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Herren 13.04.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Vorbericht SVBV vs. Mühlenfeld: Der Wunsch nach Belohnung

Bezirksliga Hannover: Viele Wünsche ließ der Auftritt des SV Bruchhausen-Vilsen beim TuS Drakenburg nicht offen. Nur das Entscheidende stimmte nicht: das Ergebnis bei der 2:3-Niederlage. Doch Patrick Tolle, Trainer der Vilser, hat das Positive aus der Partie gezogen. „Das war das beste Spiel, das die Jungs gemacht haben – sowohl in der Vorbereitung als auch in der Liga.“ Fußballerisch ist ein Aufwärtstrend erkennbar bei den Lilahemden, die dennoch auf den ersten Sieg des Jahres warten. „Ich wünsche mir einfach, dass sich die Jungs mit Punkten belohnen können für das, was sie zuletzt geleistet haben“, hofft Tolle vor dem Auswärtsspiel beim TSV Mühlenfeld. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eine gewohnte für die Vilser: Sie sind der Außenseiter, allerdings einer mit neuem Selbstvertrauen. „Wir wollen Fußball spielen und die anderen ärgern“, gibt Tolle die Marschroute vor. Dass seine Mannschaft in der Lage ist, die Konkurrenten in der Bezirksliga vor Probleme zu stellen, beweisen die 33 Treffer – die meisten der Kellerkinder. Allerdings sind 61 Gegentore der Höchstwert der Liga. „Defensiv müssen wir uns steigern“, fordert Tolle.

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.04.2019

Herren 07.04.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Starker SV Bruchhausen-Vilsen nicht belohnt

Es war mehr möglich für den SVBV beim TuS Drakenburg. Trainer Patrick Tolle haderte am Ende mit der Chancenverwertung.

Drakenburg/Bruchhausen-Vilsen. Einen Punktgewinn knapp verpasst haben die Bezirksligafußballer des SV Bruchhausen-Vilsen. Trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung mussten sich die Gäste nach einer 2:1-Halbzeitführung dem TuS Drakenburg noch mit 2:3 geschlagen geben. „Die Gastgeber wissen selbst wohl kaum, warum sie heute gewonnen haben und haben hinterher selbst gesagt, dass der Erfolg nicht wirklich verdient ist“, schüttelte SVBV-Trainer Patrick Tolle den Kopf.

Sein Team kam gut in die Partie. Nach einem von Kai Schiffbach schnell ausgeführten Freistoß zog Mathis Wohlers auf und davon. Vor dem Tor schloss er überlegt mit dem Außenrist zur Führung der Lilahemden ab (9.). Auch vom unglücklichen Ausgleichstreffer durch ein Eigentor von Jakob Warnke (16.) und einem von Moritz Warnke verschossenen Foulelfmeter (28.) ließ sich der SV Bruchhausen-Vilsen zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Auf Vorarbeit von Justus Wicke brachte Nick Brockmann seine Mannschaft abermals in Führung (30.). Mathis Wohlers und Justus Wicke verpassten nur knapp ein besseres Halbzeitresultat.

Nach dem Seitenwechsel scheiterte Wohlers dann zunächst an Torhüter Andreas Erler (53.) und hatte wenig später Pech mit einem Pfostenschuss (60.). Längst wäre ein weiterer Treffer für den SVBV verdient gewesen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Fünf Minuten nach Wohlers' Aluminiumpech kamen die Platzherren durch Patrick Wesch aus dem Gewühl heraus zum 2:2. Einen weiteren Nackenschlag setzte es für die Gäste in Spielminute 70, als Till-Konstantin Paczkowski einen direkten Freistoß zum 3:2 in den oberen Torwinkel jagte. „So ist der Fußball. Wir haben gekämpft und streckenweise ordentlichen Fußball gespielt, aber es leider verpasst, unsere zahlreichen Chancen zu nutzen“, ärgerte sich Patrick Tolle.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.04.2019

Herren 05.04.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Vorbericht TuS Drakenburg - SV Bruchhausen-Vilsen

Der Puls hat sich nach dem irren 5:5 gegen Sudweyhe mittlerweile normalisiert beim SV Bruchhausen-Vilsen, der Fokus richtet sich auf die schwierige Aufgabe beim TuS Drakenburg, „eine körperlich sehr starke Mannschaft“, wie SVBV-Coach Patrick Tolle weiß. Sein Team darf sich nicht den Schneid abkaufen lassen. „Wir fahren da ganz unbefangen hin und haben nichts zu verlieren“, sagt der Trainer. Er und seine Elf haben sich vorgenommen, „das richtige Mittelmaß aus Defensive und Offensive zu finden“. Das ist eine der Lehren aus dem Sudweyhe-Spiel. „Fünf Tore musst du erst mal schießen in der Bezirksliga, fünf Gegentreffer dagegen sind zu viele. Das wollen wir verbessern.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.04.2019

Herren 01.04.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: 5:5! Tag der offenen Tore in Bruchhausen-Vilsen

Was für ein verrücktes Spiel: Zehn Tore fallen zwischen dem SV Bruchhausen-Vilsen und dem TuS Sudweyhe - fünf auf jeder Seite. Das Remis bewerten die Trainer völlig unterschiedlich.

Bruchhausen-Vilsen. Es mag für den Klassenerhalt nicht reichen, aber immerhin hat der SV Bruchhausen-Vilsen in der Fußball-Bezirksliga Hannover gemeinsam mit dem TuS Sudweyhe ein Spiel für jeden Saisonrückblick abgeliefert: Mit 5:5 (2:2) trennten sich zwei Mannschaften in einer Partie, in der es beide mit der Defensivarbeit nicht ganz so ernst nahmen.

Das Ergebnis bewerteten die beiden Trainer komplett unterschiedlich, einig waren sie sich allerdings darin, dass fünf Gegentore zu viel sind. Vilsens Coach Patrick Tolle war mit dem einen Zähler, seinem ersten seit der Amtsübernahme im Winter, aber durchaus zufrieden: „Wir haben ein komplett anderes Gesicht gezeigt als in der Vorwoche. Die Jungs haben gekämpft und haben sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Dass sie nach dem 2:4 und dem 4:5 noch zurückgekommen sind, muss man ihnen hoch anrechnen. Das nehmen wir mit in die nächsten Aufgaben.“ TuS-Trainer Christian Mach war dagegen weniger positiv gestimmt. Er sei richtig, richtig sauer. „Wie wir verteidigt haben, war teilweise lächerlich“, ärgerte er sich. „Ich bin schwer enttäuscht heute.“ Aber was sollte der Sudweyher Trainer auch anderes sagen? Schließlich hatten er und seine Mannschaft sich wesentlich mehr erhofft.

Doch davon war zu selten etwas zu sehen. „Wenn wir die Zweikämpfe richtig angenommen haben, dann war alles in Ordnung. Dann hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Aber wir haben viel zu selten überhaupt Zweikämpfe geführt“, monierte Mach. Schon bei der Vilser Führung durch Nico Schröder vermisste er die Gegenwehr seines Teams, und auch beim 2:1 von Justus Wicke bekleckerte sich der TuS nicht gerade mit Ruhm. Immerhin lief es im Spiel nach vorne halbwegs. Yannik Meier und Nico Riekers sorgten für ausgeglichene Verhältnisse zur Pause.

Vier Tore im ersten Durchgang waren keine schlechte Ausbeute. Doch die Fans sollten sogar noch zwei Treffer mehr nach dem Seitenwechsel erleben. Durch Tobias Hall kamen die Gäste ganz gut rein und schienen dann die Weichen auf Sieg zu stellen: Maik Behrens (55.) und Pascal Feldmann (66.) schossen eine 4:2-Führung heraus. „Und wir hatten noch Chance um Chance um Chance“, ärgerte sich Mach im Nachhinein über zu viele ausgelassene Gelegenheiten. Sein Team schien alles im Griff zu haben. Doch es rechnete wohl nicht mit der Vilser Gegenwehr. Innerhalb kürzester Zeit glichen Moritz Warnke (70.) und Justus Wicke (71.), der sehenswert mit der Hacke traf, aus. Fast genauso schnell jedoch folgte die Antwort der Sudweyher: Yannik Meier, in der Vergangenheit wahrlich nicht als Torschütze vom Dienst aufgetreten, tunnelte Torhüter Bennet Knake zum 4:5 (73.).

Doch es passte in den verrückten Fußballnachmittag in der Marktplatz-Arena, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen war. Denn Sicherheit war für beide Defensivreihen ein Fremdwort. Die Sudweyher verursachten einen Foulelfmeter („Total dämlich“, Mach), den Moritz Warnke zum Endstand verwandelte (78.). Dass die letzten mehr als zehn Minuten dann tatsächlich torlos blieben, war fast schon eine faustdicke Überraschung . . .

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.04.2019

Herren 25.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Das war es wohl für den SV Bruchhausen-Vilsen

Fast ohne Gegenwehr verliert der Bezirksligist gegen Kirchdorf und kann den Klassenerhalt abschreiben

Manchmal spricht ein Ergebnis für sich – und so musste Patrick Tolle, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen, auch nicht viele Worte finden, um die 1:5 (0:3)-Packung gegen den TuS Kirchdorf einzuordnen. "Dafür kann man sich eigentlich nur entschuldigen", sagte der Coach. Im Spiel, das im Kampf um den Klassenerhalt quasi der letzten Chance der Lilahemden gleich kam, enttäuschten die Gastgeber auf ganzer Linie. Deshalb gab esfür Tolle auch nur eine Schlussfolgerung: "Von der Bezirksliga brauchen wir momentan nicht zu reden." Schließlich hatte der SVBV kurz zuvor nicht etwa gegen ein Topteam wie Eilvese oder Sulingen II völlig chancenlos verloren, sondern gegen Kirchdorf, ein Team, das ebenfalls gegen den Abstieg spielt.

Die sportliche Zukunft der Vilser wird – das zeichnet sich nach den Niederlagen in den beiden Kellerduellen deutlich ab – in der Kreisliga liegen. Woran es fehlt, das wurde gegen Kirchdorf allzu deutlich. Die Gäste hatten den Gastgebern in Sachen Entschlossenheit, Robustheit und Präsenz enorm viel voraus. Sie lieferten mit ihren relativ bescheidenen Mitteln ein Beispiel dafür ab, wie es im Abstiegskampf zugeht. Vilsen dagegen wirkte nicht gewappnet für ein Aufeinandertreffen mit einer sportlich so großen Bedeutung und fast schon leblos. Tolle vermisste vor allem eines: eine Kampfsau, wie er es ausdrückte. Also einer, der vorangeht, der die Richtung vorgibt, der den Laden auch in schwierigen Situationen zusammenhält. Auffällig war vor allem das Schweigen auf Vilser Seite. Auf dem Platz herrschte nahezu komplette Stille, kein Spieler konnte oder wollte die Verantwortung übernehmen. Das schlug sich letztlich allzu deutlich im Ergebnis nieder.

Das Vilser Unheil bahnte sich schon in der Anfangsphase an. Bereits vor dem ersten Gegentreffer durch Yannik Thiermann nach gerade einmal fünf Minuten hatten sich die Lilahemden einen bösen Ballverlust erlaubt. Für den zweiten wurden sie dann bestraft. Eine Antwort auf den Rückstand hatten die Gastgeber nicht. Ein abgefälschter Schuss von Mathis Wohlers, den Torhüter Dennis Fehner sicher parierte, war das einzige offensive Lebenszeichen der Hausherren in der gesamten ersten Hälfte (15.). Viel zu wenig für so ein wichtiges Spiel. Doch dem SVBV fehlten Plan und Durchschlagskraft, um sich überhaupt in gute Abschlusssituationen zu kombinieren. In den entscheidenden Momenten war Kirchdorf wacher und erspielte sich scheinbar mühelos eine 3:0-Führung zur Pause. Christoph Albers zeigte beim 0:2, wie entschlossen man einen Angriff abschließen kann (31.), und legte per direktem Freistoß kurz vor dem Seitenwechsel nach (44.). Die Partie war frühzeitig entschieden.

Auch Tolles Doppelwechsel zu Beginn der zweiten Hälfte brachte keine Wende. Mit Nico Schröder im Sturm gewannen die Gastgeber etwas mehr Körperlichkeit und Präsenz, doch das reichte nicht, um Kirchdorf zu gefährden. Zwar traf Schröder nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Justus Wicke (57.), doch kurz zuvor hatte Söhnke Thies den TuS zum vierten Mal jubeln lassen. Ive van Daalen schloss kurze Zeit später einen Konter zum Endstand ab. Wie wenig Gegenwehr er dabei hatte, dürfte ihn selbst gewundert haben. Vilsen hatte sich offenbar bereits ergeben – und so, wie es aussieht, wohl nicht nur den Kirchdorfern, sondern auch dem Abstieg.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 25.03.2019

Herren 23.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Bruchhausen-Vilsen unter großem Druck

Gegen den TuS Kirchdorf zählt für den Bezirksligisten nur ein Sieg

Die Rechnung von Patrick Tolle ist recht simpel: Sieben Punkte hatte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen aus den ersten vier Spielen der Restrunde gefordert. Nach der bitteren 1:2-Niederlage bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst am vergangenen Wochenende ist seine Elf im nächsten Kellerduell also unter Zugzwang. Gegen den TuS Kirchdorf zählt für die Lilahemden am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) nur ein Sieg.

Auch wenn das Ergebnis am vergangenen Wochenende nicht stimmte, machte Tolle doch einige positive Ansätze aus. So habe seine Mannschaft defensiv ganz gut gestanden. Allerdings kippte die Partie in der Schlussphase trotzdem. „Das erhöht den Druck natürlich“, weiß Tolle um die Situation seiner Mannschaft, die fünf Punkte Rückstand auf die Gäste aufweist, allerdings auch eine Partie mehr ausgetragen hat. Boden gutmachen können die Gastgeber, die definitiv auf Christian Mewes verzichten müssen, nur mit einem Sieg.

Den Kontrahenten kennt Tolle durchaus, denn mit seinen Jugendmannschaften hat er einige Male gegen den Kirchdorfer Nachwuchs gespielt. Und auch darüber hinaus hat er sich mit dem TuS beschäftigt. Das Hauptaugenmerk des Trainers richtet sich allerdings auf seine Mannschaft. „Dienstag haben wir noch einmal über das Seckenhausen-Spiel gesprochen“, verrät er. Damit sei das Kapitel aber auch abgeschlossen. „Schließlich liegen die wichtigsten Aufgaben noch vor uns“, weiß er. Denn auch wenn noch 30 Punkte zu vergeben sind, greift sein Team doch bereits nach dem letzten Strohhalm.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 21.03.2019

Herren 18.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Unerwartetes Ende

Im Kellerduell der Bezirksliga Hannover setzt sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst nach einem umkämpften Spiel mit 2:1 (0:1) gegen den SV Bruchhausen-Vilsen durch.

Brinkum. 88 Minuten waren gespielt, im Kellerduell der Fußball Bezirksliga Hannover zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem SV Bruchhausen-Vilsen stand es 1:1. Alles sah nach einer Punkteteilung aus, doch dann folgte der Moment, der die Anhänger der TSG lautstark jubeln ließ: Nach einem schönen Kombinationsspiel zwischen Jannis Helmbold und Sebastian Kirchner war es Helmbold, der frei vor dem Tor stand, den Ball an Vilsens Keeper Maximilian Kues links vorbeischoss und mit seinem Treffer den hart erkämpften 2:1 (0:1)-Erfolg für seine TSG perfekt machte.

„Fußballerisch war das vielleicht nicht die beste Leistung von uns. Aber kämpferisch haben die Jungs heute alles gegeben. Ich bin wirklich stolz auf sie“, sagte ein zufriedener TSG-Coach André Schmitz nach der Partie. Bei den Anhängern des SV Bruchhausen-Vilsen herrschte dagegen große Enttäuschung: „In der ersten Halbzeit waren wir klar am Drücker. Leider haben wir nach unserem Führungstreffer zu wenig Kapital daraus geschlagen“, bedauerte Vilsens Coach Patrick Tolle.

Das einzige Bezirksliga-Spiel, das an diesem Wochenende ausgetragen wurde, versprach mit zwei neuen Trainern und einer guten Vorbereitung einiges. Doch das erhoffte Spektakel blieb zunächst noch aus. Beide Mannschaften tasteten sich langsam in das Spiel hinein. Das erste Lebenszeichen der Gastgeber folgte in der zwölften Minute durch Sebastian Kirchner, der nach einer Ecke zum Kopfball kam, SVBV-Keeper Kues parierte aber blitzschnell und hielt damit die Null fest. Danach passierte erst einmal nicht viel. Die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften setzten nur wenige Akzente im Spiel nach vorne. Vilsen profitierte überwiegend von den Fehlern der TSG und kam dadurch ab und an mal in den gegnerischen Strafraum, während die Gastgeber ebenfalls nur selten vor das Tor des SVBV kamen. „Nach den starken zehn Minuten zu Beginn haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren“, wusste Schmitz, dessen Team kurz vor der Pause den Gegentreffer kassierte. Nach einem Freistoß aus knapp 30 Metern war es Mathis Wohlers, der mit seinem Treffer für das 1:0 des Tabellenletzten sorgte. Mit diesem Ergebnis ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Am Spiel änderte sich nach Wiederanpfiff erst einmal nichts. Dieses Mal versuchten die Teams über lange Bälle nach vorne zu kommen. Das klappte nach dem Seitenwechsel bei den Seckenhausern besser, da sie nun mit Rückenwind spielten. Einen richtigen Vorteil konnten sie daraus aber nicht schlagen. Entweder war der Ball zu lang oder die TSG-Spieler verstolperten ihn, sodass es kaum zu einem richtigen Angriff der Gastgeber kam. In der 70. Minute jubelten erneut die Vilser: Nick Brockmann traf zum 2:0, doch Schiedsrichter Tom Adler entschied auf Abseits. „Wäre dieser Treffer regulär gewesen, wäre das Spiel wahrscheinlich in eine ganz andere Richtung gegangen“, war sich Tolle sicher.

Doch zu einem weiteren Torerfolg sollte es für die Gäste nicht kommen – im Gegenteil. Die Seckenhauser kämpften sich von Minute zu Minute heran. Nachdem Philip Kleingärtner in der 78. Minute aus knapp 25 Metern sein Glück probiert hatte und an Vilsens Keeper Kues gescheitert war, sorgte Finn Werner vier Minuten später für den Ausgleichstreffer für die TSG (82.). Etwas später hatte Sebastian Kirchner das 2:1 auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber knapp (85.). Drei Minuten darauf folgte dann der erlösende Führungstreffer durch Jannis Helmbold, dessen TSG mit den drei Punkten dem Relegationsplatz einen großen Schritt näher gekommen ist. „Die Jungs haben bis zur letzten Minute die Ruhe bewahrt. Das muss ich ihnen hoch anrechnen. Wir haben zwar noch viel Arbeit vor uns, aber nach diesem Spiel bin ich zuversichtlich“, freute sich TSG-Trainer Schmitz. Bei den Vilsern sieht es dagegen düster aus. Nach der Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten stehen sie weiterhin mit zehn Punkten auf dem letzten Rang. „Gegen Kirchdorf müssen nun drei Punkte her, ansonsten sieht es ganz schlecht für uns aus“, war sich SVBV-Coach Patrick Tolle dem Ernst der Lage voll und ganz bewusst.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 18.03.2019

Herren 15.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein Endspiel – oder doch nicht?

Mit neuen Trainern, aber auch mit jeder Menge neuem Optimismus gehen die Kellerkinder TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und SV Bruchhausen-Vilsen die Restrunde an. Zum Auftakt treffen sie direkt aufeinander.

Vorletzter gegen Letzter, elf Spieltage vor Saisonende: Mehr Kellerduell als zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem SV Bruchhausen-Vilsen (Sonntag, 15 Uhr) geht nicht. Es liegt allzu nahe, die Partie zum Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt auszurufen. Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie gut kehren eigentlich neue Besen? Schließlich ist es sowohl für André Schmitz auf TSG-Seite als auch für Patrick Tolle auf SVBV-Seite das erste Pflichtspiel auf der Trainerbank.

So bedrohlich die Lage für beide Mannschaften auch ist, so kann für Schmitz von Endspiel jedoch keine Rede sein. Er stellt eine andere Rechnung auf: „Wir haben noch elf Spiele und brauchen für den Klassenerhalt 30 Punkte. Das heißt, uns fehlen 19 Punkte. Natürlich wäre es schön, wenn wir mit einem Sieg starten, aber auch wenn wir nicht gewinnen, ist nichts verloren.“ Das Ziel sei es, auch nach dem Spieltag nicht Letzter zu sein. Sprich: Die TSG will mindestens einen Zähler und auf keinen Fall verlieren, denn dann würden die Vilser auf jeden Fall an den Gastgebern vorbeiziehen. Genau darauf hofft natürlich Patrick Tolle, der dem Duell schon deutlich mehr Endspielcharakter beimisst als Schmitz. Ein Sieg soll der Startschuss für die Vilser Aufholjagd werden. „Für uns geht es in den nächsten Spielen schon um alles“, sagt der neue Trainer. Nach Seckenhausen warten auf die Lilahemden die Heimspiele gegen den TuS Kirchdorf, der mit fünf Punkten Vorsprung auf das Schlusslicht den Relegationsplatz belegt, und den TuS Sudweyhe, der nach einer nur in Teilen befriedigenden Hinserie Neunter ist. „Da müssen wir punkten. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappt“, strahlt er den Optimismus aus, mit dem er an seine neue Aufgabe herangegangen ist.

Aufbruchstimmung in beiden Lagern

Bei den Vilsern ist es ähnlich wie bei den Seckenhausern, die am Dienstag einen 4:1-Testspielsieg über den Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen feierten (Tore: Moritz Drescher, zweimal Sandro Wittig und Philip Kleingärtner). Es herrscht Aufbruchstimmung. Beide Mannschaften sind in der Vorbereitung mit Blick auf ihre Testspiele nicht ohne Makel geblieben, doch sowohl bei der TSG als auch beim SVBV gilt: Ergebnisse sind – zumindest teilweise – sekundär. Schmitz und Tolle haben gute Ansätze gesehen, auf denen sich aufbauen lässt. Der TSG-Trainer hat seiner Mannschaft neuen Mut eingehaucht und versucht, ihr die Angst vor Fehlern zu nehmen. Genauso wichtig: Er hat personell einige Alternativen. Diese kommen zwar überwiegend aus der zweiten und dritten Herrenmannschaft, doch das bedeutet für Schmitz kein Qualitätsproblem. Im Gegenteil: „Die Jungs sind unverbraucht. Sie sind mit ihrer Unbekümmertheit eine absolute Bereicherung für uns. Wenn man sieht, wie viel Gas sie geben, dann ist das beeindruckend.“ Mit Danny Pankratz (TV Stuhr) und Hergen Corßen-Katenkamp sind aber auch erfahrenere Kräfte zum Team gestoßen. Schmitz' großes Netzwerk konnten die Seckenhauser dagegen nicht nutzen: Als der 47-Jährige vor wenigen Wochen als Trainer installiert wurde, war die Wechselfrist bereits abgelaufen. Das ändert jedoch nichts daran, dass der Coach große Stücke auf sein Team hält: „Die Jungs könnten besser nicht sein“, sagt er.

Schmitz strahlt bedingungslosen Optimismus aus – genau wie sein Vilser Pendant Tolle. Der Glaube an die eigene Stärke ist auch beim SVBV zurückgekehrt. „Die Testspiele“, sagt der Trainer, „waren richtig gut.“ Fünf Partien hat der SVBV bestritten, die Bilanz ist mit drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage sehr gut. „Das ist für den Kopf ganz wichtig. Die Jungs sehen, dass es funktioniert.“ Jedes Erfolgserlebnis hat zur guten Stimmung rund um das Team beigetragen, das weiterhin auf die Unterstützung der ebenfalls von Tolle trainierten Bezirksliga-A-Jugend zählen kann. Die Talente haben eine besondere Motivation: Viele von ihnen werden zur kommenden Saison in den Herrenbereich aufsteigen. Dann wollen sie natürlich lieber im Bezirk als auf Kreisebene spielen. Dass sie eine Hilfe sind, haben sie bereits bewiesen.

Tolle zieht ein positives Fazit der Vorbereitung: „Wir hatten gute Spiele, wir haben gut trainiert und wir hatten durchgehend viele Spieler beim Training. Wir haben gezeigt, was wir können, aber wir haben auch gesehen, was wir nicht können. Daran arbeiten wir. Insgesamt freuen wir uns darauf, dass es wieder losgeht.“ Auch vor dem Seckenhauser Kunstrasen graut es den Vilsern nicht. „Wir haben technisch gute Spieler, die damit zurechtkommen werden“, ist der Coach überzeugt. Beide Teams starten mit offenem Visier in die Partie, die offiziell zwar nur für die Vilser ein Endspiel ist, aber auch für die TSG im Abstiegskampf eine entscheidende Rolle spielen wird.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 15.03.2019

 

Herren 03.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: SVBV feiert den dritten Erfolg

Bruchhausen-Vilsen. Der Fußball-Bezirksligist SV Bruchhausen-Vilsen hat gegen den Kreisligisten SC Marklohe mit dem 2:1 (1:0) den dritten Testspielerfolg gefeiert. Trainer Patrick Tolle war mit der Leistung seiner Mannen größtenteils zufrieden. „Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber die Jungs machen eine gute Entwicklung.“

Über weite Teile waren die Vilser die klar bessere Mannschaft. Nach nur sechs Minuten gingen die Gastgeber durch Mathis Wohlers mit 1:0 in Führung. „Wir sind gut in die Partie gestartet, danach sind wir allerdings etwas eingebrochen“, gab Tolle zu. Durch das viele Rotieren und Ausprobieren kam das Spielsystem der Vilser etwas durcheinander. Mit der knappen Führung ging es dann in die Pause. Nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber weiter spielbestimmend, doch dann folgte ein kleiner Dämpfer: Pascal Cousset erzielte in der 63. Minute per Elfmeter das 1:1. Doch die Vilser ließen sich davon nicht beeindrucken und zogen das Tempo weiter an. Marten Köhler erzielte neun Minuten vor dem Schluss das 2:1 und sorgte damit für den dritten Erfolg in Serie. „Der Sieg gegen Marklohe war Pflicht. Außerdem konnte ich aus dem Spiel wichtige Erkenntnisse ziehen. Ich habe einige A-Jugendspieler mitgenommen, die ihre Sache wirklich gut gemacht haben“, lobte Tolle.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 01.03.2019

Herren 18.01.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Zwischen Aufstiegs und Abstiegskampf

Vor Patrick Tolle liegt in Bruchhausen-Vilsen eine zweite Saisonhälfte der Extreme

Bruchhausen-Vilsen. Drei F bestimmen Patrick Tolles Alltag: Fahrschule, Freundin und Fußball. „Für viel mehr bleibt auch keine Zeit“, lacht der 36-Jährige. Die freien Zeitfenster sind seit Kurzem sogar noch ein bisschen kleiner geworden. Denn Tolle trainiert nicht mehr nur die A-Junioren, sondern nun auch die Herrenfußballer des SV Bruchhausen-Vilsen. Vor ihm liegt ein Halbjahr zwischen Aufstiegs- und Abstiegskampf.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Zeit für Tolle ein hohes Gut ist. Jedenfalls kommt er sofort zum Punkt. „Ich brenne für Fußball“, sagt der ehemalige Spieler des TSV Asendorf, des SV Mörsen-Scharrendorf und – natürlich – des SVBV. Der 36-Jährige strahlt Begeisterung aus, die auf seine Spieler abfärben soll. „Patrick ist ein Menschenfänger“, sagt sein Vorgänger Frank Fischer, inzwischen beim FC Sulingen tätig, über Tolle. Das ist ein großes Kompliment. Aber es ist vor allem die Eigenschaft, die Tolle brauchen wird in den kommenden Monaten. Beruf, Familie und jetzt sogar zwei Fußballmannschaften. „Das geht wirklich nur in einem absehbaren Zeitraum“, weiß er.

Auch weil das Ende der doppelten Mission im Sommer absehbar ist, hat er zugesagt, als der Verein um den Vorsitzenden Thomas Warnke an ihn herantrat und ihn fragte, ob er sich vorstellen könne, die Nachfolge Frank Fischers anzutreten – und das in einer nahezu aussichtslosen Situation. Aufsteiger Vilsen ist Letzter, hat in 19 Spielen nur zehn Punkte geholt. Das rettende Ufer ist bereits acht Punkte entfernt. Der direkte Klassenerhalt ist eine Herkulesaufgabe für Tolle, der zum ersten Mal eine Herrenmannschaft trainiert. Doch da gibt es ja noch den zweiten Rettungsanker: die Relegation. Fünf Zähler fehlen bis zu Rang 13 – nur, will man fast sagen, wenn man Tolle zuhört. „Das können wir packen. Das ist erst einmal unser Ziel“, sagt er selbstbewusst.

Tolle will Aufbruchsstimmung erzeugen beim SV Bruchhausen-Vilsen. Dass nur mickrige elf Partien bleiben, um das lila Wunder zu vollbringen, ist ihm ebenso bewusst wie die Tatsache, dass die Konkurrenten punkten werden und der SVBV noch auf die drei Top-Teams TuS Sulingen II, STK Eilvese und FC Sulingen trifft. „Da kann man eigentlich nichts einplanen“, weiß Tolle. Er ist Realist – aber eben auch Optimist. „Einer oder vielleicht auch drei Punkte und mehr sind trotzdem möglich.“ Der junge Trainer strahlt Zuversicht aus. Schließlich weiß er, wie Erfolg geht. „In den letzten vier Jahren habe ich, den Pokal eingerechnet, vielleicht zehn Spiele verloren“, sagt er nicht ohne Stolz.

Als er die A-Junioren der JSG Bruchhausen-Vilsen übernahm, läutete er eine Erfolgsära ein: Tolle, der zuvor bereits als Jugendtrainer des TSV Asendorf aktiv gewesen war und auch die A-Mädchen und die Frauen in Vilsen betreut hatte, führte das Team von der Kreis- in die Bezirksliga und wurde seitdem Vizemeister und Dritter. Momentan ist die JSG Zweiter, hat gute Aussichten im Aufstiegskampf bei nur drei Punkten Rückstand auf den TuS Sudweyhe. „Bei uns kommt wirklich etwas nach. Das ist eine tolle Mannschaft mit richtig guten Jungs“, sagt Tolle. Auch deshalb wollte er das Team nicht verlassen. „Ich bin von dieser Mannschaft so überzeugt, dass ich sie nicht im Stich lassen konnte“, beschreibt der SVBV-Trainer die enge Bindung, die er zu seinen Spielern aufgebaut hat.

Ebenjene Akteure sollen auch eine entscheidende Rolle im Herrenbereich einnehmen. Die jungen Wilden sind die Vilser Hoffnungsträger. Schon während der Hinrunde baute Fischer mehr und mehr auf die Jugendspieler und konnte keinen Qualitätsverlust erkennen. Im Gegenteil. Das hat auch Tolle zufrieden beobachtet. „Durch sie ist noch einmal Schwung reingekommen.“ Moritz Wohlers stand seinen Mann genauso wie Lasse Kleinschmidt und Jakob Warnke. Nick Brockmann hat sogar zwei Treffer erzielt. „Für die Jungs wäre es toll, wenn wir die Klasse halten, weil sie die Qualität für die Bezirksliga haben“, verweist Tolle auf die gute Zukunftsperspektive. Den Landesliga-Aufstieg mit der Jugend und den Bezirksliga-Klassenerhalt mit den Herren nennt Tolle seine „Wunschziele“. Den Juniorenposten hätte er im Sommer ohnehin abgegeben. „Deshalb wäre der Aufstieg der perfekte Abschluss.“

Der Start ist entscheidend

In der kommenden Saison wird sich Tolle komplett auf die erste Herrenmannschaft konzentrieren. Völlig neu ist die Bezirksliga für den Coach, der die Aufgabe auch aufgrund seines guten Verhältnisses zu Zweitherren-Trainer Fabian Schlechter und Klubchef Thomas Warnke angenommen hat, nicht: Er betreute die Lilahemden beim Heimspiel gegen Wetschen, als Frank Fischer verhindert war. Am Ende stand es 2:3. Wenn im März die Restrunde beginnt, dann zählen eigentlich nur noch Siege, besonders in den ersten beiden Wochen gegen die direkten Konkurrenten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und TuS Kirchdorf. „Diese Spiele sind sehr entscheidend. Wenn wir beide verlieren, dann sieht es schlecht aus. Mit einem Sieg sind wir nicht chancenlos. Aber wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir voll dabei“, erklärt Tolle, wie viel von einem guten Auftakt abhängt.

Ihm bleibt also keine Zeit, um sich im Herrenbereich zu akklimatisieren. Wenn er mit seinem Team die Bezirksliga halten will, muss er sofort abliefern. Dabei hat der Coach durchaus Respekt vor seiner neuen Aufgabe. „Es ist anders, eine Herrenmannschaft zu trainieren. Es ist ein anderes Miteinander. Ich trainiere jetzt Spieler, die so alt sind wie ich“, sieht er eine ganz andere Ausgangssituation als im Jugendbereich. Letztere Aussage ist übrigens nicht aus der Luft gegriffen: Simon Röper ist mit 36 Jahren genauso alt wie sein Trainer. „Alle müssen lernen, damit umzugehen“, fordert dieser. Immerhin bleibt ein bisschen Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen: Der späte Restrundenstart kommt den Vilsern in dieser Hinsicht entgegen. Ein Plus ist auch, dass sich Tolle nicht mehr groß einarbeiten muss: „Ich kenne die Jungs und die Jungs kennen mich“, weiß der Fahrlehrer, der etwa seinen jetzigen Spieler Marten Köhler bereits im Jugendbereich betreute.

Obwohl das erste Pflichtspiel erst in knapp zwei Monaten stattfindet, haben Tolle und der SVBV keine Zeit zu verlieren. „Alle sollen den neuen Schwung merken“, sagt der Trainer. Ausdauer- und Krafteinheiten finden bereits statt. Unter anderem steht ein Lauftraining um den Werdersee an, ehe es danach in die Soccerhalle geht. Am 29. Januar bittet Tolle sein Team dann das erste Mal auf den Platz. „Bis dahin wollen wir das Läuferische auf einem guten Level halten“, erklärt er. Denn eines will er unbedingt vermeiden. „Wenn es nicht für den Klassenerhalt reicht, wollen wir uns nicht nachsagen lassen, dass wir nicht gekämpft haben. Deshalb müssen wir mehr machen als die die anderen Mannschaften.“

Die kommenden Monate werden für alle Vilser sehr intensiv. Dienstags werden A-Junioren und Herren gemeinsam trainieren, die zweite Einheit der Senioren findet nun freitags statt, damit die zahlreichen Studenten mit dabei sein können. Tolle wird also einiges verändern, wobei er betont, dass längst nicht alles schlecht war: „Die Mannschaft hat Qualität, das hat man in vielen Spielen gesehen. Oft fehlte nur das letzte Quäntchen.“ Defensiv sicher stehen und im Aufbau auch spielerische Lösungen finden – unter anderem daran will Tolle, der die längeren Ausdauerläufe selbst mitmacht, mit seinem Team arbeiten. Er weiß: „Mir wird sicher niemand den Kopf abreißen, wenn wir absteigen.“ Mit diesem Gedanken beschäftigt er sich aber derzeit nicht. „Ich glaube an den Klassenerhalt. Wir können eine Euphorie entfachen“, sagt er. Wer sollte das besser können als Tolle, der Begeisterer?

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.01.2019

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