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Herren 09.08.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Schnell akklimatisiert

Jakob Warnke ist in der ersten Herren des SV Bruchhausen-Vilsen angekommen

Bruchhausen-Vilsen. In der Regel ist der Übergang vom Juniorenbereich zum Herrenfußball nicht immer ganz einfach und mit einigen Hindernissen bestückt. Ein anderes Tempo, härtere Zweikämpfe, ein neuer Trainer und viele unbekannte Gesichter in der eigenen Mannschaft. Für Jakob Warnke vom SV Bruchhausen-Vilsen stellte dieser Übergang keine Probleme dar. „Ich fühle mich hier im Team schon pudelwohl“, betont der 18-Jährige, der momentan seine erste richtige Spielzeit im Seniorenbereich angeht.

Doch ganz neu ist die Situation für den Linksverteidiger nicht. Denn bereits in der zurückliegenden Spielzeit kam Warnke in der Bezirksliga zum Einsatz, sammelte somit schon etwas Erfahrung bei der ersten Herren. Außerdem musste sich der Auszubildende nicht an einen neuen Trainer gewöhnen. Bereits in den vergangenen beiden Jahren war Patrick Tolle in der A-Jugend sein Mentor, der im vergangenen Winter auch die Regie als Herrencoach übernommen hat. „Das spielt einem natürlich sehr in die Karten, weil er auch viel auf die jungen Spieler setzt“, sagt Warnke über seinen Übungsleiter, den er wie folgt beschreibt: „Er ist vielleicht nicht ganz so der Taktikfuchs“, lacht der 18-Jährige. Aber: „Er ist ein absoluter Motivator, der uns immer wieder bis an die Grenzen treibt. Kampfgeist und Leidenschaft stehen bei ihm an erster Stelle.“

Auch die Mannschaft ist für ihn nicht wirklich neu. Einige Spieler, mit denen das Eigengewächs zusammen in der Jugend kickte, gehören nun auch dem Kader der ersten Herren an. Warnke spricht dabei von einem Altersdurchschnitt von etwa 22 bis 23 Jahren. „Wir haben eine junge und wilde Truppe zusammen. Aber meiner Meinung nach fehlen ein paar alte Haudegen, die auch mal eine Ansage machen, wenn es mal nicht so läuft.“

Die Jugend forscht also beim Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen. Dementsprechend fallen auch die Themen in der Kabine aus. So wird in der Regel nicht über Kinder und Hausbau gesprochen. Sondern: „Wir quatschen viel über unsere Ausbildungen, weil viele gerade damit angefangen haben. Oder wenn FIFA 20 Ende September herauskommt, ist das bestimmt wieder Gesprächsthema Nummer eins“, erklärt Warnke.

Wechsel keine Option

Ein Leben für den Verein: Noch nie spielte Warnke bislang für einen anderen Klub. Seit Kindheitstagen rennt und ackert der gebürtige Vilser für seinen SVBV. Ein Wechsel kam für ihn bisher auch nie in Frage. „Vielleicht irgendwann mal. Aber derzeit ist das keine Option“, unterstreicht der Verteidiger und erklärt auch, warum das so ist: „Ich kann hier mit meinen Freunden zusammen kicken. Was will ich denn mehr?“ Und nicht nur mit seinen Kumpels – auch sein Bruder Moritz wirkt in der ersten Mannschaft mit.

Offenbar scheinen Zusammenhalt und Teamgeist zu stimmen. Die Ergebnisse zumindest sprechen bis dato für sich. Im Pokal setzte sich der SV Bruchhausen-Vilsen souverän mit 4:1 beim TuS St. Hülfe-Heede durch und am ersten Spieltag bezwang der Absteiger den TVE Nordwohlde deutlich mit 5:1. Dennoch war Warnke mit der gezeigten Performance nicht ganz d’accord. „Zwischenzeitlich haben wir das Spiel aus der Hand gegeben und uns das Leben unnötig schwer gemacht“, betont der Linksverteidiger, der mit seinem Herzensverein hoch hinaus will. „Für diese Saison haben wir als Ziel Platz eins bis fünf ausgeben. Daher gehören wir schon mit zu den Favoriten auf den Aufstieg.“ Doch Warnke denkt auch noch weiter in die Zukunft: „Mein Ziel ist es natürlich, mit dem Verein in die Bezirksliga zurückzukehren. Vielleicht ja auch schon in dieser Saison, eine Aufbruchsstimmung ist auf alle Fälle zu spüren.“

Wenn der Traum vom direkten Wiederaufstieg in Erfüllung gehen soll, wäre ein Sieg am Sonntag gegen den SV Friesen Lembruch auf jeden Fall von Vorteil. „Im Herrenbereich habe ich noch nie gegen Lembruch gespielt, in der Jugend waren sie eigentlich immer relativ stark besetzt. Deswegen kann ich den Gegner noch nicht so ganz einschätzen“, meint Warnke.

Doch eines ist sicher: „Wir werden nur auf Sieg spielen. Aber trotzdem werden wir auch auf alles gefasst sein.“

 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.08.2019

Herren 05.08.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Ein Sieg für die Seele

Vilsens gelingt mit dem 5:1 in Nordwohlde ein perfekter Auftakt

Nordwohlde. Der letzte Sieg in einem Punktspiel war den Fußballern des SV Bruchhausen-Vilsen im vergangenen Jahr gelungen. Es war im Dezember, als die Lilahemden, damals noch unter der Regie von Frank Fischer, den TuS Lemförde bezwangen. Seinem Nachfolger Patrick Tolle blieb im Restverlauf der Bezirksliga-Serie dagegen ein Erfolg verwehrt. Jetzt, eine Etage tiefer in der Kreisliga, konnten die Vilser diesen Fluch beenden. Beim TVE Nordwohlde gelang ein deutlicher 5:1 (2:0)-Auswärtstriumph.

Dementsprechend groß war die Erleichterung im Lager des SV Bruchhausen-Vilsen. "Das war ein bisschen was für die Seele. Gewinnen ist immer die beste Medizin. Ich denke, damit haben wir eine erste Duftmarke gesetzt", bilanzierte Vilsens Co-Trainer Jörn Meyer, seit Kurzem neu im Amt, nach Spielschluss. Und auch Trainer Patrick Tolle freute sich über seinen ersten Sieg in einem Punktspiel. "Wir sind voll zufrieden. Der Start war wichtig. Wir waren lauffreudiger und auf vielen Positionen überlegen, hatten zudem Chancen ohne Ende", sagte Tolle. Die erste nennenswerte Möglichkeit nutzten die Gäste gleich zur Führung: Linksverteidiger Jakob Warnke traf per Flachschuss, der vom rechten Innenpfosten ins Netz sprang (10.). Auch die nächsten Gelegenheiten gingen auf das Konto der Gäste. Nach Flanke von Mathis Wohlers fing TVE-Torhüter Marcel Kappermann den Kopfball von Moritz Warnke (11.). Wohlers setzte einen Freistoß über den Querbalken (14.) und schoss das Leder außerdem vorbei (19.). Dann bediente Nick Brockmann Rückkehrer Dennis Böschen, der die Kugel über das Tor beförderte (26.). Kurz vor dem Pausenpfiff machte es Böschen dann besser, traf unter tatkräftiger Mithilfe der TVE-Hintermannschaft, die den Schützen nach einem Eckball von Wohlers sträflich frei zum Kopfball kommen ließ (40.). Die Nordwohlder verzeichneten dagegen nur eine kleinere Torchance. Dabei verlängerte Innenverteidiger Lukas Hagedorn einen Freistoß von Melvin Majowski per Kopf, der Ball landete jedoch neben dem Tor (34.). 

Schlechte Abwehrleistung

Nicht nur beim 0:2 haderte Nordwohldes Coach Martin Werner mit der Abwehrleistung seines Teams. "Da nehme ich lediglich Torwart Marcel Kappermann heraus. Eigentlich sind meine Abwehrakteure ja kopfballstark. Doch in dieser Szene stand der Vilser sträflich frei. Beide Innenverteidiger blieben unter ihren Möglichkeiten", kommentierte Werner, der die Vilser auf vielen Positionen besser sah und deren Sieg als verdient einstufte. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken dominierten die Gäste auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte. Brockmann schoss Kappermann an (47.) und Moritz Warnke zielte links vorbei (48.). In der 54. Minute setzte Kapitän Jan-Christoph Kornau Stürmer Brockmann in Szene, der Keeper Kappermann ausguckte und gekonnt ins rechte Eck vollendete. Es folgte die beste Phase der Nordwohlder. Zunächst schoss Dennis Wagner das Leder nach Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Yves Riesche am Tor vorbei (59.). Eine Minute später traf schließlich Pascal Matz nach Ecke des ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Felix Kattau. "Unsere gute Phase war leider nur von kurzer Dauer. Das war eine hundertprozentige Möglichkeit von Dennis Wagner. Der muss sitzen. Bei einem 2:3-Zwischenstand hätten wir das Spiel eventuell noch drehen können", bedauerte Werner. 

Doch es kam anders. Zwar zielte der eingewechselte Chedli Belkhir noch über die Latte (73.), doch Wohlers überlegter Torschuss sorgte dann für die endgültige Entscheidung (75.). Ein besseres Resultat verpassten die Gastgeber, indem sie zwei weitere Möglichkeiten ungenutzt ließen. Hergen Bode schoss nach vorherigem Zusammenspiel von Matz und Kattau über das Tor (78.). Wagners Kopfball vereitelte Vilsens Torhüter Bennet Knake (82.). Dazwischen war auf der Gegenseite Niklas Schröder an Kappermann gescheitert (80.). Dann belohnte sich auch noch Belkhir mit einem Treffer. Nach herrlichem Pass von Schröder ließ er Kappermann aussteigen und schob danach überlegt ein. Am kommenden Spieltag erwartet Vilsen den SV Friesen Lembruch, während Nordwohlde den SV Mörsen-Scharrendorf empfängt. "Wir wollen von Spiel zu Spiel weitere Erfolgserlebnisse feiern", blieb Tolle bodenständig.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.08.2019

Herren 25.07.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Über die Außen zum 4:2-Erfolg

Der SV Bruchhausen-Vilsen fühlt sich gut vorbereitet auf die neue Saison. Der Kreisligist schlägt den Bezirksligisten TSV Okel im Testspiel mit 4:2.

Bruchhausen-Vilsen. So unterschiedlich können die Gemütslagen schon während der Vorbereitung sein. Während der Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen mit Optimismus auf den Saisonstart vorausblickt, grübelt der Bezirksligist TSV Okel noch über seine derzeitige Form. Vor allem nach der 2:4 (1:0)-Testspielpleite gegen den SVBV sind die Sorgenfalten bei Trainer Lutz Schröder noch größer geworden.

Zum einen, weil seine Schützlinge nur 20 Minuten „ordentlichen Fußball gezeigt hätten“. Zum anderen, weil sich der Ex-Vilser Benjamin Pinzer in der Partie einen Muskelfaserriss zuzog und nun mindestens vier Wochen ausfallen wird. Ohnehin tauchten die Okeler schon mit dem letzten Aufgebot in Bruchhausen-Vilsen auf. Elf Spieler hätten gefehlt, so Schröder.

Und dennoch erzielten die Gäste den ersten Treffer des Tages. Nach einem Konter war Marvin Zwiebler zur Stelle (12.). In Folge gaben die Hausherren den Takt vor, schafften es jedoch nicht, das Spielgerät im Netz unterzubringen. Gleich mehrere Hochkaräter ließ der SV Bruchhausen-Vilsen leichtfertig liegen. „In vielen Situationen haben wir uns einfach zu doof angestellt“, ärgerte sich SVBV-Coach Patrick Tolle. „Eigentlich müssen wir zur Halbzeit schon deutlich führen.“

Nach dem Seitentausch schaltete der Gastgeber dann noch einen Gang hoch und zeigte sich nun auch vor dem Gehäuse zielsicherer. Erst Niklas Schröder (66.) und dann Nick Brockmann (78.) drehten die Begegnung zu Gunsten des SVBV. Zwar glich Zwiebler (81.) mit seinem zweiten Treffer nochmals aus, doch im Endspurt hatten die Hausherren dann klar die Nase vorn. Immer wieder kombinierte sich der Kreisligist über seine schnellen Außen vor das gegnerische Gehäuse und behielt auch einen kühlen Kopf beim Abschluss. Erneut Schröder (84.) und nur wenig später Moritz Warnke (86.) schossen den SV Bruchhausen-Vilsen zum 4:2-Erfolg.

„Für die Moral und das Selbstvertrauen war der Sieg extrem wichtig. Den Schwung müssen wir jetzt in die erste Pokalrunde mitnehmen“, betont Tolle. Sein Pendant Schröder dagegen entgegnete: „Wir sind noch nicht da, wo wir eigentlich schon sein müssten.“

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 25.07.2019

Herren 24.07.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Das Alphatier rückt ins zweite Glied

In der neuen Rolle als Co-Trainer ist Jörn Meyer zum SV Bruchhausen-Vilsen zurückgekehrt und will mit Patrick Tolle viel bewegen

Bruchhausen-Vilsen. Jörn Meyer und Patrick Tolle kennen sich seit vielen Jahren, hatten schon beim TSV Asendorf eine Trainer-Spieler-Beziehung. "Dass aus Patrick mal ein Trainer wird, habe ich damals überhaupt nicht erwartet", gibt Meyer zu. Umso weniger dürfte er damals damit gerechnet haben, einmal als Co-Trainer an der Seite Tolles zu arbeiten. Doch seit knapp zwei Wochen ist dieses Szenario Realität. Meyer ist in offizieller Funktion zurück beim SV Bruchhausen-Vilsen. Mit Tolle verantwortet er nun den Neustart beim Absteiger in die Fußball-Kreisliga.

"Ich bin noch in der Phase des Reinschnupperns und Kennenlernens", verrät Meyer. Neu ist freilich nicht alles für den Coach, der bereits fünf Jahre lang bei den Lilahemden an der Seitenlinie stand und dabei fünf Mal in Folge ins Kreispokalfinale einzog und den Wettbewerb sogar dreimal gewann. Kein Wunder also, dass er sich bei der Mannschaft mit folgenden Worten vorstellte, als er die Kabine betrat: "Ich habe gehört, ihr wollt mal wieder den Kreispokal gewinnen." Die Lacher hatte Meyer damit auf seiner Seite. Ein bisschen sei es für ein Gefühl des Nach-Hause-Kommens gewesen, führt er aus. "Mit vielen Jungs habe ich ja bereits gearbeitet", sagt er mit Blick auf sein einstiges Engagement beim SVBV, das mit der Saison 2015/16 endete. Ihm folgten Frank Fischer und eben Patrick Tolle, der sich in Vilsen längst einen Namen als Coach gemacht hat, zunächst im Frauen-, dann im Jugendbereich. "Patrick ist erwachsen geworden", attestiert Meyer seinem Partner. Tolles Weg als Coach ist von Erfolgen gepflastert, er führte unter anderem die A-Jugend vom Kreis in den Bezirk.

Der Trainer Tolle hat jedoch nicht nur dem Trainer Meyer imponiert – dies gilt auch umgekehrt. "Wir verstehen uns sehr gut und haben auch privat ein gutes Verhältnis", verrät Tolle, der unter Meyer nicht nur in Asendorf, sondern auch in Vilsen spielte. Er sieht in der Einstellung der Partner Parallelen. "Was Mannschaftsdienlichkeit und Teambuilding angeht, sind wir auf einer Wellenlänge von unseren Vorstellungen." Da er auch die fachlichen Qualitäten Meyers schätzt, wollte er ihn direkt im Winter, als er zusätzlich zur A-Jugend auch die erste Herrenmannschaft übernahm, als Partner an seiner Seite wissen. Doch damals verpuffte sein Werben, obwohl Meyer keinen Trainerjob hatte. "Ich bin ehrlich: Ich habe in den letzten drei Jahren so viele Angebote abgelehnt, weil ich nicht das Gefühl hatte, dass ich etwas vermisse", genoss Meyer die Freizeit mit der Familie, die er in mehr als vier Jahrzehnten auf dem Platz als Spieler oder Trainer kaum kannte. "Deshalb war ich im Winter noch nicht bereit, wieder einzusteigen", verdeutlicht er.

Ein Gespräch bis tief in die Nacht

An einem Sonnabend vor einigen Wochen aber trafen sich Meyer und Tolle. Beide saßen zusammen, diskutierten bis tief in die Nacht. Nach einer Woche Bedenkzeit war die Zusammenarbeit besiegelt. Für Meyer, der als Ü50-Spieler der Vilser eigentlich nie so richtig weg war vom SVBV, ist sie eine Art Experiment, denn er muss sich in eine neue Rolle hineinfinden. "Ich bin immer ein Alphatier gewesen, bin meist allein vorweg marschiert. Oft hatte ich nicht einmal einen Co-Trainer", blickt er zurück. Jetzt rückt er ins zweite Glied. "Patrick ist der Leitwolf", macht er die Rollenverteilung deutlich. Tolle geht voran, Meyer geht mit, wenn auch in vermeintlich kleineren Schritten: "Ich versuche, einmal in der Woche auf dem Trainingsplatz zu stehen, und will bei so vielen Spielen wie möglich dabei sein", erklärt er sein Pensum. Er wird nicht der 100-Prozent-Meyer vergangener Tage sein – aber für Tolle trotzdem ein immens wichtiger Partner: "Wir beide werden uns gut ergänzen. Die Trainingsarbeit wird total vereinfacht, weil wir jetzt Gruppen bilden können. Da sehen zwei Trainer mehr als einer", hat der Chef bereits die Vorteile erkannt.

Aber können zwei Coaches unterschiedlicher Generation überhaupt eine gemeinsame Linie finden? Ihre Auffassungen sind nicht gleich – das weiß Tolle, der Trainer-Jungspund, das weiß auch Meyer, der Mann der alten Garde. Das zeigte sich zuletzt bei der Sportwerbewoche in Wietzen, als das Team im Spiel um Platz 3 gegen die SG Hoya (5:0) im ersten Durchgang nach Meyers und im zweiten nach Tolles Vorstellungen spielte. "Aber wir entwickeln in unseren Diskussionen konstruktive Ideen", sieht Meyer grundsätzlich Vorteile. Dass er schnell den Zugang zu den zahlreichen Talenten bekommt, daran zweifelt er nicht. Von den Spielern hat er ohnehin einen sehr guten Eindruck gewonnen: "Das ist eine tolle Truppe. Mit den Jungs können wir einiges bewegen." Dafür werden Tolle und Meyer in Zukunft gemeinsam ackern – der eine als der Mann an der Front, der andere als Wegbegleiter und Helfer mit Rat und Tat. Die erste Pflichtspielaufgabe hat es mit dem Pokalspiel beim TuS St. Hülfe-Heede am Freitagabend bereits in sich. Doch die Vilser sind zuversichtlich, schließlich haben sie nicht nur viel Erfahrung für ihren Trainerstab gewonnen, sondern auch einen echten Experten in Sachen Pokal.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.07.2019

Herren 21.07.2019 von Hermann Hamann

Ü60 Super Oldies: Wieder ein Ü-60-er Schützenkönig

Nach hartem Kampf um die Königswürde gelang es unserem Sportkameraden Willi Clausing die Königswürde in Weseloh zu erringen. So wie er Fußball spielt, so kämpfte er auch und war nach 5-maligem Umschießen schließlich Sieger in Weseloh. Wenn er beim Fußball auch so treffsicher sein würde. Eine Abordnung unserer Mannschaft besuchte den strahlenden Sieger in Weseloh. Nachdem Reinhard Kleinschmidt 2018 die Königswürde in Berxen errungen hat, nun die nächste Majestät. Wer wird denn 2020 einen Titel erringen und wo? 

Herren 11.07.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Starkes Doppel! Jörn Meyer kehrt zurück!

Das sorgte für Freude bei allen Beteiligten. Ab sofort verstärkt Jörn Meyer das Trainerteam um Patrick Tolle. Jörn kehrt damit nach 3 Jahren zurück zum SVBV. 

Beim Engagement von Patrick Tolle war klar, dass es nicht bei einem Trainer bleiben sollte. Zu groß ist mittlerweile der Aufwand, zu anspruchsvoll die Aufgaben. Der Vorstand hatte die Lehren aus der vorzeitigen Beendigung mit Trainer Frank Fischer gezogen und die Bedeutung eines Co-Trainers Patrick Tolle nahegelegt. Die Rückrunde gestaltete sich außerordentlich schwierig für Patrick, da dieser auch die A-Jugend trainierte. 

Patrick hatte immer einen Wunschpartner im Kopf. Der hieß Jörn Meyer. "Wir verstehen uns auch außerhalb des Platzes sehr gut und sind gute Freunde", so Patrick Tolle. "Ich bin sehr, sehr froh dass es geklappt hat." 

Auch die Mannschaft war sehr überrascht und erfreut, als Jörn Meyer plötzlich in der Kabinentür stand. 

Wir wünschen der Mannschaft und dem starken Trainerteam viel Erfolg!!

 

Herren 03.07.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Zu grün hinter den Ohren

Die junge Mannschaft des SV Bruchhausen-Vilsen hat die Wende nicht mehr geschafft. Nach nur einem Jahr kehrt der SVBV also in die Kreisliga zurück.

Bruchhausen-Vilsen. Als Patrick Tolle auf Wunsch der Abteilungsleitung nach der Winterpause die Nachfolge Frank Fischers als Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen antrat, ahnte er, wie schwer die kommende Aufgabe sein würde. Zwar war die Euphorie des Bezirksliga-Aufsteigers zu Saisonbeginn groß, doch nach den Abgängen von Dennis Böschen und Malte Löffler fehlten nicht nur zwei Charakterbausteine des Teams, die den Unterschied ausmachen konnten. Es fehlte auch spielerische Substanz, die zunächst nicht adäquat ersetzt werden konnte.

Zum Jahreswechsel stand der SVBV bereits ziemlich abgeschlagen auf dem letzten Rang, wenngleich an Einsatzwillen und Trainingsbeteiligung wenig auszusetzen war. Für Neu-Trainer Tolle keine leichte Situation, musste er doch nun bei den Herren Aufbruchsstimmung im beinahe aussichtslosen Abstiegskampf erzeugen, während er gleichzeitig mit den A-Junioren um den Aufstieg in die Landesliga kämpfte. Am Ende klappte weder das eine noch das andere.

„Für mich war es eine Ehre, die Mannschaft zu übernehmen“, versichert Tolle dennoch. „Auch wenn man mit der Betreuung zweier Teams irgendwann an zeitliche Grenzen stößt.“ Nach einigen erfolgreichen Jahren im Jugendbereich konnte der Trainer auf seiner ersten Station im Herrenbereich das Unmögliche nicht mehr möglich machen. Mit 13 Punkten auf der Habenseite blieb Vilsen Schlusslicht, obwohl sich das Team nie hängen ließ und so manches Spiel unglücklich verlor. Gegen den TuS Sulingen II beispielsweise setzte es eine denkbar knappe 2:3-Niederlage, gegen den Tabellendritten FC Sulingen samt ehemaligem Trainer Frank Fischer sah die Tolle-Elf sogar lange wie der Sieger aus, zeigte vier Spieltage vor Schluss eine bärenstarke Leistung und kassierte erst in der Nachspielzeit den Ausgleich. „Insgesamt waren wir einfach noch zu grün hinter den Ohren“, sieht Tolle eine wesentliche Ursache für den Abstieg im Erfahrungsdefizit seiner jungen Truppe. „Wir haben oft gut mitgehalten und uns am Ende doch nicht mit Punkten belohnt, weil wir zu viele Chancen nicht nutzen konnten und uns einfach ein paar Prozente fehlten.“

Trotzdem zieht der Coach, der keinen Sieg seiner Elf bejubeln durfte, ein positives Fazit aus der vergangenen Spielzeit: „Wir bewerten die Saison rückblickend als Lernphase“, erklärt der Trainer, der sein Engagement bereits für die kommende Saison zugesagt hat. „Speziell für die Jungs, die aus der A-Jugend nachrücken, schon einige Einsätze hatten und dabei gezeigt haben, dass sie mithalten können, sind solche Erfahrungen wertvoll.“ Gemeint sind insbesondere Jakob Warnke, Moritz Wohlers, Nick Brockmann oder Steve Prehn, die den Konkurrenzkampf anheizen und in der Kreisligasaison für Furore sorgen wollen. Am Ende hofft Patrick Tolle natürlich auf die richtige Mischung aus Jung und Alt, darum passt auch die Rückkehr von Dennis Böschen perfekt in die Planung des Trainers, um einen Platz unter den fünf Ligabesten zu erreichen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.06.2019

Herren 29.06.2019 von Hermann Hamann

Ü60 Super Oldies: Torjägerkanonen der Oldies Ü 40, Ü 50 und Super Oldies Ü 60 überreicht

Im Rahmen eines Grillabends wurden die Torjägerkanonen der Oldies überreicht. Für die Ü 40 nahm Frank Windhorst stellvertretend für Markus Drescher die Kanone in Empfang. Jan Schütte wurde Torschützenkönig der Ü 50. Torschützenkönig der Superoldies Ü 60 wurde Detlev Skirde mit 10 Treffern vor Frank Pellmann und Reinhard Kleinschmidt

Herren 03.06.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Kraftlose Vilser

Dem SVBV geht gegen Estorf nach der Pause die Puste aus

Bruchhausen-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat sich mit einer deutlichen 1:6 (1:2)-Schlappe gegen R-W Estorf-Leeseringen als Tabellenschlusslicht aus der Bezirksliga Hannover verabschiedet. Während der Vilser Abstieg bereits vor dem Anpfiff beschlossene Sache war, kämpften die Gäste noch um den direkten Klassenerhalt. Weil der TuS Lemförde sein Spiel gegen Twistringen allerdings gewann, müssen die Estorfer den schweren Gang durch die Relegation nehmen.

Die Hausherren erwischten den besseren Start. Nach einem Freistoß war Niklas Schröder (3.) zur Stelle und sorgte für die frühe 1:0-Führung. Die Rot-Weißen bemühten sich um eine schnelle Antwort, ein munterer Schlagabtausch folgte, in dessen Verlauf Patrick Schütze (10.) aus abseitsverdächtiger Position den Ausgleich erzielte. Bei tropischen Temperaturen spielten beide Teams auch nach der ersten Trinkpause fleißig nach vorn. Niklas Schröder scheiterte mit einem Distanzschuss. Auf der Gegenseite musste sich Sedo Haso zunächst ebenfalls dem Torhüter geschlagen geben, bevor er nach einem Konter den Spieß umdrehte und Bennet Knake im SVBV-Kasten per Kopf zum 2:1 für die Gäste (40.) überwand.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit gingen den Gastgebern die Kräfte aus. Maximilian Stute (48.) brach mit einem 30-Meter-Freistoß, der vom Innenpfosten in die Maschen katapultiert wurde, den letzten Widerstand. Kurz darauf nutze Florian Schüttpelz (54.) einen kapitalen Abwehrschnitzer, legte die Kugel gekonnt an Bennet Knake vorbei und schob zum 4:1 ein. Der SVBV hatte nun offensiv nichts mehr entgegenzusetzen, ließ dafür aber im Defensivbereich einiges zu. Allein Knake hielt noch, was zu halten war, und stemmte sich gegen weitere Gegentreffer. Der eingewechselte Oskar Oschek (81.) stand aber schließlich doch allzu frei vor dem Kasten und schob die Kugel nach präzisem Pass von der linken Seite flach ins Eck. Das halbe Dutzend voll machte erneut Haso (85.), der den Ball am Ende eines gelungenen Spielzuges nur noch ins leere Tor schießen musste. Die Freude währte bei den Gästen angesichts der bevorstehenden Relegation dennoch nur kurz.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 03.06.2019

Herren 20.05.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Unerklärliche Niederlage

Trotz großer Gegenwehr unterliegt der SV Bruchhausen-Vilsen mit 2:3 gegen den TuS Sulingen II

Bruchhausen-Vilsen. Es hat wieder nicht gereicht für den Tabellenletzten SV Bruchhausen-Vilsen. Trotz großer Gegenwehr unterlag der Fußball-Bezirksligist dem favorisierten TuS Sulingen II mit 2:3 (1:1), stand dabei bis kurz vor Schluss zumindest dicht an einem Punktgewinn. Doch vier Minuten vor dem Ende machte TuS-Stürmer Maurice Krüger mit seinem Siegtreffer alle Vilser Hoffnungen zunichte. 

Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Vilsens Coach Patrick Tolle. "Es ist eigentlich unerklärlich, warum wir nach diesem Spiel als Verlierer vom Platz gehen. Immer diese knappen Ergebnisse, das ist in Sachen Moral schon schwierig. Heute bin ich schon enttäuscht. Das habe ich der Mannschaft auch nach dem Spiel gesagt", gab tolle Einblicke in seine Gefühlswelt.

In der ersten Hälfte spielte sich vor beiden Toren nur sehr wenig ab. "Sulingen hatte viel Ballbesitz, bestimmt 70 Prozent Spielanteile. Das ist schon eine spielerisch starke Truppe. Doch wir haben sehr gut verteidigt und die Räume gut zugeschoben. Die Sulinger haben so oftmals nur mit langen Bällen agiert", sah Tolle einen starken Auftritt seiner Elf. Die Vilser belohnten sich für ihre gute Leistung kurz vor dem Seitenwechsel mit dem Führungstreffer, welcher aus einem herrlichen Angriff resultierte. Justus Wicke eröffnete den Spielaufbau mit einem Zuspiel auf Chedli Belkhir, der mit viel Tempo aufs Sulinger Tor zulief und das Leder dann gekonnt auf Moritz Warnke zurücklegte. Der traf dann aus acht Metern in den Giebel (42.). Doch die Freude der Gastgeber hielt nicht lange an. Maurice Krüger nutzte einen kapitalen Abwehrfehler der Vilser zum Ausgleich (44.). "In der zweiten Halbzeit haperte es mal wieder mit der Chancenverwertung. Wir haben einige hundertprozentige Möglichkeiten ausgelassen", ärgerte sich Tolle.

So scheiterten Niklas Schröder, Moritz Warnke und Nico Schröder entweder an TuS-Torhüter Yanik-Luca Klenke, schossen am Tor vorbei oder aber suchten einfach nicht den Abschluss. Besser machten es die Sulinger, die durch einen Strafstoßtreffer von Torhüter Klenke in Führung gingen (65.). Vilsens Linksverteidiger Jakob Warnke hatte den Foulelfmeter verursacht. Doch die Gastgeber kamen noch einmal zurück. Mathis Wohler, der schön freigespielt wurde, tunnelte zunächst einen Gegenspieler und traf dann mit einem satten Schuss aus sechs Metern (73.). "Danach ließ Justus Wicke auch noch die große Chance zum 3:2 aus", ärgerte sich Tolle. Es folgte der finale Treffer von Krüger (86.). "Das ist schon bitter. In der zweiten Halbzeit hätten wir eigentlich 2:1 oder 3:1 führen müssen, hatten Chancen ohne Ende", sagte Tolle nach der Partie.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 20.05.2019

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