Neuer Besen und ganz viel Spaß
Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen stellt Weichen für erfolgreiche Zukunft

Nach der erfolgreichen Kreisligasaison 2010/2011, an deren Ende der SV Bruchhausen-Vilsen nur haarscharf an einem Aufstiegsplatz vorbeigeschrammt war, hatte wohl kaum ein Experte mit diesen Startschwierigkeiten gerechnet. Klar, Trainer und Team standen vor einem großen Umbruch, Talente aus dem eigenen Nachwuchs sollten eingebaut und stabilisierende Haudegen wie Wilken Harf an die Alten Herren abgegeben werden. Aber dass man nach sechs Spieltagen mit nur drei Punkten und einer verheerenden Tordifferenz ganz unten im Tabellenkeller steckte, das war nicht eingeplant.
Von Lars Lucke Bruchhausen-Vilsen. Auswärtsklatschen wie das 0:5 beim SC Twistringen oder gar das 0:8 gegen den TuS Wagenfeld zehrten am Selbstbewusstsein der Spieler und offenbar auch an der Zusammenarbeit mit dem Trainer-Team um Uwe Sieling, das nach dem sechsten Spieltag schließlich das Handtuch warf. Die Suche nach einem Nachfolger verlief denkbar glücklich: Mit Jörn Meyer stand ein Coach zur Verfügung, der nach seinem Engagement beim TSV Schwarme eigentlich ein Jahr pausieren wollte, für den der SV Bruchhausen-Vilsen jedoch Herzensangelegenheit sein sollte: "Als aktiver Fußballer hab ich beim SV meine schönste Zeit erlebt", schwärmt er noch heute, "da musste ich nicht lange überredet werden".
Das Umfeld war bekannt, mit Torwart-Trainer Andreas Mann hatte er sogar noch zusammengespielt, nun musste nur noch die Trainerphilosophie passen. Die Idee war, das spielerische Element zu stärken, den Ball laufen zu lassen und einfach wieder mehr Spaß in die Einheiten zu bringen. Es braucht aber auch erfolgreiche Spiele, um das Selbstbewusstsein zurückzugewinnen. Meyer setzte in der Defensive auf die Erfahrung seiner alten Recken und traf damit die richtige Entscheidung.
Hachetal-Sieg als Messlatte
Was folgte, war eine bemerkenswerte Siegesserie mit 24 gesammelten Punkten in Folge und dem Abschied aus den unteren Gefilden der Kreisliga Diepholz. Das allerdings war keineswegs der Abschied von dem Konzept, Talente aus der eigenen Jugend zu integrieren.
Im Gegenteil: Verein und Umfeld sind sich darüber im Klaren, dass in dieser Umbruchphase nicht mit einem Angriff auf die Aufstiegsplätze zu rechnen ist. Es gilt, personell und taktisch auf dem Spielfeld zu experimentieren und reichlich Erfahrung zu sammeln.
In diesem Sinne freut sich Jörn Meyer auf die Vorbereitung für die Rückrunde, in der beispielsweise die Umstellung vom klassischen Defensivsystem mit Libero zur Viererkette auf dem Programm steht, um variabler und unberechenbarer auftreten zu können. Zudem bleiben Pressing, Balleroberung und schnelles Umschalten auf dem Trainingsplan. Dadurch sollen Spiele wie das 6:1 beim FC AS Hachetal zur Regel werden. "Diese Partie war die Messlatte", lobt der Trainer, wenn er an den elften Spieltag denkt. "Das war schon dicht dran an der Art, wie ich mir Fußball vorstelle." Mit dem erfahrenen Defensivstrategen Heinrich Büntemeyer, dem von seiner Verletzung genesenen Dennis Blome und Neuzugang Tobias Wendt, ein Allrounder für die Offensive, wird die Qualität des Kaders zur Rückrunde noch einmal ordentlich angehoben. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat ein Team zusammen, das zwar hin und wieder Lehrgeld wird zahlen müssen, das aber ganz sicher für die eine oder andere Überraschung gut ist.
Daran ändern auch die Wechselabsichten eines Rene Vogel nichts. Er war erst zu Saisonbeginn mit einigem Getöse vom TSV Neubruchhausen nach Vilsen zurückgekehrt und will den Klub nach einem halben Jahr bereits wieder verlassen. Allerdings ist es fraglich, ob ihm so ohne Weiteres die Freigabe erteilt wird. Jörn Meyer möchte sich aus dieser Angelegenheit weitestgehend heraushalten und verweist darauf, dass es letztlich die Entscheidung des Vereins sei, wie er in dieser Sache verfahren würde.
Von einer Sache jedenfalls ist Jörn Meyer hundertprozentig überzeugt: "Wenn die Jungs weiter so mitziehen wie bisher, dann werden wir hier noch viel Spaß miteinander haben." Dieser Spaß soll sich in der Rückrunde auch in größerer Flexibilität widerspiegeln. In der Vorbereitung, die gestern begann, werde er viel experimentieren, verriet Jörn Meyer im Gespräch mit dieser Zeitung. "Wir werden unser System ein wenig verändern." Die Vilser wollen für ihre Gegner in Zukunft noch unberechenbarer sein - das ist das Ziel.
Um dieses Vorhaben mit möglichst viel Praxis zu füllen, hat Jörn Meyer insgesamt sechs Testspiele anberaumt. "Eine gute Anzahl", findet er. Demnach treffen die Vilser auf den TSV Martfeld (5. Februar), die eigenen A-Junioren (12. Februar), den TSV Ristedt (16. Februar), TSV Eystrup (19. Februar), TSV Bassum (22. Februar) und TSV Blender (26. Februar).
 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG Datum: 27.01.2012
Tradition und Fortschritt
Thomas Warnke bleibt Vorsitzender des SV Bruchhausen-Vilsen

 
Von Malte Bürger Bruchhausen-Vilsen. Für Thomas Warnke sind zwei Dinge unverzichtbar: Tradition und Fortschritt. Und so versucht der erste Vorsitzende des SV Bruchhausen-Vilsen diese Aspekte im Vereinsalltag bestmöglich zu kombinieren. Ein Unterfangen, das Früchte trägt. "Der Verein ist schuldenfrei und finanziell gut aufgestellt", erklärte er jetzt während der Jahreshauptversammlung. Große Investitionen werde es zunächst dennoch nicht geben.
514 Mitglieder vertreten aktuell die Farben des SVBV, darunter 197 Nachwuchskräfte. Gegenüber dem Jahr 2010 wurde bei den Mädchen ein Plus von sieben Sportlerinnen verzeichnet. "Der demografische Rückgang schlägt jetzt zu. Wenn wir also den Geburtenrückgang mindestens abfedern wollen, werden wir im Mädchenbereich weiter wachsen und investieren müssen", betonte Warnke.
Die gute Auslastung der Sportplätze führte zu erhöhtem Stromverbrauch. Dadurch, dass an nahezu allen Wochentagen bis in die Abendstunden die Plätze benötigt werden, sind die Flutlichtmasten im Dauereinsatz. "Dadurch kam es zu einer ungeplanten Stromnachzahlung von fast 900 Euro", erläuterte Thomas Warnke. Dennoch beschäftigen sich die Verantwortlichen bereits mit einer weiteren Neuerung: der Schaffung eines dritten Platzes. Die Planungen befinden sich allerdings noch im Anfangsstadium. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden einige Vorstandsposten neu besetzt sowie verdiente Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Der Vorstand im Überblick: 1. Vorsitzender: Thomas Warnke (wie bisher), Rechnungsführer: Florian Krause (bisher Thorsten Meyer), Stellv. Rechnungsführer Jonas Lampa (neu), Pressewart: Jessica Riedemann (bisher: Georg Hasemann), Jugendleiter: Frank Lüno (wie bisher), Stellv. Jugendleiter: Werner Kastendiek (wiedergewählt).
Die Geehrten: Helmut Bonkowski, Ehler Hindahl, Hermann Mügge, Wolfgang Uhde (alle Ehrenmitglieder), Paul Stein (60-jährige Mitgliedschaft), Rolf Delekat, Ulrich Hirsch, Willy Immoor (50 Jahre), Rudolf Hippauf, Jan Kornau, Uwe Sieling (Goldene Ehrennadel - 40 Jahre), Hermann Grieme (Silberne Ehrennadel - 25 Jahre).
 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG Datum: 17.01.2012
Sportler feiern bei Mügge
SV Bruchhausen-Vilsen kürt Jugendspieler des Jahres

 
Von Karin Neukirchen-Stratmann Bruchhausen-Vilsen. Neben der neuen Aktion Weihnachtsbaum, bei der die Jugendabteilung des Sportvereins (SV) Bruchhausen-Vilsen anbietet, den Tannenbaum am 7. Januar abzuholen und zu entsorgen (wir berichteten), haben die Sportler nun auch ihre Weihnachtsfeier geplant. Am 22. Dezember werden ab 16 Uhr wieder über 200 Kinder und Jugendliche im Gasthaus Mügge in Bruchhausen-Vilsen gemeinsam Weihnachten feiern. Der Kaffee und Kakao wird gespendet vom Jugendförderkreis Lila-Weiß, den Kuchen und die anderen Leckereien werden wieder von den Eltern zur Verfügung gestellt. Dank einer Spende der Firma Kusserow ist es in diesem Jahr auch möglich, Geschenke durch den Weihnachtsmann bringen zu lassen. Ein kleines Programm wird für Kurzweil sorgen. Gemeinsame Weihnachtslieder werden gesungen, die Schulchöre Real-Voices und Live Resources treten ebenso auf wie die Hip-Hop-Gruppe der Landjugend Asendorf. Wurde im vergangenen Jahr noch, wie immer zuvor, der Jugendspieler und die Jugendmannschaft des Jahres vom Vorstand bestimmt, ist es nun in diesem Jahr zum ersten Mal anders. Aus den bereits eingereichten Vorschlägen wählen die Anwesenden die Preisträger dieses Jahres.
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG Datum: 12.12.2011 
Wohin mit dem Baum? Der SV bietet die Lösung
 
Bruchhausen-Vilsen (kar). Noch steht kein Tannenbaum im Wohnzimmer aber schon jetzt bietet der Sportverein (SV) Bruchhausen-Vilsen eine Lösung für die Entsorgung an. Denn wer kennt das nicht: Weihnachten ist vorbei, und der schöne Weihnachtsbaum hat ausgedient. Gegen eine selbst festgelegte Spende holt der SV den Baum im Ortsgebiet von Bruchhausen-Vilsen am Sonnabend, 7. Januar 2012, ab 9 Uhr ab. Interessierte können sich per E-Mail: weihnachtsbaum@svbv.de an den Verein wenden unter. Er setzt sich dann mit den Kunden in Verbindung. Es gibt eine Abholbestätigung und auch die Höhe der Spende sollte dann schon genannt werden. Ansonsten einfach den Baum am 7. Januar an die Straße stellen. Die Spenden werden für die Arbeit in der Jugendabteilung genutzt. Wichtig: Der Baum muss komplett abgeschmückt sein.
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen Datum: 29.11.2011 
SV BRUCHHAUSEN-VILSEN
Dieses Mal wieder Flop

 
Halbe Sachen macht der SV Bruchhausen-Vilsen nicht. In 17 Spielen gab es für den Kreisligisten nur Top oder Flop. Kein Unentschieden steht zu Buche, die Bilanz ist mit 27 von 51 möglichen Punkten leicht positiv. Das Fußball-Jahr endete mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage beim TV Neuenkirchen.
Es war die dritte Pleite in Folge, und damit sind die zwischenzeitlichen Überflieger wieder im oberen Mittelfeld angekommen. Zur Erinnerung: Nach dem Wechsel auf der Trainerbank hatte Vilsen mit acht Siegen in Folge die Liga aufgemischt und nach dem Fehlstart mit drei Punkten aus fünf Spielen wieder nach oben geschaut. "Ich mag gar nicht dran denken, was passiert, wenn wir mal wieder verlieren", hatte Meyer noch vor Wochen geunkt. Jetzt weiß er es - sein Team ist eben auch im negativen Sinne für eine Serie gut.
Beim TVN hatten die Vilser nahezu keine Chance - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Offensiv fand das Team von Trainer Jörn Meyer nicht statt, der Erfolg des beständig in der Spitzengruppe spielenden TVN war ungefährdet. Insgesamt passierte wenig, die Partie plätscherte dahin. Nur Thomas Weiner versetzte vor der Pause zwei Vilser und schoss das 1:0 (11.). Als nach gut einer Stunde Sebastian Klare nach hoher Hereingabe das 2:0 markierte, war das Spiel entschieden. Obwohl noch eine halbe Stunde zu spielen war, gab sich Meyer keinen weiteren Illusionen mehr hin und blickte einer neuerlichen Pleite entgegen.
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck - Vogel (69. Blome), Hirsch, Sikut, M. Schröder, Röper (82. Geier), Mewes, Müller, Garaf, Hansack, Heyen (43. Büntemeyer).(kbö) 

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen Datum: 28.11.2011 
Weyhe-Lahausen überrascht in Vilsen
Kreisligaaufsteiger gewinnt durch ein Elfmetertor in letzter Sekunde / Marquardt beweist Nervenstärke
 
Von LARS LUCKE Br.-Vilsen. Der SV Bruchhausen-Vilsen hat in der Fußball-Kreisliga Diepholz überraschend die zweite Heimniederlage in Folge hinnehmen müssen. In der Partie der Tabellennachbarn behielt der unberechenbare Aufsteiger TSV Weyhe-Lahausen mit 1:0 (0:0) die Oberhand und entführte nach 90 umkämpften, wenn auch nicht immer attraktiven Minuten drei wichtige Punkte.
In einem fairen, in den Zweikämpfen durchaus bissig geführten Duell, neutralisierten sich beide Mannschaften in der ersten Hälfte weitgehend im Mittelfeld. Kein Spiel für Fußball-Ästheten, aber eines für Taktiker: Kam Vilsen allzu dicht in Tornähe, schnappte in der Regel die Weyher Abseitsfalle zu. Vilsen war über die gesamte Spielzeit das bestimmende Team, freilich ohne echte Torchancen zu kreieren. "Der letzte Pass wurde schlampig gespielt", legte Trainer-Assistent Norbert Schmusch später den Finger in die Wunde, "oder es wurde die falsche Entscheidung getroffen, so dass wir zu keinem vernünftigen Abschluss kommen konnten." Mehrere Überzahlsituationen ließen die Gastgeber auf diese Weise ungenutzt, alles schien auf ein typisches 0:0 hinauszulaufen. Doch in den letzten zehn Minuten überschlugen sich die Ereignisse: In der 82. Minute ging Lahausens Christian Hass urplötzlich allein auf Torwart Dennis Kastendieck zu, der die Situation mit einem starken Reflex entschärfte. Nur fünf Minuten später hatte Richard Sikut mit seinem Schuss Gäste-Schlussmann Benjamin Potthoff eigentlich schon geschlagen, ein TSV-Abwehrspieler warf sich aber in letzter Sekunde dazwischen und verhinderte den Rückstand. Als sich alle Verantwortlichen schon mit dem Unentschieden abgefunden hatten, folgte die Entscheidung zugunsten der Gäste. Einen Moment der Unaufmerksamkeit in der Vilsener Defensive nutzte Christian Hass, um erneut allein auf Dennis Kastendieck zuzulaufen. Der wusste sich nur durch ein Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß in der Nachspielzeit verwandelte Tobias Marquardt (90.) nervenstark zum 1:0. Norbert Schmusch blieb nach dem Abpfiff nur noch die Flucht in Ironie: "Anscheinend spielen wir keine Unentschieden, das wär ja auch zu einfach."
SV Br.-Vilsen: Kastendieck - M. Schröder, Lampa, Sikut, Vogel, Röper, Mewes (85. Riemenschneider), Müller, Hirsch (58. N. Schröder), Hansack, Heyen (58. Geyer).

TSV Weyhe-Lahausen: Potthoff - Bock, Friebe, Klatte, Neumann, Jacobi, Liebich, Böttjer, Hass (90. Hossein), Marquardt, Dirksen (65. Wiegmann).
 © Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG Datum: 21.11.2011 

Philip Schönborn leitet an alter Wirkungsstätte Sykes Sieg ein
 
Von Sven Hermann Bruchhausen-Vilsen. Acht Siege in Folge feierte Fußball-Kreisligist SV Bruchhausen-Vilsen zuletzt. Gegen den TuS Syke ist jetzt die imposante Serie gerissen. Mit 1:2 (1:2) zogen die Gastgeber den Kürzeren. Die Syker waren im Gegensatz zu ihrem zuvor schwachen Auftritt gegen den FC AS Hachetal nicht wiederzuerkennen.
Ein ehemaliger Vilser leitete die Niederlage mit seinem Führungstor ein. Nach feinem Doppelpass mit Jannick Hoffmann traf Philip Schönborn mit einem strammen Schuss ins Glück (16.). "Das war natürlich ein besonderes Gefühl, bei meinem Ex- Klub zu treffen. Beim Torjubel habe ich mich dann auch dementsprechend zurückgehalten", verriet Schönborn, der noch in der vergangenen Saison das Trikot des Gegners trug.
Dieser Treffer bahnte sich regelrecht an, denn die Syker dominierten die erste halbe Stunde nach Belieben. Nach Vorarbeit von Hoffmann verpasste Guy Luyindula bereits nach zwei Minuten die Führung. Völlig unbedrängt drosch er das Leder aus wenigen Metern über das Tor. Die Hachestädter bauten ihren Vorsprung noch weiter aus. Frank Weseloh spielte einen Traumpass genau in den Lauf seines Kapitäns Rustam Arify, der den Ball anschließend über Vilsens Torhüter Hauke Schröder hinweg ins Tor hob (20.). Schröder sprang kurzerhand für den verletzten Stammkeeper Dennis Kastendieck ein.
Zu ihrer ersten Torchance kamen die Platzherren in der 23. Minute. Einen Freistoß von Salam Garaf erwischte Alexander Heyen nicht richtig. Dennoch kamen die Vilser zum Anschlusstor, wobei ihnen das Glück ein wenig Pate stand. Nach Pass von Garaf zog Christian Mewes einfach mal ab. Der Schuss wurde von Abwehrspieler Nils Honscha derart unglücklich abgefälscht, dass er hinter dem chancenlosen Torhüter Tobias Mellentin im Tor einschlug (31.).
Eine Schrecksekunde mussten die Hausherren wenig später verdauen. Nach einem Zweikampf knickte der wuselige Angreifer Garaf unglücklich um und musste mit Verdacht auf Bänderriss das Feld verlassen (38.). "Mit Salam fehlte uns dann natürlich ein sehr agiler Stürmer", gestand Trainer Jörn Meyer. Dennoch hätte sein Team in der zweiten Hälfte durchaus noch zum Ausgleich kommen können. Nach Flanke von Mewes köpfte Heyen knapp daneben (46.). Die nächste Großchance vergab Mirco Müller, der die Kugel neben das Tor beförderte (74.). In dieser Situation hätte er seinen besser postierten Mitspieler Matthias Hansack bedienen sollen.
Sein letztes Spiel für den TuS absolvierte Kristian Kreis, den es bereits vor Saisonbeginn beruflich nach Hamburg verschlug und der jetzt beim ehemaligen Oberligisten VfL 93 Hamburg sein Glück versuchen wird. "Der Abschied tut schon ein wenig weh", beschrieb Kreis seine Gefühlslage.
"Irgendwann musste unsere Serie reißen", registrierte Meyer die Niederlage mit Fassung. "Das war eine riesengroße Steigerung zu unserem letzten Auftritt", sah TuS-Co-Trainer Karsten Köitsch einen couragierten Auftritt seiner Elf.
SV Bruchhausen-Vilsen: H. Schröder - M. Schröder (74. Schwirz), Lampa, Sikut, Hirsch (46. Vogel), Röper, Mewes, Müller, Garaf (38. Geier), Hansack, Heyen.
TuS Syke: Mellentin - Trimpe, Honscha, Arify, Schönborn, Weseloh, (80. J.-C. Luyindula), Rose, Kreis, Evers, G. Luyindula (90. Vurgun), Hoffmann (70. Huntemann).
 
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG ,Datum: 14.11.2011 
Wenn's einmal läuft . . .
Trotz durchschnittlicher Leistung geht Vilsens Siegesserie weiter


Von KARSTEN BÖDEKER Bruchhausen-Vilsen. Siebter Sieg in Folge: Beim SV Bruchhausen-Vilsen, dem Fehlstarter in die Fußball-Kreisliga Diepholz, läuft es mittlerweile richtig rund. "Wirklich erfassen können wir das gar nicht", erklärte Trainer Jörn Meyer, der seit genau sieben Spielen im Amt ist. "Ich will gar nicht daran denken, wie es weitergeht, wenn die Serie reißt", ergänzt er.
Kein Riss, aber zumindest mal wieder ein Remis lag im Duell beim TuS Kirchdorf im Bereich des Möglichen, und wie Meyer zugab, wäre es auch gerecht gewesen. Doch - und dafür zahlte er gern ins Phrasenschwein ein: "Wenn es läuft, dann läuft es." Und so gewannen die Vilser mit 2:1 (0:1). Und so hatte Meyer Glück, dass Joker Thomas Geier nur Sekunden nach seiner Einwechslung den Ausgleich erzielte (46.).
Dabei hätte der ausgewechselte Jonas Lampa vielleicht noch weiterspielen können, die Vorsichtsmaßnahme des Coaches entpuppte sich aber als Glücksgriff.
Der TuS Kirchdorf, vor der Pause das bessere Team und nicht unverdient durch Jan Könemann mit 1:0 in Führung (32.), zeigte sich geschockt. Und Vilsen legte durch eine Kopfball von Richard Sikut nach Flanke von Salem Garaf zum 2:1 nach (64.). Weil die Gäste in der Folge nachließen und Kirchdorf wieder aufkam, schien ein Remis denkbar. Wobei der SV die insgesamt besseren Möglichkeiten besaß. Das war vor der Pause, als die Kirchdorfer noch führten.
"Wir haben uns am eigenen Fünfmeterraum ausspielen lassen", haderte Meyer dennoch, der keinesfalls ein Spitzenteam gegen eine Mannschaft aus dem unteren Mittelfeld gesehen hatte. Aber: Wenn's einmal läuft . . .
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendiek - Schröder, Lampa (46. Geier), Sikut, Vogel, Röper,, Mewes, Müller (80. Schröder), Garaf, Hirsch, Heyen (66. Hansack).
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 07.11.2011
Vilsens Erfolgsserie hält unvermittelt an
Unter Trainer Jörn Meyer gelingt mit einem 3:1 in Sudweyhe der sechste Sieg in der sechsten Partie
 

Von TANNO OETTING Bruchhausen-Vilsen. Durch das 1:3 (1:1) beim SV Bruchhausen-Vilsen hat es der TuS Sudweyhe verpasst, die Abstiegsplätze in der Fußball-Kreisliga Diepholz zu verlassen. Die Vilser beißen sich dagegen nach dem sechsten Sieg in Serie unter Coach Jörn Meyer im oberen Tabellendrittel fest. "Es war heute aber ein reiner Arbeitssieg. Sudweyhe hat in der ersten Halbzeit gut dagegengehalten", resümierte SVBV-Betreuer Norbert Schmusch.
Allerdings führte schon nach zwölf Minuten ein individueller Fehler der Gäste zum Gegentor: Jan-Ove Bäker schätzte einen langen Ball falsch ein, Salam Garaf war der Nutznießer. Doch Sudweyhe erholte sich gut vom Gegentreffer und wurde nach knapp einer halben Stunde dafür belohnt. Jonas Lampa trat Jan-Ove Bäker im Strafraum in die Beine, woraufhin es den fälligen Elfmeter gab. Der gefoulte Bäker trat selbst an und verwandelte sicher.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Bruchhausen-Vilsen mehr und mehr das Kommando, was Sudweyhes Co-Trainer Thorsten Weger überhaupt nicht schmeckte: "Wir wollten natürlich an die Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen, doch das ist uns leider nicht gelungen", monierte er. Und dabei hatten die Gäste den Vorteil zwischenzeitlich auf ihrer Seite: Vilsens Lampa sah nämlich nach einer Stunde die Ampelkarte, Sudweyhe hatte demnach einen Spieler mehr auf dem Platz. Die Überzahl währte aber nur zwei Minuten, bis sich Stefan Speer die Gelb-Rote-Karte abholte. Nach Abpfiff waren sich die Verantwortlichen allerdings auf beiden Seiten darüber einig, dass die Platzverweise unberechtigt waren.
Salam Garaf markierte schließlich mit einem schönen Freistoß aus 20 Metern Torentfernung das 2:1 (74.), der eingewechselte Waldemar Daubert machte den Sack per Fernschuss endgültig zu (83.). Zu allem Überfluss für die Sudweyher sah Nico Zumbruch für eine Tätlichkeit in der Schlussminute noch die Ampelkarte. "Solche Dinge helfen uns natürlich überhaupt nicht weiter", kommentierte Weger die Szene.
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendiek - Schröder, Lampa, Sikut, Vogel, Röper, Mewes (80. Daubert), Müller, Garaf, Hansack (80. Orzjan), Heyen (74. Hirsch).
TuS Sudweyhe: Rajes - Harjes, Janssen, Speer, Bäker, F. Bohl (80. Diephaus), Pirngruber (78. Behrens), Dietrich, Zumbruch, Koch, Müller (74. S. Bohl).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 31.10.2011
"Die haben richtig Bock auf Fußball"
Nachgefragt: Neu-Trainer Jörn Meyer nimmt Stellung zur Siegesserie des SV Bruchhausen-Vilsen


Ohne Frage, die Erwartungen an seine Person waren bei Amtsantritt hoch. Sowohl Offizielle als auch die Mannschaft setzten große Hoffnungen auf einen Kurswechsel beim angeschlagenen Fußball-Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen. Und: Besagte Erwartungen wurden sogar noch übertroffen - fünf Siege aus fünf Spielen sammelten die Vilser unter der Regie von Neu-Trainer Jörn Meyer. Suchten sie unter Vorgänger Uwe Sieling noch nach ihrer Form, scheint diese nun gefunden zu sein. Seine persönlichen Eindrücke aus den vergangenen Wochen und die möglichen Gründe für den Aufschwung verriet Jörn Meyer im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Jan Müller. Frage: Herr Meyer, nach Ihrem fulminanten Start mit der maximalen Ausbeute von 15 Punkten aus fünf Spielen - wie positiv fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Jörn Meyer: Ja klar, die Bilanz ist positiv (lacht). Alles ist im Moment schön, es läuft super. Die Mannschaft war zu Beginn doch ziemlich verunsichert, wir haben uns mit überzeugenden Leistungen aber gefangen. Der Spaß steht wieder im Vordergrund.
Sie sprechen die Unsicherheit der Mannschaft an: Wie reagierten die Spieler auf Sie? Ihr Vorgänger Uwe Sieling ist ja seit fast 40 Jahren im Verein.
Nun, ich bin ja keine völlig unbekannte Figur, war einigen Spielern doch aus meiner Zeit beim TSV Schwarme bekannt. Nichtsdestotrotz wussten die Jungs nicht, was auf sie zukommen würde. Alle starteten wieder auf einem Level, jeder hatte die gleiche Chance. Die Trainingsbeteiligung stieg, die Begeisterung nahm zu. Psychologie spielt in so einem Fall eine große Rolle. Die Spieler wollten sich alle neu beweisen, jeder erhielt seine Möglichkeiten. Spätestens da merkte man, dass die richtig Bock auf Fußball haben. Die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache.
Das tun sie in der Tat. Aber das kommt ja nicht von ungefähr: Was haben Sie in den ersten Trainingseinheiten grundlegend verändert?
Dass ich grundlegend etwas verändert habe, glaube ich gar nicht mal. Ich musste ja nicht bei null anfangen, durch Uwe waren alle konditionell gut drauf, das darf man nicht vergessen. Ich habe dann nur versucht, andere Komponenten zu verbessern, wie die spielerischen Aspekte. Außerdem haben wir den Druck genommen, der Spaß sollte - wie bereits erwähnt - wieder im Vordergrund stehen.
Herr Meyer, Hand aufs Herz: Wie überrascht sind Sie von dem starken Start? Nicht sehr überrascht, um ehrlich zu sein. Für Außenstehende mag das erstaunlich sein, aber es lag - wie gesagt - viel an der Psychologie. Das ist doch anderswo ähnlich, durch einen Trainerwechsel wandelt sich die Unzufriedenheit oftmals in positive Stimmung. Unser Gesamtzustand ist gut und die Mannschaft stark.
Was mitunter auch ein Verdienst von Ihrem Talent Salam Garaf ist. Nach sechs Toren und drei Vorlagen unter Ihrer Regie - muss man den Jungen auf dem Boden halten? Droht der abzuheben?
(lacht) Klar, vieles setzt sich an Salam fest. Man darf aber nicht vergessen, dass die aktuelle Situation durch ein funktionierendes Gefüge entsteht. Salam ist ein Torjäger, schnell und wendig. So einen braucht das Team, aber jeder Spieler ist wichtig, vom Torhüter bis zum Angreifer. Nur Salam zu erwähnen, halte ich für unangebracht, denn auch ein Richard Sikut als defensiver Mittelfeldmann spielt eine große Rolle, nicht nur wegen seines Tores am vergangenen Spieltag. Wie gesagt, jeder Einzelne ist entscheidend. Um jedoch auf Ihre Frage zurückzukommen: Salam ist bodenständig, ich denke nicht, dass er abheben wird. Dazu kommt, dass er gerade als junger Angreifer viel gereizt wird.
Inwiefern gereizt, etwa von den Gegnern?
Ganz genau. Es ist schwer für junge Spieler, mit Beleidigungen während einer Partie vernünftig umzugehen. Es ist natürlich nicht immer einfach, das auf die leichte Schulter zu nehmen. Gerade deshalb bin ich glücklich, dass Salam mit Toren sportlich fair zurückschlagen kann. Der Junge ist erst 19, muss noch viel lernen - wie alle anderen jungen Spieler auch. Aber die sind ebenso wichtig für unser gesamtes Team, das im Moment einfach super funktioniert.
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 27.10.2011
Die Siegesserie geht weiter
Vilsen gewinnt auch in Sulingen


Die Serie hält an: In seinem fünften Spiel als Cheftrainer beim SV Bruchhausen-Vilsen durfte sich Jörn Meyer über den fünften Sieg freuen. Die Vilser gewannen in der Fußball-Kreisliga Diepholz mit 3:1 (1:0) beim FC Sulingen II.
Allerdings fiel der Erfolg eher unter die Kategorie "Arbeitssieg". "Sulingen steht in der Defensive sehr tief und kompakt. Uns ist es im gesamten Spiel nicht häufig gelungen, diesen Abwehrriegel aufzubrechen", resümierte Jörn Meyer. Der Führungstreffer der Gäste fiel denn auch nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einer Standardsituation. Richard Sikut stieg am höchsten und köpfte den Ball ins Sulinger Gehäuse (26.).
Mitte der zweiten Hälfte investierten die Hausherren mehr in die Offensive und drängten auf den Ausgleichstreffer, der wenig später auch fiel: Rene Vogel legte den Ball per Hinterkopf unabsichtlich für Sulingens Janis Ehlers auf, der nur noch einzuschieben brauchte (73.). "So ein Ding gestehen wir Rene aber zu. Das kann immer mal passieren", erklärte Meyer. Durch den Ausgleich kam noch einmal Leben in die Partie, beide Teams spielten nun voll auf Sieg. Der SV Bruchhausen-Vilsen hatte dabei das Glück auf seiner Seite: Salam Garaf erzielte zwei Minuten vor Schluss das 2:1, ehe er einen Schuss von Christian Mewes in der Schlussminute über die Linie drückte und damit seiner Mannschaft den siebten Saisonsieg bescherte.
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendiek - Schröder, Lampa, Sikut, Vogel, Hirsch (46. Röper), Mewes, Müller, Garaf, Hansack, Heyen (80. Orzjan).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 24.10.2011
In Vilsen ist der Spaß zurückgekehrt
Fußball-Kreisligist fertigt den FC AS Hachetal mit 6:1 ab / Jörn Meyer: "Jetzt ist Attacke angesagt."

 
Von Lars Lucke Sudwalde. Der SV Bruchhausen-Vilsen bleibt in der Fußball-Kreisliga Diepholz in der Erfolgsspur. Mit 6:1 (4:1) gewann die Mannschaft von Trainer Jörn Meyer beim FC AS Hachetal und sammelte damit zum fünften Mal in Folge drei Punkte ein. Für den FC wird die Luft im Tabellenkeller dagegen immer dünner.
Dabei gingen die Gastgeber mit großem Engagement in die Partie und verbuchten den ersten Treffer. Ankit Kukreja war nach einer Unaufmerksamkeit in der Vilser Abwehr zur Stelle und erzielte das 1:0 (7.). Die Gäste kamen sofort mit einem Doppelschlag zurück: Nach guter Vorarbeit von Mirco Müller musste Matthias Hansack nur noch den Fuß hinhalten (13.). Beim 2:1 vier Minuten später nutzte Alexander Heyen einen kapitalen Fehlpass der FC-Hintermannschaft aus und überwand den herausgelaufenen Keeper Dennis Fehner mühelos.
Anschließend ließ der SV eine Reihe hochkarätiger Chancen liegen. Jörn Meyer feilte bereits an seiner Pausen-Brandrede, da sorgten Richard Sikut und Matthias Hansack mit einem erneuten Doppelschlag für Entspannung (43./45.). Die allerletzten Zweifel am Auswärtserfolg beseitigte Sikut kurz nach Wiederanpfiff (53.). Mit einem platzierten Kopfball nach einer Standardsituation erhöhte er auf 5:1.
Der finale Treffer gelang Salam Garaf (67.), der sich zuvor bereits einige Duelle mit Dennis Fehner geliefert hatte, jedoch stets gescheitert war. Als Hachetals Sebastian Eickhoff Mitte der zweiten Hälfte auch noch wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz musste, schalteten die Gäste merklich zurück und brachten das Ergebnis souverän über die Zeit. Für Jörn Meyer ist die aktuelle Erfolgsserie kein Zufall: "Alle haben wieder Spaß am Fußball, und nun schießen wir auch die Tore. Jetzt ist Attacke angesagt."
FC AS Hachetal: Fehner - Wermke (66. Lammertz), Eickhoff, Kukreja, Knake, Ahlers, Poda (88. Jeinsen), Buddenbaum, Butt, Grimberg (54. Strahmann), Wehrenberg.
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck - Schröder (63. Brunotte), Lampa, Sikut, Vogel, Hirsch, Mewes (74. Orzjan), Müller, Garaf, Hansack, Heyen (70. Riemenschneider).
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 17.10.201
Vilsen untermauert Aufwärtstrend

Es geht weiter aufwärts mit dem SV Bruchhausen-Vilsen in der Fußball-Kreisliga Diepholz. Die Fehlstarter feierten mit dem souveränen 3:0 (2:0) über den SV Mörsen-Scharrendorf nun schon ihren vierten Dreier in Folge und kletterten in der Tabelle weiter nach oben. Das Mörsener Pendeln zwischen Top und Flop geht derweil munter weiter. "Ich bin stolz auf die Leistung der Jungs, das haben sie gut gemacht", frohlockte ein äußerst zufriedener SVBV-Coach Jörn Meyer, dessen Auftaktbilanz sich mit nunmehr neun Punkten aus drei Partien blendend liest.
Gegen das Team von Andreas Schultalbers brauchten die Vilser eine Viertelstunde, um in die Begegnung zu finden, zwangen dem Kontrahenten dann jedoch konsequent ihr Spiel auf. Nach einer halben Stunde schlug sich das Übergewicht auch in Toren nieder. Christian Mewes machte es besonders spektakulär und traf per Seitfallzieher zur Führung (31.). Der Nachschlag ließ nicht lange auf sich warten. Salam Garaf spielte einen langen Ball auf Richard Juri Sikut, der aus elf Metern eiskalt vollstreckte (33.). "Schöne Vorarbeit, und Richard schließt gut ab", erhielten die Protagonisten ein Sonderlob ihres Coaches. Anschließend boten sich den Platzherren Chancen im Minutentakt, doch sowohl Garafs Freistoß (35.) als auch Sikuts Kopfball (40.) parierte Mörsens Keeper Thomas Henkel stark.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild anfangs praktisch gar nicht. Vilsens Chancenreigen setzte sich fort, als hätte es keine Pause gegeben. Garaf zirkelte einen Freistoß nur knapp vorbei (47.) und Mewes scheiterte frei vor dem Tor (49.). Dafür traf erneut Sikut (48.). In der Folge reduzierte die Meyer-Elf ein wenig das Tempo, wodurch die Gäste noch einmal Druck aufbauten - aber ohne Erfolg.
Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck - Schröder, Lampa, Sikut, Vogel, Röper, Mewes, Müller, Garaf (65. Hirsch), Hansack, Heyen (80. Daubert).

Mörsen: Henkel - Tremmel, Meyer, Beuke, Drozdowski, Neelsen, Uludasdemir (74. Martirosov), Wolter, Stubbla, Chung, Chudawerdjan (59. M. Sommerfeld).

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 10.10.2011
Heiligenfelde unterliegt Vilsen, weil es die gebotenen Möglichkeiten vor der Pause zu wenig nutzt

Es war schon irgendwie paradox: Obwohl der SV Heiligenfelde seine Heimpartie in der Fußball-Kreisliga Diepholz gegen den SV Bruchhausen-Vilsen vor der Pause diktierte, keine echte Torchance des Gegners zuließ und in Führung lag, sah Gästecoach Jörn Meyer die Ursache für die spätere Wende ausgerechnet in diesen ersten 45 Minuten. "Im Grunde hat uns Heiligenfelde im Spiel gehalten", resümierte Meyer nach 90 Minuten, als die Seinen einen überraschenden 2:1 (0:1)-Erfolg eingetütet hatten.

Das Fazit des Vilser Trainers brachte das Geschehen in wenigen Worten treffend auf den Punkt. In der Tat versäumten es die Gastgeber vor der Pause, die ihnen von den Vilsern offerierten Möglichkeiten konsequent zu nutzen.
Natürlich: Heiligenfelde war insgesamt überlegen, weil durchdachter, laufstärker und vor allem in der Offensive mutiger. Doch mehr als der Führungstreffer von Tobias Dickmann, der eine präzise Vorarbeit von Björn Isensee souverän verwertete (7.), sprang nicht dabei heraus. Dabei agierten die Gäste vor allem in der Vorwärtsbewegung bei allerdings schweißtreibenden Temperaturen äußerst harmlos und schafften es in dieser Phase nie - wirklich nie - bei eigenem Angriff in eine Überzahlsituation zu kommen. Trieb ein SV-Akteur den Ball nach vorne, rückten bestenfalls zwei Mitspieler nach - wenn überhaupt. Viel zu wenige jedenfalls, um die Heiligenfelder ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Nicht sehr zielstrebig Und was machte der SVH? Er legte nicht die Aggressivität an den Tag, die einem Gegner wie den Vilsern an diesem Tag möglicherweise den Knock-Out versetzt hätte. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so zielstrebig, wie das eigentlich nötig gewesen wäre", rügte Trainer Frank Fischer nachher das allzu sorglose Spiel der Seinen vor dem Wechsel. "Wir haben nicht das gebracht, was wir eigentlich bringen können." So begnügten sich die Platzherren mit einem knappen Pausenvorsprung, der sich am Ende tatsächlich als trügerisch erwies.
Warum dem so war? Nun, Jörn Meyer bewies zum einen ein glückliches Händchen mit seiner Einwechslung, als er den agilen und wendigen Salam Garaf brachte. Der Teenager, obgleich durch eine Bänderdehnung gehandicapt, startete sofort nach Wiederbeginn durch und legte jene Entschlossenheit an den Tag, die den Vilsern zuvor noch abgegangen war. Der Ertrag stellte sich umgehend ein: Garaf staubte nach einem weiten Einwurf von Richard Sikut, den der ansonsten so zuverlässige SVH-Schlussmann Christian Gerlach völlig falsch berechnete, zum 1:1 ab (55.).
Mit einem Schlag, einer gelungenen Aktion, sprach plötzlich vieles für die Gäste. Der Gegentreffer zeigte auf beiden Seiten Wirkung. Heiligenfelde büßte seine Feldvorteile in dem Maße ein, in dem Vilsen an Zielstrebigkeit gewann. Ab sofort gab es keine halbherzigen Angriffsversuche mehr, die im Nirgendwo enden mussten. Die Gäste waren nun viel präsenter. Und sie wollten den Sieg. Also trat erneut der 18-jährige Garaf auf den Plan und bediente per Kopf Matthias Hansack, der seinerseits per Kopf vollendete - das 1:2 (73.). Anschließend schafften es die Heiligenfelder nicht mehr, das Tor des Gegners in Gefahr zu bringen. Der Wille war zwar vorhanden, aber die Mittel fehlten jetzt. Anders Vilsen, das in der Nachspielzeit noch die Riesenchance zum 1:3 durch Christian Riemenschneider ausließ.
Das konnte die gute Laune von Jörn Meyer aber nicht nachhaltig beeinträchtigen: "In der zweiten Halbzeit haben meine Spieler gesehen, dass auch nach vorne etwas geht", sprach er und lobte deren Engagement: "Sie haben sich richtig ausgepowert." Ob er denn in der Halbzeit richtig laut geworden sei? "Nicht wirklich", entgegnete Meyer und schmunzelte: "Der Ton war etwas schärfer als sonst, aber nicht extrem." Wie auch immer: Fakt ist, dass Jörn Meyer den richtigen Ton getroffen hatte. Schließlich zeigte sein Team die passende Reaktion.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 04.10.2011
Unbändiger Spieltrieb
Für Salam Garaf ist Fußball mittlerweile mehr als nur ein bloßes Hobby

  
Er ist ein wahrer Pendler. Einer, dessen Qualitäten an mehreren Stellen gefragt sind. Er trainiert an einem Tag mit den A-Junioren, an einem anderen mit der ersten Herrenmannschaft. Selbst die Wochenenden bestehen für ihn zurzeit meistens aus einem doppelten fußballerischen Einsatz. Gehört der Sonnabend dem Jugendteam, ist der Sonntag ganz auf die Erste ausgerichtet - oder umgekehrt, je nachdem. Fakt ist, dass Salam Garaf beim SV Bruchhausen-Vilsen stark gefragt ist - ein Nachwuchskicker, der dem zuletzt schwächelnden Kreisligisten wieder auf die Sprünge geholfen hat. Zum jüngsten 3:2-Erfolg über den SV Lessen trug er zwei Treffer und eine Vorarbeit bei. Der 18-Jährige ist deshalb unser Spieler der Woche.
Für Jörn Meyer, der erst seit kurzem als Nachfolger von Uwe Sieling die Geschicke beim SV Bruchhausen-Vilsen leitet, ist der Wert des Teenagers für sein Team keine wirkliche Überraschung. "Man hat schon vor einiger Zeit sehen können, dass aus ihm einmal etwas werden kann", erklärt der Coach, der Garaf bereits zu dessen Jugendzeiten in Vilsen und beim TSV Bassum mehrmals beobachtet hatte.
Damals wie heute gilt: Seine individuellen Vorzüge machen es jedem Gegenspiel schwer. "Salam ist klein, wendig, schnell und trickreich", so Meyer, der sich genau deshalb ein wenig um seinen Schützling sorgt. "Er ist eben meistens nur durch Fouls zu stoppen, und manchmal sind da auch ein paar ganz rüde bei." Ergo wandele das Sturm-Talent immer zwischen den Extremen: entweder den Gegner ordentlich zu narren oder verletzt zu werden. Diese Gefahr sei latent, fürchtet Meyer. "Salam ist eben kaum zu bändigen." Häufiger Optimalfall Der Spieler selbst, der eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker absolviert, sieht das Ganze deutlich entspannter - nämlich aus dem Blickwinkel eines jungen Fußballers, der einfach nur spielen will. "Fußball ist schon sehr wichtig für mich", sagt Salam Garaf. Und diese natürliche Begeisterung scheint mögliche negative Aspekte komplett verschwinden zu lassen. "Wenn man so gerne spielt wie ich", versichert der 18-Jährige, "dann merkt man die Belastung gar nicht".
Und das Pensum, dass Garaf betreibt, ist tatsächlich nicht ohne. Er versucht, möglichst keine Übungseinheit zu verpassen. Auf die Woche gerechnet, bedeutet das, dass er zwei Mal mit den A-Junioren und zwei Mal mit der ersten Herrenmannschaft trainiert. Dazu gesellt sich am Wochenende noch je eine Partie für beide Teams. Macht summa summarum sechs Mal Fußball in sieben Tagen - im Optimalfall. Und der Optimalfall tritt ziemlich häufig ein bei Salam Garaf. Das habe sich über die Jahre so ergeben. Mit sieben fing er an, um elf Jahre später sagen zu können: "Fußball ist mittlerweile mehr als ein Hobby für mich."
Seinen Spieltrieb lässt er sich dadurch aber nicht nehmen. "Manchmal merke ich gar nicht, was ich auf dem Platz alles mache", bemerkt Salam Garaf. Hauptsache, es geht nach vorne. Der Vilser ist ein echter Intuitiv-Fußballer, macht vieles aus dem Bauch heraus - und vielleicht auch deshalb vieles richtig.
"Man merkt einfach, dass er Lust hat, Fußball zu spielen", gibt Jörn Meyer seinen persönlichen Eindruck wieder. Und der täuscht nicht. So formuliert Salam Garaf seine Ziele nicht konkret, sondern verweist stattdessen auf seinen natürlichen Enthusiasmus für seinen Sport.
Und: Er fühlt sich wohl beim SV Bruchhausen-Vilsen. "Die älteren Spieler motivieren mich und setzen mich in Szene", sagt Salam Garaf. Noch so ein Grund, warum die doppelten Einsätze keine doppelte Belastung darstellen.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 28.09.2011
3:2-Sieg bei Meyer-Premiere
Vilsen setzt sich gegen Lessen durch

 
Der neue Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen, Jörn Meyer, feierte bei seiner Heimpremiere in der Fußball-Kreisliga Diepholz einen Einstand nach Maß. Mit 3:2 (1:0) setzten die Gastgeber gegen den SV Lessen ihren Aufwärtstrend fort, wobei der Erfolg noch einmal in Gefahr geriet.
Auffälligster Mann auf dem Platz war Salam Garaf, der in der 41. Minute das 1:0 erzielte. Auf der rechten Seite nahm er eine Bogenlampe exzellent mit und schob den Ball zur Überraschung des Lessener Schlussmanns aus spitzem Winkel ins Tor. Auch am 2:0 war der Youngster beteiligt, als er sich auf der rechten Seite durchsetzte und auf Richard Sikut (51.) flankte, der das Leder ins leere Tor schob. Das 3:0 erzielte Garaf (69.) dann nach feiner Zusammenarbeit mit Mirko Müller wieder selbst.
Vilsen ließ die Zügel nun etwas schleifen, die Gäste nutzten die Nachlässigkeit und kamen durch Christoph Dahm (73.) zum 1:3. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse: Erst musste Richard Sikut nach Foul im Strafraum mit Gelb-Roter Karte vom Platz, dann scheiterte Dominik Wilker mit dem fälligen Elfmeter an Dennis Kastendieck (80.). Patrick Langhorst gelang zwar noch der 3:2-Anschlusstreffer (85.), mehr war für die Gäste jedoch nicht drin.
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck - H. Schröder, Lampa, Sikut, Vogel, Röper, Heyen (67. Daubert), Müller (75. Hirsch), Garaf, Hansack, Geier (N. Schröder).


© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 26.09.2011
Neuer Trainer, anderes Konzept
SV Bruchhausen-Vilsen trennt sich von Uwe Sieling und holt Jörn Meyer

Das derzeit häufig (über-)strapazierte Wort vom Umbruch hat nun auch den SV Bruchhausen-Vilsen erreicht - und wie so häufig, findet eine der ersten Veränderungen auf der Trainerbank statt. Beim Fußball-Kreisligisten musste daher Uwe Sieling mit sofortiger Wirkung seinen Posten räumen, ab heute Abend wird der Ex-Schwarmer Jörn Meyer die Geschicke des Teams leiten.
"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", erläutert Thomas Warnke, der 1. Vorsitzende des SVBV. "Uwe hat hier über Jahre eine hervorragende Arbeit geleistet und ist wie kaum ein anderer mit dem Verein verbunden." Allerdings waren da neben den persönlichen Gründen eben auch die sportlichen, die den Vorstand letztlich zu einem Überdenken der Situation bewegten. "Es gab einerseits eine Unzufriedenheit in der Mannschaft, weil die Ergebnisse nicht gestimmt haben. Andererseits waren auch wir nicht mehr von dem bisherigen Konzept überzeugt", verrät Warnke. "Uwe hat eine ganz klar Linie, die Mannschaft ist jedenfalls topfit", meint der Klubchef lachend. "Doch nicht zuletzt durch die Abgänge von Wilken Harf oder Tim Gödecke und die konsequente Einbindung unserer Juniorenspieler glauben wir, dass ein anderes Konzept nötig ist. Daher war für uns klar, dass wir einen kompletten Umbruch machen müssen." Die Entscheidung zum Trainerwechsel reifte nicht in wenigen Stunden, vielmehr wurde schon in den vergangenen Wochen darüber nachgedacht. In diesem Zusammenhang seien auch die Möglichkeiten nach einem potenziellen Nachfolger abgeklopft und die Verhandlungen mit Wunschkandidat Jörn Meyer in der Vorwoche intensiviert worden. "Ich habe jetzt ein kleines Versprechen gebrochen", gesteht Meyer, "denn eigentlich hatte ich den Jungs bei meinem Abschied in Schwarme versprochen, dass sie mich in dieser Saison höchstens als Zuschauer auf dem Platz wiedersehen werden." Die Vilser Offerte erschien jedoch zu verlockend, um sie abzulehnen.
"Grundsätzlich macht es immer Spaß, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten", so Meyer. "Außerdem hatte ich meine besten Spielerjahre in Bruchhausen-Vilsen. Ehrlich gesagt, ist das so eine kleine Liebe." Das Umfeld ist daher kein unbekanntes für den Neu-Coach. "Wenngleich man natürlich sagen muss, dass der Zeitpunkt des Wechsels für einen Trainer äußerst ungünstig ist, weil ihm die komplette Vorbereitung fehlt", räumt Jörn Meyer ein. "Und natürlich darf man jetzt auf die Schnelle keine Wunderdinge erwarten. Dennoch steckt viel Potenzial in der Mannschaft. Für uns ist es jetzt einfach wichtig, schnell die Punkte zu holen, um in ruhigere Fahrwasser zu gelangen.
Höhere Ziele seien derzeit nicht anvisiert - das würde auch nur bedingt zum erhofften Umbruch passen. "Die gute Vilser Jugendarbeit der Vorjahre trägt jetzt Früchte, beispielsweise haben sich die A-Junioren im Bezirk etabliert", erklärt Meyer. "Genau dieser Weg ist der Trend, das haben Vereine wie der TSV Bassum oder der TV Stuhr vorgemacht, die mit ihren jungen Spielern im Herrenbereich gut da stehen." Ähnlich argumentiert Meyers Vorgänger, Uwe Sieling. Der 46-Jährige, der seit fast 40 Jahren Mitglied beim SV ist und im kommenden Jahr die Goldene Ehrennadel entgegennehmen möchte, zeigt sich über die Entscheidung enttäuscht. "Es tut ein bisschen weh", bekennt er. Auch Sieling ist davon überzeugt, dass auf Basis der aktuellen Jugendarbeit in ein, zwei Jahren etwas wirklich Nachhaltiges im Herrenbereich aufgebaut werden kann. Daran hätte er gerne mitgewirkt.
Trotzdem möchte der B-Lizenz-Inhaber weiter als Trainer arbeiten. Wenn nicht in Vilsen, dann eben woanders. "Das ist vielleicht gar nicht so schlecht", überlegt er, "denn es ist nicht immer von Vorteil, wenn man eine Mannschaft in dem Ort trainiert, in dem man selber wohnt." In Vilsen war genau das der Fall, was für einen nach eigener Aussage "geradlinigen Menschen, der stets seine Meinung vertritt" nicht immer einfach war - besonders dann nicht, wenn der Erfolg ausbleibt.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 22.09.2011 
Jetzt bloß nicht ausruhen
Vilsen holt in Schwarme drei wichtige Punkte / TSV bleibt Letzter

Der TSV Schwarme gibt die Rote Laterne in der Fußball-Kreisliga Diepholz auch nach dem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SV Bruchhausen-Vilsen nicht aus den Händen. Mit 1:3 (0:3) ging die Partie verloren, wobei die eklatante Zweikampfschwäche im Defensivbereich einerseits und die mangelnde Chancenverwertung andererseits ausschlaggebend für die Heimniederlage waren.
Dazu zeigten sich die Gäste in Spiellaune, allen voran Salam Garaf, der Schwarmes Abwehr ein ums andere Mal durcheinanderwirbelte. Garaf (13.) besorgte auch die frühe 1:0-Führung: Nach Kopfballverlängerung einer Ecke fiel der Ball dem quirligen Stürmer vor die Füße. Ein Doppelschlag durch Matthias Hansack (27.) und Richard Sikut (29.) entschied die Partie frühzeitig. Zunächst ließ Hansack nach einer Flanke von der rechten Seite TSV-Keeper Oliver Hasemann schlecht aussehen, zog vorbei und schob zum 2:0 ein. Zwei Minuten später war Sikut per Kopf nach einer präzisen Flanke von Nils Hirsch erfolgreich.
Die Gastgeber waren bemüht, kämpferisch dagegenzuhalten, kamen durch Matthias Flechtner durchaus zu torgefährlichen Aktionen, aber der Anschlusstreffer wollte nicht gelingen. Auch nach der Pause kontrollierte Vilsen Spiel und Gegner, zeigte Ansätze von Kombinationsfußball, ließ nun jedoch die Präzision im Abschluss vermissen. Zudem steigerte sich Oliver Hasemann zusehends im Schwarmer Tor und verhinderte mit Glanzparaden einen höheren Rückstand. Eine Viertelstunde vor Schluss erzielte der TSV schließlich den Ehrentreffer: Fabian Wolters (76.) staubte zum 1:3 ab, nachdem Vilsens Christian Mewes einen Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf gegen den eigenen Innenpfosten verlängert hatte. Es blieb bei einer kosmetischen Ergebniskorrektur, die Gastgeber hatten nicht mehr viel zuzusetzen, Vilsen ließ nichts mehr anbrennen und nahm drei wichtige Punkte mit. "Wir dürfen uns darauf natürlich nicht ausruhen", forderte SV-Betreuer Norbert Schmusch. "Wir stecken noch immer tief im Tabellenkeller."
Nicht so tief wie der TSV Schwarme, wo Spartenleiter Lüder Meyer langsam Abstiegssorgen plagen: "Klar, wir dürfen jetzt den Abstand zur Konkurrenz nicht zu groß werden lassen, aber im Moment will der Knoten einfach nicht platzen."
TSV Schwarme: Hasemann - Hüneke, Burow, Flechtner, Klose, Wolters, Yalcin, Reimann, Meyer, Krey (46. Agirman), Warncke (68. Hoberg).
SV Br.-Vilsen: Kastendieck - Röper, Lampa, Hirsch (71. Daubert), Mewes, Vogel, Heyen (71. Riemenschneider), Schröder (79. Geier), Sikut, Hansack, Garaf.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 19.09.2011 
Interview mit Uwe Sieling vor dem Spiel
Auf der Suche nach Punkten
Fußball-B-Junioren aus Bassum und Vilsen weiter sieglos

 
Mit einem Erfolg im Aufsteigerduell beim SV Bruchhausen-Vilsen haben die B-Junioren des TV Stuhr in der Fußball-Bezirksliga Hannover im dritten Spiel auch den dritten Sieg gefeiert, während der Gastgeber weiterhin dem ersten Punkt nachläuft. Das gilt auch für den TSV Bassum, der gegen den ASC Nienburg das Nachsehen hatte.

SV Bruchhausen-Vilsen - TV Stuhr 0:2 (0:2). Die Vorzeichen standen für den Gast eigentlich nicht gut, denn für den verhinderten Torwart Kevin Frerichs musste mit Niklas Oberbach der etatmäßige "letzte Mann" zwischen die Pfosten. Wie die Null beweist, mit Erfolg. Das lag aber auch daran, dass die Vilser sich den Luxus leisteten, etliche Hochkaräter zu versieben. So reichte den Gästen ein früher Doppelschlag (23./24.), um später den Platz als Sieger zu verlassen. Zunächst traf Christopher Wessels, dann legte Alptug Erturan mit einem für Keeper Bennet Knake allerdings haltbaren Freistoß nach. "Betrachtet man das Chancenverhältnis, so hätten wir eigentlich klar gewinnen müssen", klagte der Vilser Coach Christian Krause.
"Natürlich haben wir auch etwas Glück gehabt, aber unsere kämpferische Einstellung war schon imponierend", freute sich der Stuhrer Trainer Torsten Waldmann.
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 14.09.2011 
Erst kalt erwischt, dann heiß gelaufen
Vilser A-Junioren feiern ersten Dreier

Im Kreisderby gegen den JFV RWD Wetschen haben die A-Junioren des SV Bruchhausen-Vilsen in der Fußball-Bezirksliga Hannover ihren ersten Sieg gefeiert - und der war hart umkämpft. Dagegen musste der TV Stuhr nach einer Heimklatsche gegen den SV Obernkirchen auch seine dritte Partie auf die Verlustliste setzen und trägt nun die Rote Laterne.
SV Bruchhausen-Vilsen - TSV Wetschen 4:3 (3:1). Mit dem frühen 0:1 (3.) wurden die Platzherren kalt erwischt. Dann aber machte Daniel Freund (16.) den Rückstand wett, und Salam Garaf (28.) wendete das Blatt. Garaf (35.) war es dann auch, der den Vilser Vorsprung ausbaute.
Im zweiten Abschnitt geriet der Vorsprung mehrmals in Gefahr, und nach einem angeblichen Foul von Arsen Orzjan (68.) kamen die Südkreisler zum Anschluss. Ehe es noch enger werden konnte, stellte Hakan Gören (76.) den alten Abstand wieder her. In der Schlussminute verursachte Orzjan wieder einen Elfmeter, den Wetschen zum erneuten Anschluss nutzte. "Über die beiden Elfmeter lässt sich trefflich streiten. Da ist ein Leichtgewicht schnell umgefallen", meinte Trainer Achim Kumpart. "Aber man hat doch gemerkt, dass es für uns das dritte Spiel in einer Woche war. Zudem fehlten der gesperrte Luca Buttgereit und die verletzten Aman Orzjan und Nico Schröder." 
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 13.09.2011 
Drei Nackenschläge für Vilsen

Bruchhausen-Vilsen. Für den SV Bruchhausen-Vilsen hat es in der Fußball-Kreisliga Diepholz die fünfte Saisonniederlage gesetzt. Das Team von Trainer Uwe Sieling unterlag dem TuS St. Hülfe-Heede mit 1:3 (0:1).
Andre Glatzel brachte die Gäste nach 36 Minuten in Führung. "Wir hatten das Spiel bis dahin eigentlich gut im Griff. Doch durch solche Nackenschläge wirst du natürlich jedes Mal zurückgeworfen", haderte Betreuer Norbert Schmusch. Der SVBV besaß bis dahin die besseren Chancen: Doch sowohl Röper als auch Nico Schröder gelang es nicht, den Gästekeeper zu überwinden (6./23.).
Nach dem Seitenwechsel waren es zunächst wieder die Vilser, die gefährlich vor dem Tor von St. Hülfe-Heede auftauchten. Der Fernschuss von Richard Sikut verfehlte sein Ziel nur knapp. Von daher war es besonders bitter, dass die Gäste wenig später erneut eiskalt zuschlugen. Dirk Matthes war zur Stelle und erhöhte auf 0:2 (50.). Eine Viertelstunde vor Schluss keimte dann noch einmal Hoffnung bei den Hausherren auf, als Alexander Heyen sich gut durchsetzte und seinen eigenen Abpraller über die Linie drückte.
Der SV Bruchhausen-Vilsen öffnete nun in den hinteren Reihen die Schleusen, was jedoch Hülfe-Heede zur Entscheidung nutzte. Torjäger Aydin Sünün traf nach einem Alleingang zum 1:3 (85.). "Da sieht man dann die Klasse von Hülfe-Heede. Sie haben drei Chancen und machen drei Tore", bemerkte Schmusch. Die Vilser stecken nun weiter im unteren Tabellendrittel fest. "Wir hatten aber auch ein sehr hartes Auftaktprogramm", relativierte Schmusch abschließend.
SV Bruchhausen-Vilsen: H. Schröder; Röper, Lampa, Heyen (78. Geier), Mewes, Vogel, N. Schröder (65. Brunotte), Schlechter (40. M. Schröder), Sikut, Hansack, Garaf.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 12.09.2011
Vilsen gelingt der Coup

Der höherklassige Favorit blieb auf der Strecke: Im NFV-Bezirkspokal der A-Junioren musste Landesligist TSV Bassum beim Bezirksligisten SV Bruchhausen-Vilsen mit 1:2 (1:0) die Segel streichen. Der Außenseiter feierte damit den Einzug in Runde vier.
Schon im ersten Abschnitt wurden die Bassumer ihrer Favoritenrolle nicht gerecht, kamen aber immerhin durch Daniel Babel (13.) zum Führungstreffer. Die Vilser, die sich spielerisch besser präsentierten, glichen nur eine Minuten nach Wiederanpfiff durch Daniel Freund aus. Danach häuften sich die Chancen des SVBV, während der Landesligist viel zu behäbig agierte. Die verdiente Vilser Führung lag bei einem Schuss von Salam Garaf (73.) bereits in der Luft, aber das Leder rollte nur die Torlinie entlang. Zwei Minuten später war es dann soweit: Nach Foul von Steffen Kaiser an Garaf setzte Nico Schröder den fälligen Elfmeter in die Maschen.
"Die gesamte Mannschaft hat sich diese große Überraschung verdient, wir waren ein starkes Kollektiv", freute sich Trainer Achim Kumpart. Sein Bassumer Kollege Eckhardt Kotrade war dagegen so richtig angefressen: "Wir waren viel zu überheblich, läuferisch wie auch kämpferisch war das gar nichts. Ein Durcheinander gespickt mit diversen Einzelaktionen." Zusätzlichen Ärger gab es wegen einer verbalen Entgleisung von Hassan Sabehaioun, der sich nach dem Abpfiff noch die Rote Karte einhandelte. (nke)
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 09.09.2011
TUS WAGENFELD - SV BR.-VILSEN
Die totale Demütigung

 
Rund eine Viertelstunde spielte der SV Bruchhausen-Vilsen beim TuS Wagenfeld in der Kreisliga Diepholz so, wie es sich das Trainerduo Uwe Sieling/Norbert Schmusch vorgestellt hatte. Dann erzielte Piotr Gawron (16.) die 1:0-Führung für die favorisierten Gastgeber und alle Dämme brachen. 8:0 (4:0) hieß es nach 90 demütigenden Minuten, und hätte sich nicht SV-Keeper Dennis Kastendieck mit allen Mitteln gegen weitere Treffer gestemmt, wäre die Geschichte wohl zweistellig ausgegangen. "Wagenfeld war in allen Belangen besser", erkannte Norbert Schmusch die gegnerische Leistung später an, "aber nach dem Rückstand haben ein paar von unseren Jungs früh die Köpfe hängen lassen."
In der Folge setzte sich Vilsen selbst unter Druck, spielte unbeholfen auf Abseits und wurde prompt von Dominik Brüske (25./32.) bestraft. Noch vor der Pause sorgte Christian Nasui (38.) für die Vorentscheidung. Nach Wiederanpfiff schossen Torben Maas (68.), Christian Nasui (76./90.) und Dennis Barg (85.) den deutlichen Heimsieg heraus. SV Br.-Vilsen: Kastendieck - Brunotte (45. Lampa), Heyen (87. Sieling), Hirsch (45. Sikut), Mewes, Müller, Röper, Schlechter, Schröder, Schwirz, Vogel. (lal)
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 05.09.2011
Vilsen zittert nur kurz
 
Von Lars Lucke Bruchh.-Vilsen. Im Kellerduell der Fußball-Kreisliga Diepholz hat der SV Bruchhausen-Vilsen gegen den TSV Neubruchhausen nach turbulentem Spielverlauf die ersten drei Zähler eingefahren. 3:2 (3:0) hieß es nach 90 Minuten für die Gastgeber, die sich mit einer verschlafenen Viertelstunde nach der Pause fast um den verdienten Erfolg gebracht hätten.
Der Reihe nach: In der 16. Minute spielte Jan-Hendrik Schwirz einen klugen Pass auf Christian Mewes, der TSV-Keeper Jens Lange mit einem Heber düpierte. Beim 2:0 machte der Gäste-Torwart eine unglücklich Figur, als er einen lang in die Mitte geschlagenen Ball von Mewes falsch einschätzte. Salam Garaf (32.) spritzte dazwischen und beförderte die Kugel per Kopf in die Maschen. Mit dem 3:0 schien die Partie gelaufen, Garaf (41.) war nach Flanke von Jonas Lampa erneut zur Stelle.
Erst nach der Pause fanden die Gäste besser ins Match und trafen nach einem kapitalen Abwehrschnitzer und einem daraus resultierendem Foulelfmeter durch Dennis Lange (51.) zum 1:3. Wenige Minuten später erzielte Rico Volkmann gar den Anschlusstreffer. Nun aber wachten die Platzherren wieder auf und hatten durch Mewes (64./86.) sowie Nico Schröder (75.) klarste Chancen. Obwohl Neubruchhausens Dennis Dahme wegen wiederholten Foulspiels noch mit Gelb-Rot vom Platz flog, blieb die Partie bis zum Abpfiff spannend, am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. "Wir haben nach der Pause zwar kurz geschwächelt", gab Vilsens Co-Trainer Norbert Schmusch erleichtert zu Protokoll, "aber wegen des klaren Chancenübergewichts geht der Sieg absolut in Ordnung."
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck; Brunotte, Garaf, Hansack, Lampa (62. Hirsch), Mewes, Röper, Schlechter, Schröder (84. Büntemeyer), Schwirz, Sikut (70. Müller).

TSV Neubruchhausen: J. Lange; Emshoff (82. Dannemann), Volkmann, Alms (82. T. Timme), Struß, Dahme, Meyer (75. Jirgalke), N. Timme, D. Lange, Klussmann, Struss.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 29.08.2011
Vilser Youngster schießen Stuhr ab
A-Junioren meistern Pokalhürde


TV Stuhr - Bruchhausen-Vilsen 1:5 (1:2). Die Gäste legten in diesem Bezirksliga-Duell durch Salam Garaf (24.) und Luca Buttgereit (38.) ein 2:0 vor, doch nach Flanke von Fabian Bischoff brachte Kevin Glöckner (40.) den Gastgeber per Kopf wieder ins Spiel. "Schade, dass Adriano Azzarello oder auch Tom Weigt ihre jeweils guten Chancen nicht nutzten", meinte der neue Stuhrer Trainer Carsten Curländer zum Rückstand. Als dann der überragende Salam Garaf, der die Stuhrer Abwehr immer wieder aufmischte, die Vilser Führung weiter ausbaute (51.), durften sich die Platzherren schon mit dem Aus in Runde eins abfinden. Salam Garaf (77.) sowie dessen Bruder Nihad (88.) sorgten dann für den deutlichen Endstand. "Mit einem überragenden Salam Garaf an der Spitze war das schon eine sehr gelungene Vorstellung", freute sich Vilsens neuer Coach Achim Kumpart.
B-Jugend unterliegt TV Stuhr mit 4:2 (4:1).

Die Stuhrer, die in der vergangenen Saison noch auf einen Start in der Bezirksliga Hannover verzichtet hatten, durften als Zweiter der Kreisliga Diepholz einen nachträglichen Aufstieg feiern. Denn der TuS Sudweyhe zog seine 2. B-Junioren vom Spielbetrieb zurück, der TV Stuhr rückte dafür auf.
Und der neue Trainer Torsten Waldmann, der zuvor beim TuS Komet Arsten in der Jugendarbeit tätig war, aber als Spieler der Alten Herren schon lange Kontakte zu den Stuhrern hatte, durfte sich über einen optimalen Einstand freuen. Die Platzherren schockten die Gäste mit einem Blitzstart. Nach nur 20 Sekunden erzielte Sascha Meyer mit einem Schuss aus 30 Metern das 1:0. Timur Fafenrod (7.) baute die Führung per Abstauber zügig aus. Als Meyer (25.) mit einem Schuss aus 18 Metern sogar auf 3:0 erhöhte, war das mehr als eine Vorentscheidung. Bei dem Gast keimte nach dem Treffer von Feizal Alkozei (31.) zwar wieder etwas Hoffnung auf, aber Fafenrod (38.) stellte mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her.
Im recht zerfahrenen zweiten Abschnitt verpasste Alptug Erturan (70.) das fast sichere 5:1, denn er traf mit einem an Gerrit Wetjen verursachten Elfmeter nur den Pfosten. So kamen die Gäste durch Sören Romboy (75.) zu einer Ergebniskosmetik.
Fußball-Kreisligist SC Twistringen hat beim 5:0 gegen Bruchhausen-Vilsen überhaupt keine Probleme

Von Karsten Bödeker Twistringen. Das hätte beim Blick auf die Abschlusstabelle der vergangenen Kreisliga-Saison wohl niemand gedacht. Da spielt das Mittelfeld-Team SC Twistringen gegen den Fast-Aufsteiger SV Bruchhausen-Vilsen und der vermeintliche Außenseiter gewinnt mit 5:0 (3:0). Hochverdient, souverän und ungefährdet war der Erfolg, bei dem sich mit Oliver Schröder, Dennis Kuhangel, Mike Bomann, Andre Lausch und Julian Fuhrmann fünf verschiedenen Torschützen hervortaten. Der SCT steht nach drei Spielen mit neun Punkten und 10:0-Toren mit blütenweißer Weste da.
"Wir setzen unseren Aufwärtstrend fort, denn in der letzten Rückrunde haben wir auch schon eine tolle Ausbeute gehabt", meinte Trainer Kevin Krowiorsch, der nicht nur wegen der verschiedenen Torschützen die geschlossene Mannschaftsleistung hervorhob. Bestes Beispiel dafür war Julian Fuhrmann, der bei den wenigen Strafraumannäherungen der Vilser sogar in der Defensive aufhalf. Der beste Mann auf dem Feld war übrigens ein Defensivakteur: Twistringens Oliver Schröder räumte nicht nur als Sechser ab, sondern schaltete sich auch in die Offensive ein und traf per Kopf zum 1:0 (3.). Es war bereits das dritte Tor im dritten Spiel für den landesligaerprobten Akteur.
Ebenfalls höherklassig aktiv war einst Timo Rathkamp, der im Sommer aus Mörsen zurückkehrte, im Mittelfeld die Fäden zieht und gegen Vilsen im richtigen Moment immer wusste, was er mit dem Ball machen sollte. Andre Lausch, ein anderer Ex-Mörsener, traf zum 4:0 (85.). Lausch war für den ehemaligen Nordwohlder Mike Bomann eingewechselt worden, der ebenfalls für Alarm gesorgt hatte, indem er das entscheidende 3:0 markierte (30.). Bei drei weiteren Versuchen der Marke Hochkaräter scheiterte Bomann jedoch.
"Es läuft einfach bei uns", freute sich Krowiorsch angesichts der Überlegenheit, die auch noch zu mehr Toren hätte führen können. Lausch traf noch die Latte und Julian Fuhrmann vergab zwei Mal alleinstehend vor Vilsens Keeper Dennis Kastendieck. Dafür schossen Dennis Kuhangel nach Querpass von Rathkamp (20.) und Fuhrmann in der Schlussminute ein. "Durch unsere Neuzugänge sind wir einfach noch besser aufgestellt", bestätigte Krowiorsch das, was die zufriedenen Zuschauer sowieso schon gesehen hatten.
Die Vilser enttäuschten dagegen. Nach Freistößen kamen sie mal in den Twistringer Strafraum, Juri Sikut hatte beim Stand von 0:3 eine Möglichkeit (53.). Dass Twistringen erst in den finalen fünf Minuten wieder aufdrehte, lag auch daran, dass Kuhangel mit Gelb-Rot vom Feld musste (60.). Der SVBV wusste die Überzahl jedoch nicht zu nutzen.
SC Twistringen: Bartels; P. Meyer (75. Röseler), Kuhangel, Deepe, O. Schröder, Warnke Kletke, Aust, Rathkamp (81. Kastens), Fuhrmann, Bomann (62. Lausch).
SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck; A. Brunotte, Geier (21. M. Müller), Hansack, Hirsch (46. Riemenschneider), Lampa (65. Heyen), Mewes, Röper, M .Schröder, Vogel, Sikut.

© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 22.08.2011
Mit neuen Trainern in die Zukunft
Die Nachwuchsfußballer des SV Bruchhausen-Vilsen wollen sich im Bezirk weiter etablieren


Von Henning Reinke Bruchhausen-Vilsen. Als Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga Hannover haben die A-Junioren der JSG Bruchhausen-Vilsen den angestrebten Klassenerhalt letztlich sogar ohne zittern zu müssen erreicht. "Wir haben zwar auch mal auf einem Abstiegsplatz gestanden, aber das war nur eine Momentaufnahme. So richtig kritisch ist es eigentlich nie gewesen", erklärte Trainer Klaus Bracht, für den das Ende der Saison zugleich auch das Ende seiner Amtszeit gewesen ist.
An das auf der höheren Ebene doch intensivere Spiel mussten die Vilser sich erst gewöhnen, oft machte ihnen fehlende Cleverness noch einen Strich durch die Rechnung. "Wir haben uns an das höhere Niveau herangetastet und sind dann auch dank unserer guten Moral auf Augenhöhe mit der Konkurrenz gekommen. Schlechte Spiele hat es nur ganz wenige gegeben, auch weil wir nach deutlichen Rückständen nie aufgesteckt haben", ergänzte der 51-jährige Fahrlehrer.
Als Achtplatzierter im Elfer-Feld sammelten die Vilser aus ihren 20 Spielen insgesamt 24 Punkte und hatten ein fast ausgeglichenes Torverhältnis (41:44). "Schade, dass wir das finale Spiel gegen den Kreisrivalen TV Stuhr knapp mit 1:2 verloren haben, sonst hätten wir in der Tabelle optisch noch besser dagestanden", berichtete Bracht.
Der Coach denkt besonders gern an die beachtliche Bilanz gegen die Spitzenteams zurück: "Gegen den Zweiten Marklohe haben wir drei, gegen den Dritten Mühlenfeld sogar vier Punkte erobert." Getrübt wurde die Statistik allerdings dadurch, dass es gegen das weit abgeschlagene Schlusslicht JSG Leese nur zu einen mageren Zähler reichte. "Da haben wir fünf Punkte aber so richtig verschenkt und uns auch damit eine durchaus mögliche höhere Platzierung verdorben", ärgerte sich Klaus Bracht.
Bester Torschütze war mit 14 Treffern Salam Garraf (Derwisch), gefolgt von Dennis Blome (7) und Libero Lukas Bracht (5), Sohn des Trainers. "Die Spieler haben sich in nur einer Saison sehr gut weiterentwickelt. Das zählt schließlich auch mehr als nur der Blick auf die Tabelle", erklärte Bracht. So sei es auch nicht erstaunlich, dass gleich sieben A-Junioren den Sprung in den Kader der ersten Herrenmannschaft geschafft haben, meint der Ex-Trainer, der künftig als Zuschauer weiter am Ball bleiben will.
Nachfolger von Klaus Bracht ist Hans-Joachim Kumpart, der vor drei Jahren schon einmal mit einer Vilser C-Jugend auf Bezirksligaebene tätig war. Kumpart sind nur noch fünf Spieler des alten Kaders geblieben, und da hieß es, nach Neuzugängen Ausschau zu halten. Und dabei ist der Coach auch im Raum Hoya sowie im Kreis Verden fündig geworden. Einige Kicker von den eigenen 2. A-Junioren füllen den Kader weiter auf.
"Mit einem nahezu neuen Team müssen wir uns darauf einstellen, dass der Kampf um den Klassenerhalt diesmal noch weitaus schwerer werden dürfte. Aber immerhin gibt es auch nur zwei Absteiger", richtet Kumpart den Blick erst einmal auf die hinteren Regionen. "Ich lasse mich aber gern angenehm überraschen." Eventuell klappt das ja schon bei der Saisonpremiere am 3. September, denn dann steht gleich das Kreisderby gegen den Aufsteiger TuS Sudweyhe auf dem Programm.
Auf Bezirksebene vertreten sind die Vilser nun auch mit ihren B-Junioren, die den Aufstieg knapp vor dem TV Stuhr feiern durften. Uli Bolte hatte das Team als Trainer in die Bezirksliga geführt, coacht aber inzwischen die in die 1. Kreisklasse Nord abgestiegene zweite Herrenmannschaft. Boltes Nachfolger ist der 34-jährige Christian Krause, der als Aktiver unter anderem in Bramstedt, Martfeld, Hachetal und eben auch Bruchhausen-Vilsen spielte. "Als Trainer bin ich ein völliger Neuling, aber die Aufgabe hat mich gereizt", so Krause, der mit einem eingespielten Team auf eine Saison in "ruhigem Fahrwasser" hofft.
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 19.08.2011
NFV-ALTHERRENMEISTERSCHAFT
Drei Teams eine Runde weiter

 
Die Ü32-Altherrenteams der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, des SV Bruchhausen-Vilsen und SC Twistringen haben die erste Qualifikationsrunde zur Niedersachsenmeisterschaft überstanden. Die Twistringer gewannen beim SV Vorwärts Rethem mit 2:1, die Vilser Routiniers schossen den TSV Achim mit 8:0 ab und die TSG Seckenhausen schickte den SC Uchte mit einem 5:1 zurück in die Heimat. Die zweite Runde, die noch nicht ausgelost wurde, findet am 14. September statt.(mbü)
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 19.08.2011
SV BRUCHHAUSEN-VILSEN
Fehler werden eiskalt bestraft

Eine unglückliche 2:3(0:1)-Heimniederlage musste der SV Bruchhausen-Vilsen in der Fußball-Kreisliga Diepholz gegen den TV Neuenkirchen einstecken. Dabei lag das stark verjüngte Team des Trainer-Duos Uwe Sieling/Norbert Schmusch zur Pause noch in Front.
Nico Schröder nutzte in einer Kontersituation seine Schnelligkeit, ließ die gesamte gegnerische Abwehr stehen und behielt aus rund 10 Metern die Nerven (9.). In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften im Mittelfeld, Chancen waren Mangelware. Bis zur 39. Minute: Da zog Neuenkirchens Stefan Kessler aus gut 20 Metern ab, aber Dennis Kastendieck fischte das Geschoss mit einer Glanzparade aus dem Winkel.
Nach der Pause ging es turbulenter zu. Zunächst setzte sich Kessler im Kopfballduell gegen Christian Mewes durch und erzielte nach Flanke von Michael Geisler den Ausgleich (48.). Wenig später revanchierte sich Mewes mit dem erneuten Führungstreffer (55.). Praktisch im Gegenzug besorgte erneut Kessler mit einem satten 20-Meter-Flachschuss den Ausgleich (57.). In der 68. Minute schließlich profitierte Geisler von einem Vilser Abwehrfehler und besorgte den Endstand. "Natürlich machen wir mit der jungen Truppe noch zu viele Fehler", haderte Norbert Schmusch mit dem Ergebnis, "aber ein ein Unentschieden wäre okay gewesen." SV Bruchhausen-Vilsen: Kastendieck; Hansack, Hirsch (65. Schwirz), Lampa, Mewes, Röper, Schlechter, M. Schröder (70. Müller), N. Schröder (40. Riemenschneider), Sikut, Vogel.(lal)
© Mit freundlicher Genehmigung von Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 15.08.2011