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Herren 18.03.2019 von Thomas Warnke

1. Herren: Unerwartetes Ende

Im Kellerduell der Bezirksliga Hannover setzt sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst nach einem umkämpften Spiel mit 2:1 (0:1) gegen den SV Bruchhausen-Vilsen durch.

Brinkum. 88 Minuten waren gespielt, im Kellerduell der Fußball Bezirksliga Hannover zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem SV Bruchhausen-Vilsen stand es 1:1. Alles sah nach einer Punkteteilung aus, doch dann folgte der Moment, der die Anhänger der TSG lautstark jubeln ließ: Nach einem schönen Kombinationsspiel zwischen Jannis Helmbold und Sebastian Kirchner war es Helmbold, der frei vor dem Tor stand, den Ball an Vilsens Keeper Maximilian Kues links vorbeischoss und mit seinem Treffer den hart erkämpften 2:1 (0:1)-Erfolg für seine TSG perfekt machte.

„Fußballerisch war das vielleicht nicht die beste Leistung von uns. Aber kämpferisch haben die Jungs heute alles gegeben. Ich bin wirklich stolz auf sie“, sagte ein zufriedener TSG-Coach André Schmitz nach der Partie. Bei den Anhängern des SV Bruchhausen-Vilsen herrschte dagegen große Enttäuschung: „In der ersten Halbzeit waren wir klar am Drücker. Leider haben wir nach unserem Führungstreffer zu wenig Kapital daraus geschlagen“, bedauerte Vilsens Coach Patrick Tolle.

Das einzige Bezirksliga-Spiel, das an diesem Wochenende ausgetragen wurde, versprach mit zwei neuen Trainern und einer guten Vorbereitung einiges. Doch das erhoffte Spektakel blieb zunächst noch aus. Beide Mannschaften tasteten sich langsam in das Spiel hinein. Das erste Lebenszeichen der Gastgeber folgte in der zwölften Minute durch Sebastian Kirchner, der nach einer Ecke zum Kopfball kam, SVBV-Keeper Kues parierte aber blitzschnell und hielt damit die Null fest. Danach passierte erst einmal nicht viel. Die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Beide Mannschaften setzten nur wenige Akzente im Spiel nach vorne. Vilsen profitierte überwiegend von den Fehlern der TSG und kam dadurch ab und an mal in den gegnerischen Strafraum, während die Gastgeber ebenfalls nur selten vor das Tor des SVBV kamen. „Nach den starken zehn Minuten zu Beginn haben wir die Kontrolle über das Spiel verloren“, wusste Schmitz, dessen Team kurz vor der Pause den Gegentreffer kassierte. Nach einem Freistoß aus knapp 30 Metern war es Mathis Wohlers, der mit seinem Treffer für das 1:0 des Tabellenletzten sorgte. Mit diesem Ergebnis ging es für beide Mannschaften in die Pause.

Am Spiel änderte sich nach Wiederanpfiff erst einmal nichts. Dieses Mal versuchten die Teams über lange Bälle nach vorne zu kommen. Das klappte nach dem Seitenwechsel bei den Seckenhausern besser, da sie nun mit Rückenwind spielten. Einen richtigen Vorteil konnten sie daraus aber nicht schlagen. Entweder war der Ball zu lang oder die TSG-Spieler verstolperten ihn, sodass es kaum zu einem richtigen Angriff der Gastgeber kam. In der 70. Minute jubelten erneut die Vilser: Nick Brockmann traf zum 2:0, doch Schiedsrichter Tom Adler entschied auf Abseits. „Wäre dieser Treffer regulär gewesen, wäre das Spiel wahrscheinlich in eine ganz andere Richtung gegangen“, war sich Tolle sicher.

Doch zu einem weiteren Torerfolg sollte es für die Gäste nicht kommen – im Gegenteil. Die Seckenhauser kämpften sich von Minute zu Minute heran. Nachdem Philip Kleingärtner in der 78. Minute aus knapp 25 Metern sein Glück probiert hatte und an Vilsens Keeper Kues gescheitert war, sorgte Finn Werner vier Minuten später für den Ausgleichstreffer für die TSG (82.). Etwas später hatte Sebastian Kirchner das 2:1 auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber knapp (85.). Drei Minuten darauf folgte dann der erlösende Führungstreffer durch Jannis Helmbold, dessen TSG mit den drei Punkten dem Relegationsplatz einen großen Schritt näher gekommen ist. „Die Jungs haben bis zur letzten Minute die Ruhe bewahrt. Das muss ich ihnen hoch anrechnen. Wir haben zwar noch viel Arbeit vor uns, aber nach diesem Spiel bin ich zuversichtlich“, freute sich TSG-Trainer Schmitz. Bei den Vilsern sieht es dagegen düster aus. Nach der Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten stehen sie weiterhin mit zehn Punkten auf dem letzten Rang. „Gegen Kirchdorf müssen nun drei Punkte her, ansonsten sieht es ganz schlecht für uns aus“, war sich SVBV-Coach Patrick Tolle dem Ernst der Lage voll und ganz bewusst.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 18.03.2019