Lila-Weiß denken“. Die Vilser wollen ihre Erfolge aus eigener Kraft feiern und eine hohe Identifikation mit ihrem Klub schaffen. Ehrlicher Spaß und ehrlicher Fußball, dafür wollen sie laut Warnke stehen. Und für ein großes Gefühl der Zusammengehörigkeit. „Das ist in den letzten Jahren noch besser geworden“, freut er sich. Zwischen der ersten und der zweiten Mannschaft ist die Nähe sogar noch größer als zuvor: Schließlich kann die Reserve nur in der Kreisliga bleiben, wenn das Tolle-Team den Klassenerhalt in der Bezirksliga schafft. Auf der anderen Seite weiß die Erste, dass die Spieler, die nicht zum Zug kommen, in der Kreisliga richtig gefordert werden und sich die nötige Praxis für die Bezirksliga holen können. „Es wird eine spannende Saison“, blickt Schlechter voraus.

Sein Team muss sich neu beweisen. Es wird personell kaum Veränderungen geben, das steht fest. „Dass wir auch kreisligatauglich sind, müssen wir beweisen. Ich sehe uns durchaus mit einigen Mannschaften auf Augenhöhe, gegen andere sind wir Außenseiter. Aber das kann auch motivieren“, glaubt er an eine reelle Chance auf den Ligaverbleib.

Darauf hofft auch Warnke. Vor seinem Klub liegt eine Serie mit neuen Perspektiven. Spielten die Brokser mit der Ersten stets oben mit in der Kreisliga, sind sie mit der Zweiten nun eher der Underdog. Auch in der Bezirksliga geht es in erster Linie um den Klassenerhalt. Angst kennen die Lilahemden allerdings nicht. Selbst wenn beide Teams absteigen sollten, „macht hier keiner die Welle“, wie der Vorsitzende sagt. Erst einmal aber freuen sich die Vilser über einen außergewöhnlichen Erfolg am Ende einer außergewöhnlichen Saison in einem außergewöhnlichen Jahr für den Klub. Dass auch ein bisschen Glück vonnöten war? Geschenkt. „Manchmal muss man das schließlich auch mitnehmen“, sagt Schlechter.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.07.2020

Herren 27.06.2020 von Thomas Warnke

Die Entscheidung ist gefallen. NFV beschließt Abbruch der Saison mit Aufsteiger und ohne Absteiger!

Beim außerordentlichen NFV-Verbandstag haben 292 Delegierte am Samstagvormittag im virtuellen Raum über den Umgang mit der Saison 2019/2020 entschieden: Die Saison wird offiziell abgebrochen. Absteiger gibt es keine, Aufsteiger dagegen schon.

Für den SV Bruchhausen-Vilsen bedeutet das den Aufstieg der ersten Herren in die Bezirksliga und den Aufstieg der 2. Herren in die Kreisliga. 

Außerordentlicher Verbandstag: NFV-Delegierte stimmen für Saisonabbruch - Ergänzungs- und Abänderungsanträge finden keine Mehrheit – Distelrath zeigte sich zuversichtlich, dass bald wieder Fußball unter Wettkampfbedingungen gespielt werden kann.
Nach nur 82 Minuten war alles entschieden: Auf einem virtuell durchgeführten außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) haben sich die 324 stimmberechtigten Delegierten heute Vormittag mit deutlicher Mehrheit für einen Abbruch der Saison 2019/2020 ausgesprochen. Von 291 abgegebenen Stimmen entfielen 265 (91,1 Prozent) auf den Antrag, den der NFV-Verbandsvorstand zum außerordentlichen Verbandstag eingereicht hatte. 3 Delegierte enthielten sich, 23 stimmten dagegen. Der NFV-Antrag sieht einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf- (Regelaufsteiger und Relegationsplatz) aber ohne Abstieg vor. Gewertet werden die Tabellenstände vom 12. März 2020; dem Tag, als die Saison 2019/20 vom NFV-Verbandsvorstand zunächst bis zum 23. März, dann bis zum 19. April und schließlich bis auf Weiteres unterbrochen wurde.
In Kurzform dargestellt bedeutet die Annahme des NFV-Antrages für den Umgang mit dem Spieljahr 19/20, dass die Saison 19/20 nicht zu Ende gespielt und alle ausstehenden Pflichtspiele – mit Ausnahme der Pokalspiele – abgesetzt werden.
Die zu dem NFV-Antrag gestellten Ergänzungs- oder Abänderungsanträge fanden indes nicht die erforderliche Mehrheit.
Zum 51. Mal seit der Geburtsstunde des Niedersächsischen Fußballverbandes am 16. August 1946 waren die Delegierten heute gefordert, eine wichtige Weichenstellung für den Fußball in Niedersachsen vorzunehmen. Nach zuvor 45 ordentlichen und fünf außerordentlichen Hauptversammlungen zwang die Corona-Pandemie den NFV jetzt dazu, auf einem außerordentlichen Verbandstag mit seinen Delegierten über einen Umgang mit der unterbrochenen Spielzeit 2019/20 zu entscheiden. Die Premiere: Erstmals versammelte sich der Verbandstag im virtuellen Raum. Während das Präsidium und die Direktoren des NFV unter Wahrung des Mindestabstandes im Peppermint Pavillon des hannoverschen Expo Parks zusammengekommen waren, versammelten sich alle übrigen Teilnehmer der Videokonferenz auf der Plattform Webex. Die Stimmabgabe der Delegierten erfolgte über das Online-Voting Tool teambits. Durch den virtuellen Verbandstag führte gekonnt und mit viel sprachlicher Finesse Moderator Andreas Wurm.

NFV-Präsident Günter Distelrath stellte in seiner Begrüßung noch einmal heraus, „dass wir in einer noch nie dagewesenen Ausnahmesituation alle gemeinsam überlegen mussten, wie wir zu belastbaren und nach Möglichkeit nicht angreifbaren Ergebnissen im Umgang mit der Saison 2019/20 kommen, die den Vereinen zugleich eine gewisse Planungssicherheit bietet. Und dies vor dem Hintergrund, dass natürlich die politischen und behördlichen Anordnungen jederzeit zu beachten sind.“ Dass es keine allumfassende Patenlösung gebe, die alle Vereine jubeln lässt, sei allen klar gewesen. Die zurückliegende Zeit bezeichnete er als „einen Weg, der mit unzähligen Herausforderungen gepflastert war und allen, die sich im und für den Fußball engagieren, viel abverlangt hat.“
NFV-Justiziar Steffen Heyerhorst erläuterte die Reihenfolge der insgesamt elf Anträge (Inter Celle 07 hatte seinen Antrag am 23. Juni zurückgezogen) zum Umgang mit dem unterbrochenen Spieljahr 2019/20. „Gemäß Paragraph 4 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes ist für den Fall, dass mehrere Anträge zu einem Tagungsordnungspunkt vorliegen, zunächst über den weitestgehendsten Antrag zu entscheiden. Der weitestgehendste Antrag ist der Antrag, bei dessen Annahme im Vergleich zu den weiteren gestellten Anträgen die größte Veränderung vom bisherigen Ist-Zustand eintritt, also die größte Abweichung vom geltenden Satzungs-, Ordnungs- und Ausschreibungsrecht.“
Unter den eingereichten Anträgen traf dies auf den Antrag des FC Dynamo Lüneburg zu, der eine Annullierung des Spieljahres 2019/20 beinhaltete. Mit 275 Stimmen (94,8 Prozent) sprachen sich die Delegierten eindeutig gegen eine Annullierung aus.
Als nächstes folgte der NFV-Antrag. Nach dessen Annahme standen insgesamt fünf Ergänzungs- bzw. Änderungsanträge nebst Hilfsantrag zur Abstimmung. Dabei kam es zu folgenden Ergebnissen:
- Neben dem jeweiligen Regelaufsteiger steigt in den jeweiligen Klassen auch der aktuelle Tabellenzweite auf. Antragsteller: VfB Rot-Weiß 04 Braunschweig, SV Wilhelmshaven. Abstimmung: 227 Nein-Stimmen, 34 Ja-Stimmen, 29 Enthaltungen.
- Sollte der nach der Quotientenregelung ermittelte Aufsteiger nicht identisch mit dem Tabellenersten nach der Hinrunde sein, so steigt auch der Tabellenerste der Hinrunde mit auf. Dieser wird ebenfalls nach der Quotientenregelung ermittelt. Antragsteller: MTV Treubund Lüneburg. Abstimmung: 247 Nein-Stimmen, 30 Ja-Stimmen, 13 Enthaltungen.

- Hinrundentabelle soll per Quotientenregelung über Auf- und Abstiege entscheiden. Antragsteller: SSV Kästorf. Abstimmung: 234 Nein-Stimmen, 20 Ja-Stimmen, 38 Enthaltungen.
- Der Zweitplatzierte der Bezirksliga Weser-Ems 2 nach Quotientenregelung steigt auf. Hilfsantrag des SV Wilhelmshaven. Abstimmung: 250 Nein-Stimmen, 17 Ja-Stimmen, 24 Enthaltungen.


Als abschließender Antrag wurde über einen Ermächtigungsantrag abgestimmt, der vom NFV-Vorstand eingereicht worden war und für dessen Annahme eine Dreiviertel-Mehrheit erforderlich war. Gemäß Antrag wird der NFV-Vorstand ermächtigt, erforderliche Änderungen der Satzung und Ordnung im Zusammenhang mit oder aus Anlass der Covid-19-Pandemie soweit erforderlich endgültig zu beschließen. Der grundsätzlich bestehende Genehmigungsvorbehalt durch den Verbandstag entfällt in diesem Zusammenhang und in diesem Zeitraum. 248 Delegierte und somit 85,5 Prozent befürworteten diesen Antrag bei 24 Enthaltungen und 18 Gegenstimmen.
Vor den Abstimmungen hatte Heyerhorst darauf hingewiesen, dass bei Annahme eines der vier Grundanträge (Annullierung; Abbruch des Spieljahres mit Auf-, aber ohne Abstieg; Abbruch des Spieljahres mit Auf- und Abstieg; Fortsetzung des Spieljahres), die Abstimmung zu den weiteren Grundanträgen entfallen. Deshalb wurden die Anträge von Germania Parsau (die ersten und die letzten vier Teams ermitteln mit Final-Four-Turnieren auf neutralem Platz Auf- und Absteiger), TuS Berge (Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf- und Abstieg) sowie Nienstädt 09, TuS Sulingen und Kickers Vahrenheide (alle Fortsetzung des Spieljahres) nicht mehr behandelt.


Nach der nunmehr erzielten Klarheit zur Saison 2019/20 richtet sich der Blick nach vorne. Die Fragen aller Fragen, wann wieder unter normalen Bedingungen Fußball gespielt werden kann, konnte beim außerordentlichen Verbandstag natürlich noch niemand beantworten. Günter Distelrath verbreitete verhaltenen Optimismus: „Ich bin wirklich guten Mutes, dass die Monate der Ungewissheit bald enden werden und wir Fußball nicht nur im Training, sondern auch wieder unter Wettkampfbedingungen spielen können.“ Zudem sprach er sich für eine neue Bewertung der Situation aus: „Im Interesse des Gesundheitsschutzes war es zur Hochphase der Pandemie absolut richtig, den Trainings- und Spielbetrieb zu untersagen. Vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sollte die Situation aber jetzt für den Amateur- und Jugendfußball sowie den Breitensport insgesamt neuerlich geprüft werden.“

Herren 11.06.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Gleiches Bild bei den Bezirksliga-Aufsteigern

Freude, aber auch Entspannung – und vor allem keine Meisterfeiern in Seckenhausen sowie Bruchhausen-Vilsen

Diepholz – Es ist schon eine komische Zeit für die Amateurfußballer, das gilt im Landkreis Diepholz genauso wie im Rest der Republik. Jetzt, wo normalerweise die letzten Spieltage gespielt wären oder anstehen würden, wo Gänsehautsituationen wegen bevorstehender Auf- und Abstiege, Pokalsiege oder Meisterfeiern die Regel wären, herrscht – Ruhe! Natürlich wegen des C-Wortes, das aber kaum noch jemand mehr hören will.

Am vergangenen Sonntag sollten die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und der SV Bruchhausen-Vilsen eigentlich ihre letzten Spiele in der Fußball-Kreisliga gegen den TuS Varrel und den TuS Sudweyhe II bestreiten, um anschließend die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga gebührend und zweifelsfrei feucht-fröhlich feiern zu können. „Wir haben uns bis zum Abbruch ja unsere Spitzenplätze durch unsere Leistungen verdient“, sind sich die beiden Trainer Andre Schmitz (TSG) und Patrick Tolle (SVBV) einig. Doch das jetzige Szenario hat so gar nichts mit Feierlichkeiten zu tun. Und das nicht nur,weil diese Form von Party unter Corona noch verboten ist, sondern weil es andere Schwerpunkte gibt.

„Hier herrscht absolute Ruhe, denn auch wenn Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, so sind wir alle froh, wieder in unseren Jobs zu sein, denn damit sind ja auch Existenzen verbunden, und die sind definitiv wichtiger“, unterstreicht Tolle. Und auch der Seckenhauser Meistertrainer ist tiefenentspannt. „Es wird weder eine abgespeckte, eine virtuelle, noch sonst eine Feier geben, vielleicht werden wir das Ganze nach der Sommerpause mit einer Saisoneröffnungsfeier nachholen – wann auch immer das dann sein mag“, betont Schmitz.

Beide Übungsleiter haben den Vorteil, dass die Bezirksliga nun nicht wie die Jungfrau zum Kinde unerwartet kam, denn es hatte sich bis zum Abbruch ja schon abgezeichnet, dass die beiden Clubs angesichts ihrer Dominanz nach dem letztjährigen Abstieg wohl wieder zurückkehren würden. Und daher haben beide auch entsprechende Planungen schon vor dem unfreiwilligen Saisonende in die Wege geleitet.

So wird Schmitz in Seckenhausen zukünftig mehr in den Hintergrund treten und sich um die organisatorischen Dinge kümmern, das sportliche Sagen hat dann Iman Saghey Bi-Ria. „Eigentlich ist er jetzt viel zu fit, um nicht mehr zu kicken“, meint Schmitz schelmisch, macht sich aber gleichzeitig keine Sorgen, wer den Torjäger ersetzen soll. Denn Zugänge wird’s in Seckenhausen definitiv geben: So kommt Andre Kiesewetter aus Etelsen zurück, sein Cousin Luca rückt aus der A-Jugend nach, aus Varrel wechselt Pardes Khil zur TSG, und aus der eigenen Fünften wollen Tim Plander und Yannick Leushuis noch einmal den Sprung in den Leistungsbereich wagen.

In Bruchhausen-Vilsen bleibt im Führungsteam alles beim Alten. Patrick Tolle und Jörn Meyer haben ebenfalls schon diverse Zugänge, aber die Namen wollen sie noch nicht verraten. „Da warten wir erst den Verbandstag ab, bis endgültig feststeht, dass wir in der Bezirksliga spielen“, erklärt Tolle. Das Ziel in der neuen „alten“ Spielklasse soll dann natürlich der Klassenverbleib sein. „Alles andere wäre vermessen, zumal wir ja gar nicht wissen, in welchem Modus und mit wie vielen Mannschaften wir spielen werden“, sagt der Übungsleiter.

In Seckenhausen zeigen sich die Verantwortlichen da schon etwas forscher. „Wir schauen auf einen einstelligen Tabellenplatz“, sagt Schmitz, der sich momentan mit einem ganz anderen Problem herumschlagen muss: „Eigentlich sollte vom 19. bis 22. Juni unsere Abschlussfahrt nach Mallorca stattfinden, aber obwohl die Reisewarnung aufgehoben wurde, ist nicht sicher, dass wir fahren können, weil Spanien erst später die Grenzen öffnen will. Dass der Reiseunternehmer allerdings bei 550 Euro Kosten pro Person 400 Euro Stornogebühren verlangt, ist eine absolute Frechheit und derzeit sicherlich die viel größere Sorge als die geplatzte Meisterfeier.“

In einer weiteren Sache sind sich beide Coaches einig: Vor Anfang September wird im Amateurbereich wohl kein Fußball gespielt werden. „Wir wollen uns in Etappen vorbereiten und hoffentlich, sofern erlaubt, ab August wieder ins echte Mannschaftstraining einsteigen“, meint Vilsens Trainer. Dann soll es auch endlich die Feiern geben, auf die beide Mannschaften am vergangenen Sonntag verzichten mussten.

© Mit freundlicher Genehmigung der Kreiszeitung, Datum: 11.06.2020

Herren 07.06.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Das Comeback der Grätsche

Während im Kreis mancherorts der Fußballbetrieb noch ruht, ist in NRW Vollkontaktsport wieder erlaubt

Landkreis Diepholz. Wann geht es weiter? Also so richtig? Denn der wirkliche Fußball ist das, was die Vereine im Kreisgebiet derzeit spielen dürfen, wahrlich nicht: Abstandsregeln, Hygienebeauftragte, geschlossene Umkleiden und Duschräume, kein Abklatschen und keine Umarmungen. Vieles, was den Sport ausmacht, fehlt. Im Fußball vor allem auch das Wesentliche: Zweikämpfe und Körperkontakt, das Duell Mann-gegen-Mann oder Frau-gegen-Frau. Zumindest im Bereich des Niedersächsischen Fußballverbandes ist das so – noch. Denn ein Blick Richtung Nordrhein-Westfalen lässt hoffen. Im tiefen Westen Deutschlands ist seit dem vergangenen Wochenende nämlich wieder Kontaktsport erlaubt.

Armin Laschet hat sich einen Ruf erarbeitet als vorpreschender Ministerpräsident. In keinem der 16 Bundesländer werden die Corona-Einschränkungen so schnell gelockert wie in dem vom CDU-Politiker angeführten NRW. Das gilt auch für den Sport. So waren unter anderem im Tennis früher als in Niedersachsen Doppel erlaubt. Und auch der Fußball ist einen Schritt weiter als zum Beispiel in Niedersachsen: Seit Pfingstsamstag ist Kicken im Amateurbereich wieder als Kontaktsport möglich. Natürlich gibt es weiterhin Einschränkungen: Höchstens zehn Personen dürfen im Freien zusammenkommen, es muss darüber hinaus zurückverfolgbar sein, wer dabei war. Eine Teilnehmerliste muss also weiterhin geführt werden. Doch ansonsten ist in Nordrhein-Westfalen wieder mehr Fußball möglich als zuvor. Das Trikotzupfen und die Grätsche feiern ihr Comeback.

Henze wundert sich

Die Entwicklung verfolgt unter anderem Andreas Henze genau. Der Bassumer ist der Vorsitzende des Fußballkreises Diepholz. Ihm ist nicht verborgen geblieben, dass das Nachbar-Bundesland, das auch an seinen Fußballkreis grenzt, nicht das erste Mal vorprescht. Die Geschwindigkeit wundere ihn, denn man höre „weiterhin Einschläge rechts und links“, wie er mit Blick etwa auf einen Corona-Ausbruch in einem Restaurant im Landkreis Leer feststellt. „Vorbei ist die Pandemie nicht“, bekräftigt er. Generell klinge es erst einmal komisch, dass Fünf-gegen-Fünf erlaubt sei, aber kein Elf-gegen-Elf wie in einem normalen Fußballspiel über 90 Minuten. „Da frage ich mich schon, was das bringen soll“, wundert sich Henze. Viel fehle schließlich nicht mehr zum regulären Betrieb.

Auch wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht nur niedersachsen-, sondern bundesweit seit einiger Zeit auf niedrigem Niveau ist, weiß Henze, dass die Vereine im Diepholzer Kreisgebiet weiterhin Vorsicht walten lassen. „Viele scheuen noch das Risiko. Das gilt sowohl für den Jugend- als auch den Herrenbereich. Wir haben viele Mannschaften, die noch gar nicht trainieren. Man macht viel Technik oder Kondition. Aber richtig Fußball ist das nicht. Viele möchten das auch noch gar nicht“, erklärt der Kreisvorsitzende. Ein Beispiel dafür ist die erste Herrenmannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen: Beim Kreisligisten, der Ende Juni auf dem außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Aufstieg in die Bezirksliga feiern darf, rollt der Ball noch nicht wieder. „Wir werden im Juni noch ein paar Mal trainieren, aber jetzt gehen erst einmal andere Dinge vor“, sagt Trainer Patrick Tolle. Der Fahrlehrer bringt etwa das Geschäft, das wochenlang ruhen musste, wieder ans Laufen, Co-Trainer Jörn Meyer ist im Altenheim tätig. Da gibt es momentan größere Sorgen als Fußball. „Das verstehen die Jungs auch. Natürlich würden sie sich gern wieder auf dem Platz sehen, aber es ist auch schwer, alle Vorgaben einzuhalten. Außerdem will niemand von uns die Sicherheit der Spieler gefährden“, erklärt Tolle.

Der Fußball auf Abstand schmeckt auch den Kickern des SV Mörsen-Scharrendorf nicht wirklich. „Es geht mehr um das Zusammengehörigkeitsgefühl, aber leistungsorientiert arbeiten können wir nicht“, sagt SVMS-Coach Friedhelm Famulla zu den Einheiten, die seine Spieler bislang absolviert haben. Er würde es begrüßen, wieder Training mit Zweikämpfen anbieten zu können. „Dann würden wir sofort wieder einsteigen. Darauf hätten auch die Jungs richtig Lust“, erklärt er. Momentan aber haben die Mörsener eine Pause von Fußballtennis und Co. eingelegt.

Das passt: In den niedersächsischen Fußball ist ohnehin zuletzt Ruhe eingekehrt. Auch abseits der Plätze. Seit der NFV den außerordentlichen Verbandstag für den 27. Juni einberufen und erklärt hat, einen Saisonabbruch mit Auf-, aber ohne Absteigern zur Abstimmung zu stellen, haben sich die Wogen geglättet. Auch im Kreis Diepholz. „Nachdem bekannt wurde, wie der Vorschlag des NFV aussehen wird, gab es zwei Tage lang noch einige Anrufe. Dann wurde alles ruhig. Die Vereine sind momentan zufrieden“, sagt Henze. Die Klubs haben zumindest kurzfristig die erhoffte Planungssicherheit. Daher steht keine Seite, weder Verband noch Landesregierung oder Vereine, unter großem Zeitdruck.

Offen ist dagegen weiterhin, wann die Spielzeit 2020/21 starten kann und in welcher Form sie stattfinden wird. Dass ein Fünf-gegen-Fünf in Nordrhein-Westfalen möglich ist, könnte laut Henze allerdings ein Indiz dafür sein, „dass die neue Saison recht pünktlich beginnen kann“. Während der Corona-Pandemie bleibe jegliche Einschätzung allerdings vage. Aus planerischer Sicht wäre ein pünktlicher Saisonstart freilich umso wichtiger. „Schon allein wegen der Anzahl der Spiele, die wir vor uns haben“, wie Henze betont. Schließlich werden einige Spielklassen deutlich anwachsen, wenn der Verbandstag für den Abbruch mit Auf-, aber ohne Absteigern stimmt. Viele Ligen werden mit Überhang spielen.

Über das Knie brechen will Henze freilich nichts. „Das normale Leben sehe ich im Moment noch nicht.“ Er kenne mittlerweile jemanden, der am Virus gelitten habe. Das sei alles andere als eine Lappalie. Klar ist aber auch, dass unter anderem der Deutsche Fußballbund fleißig Pläne schmiedet für das bundesweite Comeback des Fußballs in seiner ursprünglichen Form. Mit Grätschen und Trikotzupfen wie in NRW, aber dann mit voller Mannstärke auf dem Platz.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.06.2020

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