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Herren 26.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein wilder Ritt

Twistringen führt im Spitzenspiel gegen Vilsen bereits 3:0, doch die Gäste schaffen das Comeback

Twistringen. Ob es für beide Mannschaften das vorerst letzte Spiel war? Sowohl Uwe Küpker, Trainer des SC Twistringen, als auch Patrick Tolle, Coach des SV Bruchhausen-Vilsen, äußerten diese Vermutung. Sollten beide Recht behalten, können sie zumindest behaupten, sich mit einem denkwürdigen Bezirksliga-Spiel in die Pause verabschiedet zu haben: Beim 3:3 (3:1)-Unentschieden führten die Gastgeber bereits mit 3:0, doch den Gästen gelang ein tolles Comeback. Am Ende hätten beide Teams den wilden Ritt für sich entscheiden können.

Rein tabellarisch stand der Zähler den Broksern gut zu Gesicht, verteidigten sie doch Rang zwei gegen einen direkten Konkurrenten. Auch aus moralischer Sicht konnte die Tolle-Elf sicherlich besser mit dem Ergebnis leben. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass sie etwas Großes schaffen können. Ein 0:3 haben wir noch nie aufgeholt“, sagte der Coach. Dass dieses Unterfangen gelingen könnte, hatte sich bereits vor dem Seitenwechsel angedeutet. Denn nach dem 0:3 zeigten die Vilser eine Trotzreaktion und kamen durch Chedli Belkhir zum wichtigen ersten Treffer (43.).

Bis dato war gar nichts nach Plan verlaufen. „Wir waren überhaupt nicht in den Zweikämpfen“, erkannte Tolle ein entscheidendes Problem, das die Twistringer mit den Debütanten Aaron Djulic und Enrico Müller prompt nutzten: Lennart Bors traf doppelt. Zunächst verschaffte er sich robust gegen Mathis Mann Platz und überwand Maximilian Kues (19.). „Für mich ein klares Foul. Er geht nur in den Mann“, fand Vilsens Dennis Böschen. Beim zweiten Gegentreffer legte Marten Köhler den Ball unglücklich in Bors’ Lauf, und der SCT-Kapitän bedankte sich (24.). Und es kam noch besser für die Twistringer: Lüder Uhlhorn eroberte den Ball gegen Alexander Kues, der sich nur noch mit einem Foul zu helfen wusste – Strafstoß. Hannes Fortkamp verwandelte zum 3:0 und damit zur vermeintlichen Vorentscheidung (31.). „Es war in den ersten 30 Minuten ein super Spiel von uns“, fasste Küpker das Geschehen aus Sicht der Blaumeisen zusammen.

Doch der SVBV war noch nicht besiegt und knüpfte nach der Pause an die Leistung von vor dem Seitenwechsel an. Der Druck wuchs immer weiter: Hauke Wortmann (46.) und Belkhir (47.) untermauerten die Offensivambitionen, Jannik Blome verhinderte zweimal das zweite Tor (49.). Twistringen kam nicht zur Ruhe, der zweite Gegentreffer durch Jan-Christoph Kornaus Foulelfmeter schien schon fast überfällig (52.). Allerdings hatte keine Blaumeise ein Vergehen an Belkhir gesehen. „Sogar Vilsens Bank hat gelacht“, hatte der gesperrte Philipp Meyer beobachtet.

Den Eifer der Brokser befeuerte das Tor nur noch mehr. Und sie legten prompt nach: Böschen veredelte Belkhirs Vorarbeit (56.) – das 3:3. Und es war noch viel Zeit, die Partie komplett zu drehen. „Wir hätten es sogar packen können“, sagte Tolle mit Blick darauf, dass seine Elf weiter drückte. Oder wie er es sagte: „Die Jungs haben sich zerrissen und alles rausgehauen.“ Angeführt wurden sie von Kornau, der nach seiner frühen Einwechslung für den platzverweisgefährdeten Alexander Kues die Sicherheit ins Vilser Spiel zurückbrachte. „Er hat Verantwortung übernommen und als junger Kerl das Spiel geleitet“, lobte der Coach seinen Verteidiger.

Dass er das Ergebnis am Ende als gerecht bezeichnete, lag auch daran, dass sich die Twistringer wieder sammelten. Die letzte Chance des Spiels besaßen sogar die Gastgeber, doch Nico von Weihe konnte den Ball per Kopf nicht mehr entscheidend drücken (87.). Es wäre der verrückte Schlusspunkt einer irren Partie gewesen. „Wir hätten gerne gewonnen, aber wenn man das ganze Spiel betrachtet, geht das Ergebnis schon so in Ordnung“, fand Küpker. Zumal das Resultat seiner Elf alle Chancen für die Meisterrunde offen hält. „Das hätten uns die meisten vor der Saison nicht zugetraut.“ Als sich die Nerven so langsam beruhigt hatten, fand SCT-Co-Trainer Michael Schultalbers die wohl besten Worte für das Spiel: „Das war Werbung für den Fußball.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.10.2020

Herren 26.10.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Vilsen beendet Negativlauf

Barrien. Im Aufsteigerduell der Kreisliga Diepholz hat der TSV Barrien auf eigenem Platz eine 1:2 (0:0)-Niederlage gegen den SV Bruchhausen-Vilsen II hinnehmen müssen. TSV-Trainer Daniele Guerra sparte dennoch nicht mit Lob, hatte er doch vor der Begegnung große Personalprobleme zu lösen: „Die Hälfte meiner Mannschaft wollte aus Sorge vor dem Corona-Virus gar nicht antreten, wir haben Herren aus der Ü40 überredet“, klärte der Coach auf. „Dieses Team hat riesig gekämpft und alles versucht.“ Die Vilser haben sich mit dem Sieg nach zuvor vier Spielen ohne Dreier im Meisterrundenrennen zurückgemeldet.

Im ersten Durchgang waren die Gastgeber sogar torgefährlicher, allen voran Nils Petersen, der in der 25. Minute allein auf Vilsens Keeper Tobias Stuwe zulief. Das Leder brachte er am Torwart, aber auch am Tor vorbei. Auf der Gegenseite musste Oldie Karsten Köitsch im TSV-Kasten nur einmal sein Können gegen Nico Schröder aufblitzen lassen, bereinigte die Eins-gegen-eins-Situation aber gelassen.

Nach der Pause wechselte SV-Coach Ben Weber mit Christian Mewes und Sören Schweers reichlich Offensivpower ein. Prompt kamen die Gäste besser in die Partie, erarbeiteten sich Standardsituationen – und nutzten sie auch. Fast eine Stunde war gespielt, da brachte Luca-Ole Rother einen Eckball gefährlich vors Tor, Arsen Orzjan stieg hoch und köpfte das Spielgerät unhaltbar zum 1:0 (59.) in die Maschen. Wenige Minuten später nahezu die gleiche Aktion: Wieder servierte Rother einen Eckball auf Orzjan, der diesmal jedoch per Kopf auf Christian Mewes verlängerte, der am zweiten Pfosten lauerte und den Ball zum 2:0 (66.) über die Linie drückte.

Nach feinem Doppelpass mit Marvin Glander verkürzte Marc Behrens kurz vor Schluss zwar noch auf 1:2 (82.), für einen Punktgewinn reichte es nicht mehr. „Wir haben unsere Niederlagenserie beendet“, atmete Gäste-Coach Ben Weber nach dem Abpfiff durch. „Nicht mit der besten Leistung, aber wir haben gut gearbeitet.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.10.2020

Herren 19.10.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Daniel Koch wird zum Matchwinner für Sudweyhe II

Sudweyhes Zehner markiert in der Schlussphase beide Tore für die Gäste. Vilsens Treffer fällt zu spät.

Bruchhausen-Vilsen. Im Spitzenspiel der Kreisliga Diepholz Nord hat sich der TuS Sudweyhe II beim SV Bruchhausen-Vilsen II knapp mit 2:1 (0:0) durchgesetzt. Daniel Koch sorgte mit seinem Doppelpack für drei weitere Punkte aufseiten des TuS. Bis kurz vor Schluss sah es nach einem 0:0-Unentschieden aus, doch mit einem Distanzschuss lenkte Koch das Spiel in Richtung der Gäste.

Vilsen agierte zunächst aus einer gut gestaffelten Defensive heraus und wollte den Sudweyhern das Spiel überlassen. Auf beiden Seiten passierte lange Zeit wenig. Erst nach 43 gespielten Minuten gab es die erste Großchance der Begegnung. Der Gastgeber brach über die rechte Seite durch und kam in eine gute Abschlussposition, doch Sudweyhes Schlussmann Kevin Rajes war zur Stelle. Direkt danach waren die Vilser erneut alleine durch. Stürmer Nico Schröder stand frei vor dem Tor und scheiterte am Innenpfosten. „Wir haben nicht so richtig den Weg zum Tor gefunden. Bei dem schmalen Platz war es sehr schwer, flach in die Tiefe zu kommen. Dann kamen noch einige Fehler dazu. Wir haben es uns selbst schwer gemacht“, bemängelte Sudweyhes Trainer Eduard Scharf. Sein Vilser Gegenüber Ben Weber hatte dagegen ein „Spiel mit abwechselnd stärkeren Phasen“ gesehen.

Nach der Pause kamen beide Mannschaften mit Schwung zurück in die Partie, wobei Sudweyhe den besseren Start erwischte. Zunächst scheiterte Daniel Koch an SVBV-Schlussmann Tobias Stuwe, ehe Mika Bade aus bester Position das Tor verfehlte.

Die größte Chance des Spiels hatte jedoch die Reserve des SV Bruchhausen-Vilsen. Nico Schröder setzte sich auf der Außenbahn gegen zwei Sudweyher Abwehrspieler durch und legte den Ball in die Mitte. Dort musste Feizal Alkozei aus fünf Metern nur noch ins leere Tor einschieben, verfehlte das Gehäuse aber um einen Meter. „Den haben wir, glaube ich, alle schon drin gesehen. Aber ihm ist der Ball über den Schlappen gerutscht, und er ist zudem nicht komplett im Rhythmus, da kann man ihm so etwas nicht verübeln“, nahm Weber seinen Angreifer in Schutz.

Nun begann die starke Phase von Daniel Koch. Direkt nach der Halbzeitpause war er noch knapp gescheitert, doch in der Schlussphase fasste er sich aus 20 Metern ein Herz und zog ab. Der Ball schlug knapp neben dem linken Torpfosten ein (81.) Vilsen lockerte nun die Defensive und schob die Reihen höher. Sudweyhe nutzte die Räume und ein Steckpass fand erneut den starken Koch. Mit einem cleveren Lupfer erhöhte er auf 2:0 (90.). Den Schlusspunkt setzte Vilsens Steve Prehn. Nach einer Flanke stand er genau richtig und verkürzte mit dem Schlusspfiff zum 1:2-Endstand. „Der Sieg war alles andere als souverän. Wir haben natürlich auch davon profitiert, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, resümierte Scharf. Weber dagegen war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Ich glaube, wir hätten auch punkten können. Am Ende ist Sudweyhe dann so stark, dass sie kurz vor Schluss doch noch treffen."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 19.10.2020

Herren 19.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Jannik Theiß hält Sudweyhes Punkt fest

Bruchhausen-Vilsen ist im Verfolgerduells nah dran am Sieg

Bruchhausen-Vilsen.In einem ereignisreichen Aufeinandertreffen haben sich der SV Bruchhausen-Vilsen und der TuS Sudweyhe trotz vieler Großchancen torlos getrennt. „Das war heute alles andere als ein 3:8 wie noch im Hinspiel. Ich glaube, am Ende hatten wir sogar ein deutliches Chancenplus“, fand Vilsens Trainer Patrick Tolle. Mann des Spiels war Sudweyhes Schlussmann Jannik Theiß. Mit einer Reihe starker Paraden sicherte er seiner Mannschaft den einen Punkt. „Jannik war heute bärenstark, am Ende können wir sogar noch mit dem einen Punkt gut leben“, lobte Benjamin Jacobeit, Trainer des TuS Sudweyhe, seine Nummer eins. Den Twistringer Patzer konnten beide Mannschaften nur bedingt nutzen. Vilsen hat als Zweiter aber wieder einen Aufstiegsrundenplatz inne. Sudweyhe bleibt Vierter.

In der ersten Halbzeit zeigten beide Teams ein Spiel mit viel Tempo und kamen zu Torchancen. Bereits in den ersten Minuten hatten die Gastgeber vier Hochkaräter. Zwei vereitelte Torhüter Theiß, zwei Mal hatte Sudweyhe Glück, dass die Vilser das Tor knapp verfehlten. Auf der anderen Seite setzte Robin Engelhardt einen Kopfball genau zwischen Pfosten und Latte, doch auch Keeper Maximilian Kues war zur Stelle.

Nach der Pause kamen die Sudweyher stärker aus der Kabine. Mit viel Power und Zweikampfstärke nahmen sie in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel das Heft in die Hand, doch vor dem Tor fehlte die Konsequenz. „Man merkt natürlich, dass die Hälfte des Kaders fehlt, aber vor dem Tor müssen wir die Chancen dann auch wegmachen“, sagte Jacobeit. Vilsen schaffte es, durch Standards oder schnelle Konter immer wieder gefährlich vor dem Tor der Gäste zu werden. Zweimal war der Ball eigentlich schon drin, ehe Theiß seine Finger ins Spiel brachte und das Spielgerät noch von der Linie kratzen konnte. Vilsen erspielte sich nun ein Chancenplus und war drauf und dran, in Führung zu gehen. Auch Trainer Patrick Tolle hatte eine starke Schlussphase seiner Mannschaft gesehen: „Wir haben uns sehr viele Möglichkeiten herausgespielt. Da muss man sich fragen, wie dieses Spiel 0:0 ausgehen kann“, vermisste er eigentlich nur einen Treffer seiner Elf.

Gästecoach Jacobeit gab sich derweil mit dem einen Punkt zufrieden: „Klar ist es ärgerlich, aber am Ende müssen wir sogar froh sein, das wir hier einen Punkt mitnehmen. Man könnte sagen, das war ein Spiel der Torhüter.“ Auch Patrick Tolle konnte mit dem gewonnen Zähler gut leben: „Wichtig war uns, hier nicht zu verlieren, um vor Sudweyhe zu bleiben." Das hat sein Team geschafft.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 19.10.2020

Herren 14.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Tolle macht am Saisonende Schluss

Vilsens Trainer hört aus beruflichen Gründen auf, will bis dahin aber das Maximale erreichen

Bruchhausen-Vilsen.Patrick Tolle verfolgt eine klare Linie. Er ist ein Mann der Fakten, beruflich, aber auch im Sport. Deshalb hat der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen selbst die Initiative ergriffen und frühzeitig für Klarheit gesorgt: Bis zum Ende der Saison wird er bei den Broksern an der Seitenlinie stehen. Dann aber wird Schluss sein.

Kommt dieser Schritt überraschend? Aus sportlicher Sicht definitiv, denn Vilsen ist so stark wie lange nicht, hat als Aufsteiger in sieben Spielen starke 15 Punkte geholt. "Und die nicht von ungefähr", kann Tolle auf ein eingespieltes Team bauen, dass es nicht nur jedem Gegner schwer machen, sondern jeden Kontrahenten auch bezwingen kann. Und dass vor allem noch entwicklungsfähig ist. "Die Jungs spielen geilen Fußball, und ich glaube, dass sie Bock darauf haben, noch mehr zu erreichen", sagt der Coach selbst. Warum also aufhören?

Es liegt auf der Hand, dass Tolle, der vor dem 4:2-Sieg beim TSV Bassum zunächst die SVBV-Spitze um Thomas Warnke und Thomas Kues und nach der Partie auch die Mannschaft informierte, keine sportlichen Gründe für sein Aus anführt. Beruflich fehle ihm dagegen die Zeit, sagt er. Er ist Besitzer einer eigenen Fahrschule und als Selbstständiger ohnehin eher eine Ausnahme im Trainergeschäft. Halbgas geben kommt für ihn also weder im Sport- noch im Berufsleben in Frage. Nun steht fest, dass er seine Fahrschule in den kommenden Monaten erweitern wird. Ein größerer Betrieb, mehr Verantwortung, wohl auch mehr Zeitaufwand. "Ich musste eine Entscheidung fällen", bekräftigt Tolle.

Tolle hat etwas aufgebaut

Dass dieser Entschluss gegen den Fußball gefallen ist, sei schwer für ihn gewesen. Tolle ist mit dem Sport groß geworden, sehr früh als Trainer durchgestartet, mittlerweile 14 Jahre in Folge an der Seitenlinie, davon neun in Reihen der Brokser. Er hat etliche Erfolge gefeiert, bereits mit seinen Jugendmannschaften und zuletzt mit der Rückkehr in die Bezirksliga mit den Herren. In seiner Mannschaft stehen etliche Akteure, die er bereits im Juniorenbereich ausgebildet hat. "Da sind viele Freundschaften entstanden. Ich habe dem Verein viel zu verdanken und konnte hier etwas Tolles aufbauen. Ich habe die Jungs im Team, die ich immer haben wollte. Eigentlich kann ich es immer noch nicht richtig wahrhaben, denn jetzt bin ich da, wo ich immer hinwollte als Trainer", verdeutlicht Tolle, wie schwer ihm der Schritt fällt, am Saisonende sein Amt abzugeben.

Andererseits sei er auch stolz darauf, eine intakte Mannschaft zu übergeben, sagt der Coach, der zu Beginn des Jahres 2019 auf Frank Fischer folgte und parallel noch die A-Jugend trainierte. Er mutete sich dieses Mammutprogramm zu, formte danach aus dem Herren-Absteiger in Windeseile einen Aufsteiger, der nun den Bezirk aufmischt. "Es ist sehr hart, in dieser Situation zu gehen", sagt er. Sein Aus der Mannschaft zu verkünden, sei sehr emotional gewesen. Doch ein Tag hat auch für den liierten Tolle, der zudem ein begeisterter Geflügelzüchter ist, nur 24 Stunden. "Es ist schon sehr schwer, das alles unter einen Hut zu bekommen", weiß der SVBV-Vorsitzende Warnke.

Er ist froh, noch bis zum Saisonende auf Tolle, der als Spieler für den TSV Asendorf, den SV Mörsen-Scharrendorf und den SVBV auflief, bauen zu können. "Patrick leistet überragende Arbeit", lobt Warnke den Trainer. Wie es nach dem Saisonende weitergeht, steht noch nicht fest. "Wir haben aber bereits ein Profil erstellt", sagt er und fügt erklärend an: "Es darf auch gern jemand von außen sein. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir jemanden finden werden. Wir haben nicht so einen schlechten Ruf." Das geht auch auf Tolles Arbeit zurück. Er hat den Talenten den Weg in den Seniorenbereich geebnet und dem Team eine Philosophie verliehen.

Er freue sich bereits darauf, am ersten Spieltag der kommenden Saison als Zuschauer an der Seite zu stehen, sagt er. Doch das ist Zukunftsmusik – und damit auch noch kein großes Thema für ihn. Er konzentriert sich lieber auf das Hier und Jetzt. Das sieht noch sieben Spiele bis zur Winterpause vor. Patrick Tolle wäre nicht Patrick Tolle, wenn er nicht sagen würde: "Wir wollen das Maximale herausholen." Aus der gesamten Saison natürlich. Was das ist? "Das werden wir sehen. Ich bin schon gespannt darauf", grinst er. Eines ist derweil klar: Seine Motivation wird nicht nachlassen. Im Gegenteil.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 14.10.2020

Herren 12.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Vilsen bleibt ganz oben dran

4:2-Erfolg beim TSV Bassum

Bassum. Nein, mit der Aufstiegsrunde müsse sich seine Mannschaft nicht mehr beschäftigen, stellte Torsten Klein etwas ernüchtert fest. Diese kleine Chance hatte seine Mannschaft, der TSV Bassum, in der Fußball-Bezirksliga gerade mit der 2:4 (1:3)-Niederlage im Heimspiel gegen SV Bruchhausen-Vilsen verspielt. Die Brokser dagegen dürfen völlig zurecht weiterhin träumen: Nach der Niederlage des SC Twistringen im Spitzenspiel bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (s. Bericht auf dieser Seite) trennt sie nur das schlechtere Torverhältnis vom zweiten Tabellenplatz.

"Wahnsinn, oder?" Mehr Worte musste Vilsens Trainer Patrick Tolle nicht über die Tabellensituation verlieren. Fünf Siege aus sieben Spielen hatte er selbst nicht erwartet. Doch nun sind diese 15 Punkte Realität. Dass sie nicht von ungefähr kommen, das bewies Tolles Elf in der Lindenstadt. "Wir haben – bis auf bei den beiden Gegentoren – gut verteidigt und immer wieder unsere schnellen Spieler eingesetzt", sah er, wie der Matchplan aufging. Vilsen agierte konzentriert und war gewohnt schnell im Umschaltspiel. "Wir haben über Hauke Wortmann, Chedli Belkhir und Gerrit Jüttner ganz viel Tempo gemacht. Unsere Stürmer haben die entscheidenden Lücken für die anderen gerissen", schafften die Angreifer Platz für ihre Mitstreiter. So zum Beispiel Erik Helms, der nach einer Vorarbeit von Wortmann noch in der Anfangsphase der Begegnung seine Farben in Front brachte (8.). Der Sechser, sonst ein wenig auffälliger, aber umso umtriebigerer und wichtiger Arbeiter im SVBV-Team, feierte eines seiner seltenen Tore.

Böschen trifft doppelt

Und Vilsen legte nach: Dennis Böschen traf mit einem von Patrik Remmert abgefälschten Schuss zum 0:2 (17.). Nun wurde die Luft für Bassum langsam dünn. An den guten Auftritt vom Sudweyhe-Spiel konnten die Gastgeber allerdings zu keinem Zeitpunkt anknüpfen. "Es war eine absolut verdiente Niederlage. Vilsen hat es gut gemacht und unsere Fehler bestraft. Sie waren griffig in den Zweikämpfen. All das, was wir nicht waren", monierte der Coach.

Doch sein Team gab noch nicht auf, meldete sich durch Alexander Pestkowski, der nach Vorarbeit von Florian Fröhlich den Ball mit der Brust annahmen und dann per Direktabnahme traf, zurück (27.). Aber Vilsen blieb unbeirrt, Böschen baute nach einem Konter mit einem Hammer aus 17 Metern an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor den Vorsprung noch vor der Pause wieder auf zwei Tore aus (45.). "Das war ein ganz wichtiger Treffer für uns, weil wir uns rechtzeitig wieder zurückgemeldet haben. Und das Tor war klasse, ein richtiger Strahl", freute sich Tolle für seinen Doppeltorschützen.

Bassum besann sich jedoch noch einmal. Erneut machte Pestkowski nach Fröhlich-Vorarbeit das Spiel wieder spannend (54.). Der Ausgleich lag nun in der Luft. Fröhlich hatte ihn auf dem Fuß, traf aber das Tor nicht, nachdem er Keeper Maximilian Kues umspielt hatte (66.). Obwohl ihn Vilsens Schlussmann erwischt hatte, blieb der Bassumer auf den Beinen. Das wurde nicht belohnt. Stattdessen machte Vilsen durch Chedli Belkhir nach einem Solo alles klar (77.). Und während die Vilser jubelten, haderte Klein mit der Inkonstanz seines Teams: "Das ist einfach typisch für uns."

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.10.2020

Herren 11.10.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Kampfansage des TSV Weyhe-Lahausen

Die Mannen von Trainer Thorsten Eppler erobern durch einen 5:1-Sieg gegen den SVBV II Platz eins

Lahausen. Es war eine ereignisreiche erste Halbzeit unter Flutlicht auf dem Kunstrasen der Weyher Zentralsportanlage. Es gab ein Uwe-Seeler-Gedächnistor, einen satten Torschuss unter die Latte nach einem an Arjen Robben erinnernden Lauf und zwei Auswechslungen wegen Kopfverletzungen. Diese Verletzungsunterbrechung teilte die 45 Minuten hinsichtlich ihrer Spielanteile und sorgte somit für die Wende in der Partie. 1:1 stand es in der Fußball-Kreisliga zur Pause zwischen dem TSV Weyhe-Lahausen und dem SV Bruchhausen-Vilsen II, 45 Minuten später hatte Lahausen das Spitzenspiel mit 5:1 (1:1) für sich entschieden.

Am wichtigsten war aber, dass Lahausens Trainer Torsten Eppler und sein Vilser Kollege Ben Weger Entwarnung wegen der Verletzungen ihrer Akteure geben konnten. Es war ein langer Ball in den Strafraum gewesen, den Lahausens Dominik Mahn per Kopf erreichen wollte, dabei aber mit Vilsens Keeper Hauke Schröder zusammenprallte. Beide waren noch selbstständig vom Platz gegangen, mussten aber in Krankenhäusern behandelt werden. Mahn zog sich eine Gehirnerschütterung und Platzwunde zu, bei Schröder musste die aufgeplatzte Lippe genäht werden. Kurios war, dass auf der anderen Seite eine ähnliche Szene zum 0:1 geführt hatte. TSV-Keeper Felix Eichhorn bekam einen hohen Ball nicht richtig zu fassen. Lukas Rothers Versuch wurde noch geklärt, ehe das Spielgerät Ball bei Philip Knake landete. Der saß am Fünfmeterraum mit dem Rücken zum Tor auf dem Boden und bugsierte den Ball zum 0:1 ins Tor (17.). Uwe Seeler oder Gerd Müller hätten es nicht besser gekonnt. Später schnappte sich Lahausens Tarek Azeldin den Ball und lief von links vom Mittelkreis quer übers Feld in Richtung Strafraum und hämmerte mit dem rechten Fuß das Leder unter die Latte – 1:1 (45.+3), ein spiegelverkehrtes Robben-Tor. „Die Unterbrechung hat uns wachgerüttelt“, so Eppler, denn nach starken ersten 20 Minuten der Vilser hatte Lahausen das Zepter in die Hand genommen. Der eingewechselte Keeper Tobias Stuwe rettete gegen Moritz Drescher und Kevin Gibek. „Wir haben die Ordnung verloren“, meinte Weber, „wobei wir bis zur Pause noch ordentlich gespielt hatten."

TSV verballert noch viele Chancen

Gleichwohl war Lahausen ab Minute 25 feldüberlegen, vor allem Azeldin war auf der linken Seite sehr aktiv. Auch der eingewechselte Hussein Zabab fiel positiv auf. Zweimal traf er nach der Pause (50., 66.). Beim 2:1 staubte er einen Eckball ab, den Stuwe nur unglücklich an die Latte hatte lenken können. Später verhinderte der zweite Torwart weitere Lahauser Treffer. Aljoscha Klatte (62.) und Dominik Lindenborn trafen noch (90.+2). „Wir haben richtig gut gespielt, aber noch viele Chancen verballert“, so Eppler. Weber stimmte ihm zu: „Wir mussten mit dem 1:5 zufrieden sein.“ Die Zuschauer hatten ein gutes Spiel gesehen. Vilsen war nach der bis dato erfolgreichen Saison selbstbewusst in die Partie gestartet und hatte Lahausen ordentlich beschäftigt. Während Eppler sich von dem gedrehten Spiel eine Signalwirkung für die Saison erhofft, sah Weber die Pleite als letzte Warnung: „Wir müssen weiter konzentriert spielen, es geht nicht von selbst.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.10.2020

Herren 05.10.2020 von Thomas Warnke

2. Herren: Tabellenführung verloren

SV Bruchhausen-Vilsen II kassiert erste Pleite gegen SVMS

Bruchhausen-Vilsen. Am sechsten Spieltag der Kreisliga Diepholz hat es nun auch den SV Bruchhausen-Vilsen II erwischt. Erstmals musste das Team in dieser Saison das Feld als Verlierer verlassen, da das Heimspiel gegen den SV Mörsen-Scharrendorf mit 0:2 (0:2) verloren wurde. „Das war heute wieder eine bärenstarke Leistung der Jungs. Wir haben defensiv nur wenig zugelassen und vorne endlich mal die nötige Konsequenz gezeigt und die Tore gemacht“, freute sich hingegen Gäste-Trainer Friedhelm Famulla.

Nach einem abwartenden Beginn beider Mannschaften schockten die Gäste ihren Kontrahenten mit einem Doppelschlag. Am Ende eines Ballgewinns seiner Mitspieler stand Andre Nienaber in der Mitte goldrichtig und schob zur Führung ein (16.). Nur drei Minuten später gelang Jonas Wilkens schon das 0:2, als er den Ball gegen einen Verteidiger gewann und vor Torhüter Tobias Stuwe die Ruhe behielt. „Das darf uns so nicht passieren. Ich hatte eigentlich den Eindruck, dass wir gut im Spiel sind und dann passieren uns zwei solche Fehler“, ärgerte sich Vilsens Trainer Ben Weber. Sein Team brauchte eine Weile, um die Gegentore zu verdauen. Erst bei einem Torschuss von Sören Schweers, der an die Latte klatschte, verzeichneten sie nochmals Torgefahr (35.).

Weiterer Stürmer beim SVBV II

Nach dem Seitenwechsel probierte es Ben Weber mit einem zusätzlichen Stürmer. Bei Torschüssen von Steve Prehn (56.), Nico Schröder (63.) und einem Kopfball von Sören Schweers (70.) lagen Tore in der Luft. „In der Phase waren wir gut drin, da muss eigentlich das Anschlusstor fallen. Am Ende war dann eine wenig die Luft raus“, erklärte Ben Weber. Auf der Gegenseite hatte der kurz zuvor eingewechselte Arne Beckmann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, fand aber in Keeper Stuwe seinen Meister (78.). In der hektischen Nachspielzeit verloren der SV Bruchhausen-Vilsen II Sören Schweers und der SV Mörsen-Scharrendorf Jonas Wessels jeweils durch eine rote Karte.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.10.2020

Herren 05.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Gefährliche Seckenhauser Standards

Die TSG gewinnt das Spitzenduell der beiden Aufsteiger in Bruchhausen-Vilsen mit 2:0 und behauptet Platz eins

Bruchhausen-Vilsen .Iman Bi-Ria vom Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst hatte in der Ansprache an sein Team nach dem 2:0 (2:0)-Auswärtserfolg beim Mitaufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen nur lobende Worte parat. "Wir haben das Ding hier gerockt und sind wieder Tabellenführer", sagte der TSG-Coach. In Vilsen waren es die brandgefährlichen Standards von Mittelfeldakteur Philipp Eggers, die den Unterschied ausmachten. Mit einem Sieg im kommenden Heimspiel und Gipfeltreffen gegen den Zweitplatzierten SC Twistringen können sich die Seckenhauser jetzt sogar die Hinrunden-Meisterschaft sichern. 

"Wir haben jetzt Blut geleckt und wollen auch Hinrunden-Meister werden", lautet Bi-Rias Zielsetzung im Spitzenspiel. Mit einer veränderten taktischen Ausrichtung schickte er seine Elf ins Spiel bei den Vilsern. Anstatt des bewährten 4-4-2-Systems wählte Bi-Ria die offensivere 4-3-3-Variante. "Taktisch waren wir perfekt eingestellt. Wir wollten die Vilser zermürben. Das hat gut funktioniert. Die Mannschaft hat das gut umgesetzt. Wir haben halt viel Erfahrung und zudem gute Charaktere auf dem Platz", kommentierte Bi-Ria. Und da waren dann noch die Standards, die sich als Waffe erwiesen und mit denen die Gäste entscheidend punkten konnten. Nach einem Foul an Sercan Durmaz zirkelte Philipp Eggers einen Freistoß in den Vilser Strafraum, doch Innenverteidiger Mathis Mann rettete vor dem einschussbereiten Yannick Leushuis zur Ecke. Diese brachte Eggers ebenfalls gefährlich vors Tor und jetzt war Leushuis dann auch per Kopfball aus zwei Metern erfolgreich (19.).

Den nächsten Freistoß verwandelte Eggers direkt (27.). Die nächste gefährliche Situation vor dem Vilser Tor entstand wiederum nach einem Freistoß von Eggers, der dieses Mal den Kopf des aufgerückten Mannschaftskapitäns Philip Kleingärtner fand. Doch dessen Kopfballverlängerung landete über dem Querbalken (28.). "Wir trainieren die Standards immer wieder", verriet Bi-Ria über das Erfolgsrezept. Die Gastgeber erarbeiteten sich ihre erste Torchance in der 35. Minute. TSG-Keeper Maurice Lutterklas verlor den Ball zunächst an Dennis Böschen. Am anschließenden Flankenball von Erik Helms segelte Marten Köhler nur knapp vorbei. "Trotz des Rückstandes waren die Seckenhauser nicht das spielerisch komplett überlegene Team, wie ich es eigentlich erwartet hatte", schilderte Tolle. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann aus der Hand gegeben", sah Bi-Ria noch Verbesserungsbedarf. Böschens Kopfball landete nach einer Rechtsflanke von Florian Wacker über dem Tor (56.). Dann parierte auf der Gegenseite Kues dreimal großartig. Zunächst war er nach einem Hackentrick von Marcel Dörgeloh zur Stelle, parierte dann den anschließenden Distanzschuss von Eggers und hielt auch den Nachschuss von Dörgeloh (68.). Zehn Minuten später trickste sich Dörgeloh durch den Strafraum und lupfte die Kugel an den Pfosten. Dazwischen zeichnete sich Lutterklas bei einem Schuss des Vilsers Hauke Wortmann aus (71.).

Vielleicht wäre von Seiten der Gastgeber noch etwas gegangen, wenn sie in der 82. Minute bei einer Doppelchance zum Anschluss gekommen wären. Zunächst beförderte Niklas Schröder den Ball freistehend über das Tor. Dann stocherte Wacker nach Ecke von Helms und anschließender Kopfballverlängerung von Böschen nur knapp am Pfosten vorbei. Es waren die letzten Tormöglichkeiten für die Gastgeber. "Unsere Viererkette und auch unser Mittelfeld agierte ganz stark. Wir haben 2:0 gewonnen und sind sehr zufrieden und glücklich. Die hier erlittene Niederlage aus der Vorsaison lag uns noch im Magen. Mit dem Sieg konnten wir Vilsen auf Distanz halten und können den Fokus jetzt auf die Spitzenpartie gegen Twistringen legen", bilanzierte Bi-Ria. "Uns fehlten heute vier Leistungsträger. Dann wird es bei uns schon dünner. Wir sind einfach zu oft hängen geblieben. Mit dem Spiel können wir nicht zufrieden sein, mit dem bisherigen Saisonverlauf allerdings schon. Wir haben heute erneut bewiesen, dass wir wahrlich kein Fallobst sind", analysierte Patrick Tolle. 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.10.2020

*Artikel wurde aufgrund der Regelungen des SVBV inhaltlich gekürzt!

Herren 02.10.2020 von Thomas Warnke

1. Herren: Das unerwartete Topspiel

Bezirksliga Hannover: Der SV Bruchhausen-Vilsen Tabellendritter, die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst sogar Spitzenreiter – darauf hätten nach fünf Spieltagen wohl nur die kühnsten Tipper gewettet. Tatsächlich aber ist es so. Etwas mehr als ein Jahr nach dem erwartbaren Spitzenspiel beider Klubs in der Kreisliga ist nun auch das Wiedersehen in der Bezirksliga das Aufeinandertreffen zweier Topteams. „Für uns bedeutet das vor allem Stressfreiheit“, sagt Vilsens Coach Patrick Tolle. Im vergangenen Jahr ging es um den Aufstieg, jetzt wolle sein Team ohne großen Druck so lang wie möglich oben dranbleiben. Die TSG sei ein echter Brocken, „aber wir wollen trotzdem etwas Zählbares mitnehmen“, betont er. Er und seine Elf haben sich den Respekt der Gäste erarbeitet, die 5:0 Tore und drei Punkte vom Bassumer Nichtantritt erhalten haben. „Auch Vilsen steht zurecht so weit oben“, sagt Coach Iman Bi-Ria, der die junge und schnelle Truppe der Gastgeber mehrfach beobachtet hat. In Sachen Erfahrung aber sind die Seckenhauser im Vorteil. „Das könnte am Ende entscheidend sein“, glaubt Bi-Ria, dem Howard Barbosa Ferreira und Emre Deveci weiterhin gesperrt fehlen werden. Auf ihr Plus an Erfahrung allein wollen sich die Gäste allerdings nicht verlassen. „Wir haben schon einen Plan“, kündigt der Trainer an – ohne sich genauer in die Karten schauen zu lassen.

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Vilsen

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.10.2020

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