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Verein 20.05.2020 von Thomas Warnke

SVBV-Update zur aktuellen Situation (wird regelmäßig aktualisiert)

Update 20.05.2020:

NFV-Verbandsvorstand entscheidet sich für Antrag auf Saisonabbruch nach Quotientenregelung – Aufstieg aber kein Abstieg - Außerordentlicher Verbandstag am 27. Juni


Der NFV-Verbandsvorstand hat sich in seiner heutigen Sitzung final mit den vier möglichen Varianten zum Umgang der aktuell bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 beschäftigt. Dabei einigten sich die dem Verbandsvorstand angehörenden Präsidiumsmitglieder und Vorsitzenden der 33 Kreise auf jene Variante, die einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Abstieg vorsieht. Diese Variante wird vom NFV-Verbandsvorstand als Antrag auf dem außerordentlichen Verbandstag eingereicht, der – auch das wurde in der heutigen Sitzung beschlossen – am 27. Juni als voraussichtlich virtuelle Veranstaltung ausgetragen werden soll. „Das Webinar am vergangenen Samstag hat noch einmal zur umfassenden Information der Vereine beigetragen. Die Resonanz hat gezeigt, wo die Präferenzen der Vereine liegen. Insofern ist der Verbandsvorstand auch nach Empfehlung des Präsidiums einmütig zur Beschlussfassung gekommen. Der Antrag auf einen Saisonbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Absteiger wird der Einzige sein, der von Seiten des NFV-Verbandsvorstandes auf dem außerordentlichen
Verbandstag eingebracht und zur Abstimmung gestellt wird. Unabhängig davon kann jeder Verein einen Antrag im Rahmen der Antragsfrist stellen“, erklärte NFVPräsident Günter Distelrath.
Laut Paragraph 4 der Geschäftsordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes müssen Anträge für einen außerordentlichen Verbandstag, die nicht auf der mit Einberufung bekanntgegebenen Tagesordnung stehen, wenigstens drei Wochen vor dem Verbandstag beim NFV eingereicht werden. Diese Anträge sind allen Mitgliedern des Verbandstages spätestens zwei Wochen vor dem Verbandstag schriftlich mitzuteilen. Nach Ablauf der Drei-Wochen-Frist eingehende Anträge können am Veranstaltungstag des außerordentlichen Verbandstages nur dann noch als Dringlichkeitsanträge vor Eintritt in die Tagesordnung zugelassen werden, wenn dies eine Zweidrittel-Mehrheit der Delegierten beschließt.
Neben dem einmütigen Votum für das Abbruchszenario ergab auch die Abstimmung zur Frage „Wer steigt auf“ ein klares Ergebnis. Mit großer Mehrheit sprach sich der NFV-Verbandsvorstand für die Variante „Regelaufsteiger + Relegationsplatz“ aus. Dass der vom Verband vorgesehene Antrag, der keine Absteiger und nur Aufsteiger vorsieht, spieltechnische Konsequenzen für die kommende Saison hat und eine große Herausforderung für die jeweiligen Spielausschüsse darstellt, ist den Verantwortlichen bewusst. „Wir müssen darauf achten, dass kein Verein und keine Mannschaft überfordert wird. Deshalb wird es zum Beispiel hinsichtlich der Planung der Saison keine Denkverbote geben“, erklärte Distelrath.
Der NFV behalte sich darüber hinaus vor, Sonderregelungen für die Pokal- Wettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der
Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern. Der außerordentliche Verbandstag am 27. Juni ist der sechste in der Geschichte des NFV. Der bis dato letzte fand 1979 statt, als sich – analog der damals geltenden politischen Grenzen – die neuen NFV-Kreise und Bezirke konstituierten.
Am außerordentlichen Verbandstag 2020 werden 324 Delegierte teilnehmen. Ihre Zahl setzt sich laut Paragraph 19 der NFV-Satzung zusammen aus den 200 Delegierten der Mitglieder aus den 33 NFV-Kreisen, den Mitgliedern des Verbandsvorstandes, den jeweils drei Delegierten der vier NFV-Bezirke und den Delegierten jener Vereine, deren Mannschaften gemäß der letzten Bestandserhebung in den Spielklassen der Herren und Frauen von der Oberliga Niedersachsen aufwärts spielen. Pro Mannschaft gibt es einen Delegierten. Jeder Delegierte hat eine Stimme, die nicht übertragen werden kann.
Die Stimmenzahl eines jeden NFV-Kreises richtet sich nach den Mannschaftszahlen. So verfügt der größte niedersächsische Fußballkreis, der NFV-Kreis Region Hannover, mit aktuell für den Spielbetrieb gemeldeten 1.707 Mannschaften über 20 Stimmen, während der NFV-Kreis Holzminden (137 gemeldete Mannschaften) zwei Stimmen hat. Nach dem NFV-Kreis Region Hannover die meisten Stimmen halten die NFV-Kreise Emsland (12), Ostfriesland und Jade-Weser-Hunte (beide 11) sowie Osnabrück-Land (10). In den NFV-Bezirken Braunschweig, Hannover (mit Ausnahme
NFV-Kreis Region Hannover) und Lüneburg verfügt kein Kreis über eine zweistellige Stimmenzahl.


 

Update 14.05.2020 16:42

Training
Der NVF bietet Webinare zur Unterstützung der Trainer- und Trainerinnen an. Das Ziel dieses Angebotes besteht darin, den Trainerinnen und Trainern der niedersächsischen Fußballvereine im Kontext mit dem mittlerweile wieder unter Auflagen ermöglichten Trainingsbetrieb
zusätzlich zu den bisher bereitgestellten Unterlagen weitere Handlungsorientierungen in können.

Bitte hier anmelden (bitte klicken)


Update 11.05.2020 22:07 Uhr

Spielbetrieb
NFV-Verbandsvorstand verständigt sich auf vier Varianten – Außerordentlicher Verbandstag wird bis spätestens 27. Juni abgehalten – Webinar mit Mitgliedsvereinen am 16. Mai

Der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat sich auf seiner heute Abend abgehaltenen Sitzung mit den von der Arbeitsgruppe erstellten Varianten zum weiteren Umgang mit der aktuell aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 auseinandergesetzt. In der von NFV-Präsident Günter Distelrath geleiteten Videokonferenz verständigten sich die NFV-Präsidiumsmitglieder und die Vorsitzenden der 33 niedersächsischen Fußballkreise auf vier Varianten. Diese sind das Ergebnis der Bündelung von zahlreichen Vorschlägen, die den NFV in den vergangenen Wochen mittelbar und unmittelbar erreicht haben.
Die Varianten im Einzelnen:

  • Variante eins: Saisonabbruch 2019/20 mit Auf- und Abstieg nach Quotienten-Regelung (Der Quotient ist das Ergebnis der erreichten Punkte geteilt durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele)
  • Variante zwei: Saisonabbruch nach Quotienten-Regelung mit Aufstieg, aber ohne Abstieg.
  • Variante drei: Saisonabbruch durch Annullierung (Kein Auf- und Abstieg)
  • Variante vier: Fortsetzung des Spieljahres 19/20

Im Übrigen wird zur Regelung des Jugendspielbetriebes ein eigener Antrag des Verbandsjugendausschusses erwartet. Dieser ist für den 20. Mai avisiert.
Über die Varianten, deren Inhalte ausführlicher auf der NFV-Homepage (www.nfv.de) einzusehen sind, wird auf einem außerordentlichen Verbandstag zu beschließen sein. „Aufgrund der Dringlichkeit haben wir uns dafür entschieden, die in der Satzung vorgesehene Antrags- und Ladungsfrist von zehn Wochen zu verkürzen. Der 27. Juni ist das Datum, bis zu dem wir den Verbandstag spätestens durchgeführt haben wollen“, erklärte Günter Distelrath.
Darüber hinaus einigte sich der Verbandsvorstand darauf, die vier Varianten seinen Vereinen vorzustellen, um sich mit den Klubvertretern zu den Varianten auszutauschen. Hierfür werden am 16. Mai je ein gemeinsames Webinar (via Internet stattfindende Seminare) für die Bezirke Hannover/ Braunschweig und Weser-Ems/Lüneburg abgehalten. „Im Kontext der am 6. Mai von der Bundesregierung verkündeten weiteren Reduzierungen der Corona- Beschränkungen und insbesondere mit Blick auf die durch die Landesregierung für den Sport in Niedersachsen geltenden Lockerungen (Trainingsbetrieb unter Beachtung der Distanz- und Hygienevorschriften) halten wir diesen Schritt für sinnvoll und notwendig“,
erklärte Distelrath.


Update 07.05.2020

Training
Ab dem 18.05. ist Training unter Einschränkungen wieder möglich. Bitte beachtet dazu folgende Hinweise (bitte klicken)

Stickeralbum
Das Stickeralbum ist ab 11.05. erhältlich. Hinweise dazu hier (bitte klicken)



Update 04.05.2020

Training und Sportplatzsperren:
Wir erwarten erste Lockerungen zum 06.05. Womöglich können unter Einbehaltung des Abstands von 2m Outdoorsportanlagen geöffnet werden. Inwieweit dass für Fußball möglich sein wird und was es im Einzelnen bedeutet werden wir in der Vorstandssitzung am 07.05. erörtern. Bis dahin sind unsere Sportplätze weiterhin gesperrt. Über eine Öffnung werden wir hier informieren.

Jubiläum:
In der Festausschusssitzung vom 04.05.2020 wurde ein neuer Termin für die Sportwoche festgelegt. Diese wird nunmehr vom 05.07.21 bis 11.07.21 stattfinden. Damit endet die Sportwoche gleichzeitig mit dem Finalspiel der ebenfalls verlegten Europameisterschaft. Die Vorbereitungen konzentrieren sich jetzt auf die Planung unseres Festkommers und lila-weißen Ball am 05.12.2020. Doch bereits vorher wird es ein weiteres Highlight geben, denn der erste Verkauf unseres Stickeralbums steht unmittelbar bevor. Den ursprünglich geplanten Kick-Off am 05.04.konnten wir ja leider nicht durchführen. Wir arbeiten aber mit Hochdruck an einem ersten Verkauf in den nächsten Tagen. Dazu müssen noch einige Vorbereitungen getroffen werden.


Update 30.04.2020:

Spielbetrieb
Der NFV wird zwischen dem 06.05. und 11.05.2020 die behördlichen Entscheidungen bewerten und die weitere Vorgehensweise festlegen.


Wir möchten euch ein Update zur aktuellen Situation des SV Bruchhausen-Vilsen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geben.
Seit dem 13.März spürt der SVBV die Folgen des Lockdown durch die weltweite Corona-Pandemie in vollem Ausmaß. Alles steht still!

Die Sportplätze sind behördlich geschlossen. Spiel- und Trainingsbetrieb ist komplett eingestellt.  Ein Vereinsleben findet nicht mehr statt. Auch unsere Planungen für die Zukunft, insbesondere unseres 100-jährigen Jubiläums sind davon betroffen.

Wir dürfen uns nichts vormachen. Auch wenn über Lockerungen gesprochen wird, wir sind noch lange nicht durch mit der Pandemie. Der Fußball als Kontaktsportart wird nicht so schnell zur Situation vor Corona zurückkehren. Aber wir müssen und werden mit dieser Situation umgehen. Wir glauben, dass der Vereinssport und das Vereinsleben im Besonderen zur Zeit mehr vermisst wird als der professionelle und bezahlte Sport.

Auf den folgenden Zeilen wollen wir euch einen Überblick über den derzeitigen Status geben. Diesen werden wir ab sofort regelmäßig aktualisieren.

Spielbetrieb:

Der NFV hat den Vereinen im Land Niedersachsen einen Vorschlag zur Diskussion vorgestellt. Dieser Vorschlag beinhaltet folgende Kernaussagen:

Fortsetzung der derzeitigen Saison sobald es möglich ist (nicht vor September). Sollte es keine weiteren behördlichen Sperrungen geben, kann ab März eine verkürzte neue Saison gespielt werden. Über die Details muss aber noch gesprochen werden. Sollte es zu weiteren behördlichen Sperrungen aufgrund Corona kommen, wird die Saison 19/20 erneut pausiert und bis Juni 2021 zu Ende gespielt. Mit anderen Worten: Die Saison 19/20 wird über den Zeitraum von 2 Jahren gespielt. Der SVBV unterstützt diesen Vorschlag. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass dieser Vorschlag umgesetzt wird. Über 70% aller Vereine bevorzugen einen Saisonabbruch (alles wird genullt und wir beginnen von vorne) oder ein vorzeitiges Saisonende (Regelung der Auf- und Absteiger noch unklar). Hierbei wird davon ausgegangen, dass ab September eine komplett neue Saison gestartet wird. Hier darf allerdings nichts passieren und es darf keinen weiteren Corona-Lockdown geben. Sollte das der Fall sein, reden wir schon in naher Zukunft erneut über einen Saisonabbruch. Nur der Vorschlag des NFV beinhaltet eine sportliche Lösung (keine Entscheidung am grünen Tisch), erlaubt die Flexibilität bei weiteren Lockdown-Notwendigkeiten und verschafft unter den gegebenen Umständen eine gewisse Planungssicherheit. Schade, dass wir nur mit wenigen Vereinen hinter diesem Vorschlag stehen.

 

Training und Sportplatzsperren:

In der aktuellen Verfügung des Landes Niedersachsen ist eindeutig geregelt, dass die Nutzung von Sport- und Trainingsplätzen verboten ist. Auch Zusammenkünfte sind eindeutig nicht erlaubt.

Sobald hier Änderungen absehbar sind, werden wir euch umgehend informieren. Bis dahin gilt, alles ist gestoppt!

 

Jubiläum:

Der Vorstand hat in seiner Vorstandssitzung vom 22.04.20 beschlossen, alle geplanten Veranstaltungen bis 31.08. abzusagen. Ein Jubiläum durchzuführen, wenn es kein weiteres Vereinsleben gibt erscheint uns nicht sinnvoll. Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass wir mit der Veröffentlichung der Vereinschronik im November starten und im Rahmen eines feierlichen Festkommers mit anschließenden lila-weißen Ball am 05.12.2020 unseren Geburtstag feiern. Denn tatsächlich ist der Verein am 01.12.1920 gegründet worden. Haben wir bislang immer argumentiert, dass wir in unseren Geburtstag hinein feiern, so ändern wir jetzt unser Motto. Wir starten mit dem Kommers und verlegen die Sommeraktivitäten ins Jahr 2021.

 

Sticker Album

Am 05.04.20 hätte das Kick-off unseres Sticker Albums stattgefunden. Wir prüfen aktuell, wie wir das Album jetzt veröffentlichen und für euch verfügbar machen können. Wir hoffen, dass wir in den nächsten 3 Wochen damit starten können. Ich glaube, dass würde uns und den Kindern und Jugendlichen des SVBV jetzt gut tun.

 

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde des SVBV,

Es ist keine einfache Zeit. Bitte unterstützt alle die Hilfe brauchen, habt Geduld und Ausdauer wie auch beim Fußball. Wir freuen uns euch alle wiederzusehen!

Bei uns! Beim SV Bruchhausen-Vilsen

 

Verein 17.05.2020 von Thomas Warnke

Stickeralbum weiter erhältlich!

Das Stickeralbum erfreut sich weiter großer Beliebtheit. Überall wird gesammelt, geklebt und getauscht. Sticker und Alben erhaltet ihr weiterhin bis zum 11.07.2020 bei Cafe Kornau, Tankstelle Citioil, Buchhandlung Böhnert und beim Getränkehaus in Vilsen. Der SVBV hat an 4 Tagen ebenfalls Alben und Sticker verkauft. Wir haben noch wenige Startersets. Regelmäßige Termine werden wir aber nicht anbieten. Solltet ihr noch Startersets, Alben oder Sticker benötigen, schreibt bitte eine Mail an stickeralbum@svbv.de. Wir antworten umgehend und klären mit euch die Abwicklung.

Verein 15.05.2020 von Thomas Warnke

Samstag ist wieder Sticker- und Albenverkauf

Am Samstag, den 16.05. zwischen 11.00 und 13.00 Uhr verkaufen wir wieder Sticker und Alben in der Marktplatzarena (Eingang Sportplatz am Marktplatz). Wir freuen uns auf euch!

Verein 09.05.2020 von Thomas Warnke

Stickerverkauf ist gestartet!

Der Stickerverkauf ist angelaufen. 110 Startersets und unzählige weitere Stickerpakete wurden am 09.05. an der Marktplatzarena verkauft. Ab dem 11.05.2020 sind Alben und Sticker auch bei unseren Partnern erhältlich:

CAFE KORNAU · KANALSTRASSE / AM BAHNHOF· BRUCHHAUSEN-VILSEN
GETRÄNKEHAUS · BAHNHOFSTR. 41-45 · BRUCHHAUSEN-VILSEN
BUCHHANDLUNG BÖHNERT · BAHNHOFSTR. 44 · BRUCHHAUSEN-VILSEN
TANKSTELLE CITI OIL · AM BAHNHOF 15 · BRUCHHAUSEN-VILSEN

Unsere nächsten Abholtermine sind:
Dienstag, 12.05.2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr
Donnerstag, 14.05.2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr.

Selbstverständlich haben wir auch Sticker und weitere Alben!

Verein 05.04.2020 von Thomas Warnke

Fußballer im Kreisgebiet wünschen sich Klarheit

Die Fußballer müssen bis auf Weiteres ausharren nach der Entscheidung des Verbandes. Dabei haben sie vor allem einen Wunsch.

In dieser Woche hätte er sich spätestens äußern wollen, doch bereits am Freitag hat der Niedersächsische Fußballverband bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Zumindest ein bisschen. Der Spielbetrieb ruht bis auf Weiteres. Was das genau heißt, ließ der Verband offen. Er hat sich Zeit erkauft. Zerschlagen haben sich jedenfalls erst einmal die Hoffnungen der Fußballer, alsbald ihrem Hobby wieder nachgehen zu können. Wesentlich wahrscheinlicher scheint nun, dass die Saison gar nicht erst beendet wird.

So sieht es zum Beispiel Michael Steen. Der Asendorfer ist Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Diepholz und damit unter anderem zuständig für die Nachholspiele. „Bei 500 sind wir schon“, sagt er. Ihn treibt nun die Frage um, wie und wann das alles noch über die Bühne gehen kann? „Wenn wir bis Ende April nicht spielen können, sehe ich schwarz“, sagt er. Das erscheint derzeit unrealistisch. Zwei Wochen vor dem Neustart will der Verband sich melden. Dass das bis Mitte des Monats, also bereits in zwei Wochen, der Fall ist, glaubt Steen nicht. Mit der Verbandsankündigung, über den 19. April hinaus den Spielbetrieb auszusetzen, gingen seine Hoffnungen, die Saison noch beenden zu können, „gegen Null“. Bis auf Weiteres könne schließlich auch Juni, Juli oder gar August bedeuten. Und dann? Was bedeutet das? Was ist mit Auf- und Abstiegen? Was mit Relegationsteilnehmern? Oder passiert einfach gar nichts? „Das muss in Ruhe beschlossen werden. So kurz nach der Entscheidung kann man das noch nicht sagen“, sagt Steen.

Gedanken machen sich derweil zahlreiche Aktive in der Fußballszene. Auch Friedhelm Famulla, Trainer des Kreisligisten SV Mörsen-Scharrendorf. Ihn stört, dass der Verband noch kein klares Votum abgegeben hat. „Man sollte Fakten schaffen“, findet er. Klarheit wäre für die Mörsener durchaus vonnöten, denn sie zählen als Viertletzter der Kreisliga zum Kreis der Gefährdeten. Sie könnten bei einem Saisonabbruch je nach Wertung sogar absteigen. Als Zwölfter wären sie sicher. Diesen Rang belegt der SV Friesen Lembruch, der zwei Punkte Vorsprung, aber auch vier Spiele mehr ausgetragen hat als der SVMS. Für Famulla wäre es ein Unding, so absteigen zu müssen. „So kann man nicht entscheiden, das wäre einfach unfair.“ Er könne sich vorstellen, dass die Spielzeit komplett auf Null gestellt werde. So läuft es etwa in den Niederlanden, wo die Amateur-Saison wegen des Coronavirus bereits abgebrochen worden ist. „Aber das ist für die Mannschaften, die oben stehen, auch keine schöne Lösung“, weiß Famulla.

Denn diese Regelung würde die Aufstiegsanwärter hart treffen. Ihre erfolgreiche Saison wäre auf einen Schlag nichts mehr wert. Eine Vorstellung, mit der sich etwa der SV Bruchhausen-Vilsen und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in der Kreisliga, aber auch der SV Heiligenfelde in der Bezirksliga auseinandersetzen müssen. Der SVH ist nur aufgrund des um vier Treffern schwächeren Torverhältnisses Zweiter hinter dem TSV Wetschen. Für Trainer Torben Budelmann steht fest, dass er nicht in der Haut der Verbandsvertreter stecken will: „Du kannst es nicht richtig machen.“ Ein vorzeitiges Saisonende „täte meinen Jungs und mir natürlich auch weh, weil wir eine tolle Saison hergeben müssten“. Dennoch grenze jede Entscheidung jetzt, wo noch ein Drittel der Spielzeit zu absolvieren ist, an eine Art Wettbewerbsverzerrung. Also doch die ganze Serie auf Null stellen? „Egal, was entschieden wird: Ich werde alles akzeptieren, was kommt. Wir sind nicht der Nabel der Welt, wir sind Amateurfußballer. Es gibt gerade Wichtigeres.“ Eine Sache wünscht sich Budelmann allerdings: Klarheit. „Das Schlimmste ist nicht zu wissen, worauf man gerade hintrainiert.“

Auf den Tag X, an dem es weitergehen wird, arbeiten auch die Fußballer in Seckenhausen hin. Sie haben von André Schmitz und Iman Bi-Ria Trainingspläne erhalten. „Und die Jungs halten sich dran. Das finde ich klasse“, sagt Schmitz. Ob dieser Fleiß mit dem Aufstieg belohnt wird? Schmitz hat seine Zweifel: „Ich glaube, dass die Saison abgebrochen und auf Null gestellt wird.“ Er ist ehrlich: „Für uns wäre das richtig bitter. Es wäre schade, wenn Mannschaften, die gut gearbeitet haben wie Vilsen oder wir, nicht dafür belohnt werden.“ Die TSG führt die Kreisliga souverän an, der Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz beträgt 14 Punkte. Die Rückkehr in die Bezirksliga war bis zum 13. März nur Formsache. Nun ist sie ein Stück in die Ferne gerückt. Resthoffnungen aber hat Schmitz noch. Eines seiner Gedankenspiele: bei Saisonabbruch den Punkteschnitt heranziehen. Das würde zumindest das Problem umgehen, dass die Teams nicht alle dieselbe Anzahl an Spielen ausgetragen haben. Eine Fortsetzung der Spielzeit kann er sich nur vorstellen, wenn es Anfang Mai weitergehen kann. „Sonst ist auch die Verletzungsgefahr zu groß“, weiß er. Auch er wünscht sich alsbald ein Ende der Ungewissheit: Die Spieler seien in ein Loch gefallen, als sie gehört hätten, dass die Pause verlängert werde. Schmitz und Bi-Ria leisten nun Aufbauarbeit. Aber was sollen sie ihren Spielern beim nächsten Mal sagen. Da wäre eine klare Linie von Verbandsseite aus sicher hilfreich.

DFB ändert seine Spielordnung

Öffnet sich für die Amateurfußballer doch noch eine Hintertür, um die Saison zu beenden? Der Deutsche Fußballbund (DFB) jedenfalls hat seine Spielordnung wegen der Corona-Krise umfassend angepasst. Wichtigste Änderungen: Die Saison kann über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Der DFB gibt seinen Regional- und Landesverbänden aber auch die Möglichkeit, die Saison vorzeitig zu beenden oder zu annullieren. Bei einem Abbruch seien Sonderregelungen bezüglich Auf- und Abstieg möglich. Die folgende Serie darf später beginnen, teilweise oder gar ganz entfallen.
Auch die Wechselbestimmungen können sich, wenn der Weltverband Fifa zustimmt, ändern: Die Perioden, in denen sich Spieler einem neuen Klub anschließen (1. Juli bis 31. August sowie 1. bis 31. Januar) können nach DFB-Informationen angepasst werden.
Das gilt auch für die Wartefristen beim Vereinswechsel: Normalerweise können Amateure, die sechs Monate kein Spiel mehr bestritten haben, den Verein ohne Zustimmung des abgebenden Klubs wechseln. Um die Vereine zu schützen, könnten Landes- und Regionalverbände nun festlegen, dass die Corona-Zwangspause in diese Zeit nicht mit einberechnet wird. Laut DFB-Vizepräsident Rainer Koch soll mit diesen Regelungen vor allem den fünf Regional- und 21 Landesverbänden die Möglichkeit gegeben werden, so flexibel wie möglich zu agieren. Die Änderungen gelten ab sofort und sind bis zum 30. Juni 2021 gültig. Ab der Saison 2021/22 gelten wieder die alten Bestimmungen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.04.2020

Verein 03.04.2020 von Thomas Warnke

Verlängerung der Aussetzung des NFV-Spielbetriebs - bis auf Weiteres -

Liebe Fußballfamilie,
seit unserer letzten Mitteilung vom 17.03.2020 zur Verlängerung der Aussetzung des NFV-Spielbetriebes sind zwei Wochen vergangen, jedoch hat sich die Situation um die sog. „Coronavirus-Pandemie“ leider nicht entspannt.
Aufgrund der „Coronavirus-Pandemie“ wird der vom NFV organisierte Fußballspielbetrieb in Niedersachsen daher bis auf Weiteres ausgesetzt. Das Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat beschlossen, die ursprünglich bis zum 19. April vorgesehene Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes aufgrund der jeweiligen staatlichen bzw. behördlichen Verfügungslage auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Eine Fortsetzung des Spielbetriebes wird der NFV mindestens zwei Wochen vorher kommunizieren. Dies soll Ihnen als Vereinen und dem NFV selbst die Planung, soweit diese möglich ist, erleichtern.

Wir orientieren uns mit unserer Entscheidung an der behördlichen und staatlichen Verfügungslage und reagieren mit ihr auf eine nie dagewesene Krise. Die gegenwärtige Situation lässt uns leider keinen anderen Handlungsspielraum. Oberste Priorität hat weiterhin die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die Gesundheit unserer Mitglieder.Das NFV-Präsidium hat darüber hinaus entschieden, dass weiterhin alle zentralen und dezentralen Maßnahmen der Lehrarbeit (Aus-, Fort-, Weiterbildung) und Talentförderung ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ruht parallel auch weiterhin der Betrieb in der NFV-Sportschule in Barsinghausen.
Wir bitten Sie / euch weiterhin um Verständnis für diese Entscheidung, da wir zum derzeitigen Zeitpunkt aufgrund der o.g. staatlichen Vorgaben, aber natürlich auch aus eigener Fürsorgepflicht allen unseren Spielern, Trainern, ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Mitarbeitern gegenüber, keinerlei Spielraum für anderweitige Entscheidungen haben.

In der Hoffnung, diese Einschränkungen bald wieder aufheben zu können, verbleiben wir
mit sportlichen Grüßen aus Barsinghausen
NIEDERSÄCHSISCHER FUSSBALLVERBAND e. V.

 

Verein 02.04.2020 von Thomas Warnke

SV Bruchhausen-Vilsen und SC Twistringen: Gefeiert wird – aber wann?

Der SV Bruchhausen-Vilsen wird 100 Jahre alt, genauso wie die Fußballsparte in Twistringen. Die Feierpläne gibt es - doch das Coronavirus stört sie gewaltig. Wo Vorfreude sein sollte, herrscht Ungewissheit.

Wie einsam ein 90. Geburtstag sein kann, das haben Freddie Frinton und May Warden als Butler James und Miss Sophie im Klassiker Dinner for One gezeigt. Dabei sind es doch genau diese runden Geburtstage, die nach großen Feierlichkeiten, nach mehr als einem Festmahl für einen Einzelnen verlangen. Ganz besonders gilt das für die Jubiläen, die meist eine spezielle Aufmerksamkeit erfahren. Deshalb wollte der SV Bruchhausen-Vilsen seinen 100. Vereinsgeburtstag in diesem Jahr groß feiern. Aktionen im gesamten Jahr waren geplant. Und auch die Fußballer aus Twistringen hatten zu ihrem 100. so einiges vor. Doch die Verbreitung des Coronavirus erschwert die Planungen und hat sogar bereits einiges über den Haufen geworfen. Vielleicht können Brokser und Twuster in diesem Jahr überhaupt nicht in großer Runde auf ihren Geburtstag anstoßen. Was aber nicht heißt, dass die Feierlichkeiten damit aus der Welt wären.

Es war genau geplant: Im Rahmen einer sogenannten Kickoff-Party sollte das Stickeralbum des SV Bruchhausen-Vilsen am 5. April erhältlich sein. Die Kicker des Vereins zum Einkleben. Das wäre ein Höhepunkt im Jahr des 100. Geburtstags gewesen. Der Vorstand, aber auch die Mannschaften von der G-Jugend bis zu den Super Oldies der Ü60 finden im Album ihren Platz. Es wäre ein Renner geworden am kommenden Sonntag. Die Markplatzarena als Zentrum Vilsens, der Auftakt einer Sammel- und Tauschaktion, die alle Brokser begeistert hätte. Allerdings ist das nur noch ein Gedankenspiel. Die Party fällt aus. Große Menschenansammlungen sind in Corona-Tagen ein absolutes Tabu. Eines, an das sich die Vereine halten. Der SVBV-Vorsitzende Thomas Warnke ahnt aber auch, dass die große Begeisterung momentan vielleicht ohnehin nicht da wäre: „So eine Aktion lebt vom Sammeln und Tauschen. Wenn das eingeschränkt wäre, geht die Freude auch ein bisschen verloren.“ Dabei ist Freude doch genau das, was der Sportverein aus dem Luftkurort mit seiner Aktion wecken und verbreiten will.

Ungewissheit statt Vorfreude

Vieles, was die Vilser unter dem Banner SVBV2020 seit Langem planen, gerät derzeit ins Wanken. Die Kickoff-Party ist erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. „Von Tag zu Tag kommen andere Informationen“, verweist Warnke darauf, wie schnell sich die Situation rund um die Corona-Pandemie verändert. Was gestern noch galt, ist heute vielleicht schon Makulatur. Die gesamte Lage ist schwer zu fassen und noch schwieriger einzuordnen. Genaues weiß man nicht. Sicher ist dagegen, dass die Fußball-Europameisterschaft erst im kommenden Jahr stattfindet. Die wollte der SVBV eigentlich auf Großbildleinwand zeigen, doch auch hier heißt es jetzt: gestrichen. Dabei wäre das Finale am 12. Juli ein passender Abschluss der Sportjubiläumswoche mit Fußballturnieren Tag für Tag, einem Ehemaligenspiel, der Lila-Weißen Nacht und einem Quiz unter dem Titel 100 Jahre – 100 Fragen gewesen. Ob das alles so stattfinden kann, weiß momentan niemand. Am 22. April will der Vorstand entscheiden, wie es weitergeht.

Wo Vorfreude sein sollte, herrscht derzeit Ungewissheit. So sieht es auch bei der Fußballsparte des SC Twistringen aus. Noch in der vergangenen Woche wollte sich der Festausschuss treffen. Die Versammlung fiel jedoch aus. „Wir wissen noch gar nicht genau, ob überhaupt etwas stattfinden kann“, sagt Stefan Funke. Auch der Spartenleiter fühlt eine gewisse Machtlosigkeit. „Es ist eine schwierige Situation, weil wir überhaupt nichts beeinflussen können.“ Der Auftakt des Festjahres soll außerhalb Twistringens stattfinden. In Barsinghausen finden am 2. Mai die Niedersachsenmeisterschaften der Alten Herren. Mit Sack und Pack, also auch mit Fanbus, wollte der SCT dort aufschlagen und ein tolles Wochenende verbringen. „Aber es haben schon einige Mannschaften abgesagt“, weiß Funke. Die Titelkämpfe wackeln, andere Großveranstaltungen, die später im Jahr stattfinden sollten, sind bereits abgesagt worden.

Mit zum Beispiel dem Sparkassen-Cup für Jugendfußballer, den Bezirksmeisterschaften der Alten Herren und einem Funino-Turnier haben die Twistringer auch einige Veranstaltungen auf ihr Sportgelände geholt. Auch hinter diesen steht ein dickes Fragezeichen. Haupttag soll der 25. Juli werden. Ein Turnier der ersten Herrenmannschaft, ein offizieller Festakt und im Anschluss eine Sommerparty sind eigentlich geplant. Die Vorbereitungen müssten jetzt, kein Vierteljahr mehr vor dem angepeilten Termin, in die heiße Phase gehen. Festzelt, Equipment, Verpflegung, DJ – die Liste ließe sich noch weiter fortführen. „Aber wir haben die Planung erst einmal eingestampft“, verrät Funke. Pressewart Hans-Dieter Jurga ergänzt: „Die Termine fangen alle an zu bröckeln.“

Finanziell auf der sicheren Seite

Immerhin etwas Glück haben die Blaumeisen: „Wir sind noch keine großen finanziellen Verpflichtungen eingegangen“, erklärt Funke. Lediglich einige Flyer habe man drucken lassen. Das könne man aber verkraften. Ähnlich sieht es einige Kilometer weiter in Vilsen aus. „Wir haben genau die richtigen Sachen noch nicht fest gebucht“, atmet Warnke auf. Noch können sowohl Twistringer als auch Brokser auf die Zeit hoffen. Der Vilser Gründungstag etwa ist am 1. Dezember. Der Verein wollte also ohnehin reinfeiern. Ob das samt Veröffentlichung der Chronik, Festkommers und Ball, wie es geplant ist, möglich ist, ist momentan kaum absehbar. Allerdings ist Warnke noch recht entspannt. „Wenn es überhaupt nicht geht, feiern wir nächstes Jahr. Wir werden uns das sicher nicht nehmen lassen.“ Die Zeit des Feierns werde kommen. Auf Twistringer Seite wäre 2021 auch nicht das schlechteste Jahr: Schließlich wird dann der SCT 50 Jahre alt. Der Sportclub ging am 29. Oktober 1971 aus dem Zusammenschluss des Leichtathletikclubs Twistringen von 1954 und des Turn- und Sportvereins Twistringen von 1920 hervor. Im kommenden Jahr hätten die Blaumeisen, die ebenfalls eine Chronik veröffentlichen , also auch noch durchaus einen triftigen Grund zu feiern.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 02.04.2020

Verein 31.03.2020 von Thomas Warnke

Aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass

Die aktuelle Lage lässt eine wirkliche Planung der nächsten Wochen und Monate zur Zeit nicht zu. Davon ist nicht nur der aktuelle Trainings- und Spielbetrieb betroffen, auch unsere Jubiläum ist stark gefährdet. Der Vorstand hat daher am 30.03.2020 beschlossen, die Zeit bis zum 20.04. abzuwarten. Wir erwarten zu diesem Zeitpunkt sowohl von den politischen Ebenen als auch von unseren Verbänden eine Aussage zur weiteren Fortführung der Saison. Am 22.04. wird der SVBV-Vorstand dann eine Entscheidung bzgl. der weiteren Vereinsaktivitäten treffen.

Verein 26.03.2020 von Thomas Warnke

Wasser ist den Vereinen jeden Euro wert

Thomas Warnke ist kein Freund von Kunstrasen. „Mir fehlt schon der Geruch von Naturrasen“, sagt er. Auch deshalb dürfte sich der Vorsitzende des SV Bruchhausen-Vilsen auf der heimischen Sportanlage am Marktplatz besonders wohlfühlen. Zwei Plätze, beide Natur pur. Und beide in richtig gutem Zustand angesichts von zuletzt häufig verregneten Wochen. Als am 8. März mit Ausnahme von Kunstrasenplätzen fast alle Fußballspiele ausfielen, konnten die Brokser ihre Partien noch austragen. Nicht zuletzt ist das ein Verdienst der Beregnungsanlagen, die der Verein auf seinen beiden Plätzen installiert hat. Damit ist der SVBV zum Vorreiter geworden: Viele Klubs im Kreisgebiet wollen nun ebenfalls in die Bewässerung investieren oder haben das im vergangenen Jahr bereits getan.

Das ist ohne Frage eine Lehre der vergangenen Jahre mit den langen, extrem trockenen Sommermonaten. Steinhart wie Asphaltböden waren manche Plätze, zudem völlig verdorrt und verbrannt. Die Vereine auf der einen Seite mussten erhebliche Summen in die Hand nehmen, um ihre Spielfelder wieder auf Vordermann zu bringen, die Spieler auf der anderen Seite hatten kaum Spaß auf den Rumpelplätzen. Abhilfe erhoffen sie sich durch die Beregnungsanlagen, die sich fernsteuern lassen und dementsprechend immer zum richtigen Zeitpunkt bewässern können. Das tun sie dann auch gleichmäßiger und weniger zeitaufwendig für die Platzwarte. Eine Installation verspricht also Vorteil und Erleichterung gleichermaßen – ist allerdings auch kein günstiges Vergnügen. Zwischen etwa 13 700 Euro, die der TSV Martfeld für die Erweiterung seiner Anlage investiert, und 35 000 Euro, die der TSV Barrien für seine beiden Plätze in die Hand nehmen will, bewegen sich die Kosten. Auch der TSV Okel, der TSV Ristedt, der FC Sulingen und der TSV Jahn Ströhen investieren in Beregnungsanlagen. Wasser ist das Thema der Zukunft, auch für die Sportvereine. Ein weiteres Beispiel ist der TV Syke, der Fördergelder, dessen Bewilligungen der Kreissportbund Diepholz vor Kurzem verteilt hat, für den Bau einer Brunnenanlage mit Pumpe und Pumpensteuerung für acht Plätze beantragt hat.

Eine dichtere Grasnarbe

Thomas Warnke versteht nur zu gut, warum die Vereine auf-, aber auch nachrüsten. Und er verspricht: „Es lohnt sich.“ Der obere Sportplatz der Brokser ist bereits seit 2011 mit den versenkbaren Sprengern ausgestattet, der untere folgte drei Jahre später. „Man denkt, dass der Rasen immer gut und immer bespielbar ist. Das ist er auch. Aber es gibt noch einen weiteren Vorteil, der viel interessanter ist: Der Platz kommt viel besser durch den Winter“, erklärt der Chef der Lilahemden. Auffällig sei das insbesondere beim unteren Platz. „Der steht unter Dauerbelastung. Da wird das ganze Jahr über trainiert“, schildert Warnke die Ausgangssituation.

Entsprechend sah der Platz auch lange Zeit aus. „Früher hatten wir im November und Dezember immer eine riesengroße Fläche, auf der kein Rasen mehr war. Mittlerweile ist das anders“, sind die Plätze wesentlich widerstandsfähiger geworden, seit sie vernünftig beregnet werden. Auch die Grasnarbe sei wesentlich dichter. Bei den Broksern rollt der Ball das ganze Jahr über auf ordentlichem Untergrund.

Das hat sich natürlich herumgesprochen. Auch der TSV Martfeld setzt auf eine Beregnungsanlage. Er hat seine bestehende bereits erweitert und nun Fördergelder beantragt. Vorsitzender Dieter Hustedt erklärt einen weiteren Vorteil der Bewässerung per Knopfdruck. „Die Manpower fehlt mehr und mehr in den Vereinen“, weiß er, wie verzweifelt die Suche nach Ehrenamtlichen teilweise verläuft. Da geht es seinen Kollegen nicht anders: „Man findet ja die Freiwilligen am Wegesrand“, fügt Gerhard Mey, Vorsitzender des TSV Barrien, mit einer gehörigen Portion Ironie hinzu. Es ist allerdings auch schwierig, jemandem das Schleppen eines schweren, fünf Zentimeter dicken Schlauches schmackhaft zu machen. Eine automatische Anlage ist da eine gewaltige Entlastung. Die Barrier müssen „noch ein bisschen vorbereiten“, bis es losgehen kann. Weiter, nämlich fertig, ist der TSV Ristedt. Er verfügt als erster Verein im Syker Stadtgebiet über eine Beregnungsanlage für einen Fußballplatz. Vor allem für den Württemberg-Cup, das große Turnier mit acht Teams auf Bezirksebene und höher, erhoffen sich die Ristedter eine Erleichterung. „Wir haben früher teilweise sechs, sieben Wochen vorher mit der intensiven Bewässerung angefangen, weil dann die trockene Phase schon begonnen hat“, sagt Henry Stöver vom Fußballförderkreis Grün-Weiß ‘92 Ristedt. Ein Mammutprojekt für die Helfer. „Da steckt viel Arbeit hinter“, weiß er. Arbeit, die nun automatisch erledigt wird – und bessere Plätze verspricht. Und zwar von Okel bis Martfeld. Da Kunstrasenplätze wegen des häufig verwendeten Granulats als umweltschädlich gelten und vermehrt in die Kritik geraten sind, „muss jeder Verein seine Rasenplätze noch mehr hegen und pflegen“, betont Stöver.

Platzpflege ist nicht nur um Fußball, sondern auch im Tennis wichtig. Deshalb hat der TV Syke eine Brunnenanlage mit Pumpe und Pumpensteuerung für acht Plätze gebaut. Auch er bekommt dafür Fördergelder. „Wasser spielt eine ganz große Rolle und ist für die Pflege der Plätze im Sommer unabdingbar“, erklärt Lutz Frauenheim, der Vorsitzende des Tennisvereins. Ohne vernünftige Wasserzufuhr seien die Plätze bei langer Trockenheit „wie eine Sandkiste“. Der Untergrund sei nicht mehr fest genug, das Spielen quasi unmöglich. Der Verein hatte bereits eine Beregnungsanlage und einen entsprechenden Brunnen, diese war jedoch abgängig. „Wir haben die Chance genutzt, um den Komfort zu erhöhen“, verrät Frauenheim. Sprich: Den Gang zum Pumpenhaus, um die Bewässerung zu starten, können sich die Spieler nun sparen. Sie müssen direkt am Platz jetzt nur noch auf einen Knopf drücken. Darüber hinaus agiere man nun umweltfreundlicher, „denn wir haben die Möglichkeit, auch nachts zu sprengen. Das sorgt für eine geringere Verdunstung und eine höhere Grundfeuchte“, ergänzt der Vorsitzende. Diesen Luxus können alle Vereine mit Zeitschaltuhr für sich in Anspruch nehmen. „Wichtig ist nur, dass es nicht während des Spiels losgeht“, sagt Mey und lacht.

Mit einer Beregnungsanlage muss allerdings jeder Verein seine eigenen Erfahrungen machen. Diesen Tipp gibt Warnke seinen Vorstandskollegen mit auf den Weg. Man müsse zum einen richtig beregnen. „Wir haben am Anfang alle zwei Tage ein bisschen bewässert. Jetzt bewässern wir viel intensiver, bis Spatentiefe, aber nur zweimal pro Woche. Dadurch ist der Rasen sehr dicht und sehr fest geworden.“ Ein zweiter entscheidender Punkt: die richtige Menge an Jahreszeit-Dünger. „Seit wir das besser machen, hält der Platz viel mehr aus.“ Aber da müsse jeder Verein für seinen Boden die richtige Lösung finden. „Da muss man auch ein bisschen ausprobieren. Auf lange Sicht lohnt es sich auf jeden Fall“, sagt Warnke. Man müsse allerdings wie zuvor genau hinschauen und das richtige Augenmaß entwickeln: „Wenn der Rasen stumpf aussieht, ist es schon zu spät.“ Der richtige Zeitpunkt im Jahr, um mit der Beregnung zu starten, sei gekommen, wenn man das erste Mal auch zu Hause den Rasen mäht.

Einen Nachteil gebe es aber auch: den höheren Stromverbrauch. Doch auch da haben die Brokser bereits einen Lösungsansatz. Sie wollen selbst Strom produzieren, und zwar mit einer Photovoltaikanlage. Strom für die Beregnung speichern, das macht besonders im Sommer Sinn, wenn mehr gewässert werden muss, aber auch die Sonne intensiver scheint. „Da sind wir mit der Samtgemeinde im Gespräch“, sagt Warnke. Die Vereinsmitglieder hätten den Plan, die Lilahemden mit Blick auf die Umweltfreundlichkeit ein Stück weit grüner zu machen, bei der Jahreshauptversammlung befürwortet. Die Anlage will sich der Verein selbst zum 100. Geburtstag in diesem Jahr schenken. Mit ihr wäre er vielen Vereinen erneut einen Schritt voraus.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.03.2020

Verein 16.03.2020 von Thomas Warnke

Termin für Kickoff des Stickeralbum ist abgesagt!

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Am 05.04.20 ist es soweit. Dann wird im Rahmen einer KickOff-Party das Stickeralbum erhältlich sein. Von 12.00 bis 16.00 wird es in der Marktplatzarena angeboten. Ab Montag ist es dann an diversen Verkaufsstellen erhältlich.

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